Dauer Krankenkasse Genehmigung

Hier können Sie Ihre Fragen rund um die Rahmenbedingungen von Psychotherapie (Methoden, Ablauf usw.) anbringen.
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AdoLife
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Dauer Krankenkasse Genehmigung

Beitrag Mo., 31.08.2015, 16:03

Hallo zusammen,

wisst ihr, ob es in Deutschland gesetzlich geregelt ist, wie lange eine Krankenkasse Zeit hat einen Antrag auf Psychotherapie zu bearbeiten?

Bei meiner telefonischen Nachfrage hieß es nur ich solle den Brief abwarten... ich halte diese Ungewissheit aber nicht mehr aus und es macht alles nur noch schlimmer. Im konkreten Fall ging es zunächst um einen Antrag auf Stunden über das übliche Stundenkontingent hinaus (in den Richtilinien steht ja nur "grundsätzlich" bis zu XY Stunden) und mittlerweile möchte ich einen Verfahrenswechsel zu einer Therapeutin im Kostenerstattungsverfahren (vorher seit Mai von gestzlich zugelassenen Therapeuten 23 Absagen bekommen) beantragen. Sie empfahl mir nun erst die Antwort auf den ersten Antrag abzuwarten und dann persönlich vorbeizugehen und die Therapie bei ihr zu beantragen. Mich wundert das Vorgehen ein wenig, da es beim letzten Mal so war, dass meine Therapeutin das alles geregelt und den Antrag geschrieben hat, der dann an einen Gutachter ging.

Die goldene Frage ist jedenfalls wie lange dürfen die sich denn noch Zeit lassen ? ? ?

Mein Plan ist nun morgen persönlich vorbei zu gehen, aber das kostet mich unglaublich viel Kraft und Überwindung

Danke und sonnige Grüße
*AdoLife*
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away
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Beitrag Mo., 31.08.2015, 16:15

Hallo Adolife,
soweit ich weiß, gilt der Antrag als genehmigt, wenn die nach 6 Wochen nicht geantwortet haben.
Ich verstehe allerdings nicht ganz, wie Du das meinst. Hast Du den Antrag gestellt ohne dass die Therapeutin, die im Kostenerstattungsverfahren arbeitet, etwas dazu bei der Krankenkasse eingereicht hat? Ich habe das ganze Antragsverfahren gerade durch. Also auch Verfahrenswechsel und weil ich keine passende kassenzugelassene Therapeutin gefunden habe, jetzt über das Kostenerstattungsverfahren. Da haben aber sowohl die Therapeutin als auch ich Sachen an die Krankenkasse geschickt.
Vielleicht habe ich das aber auch in Deinem Posting nicht richtig verstanden.
Genehmigt hat die Kasse mir jedenfalls 5 probatorische Sitzungen und jetzt stellen wir den Antrag auf Langzeittherapie.
Hilft dir das weiter? Ansonsten kannst du mir gerne auch eine PN schicken.
Liebe Grüße
away

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AdoLife
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Beitrag Mo., 31.08.2015, 17:15

Danke für deine Antwort!
soweit ich weiß, gilt der Antrag als genehmigt, wenn die nach 6 Wochen nicht geantwortet haben.
Na dann muss ich mich ja quasi nur noch 2 Wochen gedulden... wobei ich ja in meinem Antrag keine konkrete Stundenanzahl genannt habe. Also es ist so, ich habe zunächst einen Antrag (Brief meinerseits) gestellt auf Verlängerung der Stunden bei meiner bisherigen Therapeutin, wobei das übliche Höchstkontingent bereits ausgeschöpft ist. Daher hat sie gesagt, dass ich mich nur selbst an die Krankenkasse wenden könne. Dies ist nun 3,5 Wochen her und bei meinem Anruf letzte Woche kam nur die Antwort, dass ich mich gedulden müsse, sie nicht sagen können, wie lange es dauert und ich per Post Bescheid bekomme.

Da aber das Ende so oder so absehbar ist (wenn die einer Ausnahmeregelung zustimmen werden das nur sehr wenige Stunden sein, meinte meine Thera, wobei sie das wohl noch nie geschafft habe...) und ich unbedingt weiter Hilfe benötige (habe auch eine Notwendigkeitsbescheinigung der Uniklinik, dass die üblichen Wartezeiten für mich nicht zumutbar sind), habe ich weiter gesucht und den Termin für das Erstgespräch bei der Therapeutin im Kostenerstattungsverfahren wahrgenommen. Sie hat bisher noch nichts bei der Krankenkasse eingereicht und meinte ICH müsse den Antrag bei der Krankenkasse stellen und die wenden sich dann an sie.... In dem Ratgeber der Bptk hatte ich gelesen, dass das alles gemeinsam eingereicht werden muss, aber heute am Telefon sagte sie wieder ich solle mich an die Krankenkasse wenden.

Habe nun einen neuen Brief/Antrag formuliert, dass sie mir nach Ablauf der Stunden bei meiner Thera einen Verfahrenswecchsel zu ihr genehmigen und muss es unbedingt schaffen morgen dahinzugehen.... Ein Protokoll über die vergebliche Suche nach einem Kassentherapeuten seit Mai sowie die Notwendigkeitsbescheinigung der Uniklinik liegt denen bereits vor.
Genehmigt hat die Kasse mir jedenfalls 5 probatorische Sitzungen und jetzt stellen wir den Antrag auf Langzeittherapie.
Oh je, wenn ich lese, dass die erst nur die Probesitzungen genehmigen, wird mir auch schon wieder schlecht.... ich brauche längere Gewissheit, um mich öffnen zu können. Die Stundenanzahl bei Verhaltenstherapie wird ja sowieso schon viel weniger.

Ich schwanke gerade zwischen völlig erschöpft, reglos, wie gelähmt hier liegen und dann wieder Heulanfällen.... warum muss es einem so kompliziert gemacht werden? Wie soll man mit einer psychischen Erkrankung, ohne Unterstützung des Umfelds das alles alleine bewältigen?

Danke, dass es dieses Forum gibt!
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Tränen-reich
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Beitrag Mo., 31.08.2015, 18:21

Für probatorische Sitzungen bedarf es doch keiner Genehmigung? Woher kommt denn die Info????

Ich habe (damals auch auf Kostenerstattungsverfahren) mitwirken müssen zum Antrag auf Langzeittherapie.
Ich musste ein individuelles Schreiben verfassen, die Anruferliste aufstellen und die Notwenidigkeitsbescheinigung an die Thera schicken, damit die zusammen mit ihrem Kram das an die Kasse schicken konnte.
Sie sagte mir dann, dass das vier Wochen dauern wird. Und so war das dann auch.
Auch bei den Verlängerungen...
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lisbeth
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Beitrag Mo., 31.08.2015, 18:33

Hi Adolife,

die Fristen innerhalb derer die KK über einen Antrag entscheiden muss, sind im Patientenrechtegesetz geregelt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Patienten ... nkenkassen

Wenn ein Gutachten des MDK (oder eines psycholog. Gutachters) eingeholt wird, sind es 5 Wochen ab Eingangsdatum bei der KK. Bis dahin muss Dir die Kasse antworten. Oder dich schriftlich über die Gründe informieren, warum es länger dauert. Und einfach "zuviel zu tun" gilt nicht als Grund.

Hast du denn eine Eingangsbestätigung von der KK?

So wie ich den Flyer von der BpTK verstehe, stellst du schon selbst den Antrag. Notwendig dafür sind:
  • das Anschreiben,
  • eine Bescheinigung, dass eine psychotherapeutische
    Behandlung notwendig und unaufschiebbar ist,
  • das Protokoll der vergeblichen Suche nach einer Psycho-
    therapeutin/einem Psychotherapeuten mit Kassenzulassung,
  • die Bescheinigung eines approbierten Psychotherapeuten
    in Privatpraxis, dass die Behandlung kurzfristig übernommen wird
Für das Kostenerstattungsverfahren gibt es kein Formular oder ähnliches. Deshalb ein formloser Antrag durch dich. Weiß nicht, ob die evtl. auch einen Bericht oä von der Therapeutin wollen. Hat Deine Therapeutin denn schon öfters in Kostenerstattung gearbeitet?

Wünsche Dir alles Gute, und viel Durchhaltevermögen.
lisbeth
In dem Maß wie wir anfangen, Fragen anders zu stellen, werden wir auch neue Antworten finden.

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peppermint patty
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Beitrag Mo., 31.08.2015, 20:59

AdoLife hat geschrieben: Also es ist so, ich habe zunächst einen Antrag (Brief meinerseits) gestellt auf Verlängerung der Stunden bei meiner bisherigen Therapeutin, wobei das übliche Höchstkontingent bereits ausgeschöpft ist. Daher hat sie gesagt, dass ich mich nur selbst an die Krankenkasse wenden könne. Dies ist nun 3,5 Wochen her und bei meinem Anruf letzte Woche kam nur die Antwort, dass ich mich gedulden müsse, sie nicht sagen können, wie lange es dauert und ich per Post Bescheid bekomme.
Das finde ich aber komisch. Ich stehe auch kurz vor dem Verlängerungsantrag über das Kontinent hinaus. Meine Thera hat mir erklärt, dass wir zu den bereits vorhandenen Klinikunterlagen, die ebenfalls die Notwendigkeit der Verlängerung bescheinigen, wir beide einen Antrag stellen müssen. Und dass sie bisher immer erfolgreich damit war, obwohl sie mir natürlich keine Garantie gibt. Aber auch wenn dieser abgelehnt wird gibt es noch die Möglichkeit des Widerspruchs. Danach zahl ich dann die Stunden selbst, da ich mir keinen Wechsel vorstellen kann.

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Beitrag Mo., 31.08.2015, 21:33

Erst mal vielen lieben Dank für eure Antworten. So fühle ich mich gerade nicht ganz so alleine damit.
Für probatorische Sitzungen bedarf es doch keiner Genehmigung? Woher kommt denn die Info????
Bei Therapeuten mit Kassensitz nicht, aber bei privaten ohne Kassensitz also im Kostenerstattungsverfahren denke ich schon...sonst würden sie ja quasi 5 Stunden verschenken, wenn es dann nicht genehmigt wird. Gefunden habe ich dazu bisher aber nix offizielles... bei den Erstgesprächen bei den Therapeuten im Kostenerstatungsverfahren (waren 2 von den 5 oder 6 wo ich war) war es auch immer so dass die keine Versicherungskarte eingelesen haben, also können sie das auch nicht darüber abrechnen.
Hast du denn eine Eingangsbestätigung von der KK?
Ich habe es persönlich abgegeben und der Sachbearbeiter hat es an die zuständige Abteilung weitergeleitet. Er gab mir die Nummer mit einer Ansprechpartnerin, die ich in der folgenden Woche anrufen könne. Habe aufgrund von Urlaub erst nach 2 Wochen angerufen und es hieß die Person sei nicht im Haus ich solle mich am Folgetag melden, wobei sie dann auch nicht da sei... Dann rief ich an und bekam die Info ich müsse halt warten und wie lange es dauert können sie nicht sagen, käme schriftlich. Ich wollte dann auch nicht noch weiter nerven, damit dies nicht allein schon deswegen ablehnen.
die Fristen innerhalb derer die KK über einen Antrag entscheiden muss, sind im Patientenrechtegesetz geregelt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Patienten ... nkenkassen
Danke werde ich mir morgen mal in Ruhe durchlesen. Bin grad zu müde mein Gehirn arbeitet nicht mehr :(
So wie ich den Flyer von der BpTK verstehe, stellst du schon selbst den Antrag. Notwendig dafür sind:

das Anschreiben,
eine Bescheinigung, dass eine psychotherapeutische
Behandlung notwendig und unaufschiebbar ist,
das Protokoll der vergeblichen Suche nach einer Psycho-
therapeutin/einem Psychotherapeuten mit Kassenzulassung,
die Bescheinigung eines approbierten Psychotherapeuten
in Privatpraxis, dass die Behandlung kurzfristig übernommen wird

Für das Kostenerstattungsverfahren gibt es kein Formular oder ähnliches. Deshalb ein formloser Antrag durch dich. Weiß nicht, ob die evtl. auch einen Bericht oä von der Therapeutin wollen.
Die Bescheinigung und das Protkoll der vergeblichen Suche liegt der Krankenkasse aus meinem Antrag auf Verlängerung bei meiner bisherigen Thera bereits vor. Jetzt würde ich das Anschreiben zum Antrag für das Kostenerstattungsverfahren ergänzen. Eine Bescheinigung der neuen Therapeutin habe ich nicht, aber ihre definitive Zusage, dass sie mir den Platz freihält. Sie meinte halt, dass die Krankenkasse sich bei ihr meldet...hab in dem Moment aber auch nicht nachgefragt, sowas kommt bei mir immer erst hinterher... und als sie heute anrief, war ich grad eingeschlafen, also noch komplett verpeilt und total einsilbig *seufz*
Hat Deine Therapeutin denn schon öfters in Kostenerstattung gearbeitet?
Die Frage hätte ich wohl mal stellen sollen
Wünsche Dir alles Gute, und viel Durchhaltevermögen.
Danke!!
Aber auch wenn dieser abgelehnt wird gibt es noch die Möglichkeit des Widerspruchs.
Ja, den würde ich auch einlegen, allerdings zieht es sich dann noch mal länger hin.... bin durch diese ungewisse Situation und vor allem den Abschied momentan sehr durch den Wind. Ich hab echt schon Horrorszenarien im Kopf, dass sie mich nach der letzten Stunde in die Klinik schickt
Danach zahl ich dann die Stunden selbst, da ich mir keinen Wechsel vorstellen kann.
Diese Option habe ich leider nicht. Bin im Studium, daher sowieso null abgesichert. Im Job wars besch***** arbeitsunfähig auszufallen, aber immerhinn war ich finanziell abgesichert. Letzten Monat waren nur noch 20€ auf meinem Konto. So schlimm wars auch noch nie :( Aber immerhin hab ich jetzt einen Nebenjob begonnen und hoffe mich wieder über Wasser halten zu können. Aber Therapie selbst zahlen, ist absolut nicht drin.


Ich muss es wohl einfach schaffen morgen zur Krankenkasse zu geghen und hoffen, dass die mal kooperativ sind und mich nicht mit den Worten ich müsse mich gedulden wieder nach Hause schicken. Falls die dann was von ihr wollen, kann ich es ihr ja schreiben bzw. ihre Nachricht heute war, dass sie mich anruft, also scheint sie lieber zu telefonieren... schreiben fällt mir leichter.... aber da muss ich wohl durch.

Danke für eure Antworten und ich werde euch auf dem Laufenden halten.
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away
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Beitrag Di., 01.09.2015, 17:31

Liebe AdoLife,
ich war auch erst erstaunt, dass die KK mir erstmal "nur" die probatorischen Sitzungen genehmigt hat. Aber das hängt offensichtlich mit dem Kostenerstattungsverfahren zusammen. Sonst müsste ich die probatorischen Sitzungen ja selber zahlen. Ich kann mich ja nicht sofort für eine Therapie entscheiden und der Therapeut braucht ja auch ein paar Stunden für die Anamnese, bevor Antrag auf Langzeit- oder Kurzzeittherapie gestellt werden kann.
Vielleicht ist es in Eurer Gegend tatsächlich so, dass die Therapeutin erstmal nichts schreiben muss, sondern die KK dann auf sie zukommt. Ich habe festgestellt, dass das nicht nur von KK zu KK unterschiedlich ist, sondern auch von Bundesland zu Bundesland. Es gibt zum Beispiel KK die genehmigen das Kostenerstattungsverfahren gar nicht oder nur nach zähem Ringen. Und bei anderen wird es quasi "durchgewunken".

Frag da ruhig immer wieder mal nach. Ich hab das auch so gemacht. Meine Erfahrung ist, dass die Sachbearbeiter nett sind und auch verstehen, warum die Patienten so dringend auf den Bescheid warten. Nur können die Sachbearbeiter oft nichts an der Geschwindigkeit der Bearbeitung machen, weil ja der Gutachter erstmal seinen Senf dazu geben muss.

Ich drücke dir ganz doll die Daumen, dass du schnell eine positive Nachricht bekommst.

Away

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Beitrag Di., 01.09.2015, 22:50

Sooo.... ein Update.... ich war heute bei meiner Krankenkasse und es war alles sehr schwierig

Details dazu in meinem Blog....http://www.psychotherapiepraxis.at/pt-f ... 35&t=31383

Hier beschränke ich mich mal auf das oben genannte Thema der Dauer der Antragsbearbeitung.

Es hieß dass mein Antrag vom 7.8. und damit auch die Notwendigkeitsbescheinigung der Uniklinik sowie das Protokoll der Suche nicht eingegangen seien, obwohl ich alles persönlich abgegeben habe!!! Das ist eine bodenlose Frechheit (Zu schade, dass ich immer noch keine Rechtsschutzversicherung habe....)

Es hieß, dass ich zunächst nur 5 probatorische Sitzungen bei der neuen Therapeutin beantragen könne und die neue Therapeutin bezüglich weiterer Nachweise (Approbation etc.) von der Krankenkasse kontaktiert wird. Mir wurde wenig Hoffnung gemacht, dass der Antrag genehmigt wird (als der Sachbearbeiter erfuhr dass ich schon 300 Stunden hatte rollte er schon die Augen und grinste komisch...) und ich bekam wieder keine Information darüber, wie lange die Bearbeitung dauern wird. Ich hatte mir eure Links durchgelesen und im SGB V steht ganz klar, dass spätestens bis zum Ablauf von drei Wochen nach Antragseingang bzw. mit gutachterlicher Stellungnahme nach fünf Wochen entschieden sein muss und die Leistung nach Ablauf der Frist als genehmigt gilt.

Die neue Therapeutin habe ich direkt per Mail über das Gespräch informiert und war sehr erfreut, dass sie mich heute Nachmittag direkt zurückrief. Sie meinte, dass ich alles richtig gemacht habe, Kostenerstattungsverfahren sei ihrer Erfahrung nach schwierig, aber möglich und ich solle nicht aufgeben. Zur zeitlichen Regelung kennt sie es auch nur so, dass sie nach 3 Wochen entscheiden müssen.

Zudem wurde mir mitgeteilt, dass die zeitliche Regelung nur für reguläre Anträge gelte. Ich solle erneut bei der Zentralen Informationsbörse für Psychotherapie (ZIP) nach Therapeuten mit Kassenzulassung und freien Therapieplätzen nachfragen! Das habe ich doch alles schon versucht...
Vielleicht ist es in Eurer Gegend tatsächlich so, dass die Therapeutin erstmal nichts schreiben muss, sondern die KK dann auf sie zukommt. Ich habe festgestellt, dass das nicht nur von KK zu KK unterschiedlich ist, sondern auch von Bundesland zu Bundesland.
Das scheint auch von Therapeut zu Therapeut unterschiedlich zu sein. Eine andere Therapeutin im Kostenerstattungsverfahren, wo ich nur 15 Min Erstgespräch hatte und es gar nicht passte, gab mir direkt alle Unterlagen dafür mit und auch ein Schreiben von ihr.
Frag da ruhig immer wieder mal nach. Ich hab das auch so gemacht. Meine Erfahrung ist, dass die Sachbearbeiter nett sind und auch verstehen, warum die Patienten so dringend auf den Bescheid warten. Nur können die Sachbearbeiter oft nichts an der Geschwindigkeit der Bearbeitung machen, weil ja der Gutachter erstmal seinen Senf dazu geben muss.
Wenn ein Gutachter eingeschaltet wird, müssten sie mich darüber aber erst mal informieren. Im meinem Fall waren sie mal wieder nicht nett.... es war die Hölle heute... einen konkreten Ansprechpartner habe ich wieder nicht. Die Frau aus der Abteilung, die der Sachbearbeiter angerufen hat, würde sich bei mir melden... das macht mich alles so fertig
Ich drücke dir ganz doll die Daumen, dass du schnell eine positive Nachricht bekommst.
Danke!!

Jetzt erst mal schlafen. Bin am Ende mit meinen Kräften und Nerven und morgen erwartet mich leider ein sehr, sehr langer Tag
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away
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Beitrag Mi., 02.09.2015, 15:24

kannst du mir noch mal erklären, warum du erneut bei Therapeuten anrufen und nach Terminen fragen sollst? Du hast doch für deinen Antrag bereits eine Liste angefertigt, mit vergeblichen Versuchen, einen Therapieplatz zu bekommen. Oder habe ich das falsch verstanden?

liebe Grüße
away

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Beitrag Sa., 05.09.2015, 19:44

kannst du mir noch mal erklären, warum du erneut bei Therapeuten anrufen und nach Terminen fragen sollst? Du hast doch für deinen Antrag bereits eine Liste angefertigt, mit vergeblichen Versuchen, einen Therapieplatz zu bekommen. Oder habe ich das falsch verstanden?
Ja, das wüsste ich auch gerne... die sind wohl der Meinung, dass es bei der Zentralen Informationsbörse für Psychotherapie immer Therapeuten mit freien Plätzen gibt und man einen von denen nehmen muss. Dass es auch andere Gründe außer Wartezeit geben kann, warum ein Therapeut nicht in Frage kommen, darauf kommen die nicht. Bei 3 von 4, die mir von dort genannt wurden, bin ich ja sogar gewesen und habe dann aus anderen Gründen keinen Platz bekommen. Die erste empifehlt nur Gruppentherapie, was ich weder möchte, noc wäre ihre Gruppe thematisch sinnvoll und menschlich passte die Frau auch nicht, die zweite passte menschlich nicht und die dritte hätte gepasst, fühlte sich aber dafür nicht qualifiziert und hat mir die Thera im Kostenerstattungsverfahren empfohlen. Habe sie gefragt, ob sie mir das schriftlich bescheinigen kann, aber nach einer zunächst telefonischen Zusage, hat sich nun doch einen Rückzieher gemacht. Da sie Kassentherapeutin ist, hat sie Angst, dass es negative Folgen für sie hat, wenn sich eine Therapeutin ohne Kassenzulassung empfiehlt.

Habe die Woche noch mal alle Unterlagen, die die angeblich verloren haben (Notwendigkeitsbescheinigung für Psychotherapie des Schmerzzentrums, Protokoll der vergeblichen Suche mit 22 Absagen) neu eingereicht und darüber hinaus von meiner Neurologin auch noch ein Schreiben bekommen, dass sie den Wechsel empfiehlt, dass eine kurzfristiger Behandlungsbeginn dringlich ist, da insbesondere psychisch mit einer weiteren Verschlechterung gerechnet werden muss und sie um eine vorgezogenen Bearbeitung und Übernahme der Kosten in diesem Einzelfall bittet. Den Erhalt der Unterlagen habe ich mir von der Krankenkasse diesmal schriftlich mit Eingangsdatum jedes einzelnen Blattes bestätigen lassen...

Nun kann ich wieder nur abwarten... *seufz*
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Beitrag Di., 08.09.2015, 00:00

Die Krankenkasse hat mich heute angerufen. Die Therapeutin im Kostenerstattungsverfahren soll denen Nachweise zuschicken. So viel zum Thema die Krankenkasse kontaktiert sie direkt... habe der Therapeutin eine Mail geschrieben und sie hat sofort geantwortet, dass sie das rausschickt. Der Rückruf der Krankenkasse zeigt zumindest, dass das jetzt bearbeitet wird und ich hoffe dann bald Bescheid zu bekommen und hoffentlich zu wissen, wann meine erste bzw. zweite Stunde bei der neuen Therapeutin ist....

Abschied-Neuanfang-Traurigkeit-Angst-Wut-Hilflosigkeit-Hoffnung... *Gefühlschaos*
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Beitrag Mi., 09.09.2015, 12:58

Oh je AdoLife - ich häng an sehr ähnlicher Stelle. Und verzweifele fast, da auch wenig Power mich nun auch noch DARUM zu kümmern. Meine letzte Therapie ist zwar zwei Jahre her - aber ich habe auch keine neue kassenzugelassene gefunden - ich suche ja nicht "IRGENDEINE, die gerade mal frei ist"! Es MUSS auch passen und mir das Gefühl geben, dass es Erfolg haben kann in der Zusammenarbeit!

Zuerst hiess es, auch seitens der Thera, die ich kontaktierte und ein Erstgespräch hatte, dass die Kassen in der Regel die probatorischen Sitzungen normalerweise schnell genehmigen, es gänge ja erst mal "nur" um die Probatorik. Und OBWOHL ich ansonsten auch bereits alles getan habe wegen der Suche (Notwendigkeits/Dringlichkeitsbescheinigung der Ärztin, Nachweis über 7 erfolglose Suchen inclusive Namen, beim ZIP bekam ich zwei genannt, die ich vor Jahren schon mal kontaktierte und auch da war, die passten nicht, beim zweiten Anruf ein paar Wochen später war eine davon immer noch als "frei" gemeldet und ein zweiter, mit dem ich vor Jahren mal ein unglaublich furchtbares Telefonat hatte - von dem ich auch hier berichtete vor längerem - so dass ich mich natürlich frage - WER meldet sich denn beim ZIP? Wohl die, die nicht SO den Zulauf haben und das hat denke ich mal ziemlich gute Gründe, hm?) Und: wie "viele" dieser Therapeuten 'darf' ich eigentlich ablehnen? Es MUSS doch auch passen!

Und jetzt machen die ein großes Brimborium als würde ich schon sofort eine Langzeittherapie beantragen. Sie ZWINGEN mich, dass SIE (die Kasse mit ihrem "Terminservice") erst mal für mich suchen, DANN dürfe ich viellllleeeeeeeicht darüber nachdenken mit der - sehr aufgeschlossenen NICHT kassenzugelassenen Therapeutin den "Antrag" zu stellen. Ich wiederholte, dass ich doch erst mal NUR die Probatorik genehmigt bekommen möchte, aber der Typ am Fon war genau so stur und redete wie TOLL es doch für mich sei, vergleichen zu können usw.

Okay, JA; einen vergleich zu haben IST gut und ich BIN mir auch noch was diese andere Thera anbelangt nicht 100%ig sicher, aber ich finde es eine echte Frechheit wie SCHWER einem das gemacht wird. Ich war eben am Telefon ziemlich sauer und habe auch sehr spitz reagiert. Aber es NÜTZT ja nichts. DIE sitzen am längeren Hebel. DIE können bestimmen wie es zu machen ist. Also: letzte Kraftreserven mobilisieren. Viel Erfolg dir!
:!!: :!!: :!!:

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Beitrag Mi., 09.09.2015, 17:26

Ich frage mich wirklich, warum das bei den Krankenkassen so mega unterschiedlich gehandhabt wird? Bei mir wurden die 5 probatorischen Sitzungen relativ unkompliziert genehmigt und meine (nicht kassenzugelassene) Therapeutin geht davon aus, dass der Antrag auf Langzeittherapie ebenfalls genehmigt wird. Es muss tatsächlich auch einen Unterschied zwischen den Bundesländern geben und das finde ich extrem ungerecht und es tut mir leid, dass Ihr beiden so viel von Eurer (Rest)energie für diesen Behördenkram aufwenden müsst.
Ich drücke Euch weiterhin die Daumen.
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Beitrag Mo., 14.09.2015, 21:49

Sorry, dass ich jetzt erst anworte. War letzte Woche nicht zu Hause und habe versucht mich in der Zeit von dem Thema abzulenken. Ist nicht immer gelungen, aber im Rückblick betrachtet, ging es mir letzte Woche besser als heute...

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nd verzweifele fast, da auch wenig Power mich nun auch noch DARUM zu kümmern. Meine letzte Therapie ist zwar zwei Jahre her - aber ich habe auch keine neue kassenzugelassene gefunden - ich suche ja nicht "IRGENDEINE, die gerade mal frei ist"! Es MUSS auch passen und mir das Gefühl geben, dass es Erfolg haben kann in der Zusammenarbeit!
Ja, genau so sehe ich das auch. Ich habe so schon kaum Kraft meinen Alltag zu bewältigen und dann werden einem noch mehr Steine in den Weg gelegt. Zudem ist Psychotherapie etwas wo die Chemie stimmen muss. Bei anderen Ärzten ist mir zwar eine gewisse Sympathie auch wichtig, aber hierbei kann es wirklich nicht irgendjemand sein, wie die Krankenkasse scheinbar denkt. (Das ist auch u.a. eines der Probleme, warum ich nicht noch mal in eine Klinik möchte, denn da kriegt man irgendwen vorgesetzt und hat keine Wahl)
So dass ich mich natürlich frage - WER meldet sich denn beim ZIP? Wohl die, die nicht SO den Zulauf haben und das hat denke ich mal ziemlich gute Gründe, hm?)
Ganz genau! Mag Ausnahmen geben, aber vom Prinzip her könnte ich mir das durchaus vorstellen... Spannend sind auch Homepages der Therapeuten, an denen erkannt man schon bevor man sich zu dem Teil durchgeklickt hat, ob die privat oder Kasse sind ^^
Aber es NÜTZT ja nichts. DIE sitzen am längeren Hebel. DIE können bestimmen wie es zu machen ist. Also: letzte Kraftreserven mobilisieren. Viel Erfolg dir!
Danke das wünsche ich dir auch!! Hatte heute ein Vorgespräch in einer Klinik und die werden mir auch ein Schreiben ausstellen, dass ich - unabhängig von einer eventuellen stationären Behandlung - weiter ambulante Therapie brauche. Also mit mittlerweile drei fachärztlichen Gutachten aus unterschiedlichen Bereichen können die doch eigentlich nicht mehr ablehnen... *hoff* (Und wenn doch kam mir heute der blöde Gedanke, dann müsste man die Krankenkasse eigentlich verpflichten meine Beerdigung zu bezahlen... )

Away
Ich frage mich wirklich, warum das bei den Krankenkassen so mega unterschiedlich gehandhabt wird? Bei mir wurden die 5 probatorischen Sitzungen relativ unkompliziert genehmigt und meine (nicht kassenzugelassene) Therapeutin geht davon aus, dass der Antrag auf Langzeittherapie ebenfalls genehmigt wird. Es muss tatsächlich auch einen Unterschied zwischen den Bundesländern geben und das finde ich extrem ungerecht und es tut mir leid, dass Ihr beiden so viel von Eurer (Rest)energie für diesen Behördenkram aufwenden müsst.
Ich drücke Euch weiterhin die Daumen.
Danke dir! Ich befürchte das ist nicht nur in den Bundesländern, sondern auch von Kasse zu Kasse, von Sachbearbeiter zu Sachbearbeiter unterschiedlich... und ich glaube mind. 8 Wochen Klinik und dazu die ganzen anderen Arztbesuche sind auch nicht günstiger als 1x die Woche ambulante Therapie... aber solche Argumente interessieren die sicher auch nicht.

Habe heute den Brief nachgereicht (natürlich wieder mit schriftlicher Bestätigung, dass sie es erhalten haben), dass meine Therapiestunden verbraucht sind und die neue Therapeutin die Unterlagen vor ihrem Urlaub an die Krankenkasse gesendet hat. Den Vordruck hat sie allerdings nicht verwendet, da ich den heute erst als ich zurück gekommen bin aus dem Briefkasten holen konnte. Aber sollte ja hoffentlich egal sein, solang inhaltlich die Nachweise erbracht werden.
I decided not to give up today. After all, it sure would have been a waste surviving all that other bullshit for nothing.