Ich meine, es ist vielleicht ein Teil selbstverletzend sich anzuhören wie böse du bist und wie toll deine Schwester.
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Aschenbrödel in der Falle - Wie soll es weiter gehen?
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Aschenbrödel
Thread-EröffnerIn - Helferlein

, 50 - Beiträge: 53
Wenn es mein Ziel wäre in den Augen meiner Mutter "gut" zu sein, dann vielleicht. Aber von dieser Idee habe ich mich vor Jahren verabschiedet. Das was mich an sie bindet ist mein Pflichtgefühl und die Tatsache, dass sie meine Mutter und nun schon sehr alt ist. Wenn ich die Situation reflektiere, dann kann ich eher stolz auf mich sein, endlich den Mut gehabt zu haben "böse" zu sein. Denn das bedeutet in diesem Kontext, dass ich es mir erlaube, ohne auf die Erwartungen und Meinungen anderer zu achten, das zu tun, was ich für mich für richtig halte.
Wenn ich genau nachdenke, dann hat meine Mutter vor mir nie damit geprahlt wie toll meine Schwester ist. Sie hat immer herausgekehrt, dass sie (meine Schwester) an ihrem Unglück keine Schuld hat. Meine Schwester ist wie jedes Baby unschuldig geboren worden, aber im Gegensatz zu den meisten Menschen, hat sie diese angeborene Unschuld offenbar nie verloren.
Aber mir geistern neuerdings ganz andere Gedanken durch den Kopf, die möglicherweise Licht in die Sache bringen. Inspriert wurde ich von Euren Posts.
Ich glaube meine Mutter hat Mitleid mit meiner Schwester, weil sich zwei wichtige Parallelen durch beider Leben ziehen. Beide haben aus unterschiedlichen vernünftigen Gründen Männer geheiratet, um versorgt zu sein. So viel ich mitbekommen habe und mich erinnern kann, war meine Mutter alles andere als glücklich in ihrer Ehe und bei meiner Schwester scheint es ähnlich zu laufen, wenn ich die Andeutungen meiner Mutter richtig deute. Der Mann meiner Schwester hat seine Frau unterm Pantoffel und sie sagte mir vor Jahren schon einmal, dass er es nicht mag, wenn sie sich mit mir trifft.
Ich hatte in meiner Partnerwahl mehr Glück, habe mich in Jungen Jahren in einen Jungen verliebt, ihn geheiratet, Kinder bekommen, die schon erwachsen sind und... auch nach inzwischen 30 Ehejahren, geht er mir nicht auf den Senkel. Soll heißen, dass wir gerne unsere Zeit gemeinsam verbringen.
Könnte das meine Mutter veranlassen, unendlich viel mit meiner Schwester mitzuleiden und nichts auf sie kommen zu lassen, ganz gleich was sie macht? Vielleicht spielt mein Schwager ja eine noch größere Rolle, als ich denke.
Wenn ich genau nachdenke, dann hat meine Mutter vor mir nie damit geprahlt wie toll meine Schwester ist. Sie hat immer herausgekehrt, dass sie (meine Schwester) an ihrem Unglück keine Schuld hat. Meine Schwester ist wie jedes Baby unschuldig geboren worden, aber im Gegensatz zu den meisten Menschen, hat sie diese angeborene Unschuld offenbar nie verloren.
Aber mir geistern neuerdings ganz andere Gedanken durch den Kopf, die möglicherweise Licht in die Sache bringen. Inspriert wurde ich von Euren Posts.
Ich glaube meine Mutter hat Mitleid mit meiner Schwester, weil sich zwei wichtige Parallelen durch beider Leben ziehen. Beide haben aus unterschiedlichen vernünftigen Gründen Männer geheiratet, um versorgt zu sein. So viel ich mitbekommen habe und mich erinnern kann, war meine Mutter alles andere als glücklich in ihrer Ehe und bei meiner Schwester scheint es ähnlich zu laufen, wenn ich die Andeutungen meiner Mutter richtig deute. Der Mann meiner Schwester hat seine Frau unterm Pantoffel und sie sagte mir vor Jahren schon einmal, dass er es nicht mag, wenn sie sich mit mir trifft.
Ich hatte in meiner Partnerwahl mehr Glück, habe mich in Jungen Jahren in einen Jungen verliebt, ihn geheiratet, Kinder bekommen, die schon erwachsen sind und... auch nach inzwischen 30 Ehejahren, geht er mir nicht auf den Senkel. Soll heißen, dass wir gerne unsere Zeit gemeinsam verbringen.
Könnte das meine Mutter veranlassen, unendlich viel mit meiner Schwester mitzuleiden und nichts auf sie kommen zu lassen, ganz gleich was sie macht? Vielleicht spielt mein Schwager ja eine noch größere Rolle, als ich denke.
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Aschenbrödel
Thread-EröffnerIn - Helferlein

, 50 - Beiträge: 53
So, die Feiertage sind um und ich habe beschlossen, mein Mutter-Problem in Angriff zu nehmen. Ich werde sie morgen treffen. Bin unruhig, nervös und etwas ängstlich. Wahrscheinlich die Angst, wieder mit Vorwürfen konfrontiert und verletzt zu werden. Aus Erfahrung ähnlicher Situation glaube ich zwar nicht, dass ich Vorwürfe fürchten muss, weil ich mich in den letzten Wochen sehr rar gemacht habe und meine Mutter sichtlich verunsichert ist. Die Beziehung ist so fragil, dass sie zurecht fürchten muss, dass ich sie ganz abbreche. Habe mir trotzdem vorgenommen, sobald sie wieder mit Vorwürfen und Armes-Opfer-Haltung kommt, den Besuch abrupt zu beenden. Dann war's das auch für mich endgültig.
Ich habe lange mit mir gerungen und auch beschlossen, eine Diskussion über das Thema nicht zuzulassen. Es führt zu nichts und würde nichts ändern, zumal meiner Mutter ein Gefühl für ihren eigenen Anteil an dieser Sache fehlt.
Was mir auch in den letzten Wochen aufgegangen ist. Ich habe ein echtes Problem damit "nein" zu sagen, weil ich Angst habe, dass andere sich wegen mir schlecht und abgelehnt fühlen. Ich schließe da wohl (vergangen Erfahrung bedingt) von mir auf andere. Blöde Sache, aber ich weiß nicht wie ich das ändern kann. Ich habe schon angefangen, wo möglich Alternativ-Lösungen vorzuschlagen, wenn ich mal "nein" sagen muss. Dann geht es einigermaßen, aber manchmal gibt es eben keine Alternativen und da fängt mein Problem an.
Ich habe lange mit mir gerungen und auch beschlossen, eine Diskussion über das Thema nicht zuzulassen. Es führt zu nichts und würde nichts ändern, zumal meiner Mutter ein Gefühl für ihren eigenen Anteil an dieser Sache fehlt.
Was mir auch in den letzten Wochen aufgegangen ist. Ich habe ein echtes Problem damit "nein" zu sagen, weil ich Angst habe, dass andere sich wegen mir schlecht und abgelehnt fühlen. Ich schließe da wohl (vergangen Erfahrung bedingt) von mir auf andere. Blöde Sache, aber ich weiß nicht wie ich das ändern kann. Ich habe schon angefangen, wo möglich Alternativ-Lösungen vorzuschlagen, wenn ich mal "nein" sagen muss. Dann geht es einigermaßen, aber manchmal gibt es eben keine Alternativen und da fängt mein Problem an.
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Aschenbrödel
Thread-EröffnerIn - Helferlein

, 50 - Beiträge: 53
Habe nun alles mit meiner Mutter geklärt. Es hat viel Energie gekostet, dafür musste ich mir keine Vorwürfe anhören und auch sonst keine tränenreichen Szenen ertragen. Ich hatte das Gefühl, dass sie froh war, dass ich überhaupt gekommen bin und dass ihr klar war, wenn sie wieder anfängt - bin ich ganz schnell weg. Die Beziehung ist nun distanzierter, aber das ist auch gut so, denn dann sind Grenzüberschreitungen auch unwahrscheinlicher.
Ich danke Euch für Eure Unterstützung
Liebe Grüße
Aschenbrödel
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Aschenbrödel
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