Erste Stunde nach Sommerpause

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Psychotherapie (von der es ja eine Vielzahl von Methoden gibt) gesammelt? Dieses Forum dient zum Austausch über die diversen Psychotherapieformen sowie Ihre Erfahrungen und Erlebnisse in der Therapie.
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polarlichtlein
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Erste Stunde nach Sommerpause

Beitrag Fr., 26.07.2019, 20:23

Hallo zusammen,

nächste Woche bin ich das erste Mal nach vier Wochen Pause wieder bei der Therapeutin. Irgendwie freue ich mich, aber irgendwie ist es mir auch so fremd geworden. Ich mache erst seit einigen Monaten Therapie und bin denke ich noch nicht so weit, dass ich sie als Teil meines momentanen Lebens ansehe. Ich weiß auch gar nicht, worüber ich sprechen sollte - ich denke mir, gut jetzt bist du vier Wochen alleine klargekommen, dann geht‘s doch auch so.

Geht es hier wem ähnlich nach so einer Pause und wie findet ihr „zurück“ in die Therapie?

LG, polarlichtlein

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~~~
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Beitrag Fr., 26.07.2019, 20:38

polarlichtlein hat geschrieben:
Fr., 26.07.2019, 20:23
Hallo zusammen,

nächste Woche bin ich das erste Mal nach vier Wochen Pause wieder bei der Therapeutin. Irgendwie freue ich mich, aber irgendwie ist es mir auch so fremd geworden. (...) Ich weiß auch gar nicht, worüber ich sprechen sollte - ich denke mir, gut jetzt bist du vier Wochen alleine klargekommen, dann geht‘s doch auch so.

Geht es hier wem ähnlich nach so einer Pause und wie findet ihr „zurück“ in die Therapie?
Tja, ich würde so anfangen:

"Ich freue mich auf die Therapiestunde, aber irgendwie fühlt sie sich auch fremd an"

"Ich weiß gar nicht worüber ich sprechen soll, weil ich das Gefühl habe, dass ich allein klar kommen sollte"

Warum, das nicht als Einstieg kurz ansprechen, den du dir schon selbst gegeben hast?
"You cannot find peace by avoiding life."
Virginia Woolf

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rainyday
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Beitrag Fr., 26.07.2019, 21:59

Hallo polarlichtlein,
bei mir war es nach Pausen immer so, dass es viel zu erzählen gab, was in letzter Zeit so los war. Das waren immer die entspanntesten Stunden. Wenn das erledigt war, wusste ich dann immer nicht, was ich erzählen sollte, redete um den heißen Brei und fühlte mich von den Fragen meiner Therapeutin genervt, weil ich erwartete, dass sie mir diese Fragen beantworten könnte / müsste.
Also: ganz entspannt!

LG rainy
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Montana
[nicht mehr wegzudenken]
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Beitrag Fr., 26.07.2019, 23:11

Überdenke, welchen Maßstab du ansetzt. Natürlich geht es irgendwie auch ohne Therapiestunden. Aber reicht das? Dass es "irgendwie geht"? Vor einigen Monaten warst du doch schon an diesem Punkt und hast dich FÜR die Therapie entschieden. Nun, diese Entscheidung musst du immer wieder treffen und das ist auch gut so, denn in besonders schwierigen Phasen erinnerst du dich daran. Und dann mal ehrlich: wäre es die letzten Wochen genauso gut gegangen, wenn du nicht das Ende der Urlaubspause vor Augen gehabt hättest mit all den Hoffnungen, die du mit der Therapie verbindest? Was, wenn da einfach nichts wäre? Keine neuen Stunden. Keine Veränderung. Fühlt sich doch anders an.