Vertrauensbasis von Therapeutin / Hausärztin

Nicht jedem fällt es leicht, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, "einfach" mal jemanden kennenzulernen oder sich in Gruppen selbstsicher zu verhalten. Hier können Sie Erfahrungen dazu (sowie auch allgemein zum Thema "Selbstsicherheit") austauschen.

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Vertrauensbasis von Therapeutin / Hausärztin

Beitrag Mi., 01.09.2021, 01:23

Ich trage es schon einige Zeit mit mir rum und muss es mir von der Seele schreiben. Ich war Ende 2020 für 5 Wochen stationär in einer psychosomatischen Reha. In der Klinik könnte ich Kraft schöpfen und was für mich tun. In der Klinik wurden nur Medikamente umgestellt . Was auch gut ist für mich. Ich habe gedacht es wird ab diesem Aufenthalt alles einen geordneten weg gehen. Stattdessen war 2021 auch sehr chaotisch ( wegen Reparaturen ,Corona, Mutter die auch meine Hilfe benötigt wie ich ihre. Stand der Dinge ist das ich trotz Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an meine Belastbarkeit komme. Und was ich besonders schlimm finde man will es im Grunde gar nicht wissen Zuhause.

Schlimm war für mich als ich mit meiner Therapeutin im
Gespräch war. Ich möchte an der Stelle sagen daß sie mich immer zu Anfang fragt wie es mir geht ? Ich ihr nur sagen kann das ich müde bin k.o alles chaotisch die Platte hängt bei mir seit Monaten. Sie sitzt da mit Kaffee Tasse und zuckt mit den Schultern. So quasi völliges Desinteresse signalisieren.
Bekam ich im Gespräch mitgeteilt das ich gewisse Sachen mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst bereden könne oder auch Pflegestufe beantragen könne. Sollte von ihrer Seite aus nur zur Info sein.

Sie berechnet eine volle Stunde wir machen aber immer nur 45 Minuten maximal. Sie sagt wir können auch Mal Entspannungsübungen machen. Machen wir aber nicht.

Ich denke sie bekommt bestimmt pro Stunde 80- 100 Euro. Sorry ich bin da inzwischen echt nicht mehr sicher ob ich da noch gut beraten bin oder was auch immer. Ich
bin nur so angepisst weil ich nicht sagen kann das mir das derzeit was bringt.

Dann hab ich noch gemeint das ja der Sozialarbeiter mit mir einen Antrag zur Teilhabe am Arbeitsleben ( LTA) bei der deutschen Rentenkasse gestellt habe. Es gibt 2 Möglichkeiten ambulant täglich 40 km hin und zurück oder stationär in Würzburg wo der Messerstecher unterwegs war. Es ging darum das ich durch dieses dysfunktionale was ich Zuhause erlebe und derzeit wieder an meine Belastbarkeit komme. Nicht weiss was von dem Angebot dem LTA in Würzburg noch halten soll. Meine Therapeutin meinte das mit den instabilen Verhältnissen könne ich meinen dort zuständigen Therapeuten auch sagen wenn ich da bin das das mit in die Beurteilung mit einfließen kann. Und sie meinte dann noch während der Stunde wo wir das besprochen haben sie könne auch auch versuchen meine Leistungsfähigkeit einzustufen ? Ich kam mir etwas in die Enge getrieben von ihr vor. Was will man bitte jemand beurteilen der Kraft etc für sich braucht. Zuhause aber nicht die Ruhe findet weil man ständig wo mit anpacken soll.

Nächstes Kapitel : Ich war heute bei meiner Hausärztin und habe mir meine Krankmeldung und Medikamente ( Rezept) abgeholt. Und ich meinte ich hätte gerne noch ein Massage Rezept weil ich an der oberen Brustwirbelsäule nach einer gewissen Zeit sehr verspannt bin. Werde ich von der Arzthelferin angespannt es kann nicht sein das meine Hausärztin das immer von ihrem Budget bezahlen müsse. Ich bin vorgekommen wie ein Assi. So quasi ich bin ja arbeitslos und sie meine Hausärztin nicht das Sozialamt. Man würde mir das immer wieder verschreiben das gehe nicht mehr so weiter. Ich solle zum Orthopäden gehen der dann wieder nichts schlimmeres sieht ausser ein kleinere Dinge die will ich jetzt nicht aufzählen und der dann wieder nur meint Bewegung. Und Massagen seihen contra indiziert.

Dann darf ich mir da wieder vor den Kopf stoßen lassen. Ich meine ist ein angemessener Umgang mit einem Patient ?

Wer kann mir helfen ?

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Sadako
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Beitrag Mi., 01.09.2021, 06:01

Help79 hat geschrieben: Mi., 01.09.2021, 01:23
Wer kann mir helfen ?
Auch wenn ich befürchte, dass dir die Antwort nicht schmeckt: Letztlich kannst nur du dir helfen.
Ich lese bei dir heraus, dass du dich nicht verstanden und nicht gut unterstützt fühlst. Mit so wenig Informationen ist es schwer einzuschätzen, ob deine Therapeutin oder die Hausärztin einen guten Job machen. Falls nicht, kannst du und darfst du dort benennen, was dir fehlt oder was nicht gut tut.
Was dich nicht weiterbringen wird ist eine passive Erwartungshaltung im Sinne von „ die müssen doch sehen, wie es mir geht und etwas unternehmen“

Wenn du gerade so heftig im Loch steckst, ist eine stationäre Reha vielleicht eine gute Idee und du hast ja schon eine bewilligt. Das mit dem Messerstecher verstehe ich nicht. Der wird sicher nicht in einer Reha behandelt, es gibt also keine realistische Chance, dem da zu begegnen.

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Sydney-b
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Beitrag Mi., 01.09.2021, 08:08

Wenn du das nächste Mal bei deiner Therapeutin bist, könntest du dort sagen: "Heute möchte ich Entspannungsübungen machen!"

Ich könnte mir vorstellen, dass deine Therapeutin dir Dinge vorschlägt, damit du darauf zurück greifen kannst. Damit du ins Tun kommst.
Warum ziehst du nicht Zuhause aus, wenn dich die Situation dort so belastet?


Zum Rezept für Massage:
Wenn du seither öfters Massagen verschrieben bekommen hast, hattest du richtig Glück!

Hätte ich auch unglaublich gerne.
Ich hatte eine große OP. Da könnte ich eine Massage gut gebrauchen, alles ist verspannt im Körper.
Du brauchst dir wirklich nicht vorkommen wie ein Assi.
Die haben tatsächlich ein Budget, welches nicht allzu üppig ist. Ich habe noch nie Massagen verschrieben bekommen!
Vielleicht verschreibt dein Orthopäde dir Krankengymnastik. Dann bekommst du Übungen gezeigt, die du auch Zuhause machen kannst. Damit du nicht mehr so verspannt wirst.
Dazu musst du aber wieder ins Tun kommen.

Die Reha in Würzburg hört sich ideal an.
Du fühlst dich von deiner Familie nicht gesehen und überansprucht.
In Würzburg hättest du Pause/Abstand von deiner Familie und könntest gleichzeitig an deinen Baustellen arbeiten.

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chrysokoll
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Beitrag Mi., 01.09.2021, 09:36

Help79 hat geschrieben: Mi., 01.09.2021, 01:23 Man würde mir das immer wieder verschreiben das gehe nicht mehr so weiter. Ich solle zum Orthopäden gehen der dann wieder nichts schlimmeres sieht ausser ein kleinere Dinge die will ich jetzt nicht aufzählen und der dann wieder nur meint Bewegung. Und Massagen seihen contra indiziert.

Dann darf ich mir da wieder vor den Kopf stoßen lassen. Ich meine ist ein angemessener Umgang mit einem Patient ?

Wer kann mir helfen ?
das ganze kann natürlich nicht die Arzthelferin entscheiden. Dafür ist allein die Ärztin zuständig.
Hast du das mit ihr besprochen? Also auch das Verhalten der Mitarbeiterin.
Denn nein, du musst dich nicht anpampen lassen, du kannst sowohl höflich aber klar da was zu dieser Mitarbeiterin sagen als auch zur Ärztin.

Das andere wäre der Orthopäde: Wenn der Bewegung für wichtig hält, was machst du da?
Wendest du das an, setzt du das um? Sehr oft sind Massagen zwar angenehm, bringen aber nicht so viel an Veränderung, da ist schon deine aktive Arbeit gefordert

Ebenso in der Therapie. Wenn du gerne Entspannungsübungen machen möchtest dann sprich das an, forder das ein wenn die Therapeutin das angeboten hat.
Sie kann ja keine Gedanken lesen
Was sie verdient hat damit überhaupt nichts zu tun

Auch zuhause gilt, auch wenn es schwer fällt: Nur DU kannst alles was an dich heran getragen wird ablehnen, klar kommunizieren was zu viel ist, auch mal einen Konflikt aushalten. Das nimmt dir niemand ab


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Beitrag Mi., 01.09.2021, 09:54

Hallo

melde mich wieder wenn ich mehr Zeit habe danke für eure Meinungen.