Kognitive Verhaltenstherapie + Hypnotherapie

Hier können Sie Ihre Fragen rund um die Rahmenbedingungen von Psychotherapie (Methoden, Ablauf usw.) anbringen.
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Pasci
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Kognitive Verhaltenstherapie + Hypnotherapie

Beitrag Fr., 02.03.2012, 16:24

Hallo,

was haltet ihr von Kongitiver Verhaltenstherapie kompiniert mit Hypnotherapie?
Bei Depressionen(die vorallem nur von negativen Gedanken entstehen und vorallem aufrecht erhalten werden), Ängste und auch Schlafstörungen.

Ich finde das sehr gut, da dabei der Lernbereich und der Veränderungsbereich und auch das Unterbewusstsein vorhanden sind.

Noch etwas zur kognitiven Verhaltenstherapie! Diese ist doch darauf angelget, dass der Patient, mit reichlich Übung die beschwerenden Gedanken in positive umwandelt. Ist das Ziel der Therapie, dass sich dieser Vorgang irgendwann nach reichlich übung automatisiert, also dass dies von alleine geht, oder?

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Mr Mindconrtrol
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Beitrag Mi., 18.04.2012, 23:38

Ich halte von Hypnose generell sehr viel, gerade eine VT mit Hypnotherapie dürfte viel tiefgreifender gehen. Durch Hypnotherapeutische Trancen kann man m.E. fast überall "hinreisen" sowohl für Ressourcen als auch an Traumatisches.
Ich halte die Hypotherapie für stark unterrepräsentiert war natürlich auch mit der Lobby der Psychonalytiker zusammenhängt, die es geschafft haben, die Anerkennung dieser Therapie-Form bis 2006 ( ausgerechnet das Freud-Jahr ) zu verhindern.

Kognitive Verhaltenstherapie ist keine Lehre des "Positiven Denkens", Sie meinst von sich, Sie eine Lehre des "Realistischen Denkens" (was immer das auch sein mag) So eine Denken ist aber sicherlich viel positiver als depressives Denken.
Die Psychoanalyse ist jene Geisteskrankheit, für deren Therapie sie sich hält --- Karl Kraus

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Green Strawberry
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Beitrag Do., 19.04.2012, 22:24

ich mache genau das, kognitive verhaltenstherapie kombiniert mit hypnotherapie. außerdem stecke ich gerade selbst in einer zusatzausbildung zum hypnotherapeuten. ich kann beides nur sehr, sher empfehlen, es hat mir bei meiner generalisierten angststörung kombiniert mit schweren schlafstörungen sehr geholfen.

pasci, das ziel der kognitiven verhaltenstherapie ist, dass du ungute und negative denkstrukturen aufdecken lernst und versuchst, diese durch positivere oder realistischere zu ersetzen. schaffst du das, kannst du so auch deine emotionen, deine verhaltensweisen und die körperlichen auswirkungen beeinflussen, denn alles ist in deinem neuronalen netzwerk miteinander vernetzt. schlusseindlich soll der patient so sicher in dieser methode werden (und das ist jetzt nur ein beispiel), dass er sein eigener therapuet werden kann. ide hypnotherapie ist in der lage, diesen prozess sehr viel einfacher und schneller zu machen, nicht zuletzt, weil unter hypnose viel einfacher fällt, die emotionen positiv zu verändern, so dass auch realistischere gedanken besser "haften bleiben".

viel erfolg!!
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Green Strawberry
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Beitrag Do., 19.04.2012, 22:29

ach ja, nachtrag: und es ist auch keineswegs so, dass nur an der oberfläche gekratzt wird und nur die symptome bearbeitet werden, wie ich hier so oft über verhaltenstherapie lese. die therapie beschäftigt sich zwar schwerpunktmäßig mit dem hier und jetzt, fragt aber auf jeden fall auch nach den ursachen eines problems und bezieht das in die behandlung mit ein. das geht besonders gut mit unterstützung der hypnotherapie.
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Helply
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Beitrag Do., 19.04.2012, 23:24

Green Strawberry hat geschrieben:... fragt aber auf jeden fall auch nach den ursachen eines problems und bezieht das in die behandlung mit ein


Wenn bei einem Patienten die Ursache eines Problems kompliziert, vielleicht sogar unbekannt ist, wie arbeitet dann die VT?

Voralem gibt es bei einer VT ja auch nicht sovieleStunden...
Liebe Grüsse
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Green Strawberry
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Beitrag Fr., 20.04.2012, 19:02

Hi Helpy,

also wie das jetzt bei einer klassischen VT in Deutschland aussieht, kann ich Dir leider nicht sagen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es da von Therapeut zu Therapeut auch große Unterschiede gibt. Generell liegt der große Fokus der kognitiven Verhaltenstherapie darin, dass Du schlechte Denkstrukturen, die Du heute im Hier und Jetzt hast, erkennen und korrigieren lernst und dadurch auch Deine Gefühle und physischen Symtome sowie Deine Verhaltensweisen positiv beeinflussen lernst. So bekommst Du dann schon nach kurzer Zeit ein gutes Handwerkszeug, mit dem Du Dir selbst in kritischen Situationen helfen kannst. Soweit ich hier gelesen habe, kritisieren viele z.B. an der Psychoanalyse, dass zwar sehr auf die Ursachen eines Problems geschaut wird und das auch ausgiebig behandelt wird, der Patient aber relativ wenige Strategien an die Hand bekommt, wie er sich im Ernstfall helfen kann (korrigiert mich bitte, wenn ich da falsch liege).

Während viele Psychotherapien schwerpunktmäßig problemfokussiert arbeiten, setzt die kognitive Verhaltenstherapie bei den Lösungen an. Und die Lösung ist nicht die reine Abwesenheit des Problems, sondern es wird an einer zukunftsorientierten, positiven Verbesserung für den Patienten gearbeitet. Unser Tutor hat uns das in etwa so erklärt: Stell Dir vor, Du hast folgendes Bild

schlechtes Befinden; neutral (Problem ist weg); gutes Befinden
I-------------------------------I-----------------------------I

Das Ziel der Therapie ist es, den Patienten nicht nur in die neutrale Zone zu bringen, sondern noch ein ganzes Stück hin zum guten Befinden. So hast Du dann auch noch einen kleinen Fallschirm, sollten wieder schwierige Zeiten kommen - und die kommen bestimmt, ist ja bei allen Menschen so, ob nun in Therapie oder nicht. "Life is difficult" ist ein Lieblingszitat meines Theras zu diesem Thema. Kommt aus dem Buch "The Road Less Travelled" von M. Scott Peck.

Deine fehlenden Erinnerungen würden also in einer kognitiven Verhaltenstherapie jetzt kein so großes Problem darstellen, denke ich. Es gibt genug Möglichkeiten, die Dir auch ohne diese erheblich weiterhelfen könnten. Und wer weiß, vielleicht taucht ja doch noch was auf, wenn Du bereits ein wenig Erfolg mit der Therapie hattest und Dich sicherer und mehr in Kontrolle Deiner Gefühle fühlst. Das war zumindest bei mir so. Außerdem gibt es auch in in der Hypnotherapie einige interessante Ansätze, die Dich da unterstützen könnten. Erst gestern haben wir in meinem Kurs "Timeline Reprocessing" gelernt. Die Methode basiert auf der Schematherapie und versucht die Ursache einer Verhaltensweise oder eines Gefühls herauszuarbeiten. Das kann manchmal ein scheinbar total unbedeutendes Ereignis in der Kindheit sein, dass man eigentlich schon (bewusst) vergessen hatte, auf das sich dann aber im Laufe der Jahre (unbewusst) Deine ganzen Grundverhaltensweisen, Denkmuster und Gefühle aufgebaut haben. Mit Hilfe der Hypnose bekommst Du die Gelegenheit, dieses Ereignis (mit Deinem heutigen Wissen und Deiner Lebenserfahrung) noch mal in einem anderen Licht zu sehen und positiver abzuspeichern. Klappt das, stehen die Chancen gut, dass es Dein ganzes Schema in diesem Bereich positiv beeinflusst und so viele Probleme gelöst werden können. Ich hab gerade mal im Internet geschaut, aber leider habe ich keine gute Seite gefunden, auf der es erklärt wird. Es mag sich vielleicht zuerst etwas nach Hokuspokus anhören, ist es aber absolut nicht.
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Helply
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Beitrag Fr., 20.04.2012, 20:49

He Green Strawberry,
hast es ganz gut beschrieben.
Kann ich davon ausgehen, dass auf jeden Fall die Kombination Verhaltenstdherapie und Hypnotherapie ausschlaggebend ist?

Weitert fällt mir aber noch etwasd ein. Mir sagte mal ein Hypnose, dass man nciht hypnotisiert werden kann, solange man Medikamente nimmt.
Er erklärt es damit, dass man "verstellt" ist und somit die Hypnose gar net richtig einsetzbar ist.
Hmmmmmmmmmmm :?:

Desweiteren, wie oft ist die Kombinatione Verhaltenstherapie u Hypnotherapie?
Liebe Grüsse
Helply


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Green Strawberry
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Beitrag Fr., 20.04.2012, 21:32

Hi Helpy,

ja, die Therapie hat einfach wesentlich mehr Möglichkeiten und ist oft auch schneller effektiver, wenn der Therapeut die Möglichkeit hat, Hypnose mit einzuschieben. Das muss jetzt nicht heißen, dass Du die ganze Zeit nur hypnotisiert wirst, es ist einfach eine sehr sinnvolle Ergänzung. Schließlich arbeitet unser Gehirn zu ca. 99% unbewusst und da wäre es ja schon schade, wenn man diese große Ressource in einer Therapie nicht nutzen würde. Ich würde bei Deiner Suche auch darauf achten, dass der Therapeut nicht einfach Verhaltenstherapie macht, sondern _kognitive_ Verhaltenstherapie. Vielleicht steht das aber auch nicht bei allen Therapeuten mit auf dem Schild, dann einfach nachfragen. Wie da so die Therapeutendichte in D ist, kann ich Dir leider gar nicht sagen, denn ich mache sowohl die Therapie als auch die Ausbildung in England. Und an die Therapieform bin ich auch nur durch einen ganz großen Zufall gekommen, bin aber im Nachhinein echt froh, dass ich genau das machen kann.

Dass man nicht hypnotisierbar ist, wenn man Medikamente nimmt, kann ich so generell gar nicht glauben. Da haben sie Dir einen Bären aufgebunden. Gerade heute haben wir im Kurs darüber gesprochen, wie sinnvoll es oft sein kann, wenn zum Beispiel Menschen mit Depressionen _zusätzlich_ zu ihrer Therapie Medikamente nehmen - von denen sie dann auch später besser wieder loskommen, weil sie ja in der Therapie Strategien gelernt haben, mit schwierigen Situationen besser fertig zu werden, indem sie negative Gedanken und Gefühle dazu als solche erkennen und in realistischere/positivere umwandeln. Etwas anderess ist es natürlich bestimmt, wenn man ganz arg betäubende Medis nehmen muss - aber dann wäre ja jede andere Art von Therapie auch schwierig...

..hier, das schreibt übrigens Herr Fellner, der Betreiber dieses Forums und auch Hypnotherapeut, über die Hypnotherapie: http://www.psychotherapiepraxis.at/arti ... wien.phtml
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Pasci
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Beitrag Sa., 21.04.2012, 11:03

Hallo liebe Strawberry!

ist eine Weile her, dass ich hier war. Mein Zustand hat sich, aber leider vor ca. 1 Monat verschlechtert, sodass ich in die Erste Hilfe unseres Krankenhauses gegangen bin und dort mit einem Psychiater geredet habe, der mir dann auch Medikamente verschrieben hat, welche ich jetzt seit ca. 1 Monat nehme. Sie helfen mir schon ein bisschen stabiler zu sein. Jedoch habe ich immer noch diese große Angst in mir, dass es wieder so wird wie vor einem Monat. Vor 2 Tagen hat sich für mich die Welt wieder für einige Minuten "verdunkelt" dieses schreckliche Depressionsgefühl kam wieder in mir auf, ich bekam sofort Panik, Schweißausbrüche, Herzrasen, dass es wieder von vorne losgeht. Es verging aber wieder, jedoch habe ich, verständlicherweise, Angst!

Ich habe auch vor einem Monat mit einer kognitiven Verhaltenstherapie begonnen, aber LEIDER führt der Therapeut keine Hypnose durch, was ich sehr schade finde. Wollte eigentlich zu einem anderen Therapeut der Hypnose machen würde, doch weil ich eben in die Erste Hilfe bin, so hängt das jetzt alles zusammen, mit dem Psychologen und dem Psychiater (hat mich übrigends ne Menge Kraft gekostet zu einem Psychiater zu gehen...).

Und ich glaube nur die Hypnose zu einem späteren Zeitpunkt bei dem anderen Therapeut durchzuführen ist auch ein Blödsinn, oder? Der ist nämlich privat, der eine ist alles über dem öffentlichen Dienst und kostet natürlich ein viertel davon. Doch was ist schon Geld... Gesundheit ist das wichtigste auf der Welt, das weiß man erst zu schätzen sobald man sie nichtmehr hat.

Und auch in der kognitiven Therapie, naja ich weiß nicht. Es war jetzt erst die 4. Sitzung. Und ich komme auch recht gut klar mit meinem Therapeut! Er ist jung und trotzdem erfahren, hoffe ich zumindest, eigentlich genau das was ich gesucht habe. Doch bis jetzt habe ich immer nur meine Gedankengänge aufgeschrieben und wir sind sie zusammen durchgegangen und er hat mich gefragt ob mich diese Gedanken weiterbringen! Und wir haben halt so über meinen allgemeinen Zustand geredet. Ich weiß nicht bin ich zu voreilig, dass wir ja noch am Anfang der Therapie stehen! Ich lese auch ein Buch begleitend zur Therapie, "Feeling Good, Depressionen überwinden" von David Burns.

Finde es halt schade das er keine Hypnose macht! =(

Ja und ich hab ständige Zukunftsangst! Immer wieder solche depressive Phasen zu haben, das macht mich schon fertig. Das ist jetzt schon erst die erste Phase die ich richtig behandle, jedoch ich finde meine Chancen stehen schlecht, dass ich immer depressionsfrei bleibe, es ist eben schon meine dritte Phase. "Krank" zu sein, fühle mich dadurch minderwertig.
Werde ich eine Partnerin finden die mich so akzeptiert, was wird sein wenn meine Eltern nichtmehr da sind? Werde ich dann wieder depressiv(wovon ich ausgehe), werde ich alleine sein? Und kann ich Kinder kriegen, da ich meine Gene ja weitergebe und das unverantwortlich wäre.... =( =(

Hoffe auf weitere Antworten, DANKE!!!

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Mr Mindconrtrol
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Beitrag Sa., 21.04.2012, 12:24

Helply hat geschrieben:
Weitert fällt mir aber noch etwasd ein. Mir sagte mal ein Hypnose, dass man nciht hypnotisiert werden kann, solange man Medikamente nimmt.
Er erklärt es damit, dass man "verstellt" ist und somit die Hypnose gar net richtig einsetzbar ist.
Hmmmmmmmmmmm :?:

Desweiteren, wie oft ist die Kombinatione Verhaltenstherapie u Hypnotherapie?



Es stimmt, dass Medikamente eine Hypnose verhindern (zumindest, dass es so sein kann). Ob das bei allen Psycho-Medikamenten so ist weiss ich nicht.
Ich musste wegen einer gescheiterten analytischen Gesprächstherapie ein mal in die Klapsmühle wegen selbstverletztem Verhalten. Dort bekam ich Laufzwang, dann bekam ich Neuroleptika, ich glaube Taxilan. Also ich dann nach ca. 2 Wochen mit Hilfe eines Richters wieder hinaus (ich war damal 17) habe ich meine Elteren überden können es doch eimal mit Hypnose zu probieren bei einen Heilpraktiker (meine Eltern mussten das aus eigener Tasche zahlen) Es hat nicht funktioniert und der Laufzwang ging weiter. Als ich dann nach 4 Wochen diese Medikamente absetzte ging auch der Laufzwang weg. Es waren die Medikamente die diese innere Unruhe verursacht haben (obwohl Sie eigentlich ruhig stellen sollten).
Ob Antidepressiva Hypnose auch verhindern weiss ich nicht, denke mal eher nicht, denn gerade mit Antidepressivern habe ich Albträume.
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stern
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Beitrag Sa., 21.04.2012, 17:33

Weitert fällt mir aber noch etwasd ein. Mir sagte mal ein Hypnose, dass man nciht hypnotisiert werden kann, solange man Medikamente nimmt.
Er erklärt es damit, dass man "verstellt" ist und somit die Hypnose gar net richtig einsetzbar ist.
Hmmmmmmmmmmm :?:

Desweiteren, wie oft ist die Kombinatione Verhaltenstherapie u Hypnotherapie?

Ach man hört soviel ;) . Kommt bestenfalls aufs Medikament an... also wenn ich mit ner ordentlichen Dosis Benzos oder unter Schlafmittel oder unter starken Einfluss irgendwelcher dämpfenden Neuroleptika oder tralala in die Therapie komme, dann brauchts vermutlich weder Therapie noch Hypnotherapie, weil die Medikamente sozusagen die Psyche verstellen (also die Wirkung derartiger Medis spürt man ja). Aber wie gesagt: Unter Einfluss solcher Medikamente ist dann eh nicht viel anderes als Bett/Ruhe angesagt, wenn man "verstellt" ist... also auch sonstige Therapie läuft unter solchen Medikamenteneinfluss kaum, wenn man "zugedröhnt" ist.

Ansonsten halte ich es für Quatsch, dass Hypnotherapie (die mit Showhypnose null zu tun hat) nicht geht, wenn man Medis (z.B. Antidepressiva) nimmt... also bei mir ging es insofern trotzdem. Nur kann wie jedes andere Therapieverfahren auch Hypnotherapie Kontraindikationen haben... bzw. ich sehe es so: Wer regelmäßig auf Beruhigungspillen angewiesen ist (und diese erst absetzen müsste, um zugänglich zu sein), da braucht's dann nicht noch ein zusätzliches Aufwühlen durch Hypnotherapie... sondern da sollte man sich evtl. erstmal so beruhigen lernen, dass man ohne derartige Pillen bzw. mit weniger auskommt. Wobei der Einatzbereich von Hypnotherapie recht weit ist.

Wie häufig die Kombi ist: Keine Anhnung. Mein amb. VT (bei dem ich nicht mehr bin) hatte u.a. eine Ausbildung in Hypnotherapie.

Also Fazit: Nicht geeignet, wenn jemand unter dem Einfluss starker Medikamente (siehe oben) seht oder Drogen oder Alk steht (versteht sich im Grunde von selbst... da würden vermutlich viele amb. Theras den Patienten heimschicken, weil er nicht zugänglich ist) ... oder anderweitige Kontraindikationen bestehen (die bei mir eher entgegen standen... und die vermutlich mehr ins Gewicht fallen, quantitativ, als akuter Medikamenteneinfluss).
Zuletzt geändert von stern am Sa., 21.04.2012, 18:01, insgesamt 1-mal geändert.
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stern
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Beitrag Sa., 21.04.2012, 17:54

Helply hat geschrieben:
Green Strawberry hat geschrieben:... fragt aber auf jeden fall auch nach den ursachen eines problems und bezieht das in die behandlung mit ein


Wenn bei einem Patienten die Ursache eines Problems kompliziert, vielleicht sogar unbekannt ist, wie arbeitet dann die VT?

Dann gilt es, Ursachen solange zu entwickeln, bis man ein hinreichendes Erklärungsmodell/Verständnis erarbeitet hat. Btw. wäre es auch ein Gerücht, dass man jede Ursache ursächlich beheben kann. Btw2. jede Therapieform muss auch in der Lage sein zerklären zu können... bestenfalls gibt es je nach Strömung teils unterschiedliche Hypothesen (sic!), wie sich psych. Störungen ursächlich erklären lassen. Teils gibt es klar Überschneidungen... aber Hypothesen bzw. oft auch theoretische Konstrukte (die je nach Strömung teils etwas anders aussehen, weil abweichende THEORIEN zugrunde liegen) sind es sehr oft, weil noch sooooo viel unerforscht ist, was die Entstehung psychischer Erkrankungen angeht.
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Beitrag Sa., 21.04.2012, 18:36

Helply hat geschrieben:
Green Strawberry hat geschrieben:... fragt aber auf jeden fall auch nach den ursachen eines problems und bezieht das in die behandlung mit ein


Wenn bei einem Patienten die Ursache eines Problems kompliziert, vielleicht sogar unbekannt ist, wie arbeitet dann die VT?

Voralem gibt es bei einer VT ja auch nicht sovieleStunden...


Erst einmal gibt es nicht oder meist nicht "DIE" Ursasche. Psychiche Probleme haben fast immer mehrere Ursachen, darunter auch Genetische.
Auch reaktive Ursachen müssen nicht bekannt sein, damit eine VT eine Erkrankung besseren kann. Es wird wie ich schon woanders gesagt habe, dass es neben die Ursachen von Problemen/Erkrankungen auch Ursachen für Erfolg und Gesundheit gibt.
Wenn sagen wir jemand ein schlechter oder (wahrscheinliche mehrere) Erlebnisse mit etwas hatte und deshalb eine Phobie vor diesem entwickelt hat. Er ist damit negativ konditioniert worden. Eine VT macht eine systemtatische Konfrontation mit diesen, so dass der Patient erlebt, dass dieses nicht gefährlich ist, die Angst lässt deshalb nach. Die VT beantwortet solche Konditionierung mit eine Gegenkonditionierung, sie "Verusacht" eine Gesundung bzw. Lösung des Problems.
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Beitrag So., 22.04.2012, 21:59

He Pasci,

ich kann dir sehr gut nachempfinden. Auch ich kenne die GEfühle von
Panik, Schweißausbrüche, Herzrasen ...

Pasci hat geschrieben:Und ich glaube nur die Hypnose zu einem späteren Zeitpunkt bei dem anderen Therapeut durchzuführen ist auch ein Blödsinn, oder?
Nun, die andere Sache ist natürlich auch noch, dass ja gerade mit einer Therapie begonnen hast, und dann direkt eine Hypnosetherapie, das wird keine Krankenkasse berzahlen. Und beides gleichzeitig bei zwei verschiedenen Leuten? Ich denke, dass dies ungünstig ist.
Mir fallen zwei Dinge bei dir auf:
Einerseits sagst du, dass du mit deinem Therapeut zufrieden bist, er das ist, was du gesucht hast, andererseits fokosierst du immer wieder nen Hypnotiseur. Was überwiegt denn?

Pasci hat geschrieben:Ich weiß nicht bin ich zu voreilig, dass wir ja noch am Anfang der Therapie stehen!

Ich kann auch sehr ungeduldig sein, deswegen verstehe ich dich. Aber wie du schon sagtest, ihr seid noch am Anfang. Gib euch beiden Zeit. Auch wen es schwer fällt. ;)

NUN ZU DEN ANDEREN:
Lünscht mich jetzt bitte net, mit dem was ich frage :red:
Aber habe ich es richtig verstanden, dass bei einer kognitiven VT auch noch nach den Hintergründen, der Vergangenheit, nach dem Erlebten etc geschaut wird,
während bei einer "normalen" VT eher nach dem jetzt geschaut wird und man dann "einfach" ein Verhalten "übt", um es hinzubekommen. (Also z.B. wie bei einer Phobie, dass man sich halt der Phobie stellen lernt.)

#Also ich würde mich gerne verstehen können, und auch noch gerne Hilfe bekommen, was ich tun kann, damit manche Ängste, Verhaltensweisen oder Dinge, mit denen ich net zurecht komme, zumindeest besser werden.

Ich stehe nämlich im Moment vor dem Problem, welche Therapie.
Ausführlicher steht es in meinem Thread. Bis Dienstag muß ich nämlich ne Entscheidnung getroffen haben :confused: :dogeyes:
Liebe Grüsse
Helply


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Beitrag So., 22.04.2012, 22:23

Helply hat geschrieben:He Pasci,


Lünscht mich jetzt bitte net, mit dem was ich frage :red:
Aber habe ich es richtig verstanden, dass bei einer kognitiven VT auch noch nach den Hintergründen, der Vergangenheit, nach dem Erlebten etc geschaut wird,
während bei einer "normalen" VT eher nach dem jetzt geschaut wird und man dann "einfach" ein Verhalten "übt", um es hinzubekommen. (Also z.B. wie bei einer Phobie, dass man sich halt der Phobie stellen lernt.)

:


Kognitionen sind Gedanken, die Therapie setzt sich mit deinen (bewussten)Gedanken auseinander, eine Eröterung der Vergangenheit tut das nicht zwingend einschliessen, wird aber meist trotzdem gemacht.
Klassische VT ist m.E. eh schon lange nicht mehr Stand der Dinge.
Es sind oft nicht die Dinge selbst die einen Angst machen sondern die Vorstellung davor!
Kognitive VT wurde m.E. ursprünglich zur Behandlung von Depression erfunden.
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