Beruflich am Ende...Selbstzweifel

Das Leben ist wesentlich durch unsere Arbeit geprägt. Der Job kann jedoch auch Quelle von Ärger und Frustration sein, oder persönliche Probleme geradezu auf die Spitze treiben...
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AnoThEr_WorLd
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Beruflich am Ende...Selbstzweifel

Beitrag Di., 01.10.2019, 15:37

Hallo,
ich bin ganz deprimiert. Es ist wieder passiert. Ich wurde schon wieder gekündigt (einvernehmlich) und das nach nicht mal 6 Monaten. Ich weiß ehrlich nicht mehr weiter. Man hat eine super Ausbildung und dann findet das Unternehmen immer einen Grund einen zu kündigen. Ich war bis Dezember 2018 2 Jahre in einem Unternehmen und nach furchtbaren 4 1/2 Monaten Arbeitslosigkeit habe ich endlich eine Chance bekommen in einer für mich netten und interessantem Unternehmen. Vor zwei Monaten habe ich dann meine Probleme mit der Nachtschicht angesprochen (3 Schichtsystem) und wegen Versetzung angefragt. Die Chefin ist dann, als eine passende Stelle frei wurde auf mich zugekommen und ich hab die Versetzung angenommen. Gestern jedoch der Schock, ganz plötzlich ohne irgendwelche Anzeichen kam dann das böse Gespräch, wo es zur einvernehmlichen Auflösung des Arbeitsverhältnisses kam. Der Grund scheint mir wieder nur eine Ausrede, denn laut Kollegen passt mein Tempo eigentlich. Sie meinte ich bin zu langsam und denkt, dass ich aufgrund des Ausbaus der Firma zukünftig auch nicht in der anderen Abteilung klarkommen würde mit dem Stress...Ich bin sehr enttäuscht. Ich habe Angst um meine Zukunft, denn ich hab meinen Anspruch auf das Arbeitslosengeld dieses Jahr schon aufgebraucht und bin noch nicht 6 Monate in dieser Firma :kopfschuettel: :roll: Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Mich freuen auch diese ganzen auf mich zukommenden Bewerbungsgespräche nicht mehr, wo ich mich dann wieder erklären muss wieso ich so kurz in den Firmen bin (2 Jahre und bei der aktuellen Firma 5 1/2 Monate). Habt ihr Tipps? ::? Ich bekomme wahrscheinlich nur Notstandshilfe. Was kann man zusätzlich noch beantragen, wenn man nicht so schnell etwas findet (Wohnbeihilfe, geht das überhaupt?).
Liebe Grüße


Candykills
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Beitrag Di., 01.10.2019, 16:01

Nun, nur weil es dir jetzt 2 mal so ergangen ist, heißt das ja nicht, dass es auch weiterhin so läuft, dass du nur befristete Verträge bekommst oder gar in der Probezeit gekündigt wirst.

Trotzdem würde ich das Feedback, dass du zu langsam sein sollst, reflektieren. Nämlich, ob da wirklich etwas dran sein könnte und was du ggf. ändern könntest, um schneller zu werden.
"...that love, unlike matter or energy, was in endless supply in the universe. A germ which grows from nothingness, which cannot be eradicated even from the darkest of hearts..." (x-Files, Milagro)

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Kaonashi
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Beitrag Di., 01.10.2019, 17:06

Was sagt man denn in so einer Situation beim Bewerbungsgespräch, wenn gefragt wird, weshalb die bisherigen Arbeitsverhältnisse beendet wurden? Ich weiß das auch nicht.

Wegen dem Arbeitstempo: vielleicht war das auch nur ein Vorwand, um irgendeine Begründung zu haben? Vielleicht passte sonst etwas nicht, oder sie wollten eh Personal abbauen, oder brauchten die Stelle für den Neffen vom Chef oder so.

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Nico
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Beitrag Di., 01.10.2019, 17:30

Warum einvernehmlich?
Sowas macht man in der Regel nur wenn man sowieso weg will.
Wenn ich alt bin, möchte ich nicht jung aussehen, sondern glücklich!

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Hamna
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Beitrag Di., 01.10.2019, 18:04

Ich finde, im Zeugnis macht sich "in gegenseitigem Einvernehmen" immer besser aus, als wenn man gekündigt wurde. Da kann man dann bei der nächsten Bewerbung auch sagen, dass man in der Probezeit gemerkt hat, dass man doch nicht zusammen passt. Für die 2jährige Stelle könntest du sagen, dass du gemerkt hast, dass es in der Firma keine Möglichkeit der Weiterentwicklung gegeben hat. Oder steht im Zeugnis, dass sich die Firma von dir getrennt hat? Die Zeit der Arbeitslosigkeit könntest du nutzen, um dich weiterzubilden.

Nur nicht den Mut verlieren! :trost:
Begegne dem, was auf dich zukommt, nicht mit Angst, sondern mit Hoffnung!
..............................................
Erinnere dich an die Zeit, als du dir das gewünscht hast, was du jetzt besitzt!


theweirdeffekt
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Beitrag Di., 01.10.2019, 18:27

Ich unterstreich Hamnas Beitrag nochmal. Nur nicht unterkriegen lassen. Bzgl. Beihilfen, Förderungen etc. könntest du einen Beratungstermin beim Sozialamt machen, ev. gibt es auch eine Art Sozialberatung?

In der Arbeitslosigkeit kannst du dir auch selbst Dinge aneignen und es im Lebenslauf dann als persönliche Weiterbildung anführen, damit du die Lücke kaschierst. Beim Vorstellungsgespräch kannst du dann eh besser erklären. Auch wenn du Zukunftsängste hast, wie Candykills schon sagte: 2x ist nicht immer.

Gibts denn für dich Schwierigkeiten, die im Arbeitskontext immer mal wieder auftauchen?

Alles Gute
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candle.
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Beitrag Di., 01.10.2019, 19:15

Hallo!
AnoThEr_WorLd hat geschrieben:
Di., 01.10.2019, 15:37
Vor zwei Monaten habe ich dann meine Probleme mit der Nachtschicht angesprochen (3 Schichtsystem) und wegen Versetzung angefragt. Die Chefin ist dann, als eine passende Stelle frei wurde auf mich zugekommen und ich hab die Versetzung angenommen.
Mein Tipp wäre, sich in der Probezeit erstmal "unterzuordnen". Ich vermute, dass dieses Versetzungsgesuch vielleicht schon nicht so gut ankam.

Aber ansonsten: Es wird schon werden! Du bist noch jung, nicht aufgeben! :ja:

Lieben Gruß!
candle
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Beitrag Mi., 02.10.2019, 09:34

candle. hat geschrieben:
Di., 01.10.2019, 19:15


Mein Tipp wäre, sich in der Probezeit erstmal "unterzuordnen". Ich vermute, dass dieses Versetzungsgesuch vielleicht schon nicht so gut ankam.


Lieben Gruß!
candle
Naja, es ging da um gesundheitliche Probleme und Schwierigkeiten beim Autofahren nach der Nachtschicht. Sie ist ja dann auch selbst zu mir gekommen, um mir zu sagen, dass in dieser anderen Abteilung was frei wird und ob ich da hin möchte. Ich war gerade mal 5 mal dort. Sie ist übrigens Chefin von beiden Abteilungen.

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Beitrag Mi., 02.10.2019, 09:37

theweirdeffekt hat geschrieben:
Di., 01.10.2019, 18:27

Gibts denn für dich Schwierigkeiten, die im Arbeitskontext immer mal wieder auftauchen?
Gabs bis jetzt eigentlich nicht. Ich hab auch die anderen Kollegen gefragt, die haben aber selbst gemeint, dass die ersten 2 Stunden halt etwas mehr ist und das es normal ist, dass man da nicht schneller sein kann. Was solls, es ist eh wie es ist. Ich wünsche mir halt nur ein ehrlicheres Feedback, weil das kam ja erst diese Woche, dass sie das bemängelt hat. Ich weiß wirklich nicht woran es liegt, dass ich so oft scheitere.

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Beitrag Mi., 02.10.2019, 09:40

Hamna hat geschrieben:
Di., 01.10.2019, 18:04
Oder steht im Zeugnis, dass sich die Firma von dir getrennt hat?
Probezeit in der neuen Firma war nur ein Monat. Es ist bis 31.10 befristet gewesen und wäre dann in einen unbefristeten Vertrag übergegangen. In der ersten Firma wurde ich gekündigt, weil ich von anderen sehr gemobbt wurde und es vom Team her nicht mehr gepasst hat. Die jetzige Chefin hat mir bestätigt, dass vom Team her alles gepasst hat.

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Beitrag Mi., 02.10.2019, 09:44

Candykills hat geschrieben:
Di., 01.10.2019, 16:01

Trotzdem würde ich das Feedback, dass du zu langsam sein sollst, reflektieren. Nämlich, ob da wirklich etwas dran sein könnte und was du ggf. ändern könntest, um schneller zu werden.
Ich denke nicht, dass da was dran ist. Ändern kann ich es ja nicht, wenn ich ein Mensch bin, der halt anders arbeitet als andere oder andere Dinge als wichtiger empfinde. Im Gegensatz zu meiner damaligen Firma ist der jetzige Job eigentlich sehr langweilig. Dort musste man wirklich alles planen und sich gut einteilen, damit man überhaupt fertig wird. Das kann ich vom jetzigen Job nicht sagen. Dort hat man teilweise mehrere Stunden nichts zu tun. Jede Stunde kommen halt Proben und das wars auch schon.

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Beitrag Mi., 02.10.2019, 11:12

AnoThEr_WorLd hat geschrieben:
Mi., 02.10.2019, 09:34
Naja, es ging da um gesundheitliche Probleme und Schwierigkeiten beim Autofahren nach der Nachtschicht.
Du mußtest für die Firma fahren oder nach Feierabend? Hast du dich denn damit, also "Krankheit" oder Einschränkung beworben?

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Beitrag Mi., 02.10.2019, 16:55

Nein, die Nachhausefahrt nach der Nachtschicht. Und nein ich hatte Probleme mit dem Schlafen und hab mich nicht krank beworben

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Beitrag Mi., 02.10.2019, 18:13

AnoThEr_WorLd hat geschrieben:
Mi., 02.10.2019, 16:55
Nein, die Nachhausefahrt nach der Nachtschicht. Und nein ich hatte Probleme mit dem Schlafen und hab mich nicht krank beworben
Gut, aber letztlich ist das auch nicht Sache des Arbeitgebers. Kommt vermutlich oder kam auch nicht so gut an.

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Beitrag Mi., 02.10.2019, 20:29

Naja, aber in der anderen Abteilung gibt es keine Nachtschicht und sie ist ja dann zu mir gekommen, ob ich Karenz Vertretung da sein möchte.