Danke für eure Antworten.
Sydney-b hat geschrieben: Mi., 14.12.2022, 00:23
Wenn es dir so schlecht geht, würde ich natürlich um einen Notfalltermin bitten.
Nur solltest du ihm dann mit dem Termin entgegenkommen und einen deiner Arzttermine verlegen, falls es nicht anders gehen sollte.
Auch schadest du dir nur selbst, falls du bis nächste Woche deine Stunde absagst oder ihn nicht mehr an dich ranlässt.
Ja, da hast du wahrscheinlich recht. Nur ist ja bereits Mittwochvormittag und die nächsten beiden Vormittage sind bei mir voll. Die Arzttermine "kann" ich nicht absagen, da schade ich mir genau so selbst.
Gespensterkind hat geschrieben: Mi., 14.12.2022, 07:06
Ich würde nach einem Notfalltermin fragen, wenn Du Dich danach fühlst. Selbst wenn er keine Zeit haben sollte, dann hast Du Dein Bedürfnis geäußert und er weiß, dass es Dir nicht gut geht!
Das stimmt natürlich, aber dann muss ich ja auch zwingend nächste Stunde darüber sprechen, weil er dann ja weiß, dass es mich umgehauen hat. Ich weiß aber nicht, ob ich das kann
Gespensterkind hat geschrieben: Mi., 14.12.2022, 07:06
Ich denke, man kann immer nach einem Notfalltermin fragen. Wie Du schreibst, hattest Du ja auch schon Notfalltermine, Dein Therapeut ist also grundsätzlich auch bereit dazu.
Ist er, er sagt auch immer, ich soll mich melden, wenn etwas ist.
alatan hat geschrieben: Mi., 14.12.2022, 07:14
Aber nur, wenn du bereit bist, ehrlich zu sein, und deine Wut zu besprechen. Denn nichts anderes sind Suizidgedanken, die durch ein Gespräch, in dem dich dein Therapeut "verletzt" hat - und die richtest du gerade gegen dich selbst. Das ist selbst-destruktiv; das ihn-nicht-an-dich-heran-lassen ist beziehungsdestruktiv, also es gehört in die Besprechung in der therapeutischen Beziehung. Vermutlich sind solche "Maschen" genau dein Problem auch im sonstigen Leben, jetzt kannst du anfangen, dies zu bearbeiten, wenn du nicht vor dir selbst davonläufst.
Ich stimme dir nur bedingt zu. Das Problem ist einfach, dass er einen "Nerv" getroffen hat und ich jetzt meine gesamte berufliche Laufbahn und meine Zukunft in Frage stelle. Und das löst vor allem Selbstzweifel und Existenzängste aus. Dass er recht hat und es ein gerechtfetigter Einwand war, weiß ich. Ich habe einfach große Schwierigkeiten damit, mich verletztlich zu zeigen. Was ich ihm übel nehme, ist dass ich eigentlich denke, dass er gewusst haben muss, was das in mir auslöst und ich den Zeitpunkt ziemlich ungünstig finde, so eine Bombe platzen zu lassen. Ich muss es nur irgendwie weg schieben, weil ich nicht glaube, dass wir das jetzt akut lösen können und wenn ich es nicht wegschiebe, habe ich ernsthaft keinen Grund mehr, morgens aufzustehen.
Ich habe mich erstmal gegen einen Notfalltermin entschieden und versuche das nächste Woch anzusprechen. Aber diese Situation wird ja vermutlich noch öfter auf mich zukommen, deswegen freu ich mich über einen weiteren Austausch!