Habe ich ein Trauma?

Körperliche und seelische Gewalt ebenso wie die verschiedenen Formen von Gewalt (wie etwa der Gewalt gegen sich selbst (SvV) oder Missbrauchserfahrungen) sind in diesem Forumsbereich das Thema.
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lemon
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Re: Trauma

Beitrag Do., 09.08.2012, 11:27

Herzlich willkommen Judith hier im Forum.

Worunter ordnen es die Ärzte in der Klinik denn ein?

Wie bist du in die Klinik gekommen? und magst du noch ein bisschen erzählen, was es genau aufzuarbeiten gibt, zum besseren Verstehen.

Wie lange wirst du dort noch bleiben und was hast du dann geplant? Bist du momentan krank geschrieben, hast du einen Job?

Grüße
lemon
Das, was wir Menschen am meisten brauchen,
ist ein Mensch, der uns dazu bringt,
das zu tun, wozu wir fähig sind.

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Judith
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Beitrag Do., 09.08.2012, 15:05

Meine Bezugspsychologin ist sich da nicht schlüssig. Einerseits können es Depressionen sein, andererseits ein Trauma. Hinzu kommen Panikattaken, somit Angstzustände. Genaue Diagnose gibt es noch nicht.

In die Klinik bin ich gekommen, weil das Krankenhaus wo ich war mir schon einen Platz besorgt hatte, wegem dem was dort passiert war. Diesen Platz nahm icxh aber nicht an, ließ mich regulär nach Hause entlassen. Bin dann am gleichen Tag noch zum Hausarzt gegangen, wegen Verlängerung von Krankschreibung. Dieser empfohl mir dann auch die psychiatrische Klinik, schrieb mich aber trotzdem nochmal zwei Wochen krank. Zu Hause dann ließ ich mir das durch den Kopf gehen und stellte mir dann die Frage "was spricht eigentlich dagegen dahin zu gehen?" und mein Gefühl stimmte dem dann auch zu. Also rief ich da an und per Zufall wurde am Folgetag ein Bett frei und ich bekam das. Bin also recht zügig dahin gekommen.

Ich bin hier wegen u.a. dem Suizid meines Vaters, Beziehung zwischen meiner Mutter und mir und meiner Geschwister. Recht Konfliktreich ist das. Den Tot meiner Oma hab ich auch nocht so recht verarbeitet. Familiär ist vieles im argen und muss aufgearbeitet werden.
Suizidversuch meines Bruders, wo ich die Einzige war die ihn aufhalten konnte, zeitgleich ihn an die Polizei übergeben habe und seiner Einweisung in die Geschlossene zustimmen muss. Wenn auch nur für kurze Zeit.
Mobbing während der Schulzeit.
Panikattaken.
Das ist nur ein Teilvon allem.

Wie lange ich hier bleibe steht noch nicht fest. Hab mich erstmal 6 Wochen deswegen von der Arbeit freistellen lassen. Wenn ich länger brauche nehme ich mir auch die Zeit. Ich denk gerad nur an mich.

Ja ich arbeite. Ich bin Erzieherin, allerdings seit Juli krank geschrieben, wegen Krankenhaus usw.. Arbeitgeber weiß aber Bescheid wo ich bin und was ich mache.


Hilfe19
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Beitrag Mi., 09.01.2019, 17:01

Guten Tag liebes Forum,

im Vorhinein möchte ich darauf hinweisen, dass sämtliche Informationen in diesem Beitrag Gesetzkonform sind und gegen kein Gesetz verstoßen wurde.

Zu mir: ich bin männlich, Mitte 20, freundlich, weltoffen, nicht homophob oder feindlich gegenüber diversen Minderheiten sei es nun sexuell oder Herkunft.

Mein Problem?: Vor einem Jahr machte ich mit Freunden Urlaub in Prag. An einem Abend als ich stark alkoholisiert war, kam ich auf die Idee mit einer prostituierten zu verkehren. Ich wusste damals noch nicht was rote und blaue Schaufenster bedeuten. Nachdem ich eine nette Dame gefunden hatte, fragte Sie mich ob ich Analverkehr wolle, ich sagte nein Vaginal. (Englischesprache) Sie zog sich währenddessen nicht aus, sie schob nur Ihren Slip beiseite(Doggy). Danach trank ich auf der Straße noch ein Bier als ein besorgter fremder mich Ansprach, dass ich aufpassen solle,denn hier seien fast nur Transexuelle. Danach machte ich erschrocken einen kleinen Rundgang und stellte fest, dass er recht hatte. Er klärte mich auch auf, was rote und blaue Schaufenster seien. Ich war danach total am Ende denn ich hatte meine Dame in blauer Beleuchtung in Errinerung. Seitdem weiß ich nicht ob meine auserwählte nun wirklich eine Dame war. Ich muss mich seitdem jeden Tag stark betrinken um nicht daran denken zu müssen. Ich wache jeden morgen mit dem Gedanken auf und es macht mich fertig und ich fühle mich so schlecht. Ich kann seitdem nicht mehr mit Frauen schlafen da dort direkt die negativen Errinerung hochkommen. Ich habe sogar gekündigt um mir meine Verzweiflung in Ruhe wegzusaufen. Was kann ich machen? Wie soll ich damit abschließen wenn ich nicht mal weiß was wirklich passiert ist? Die Ungewissheit macht mich fertig. Nur Alkohol hilft mir nicht daran zu denken. Bin ich traumatisiert? Was kann ich machen um damit abzuschließen?:(

Mit freundlichen Grüßen


shesmovedon
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Beitrag Mi., 09.01.2019, 17:03

Ehm ne, das ist kein Trauma, die bist einfach transphob. Ob du es dir nun eingestehen willst oder nicht.

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Sinarellas
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Beitrag Mi., 09.01.2019, 19:05

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
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rainyday
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Beitrag Mi., 09.01.2019, 21:42

Hallo Hilfe,

nach deiner Erinnerung hattest du etwas mit einer Dame.
Und dein Verstand zweifelt, ob das stimmt. Was ändert das an dem Erlebnis?
Ich schlage vor, dass du einen Sexualtherapeuten aufsuchst und dir Hilfe holst ehe du mit Leberzirrhose unter der Brücke endest. Dass du deswegen sogar deine Arbeitsstelle aufgegeben hast, finde ich wirklich schlimm!

Liebe Grüße
rainy
Would he walk upon the water
If he couldn't walk away?
And would you carry the torch for me?


cinikus
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Beitrag Mi., 09.01.2019, 22:57

Hilfe19 hat geschrieben:
Mi., 09.01.2019, 17:01
Ich wache jeden morgen mit dem Gedanken auf und es macht mich fertig und ich fühle mich so schlecht.
Was ganz konkret macht dich daran fertig? Warum konkret fühlst du dich schlecht?
Hilfe19 hat geschrieben:
Mi., 09.01.2019, 17:01
Was kann ich machen um damit abzuschließen?
Aufhören zu saufen und dich NÜCHTERN mit dem Thema befassen. Ich meine, schau dir das mal in Distanz an: Ja, dich damit zu befassen ist vielleicht schmerzhaft. Für ein paar Stunden, Tage, meinetwegen Wochen. Dann hast du für dich eine Methode gefunden, damit umzugehen, und kannst weitermachen. Du könntest also seit einem Jahr wieder glücklich sein. Das Verdrängen hat dich ein Jahr deines Lebens gekostet. Flucht, bzw. totstellen wirkt offensichtlich nicht, denn sonst ginge es dir ja besser, nicht schlechter. Bleibt also nur der Kampf.

Was mich alarmiert ist, dass du dem Thema so viel Raum gibst, dass du sogar kündigst – um zu saufen. Mir kam da der Gedanke, ob das Erlebnis nicht eher Vorwand für was anderes ist. Ein guter Grund zu saufen, und jeder andere wäre es auch gewesen. Ein guter Grund zu kündigen, jeder andere wäre es auch gewesen. Ein guter Grund, sich selbst zu zerstören, jeder andere wäre es auch gewesen.

Ich denke eher weniger, dass dieses Erlebnis selbst ein Trauma ist, aber eventuell hat es ein anderes, tieferliegendes, altes Trauma aufgerissen, dass damit gar nichts zu tun hat. Oder du steckst seitdem in einer handfesten philosophischen Krise über gut, böse und wer bist du eigentlich. Das löst man aber auch nur mit nachdenken, nicht mit wegsaufen. So du also daran nicht sterben willst, solltest du dich damit konfrontieren.
Auch der Anblick des Schlechten kann eine Schulung für das Gute sein! Niccolò Tommaseo

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Pianolullaby
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Beitrag Mi., 09.01.2019, 23:02

Als ein Trauma sehe ich es nicht an, Beschissen gelaufen sicher ja.
Werde nüchtern, versuch eine Therapie zu machen und es zu analysieren.
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blade
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Beitrag Fr., 11.01.2019, 17:43

also ich bin echt froh, daß es hier doch noch andere Antworten gab.
denn ein Trauma ist es, ganz sicher.

Job weg. Alkohol als Perspektive. Na wenn das kein Trauma ist, dann weiß ich auch nicht.
f*** the sozialpolitical Korrection!!! es geht um das Seelenheil. Alter! Die Karte habt ihr doch auch schon ausgespielt. Jeder von Euch. echt.
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Pianolullaby
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Beitrag Fr., 11.01.2019, 17:58

Blade, Dir ist aber klar was die Definition eines Trauma ist oder?
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blade
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Beitrag Fr., 11.01.2019, 18:03

nein......
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Pianolullaby
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Beitrag Fr., 11.01.2019, 18:55

also, dann lies mal
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blade
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Beitrag Sa., 12.01.2019, 08:41

ist Dir denn eine verbindliche Definition von Trauma bekannt, allgemeingültig, welche NICHT auf das zutreffen würde, was der TE von sich geschrieben hat?

mag sein, das was ihn letztlich aus den Latschen hat kippen lassen, hätte dies sicher nicht bei jedem getan
aber bei ihm hat es das bewirkt (Disposition und Vulnerabilität sind auch nicht bei jedem gleich)

er kommt damit nicht zurecht (ist objektivierbar; Job gekündigt um sich dem Suff hingeben zu können)


er sucht Hilfe in Form von Überprüfung seiner Haltung durch andere

welches man als wichtigen ersten Schritt bezeichnen kann


und wird verurteilt.
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shesmovedon
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Beitrag Sa., 12.01.2019, 08:44

Das ist ne Phobie (transphob), nicht ein Trauma.

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blade
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Beitrag Sa., 12.01.2019, 09:17

Ja. Den Namen kann man dafür verwenden (wurde extra dafür gemacht). Doch ich finde, das ist nur ein Randphänomen.
Klar kann man die Emphasis auf diesen Punkt legen. Aber Transsexualität ist nicht eigentlich das Thema hier, oder?
Aber hilft das irgendwem? Dem TE (Tread wurde zusammen gelegt: präzisiere somit von TE auf Hilfe19) dabei sich nicht mehr langsam aber sicher in die Verelendung und in den Untergang zu saufen? Eher nicht. Eher bestärkt es ihn darin so weiter zu machen.

lauter Neunen und Einsen. Hilfe19 am 9.1.19: eine Sache, die man daraus vielleicht ablesen kann ist, daß er sich im Zuge eines Neujahrsvorsatzes Hilfe suchen will.
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