kPTBS - und ich weiss gar nicht wo anfangen

Körperliche und seelische Gewalt ebenso wie die verschiedenen Formen von Gewalt (wie etwa der Gewalt gegen sich selbst (SvV) oder Missbrauchserfahrungen) sind in diesem Forumsbereich das Thema.
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snooperl
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kPTBS - und ich weiss gar nicht wo anfangen

Beitrag So., 11.10.2026, 15:12

Hallo zusammen,
ich bin neu hier und schreibe zum ersten Mal. Ich hoffe, das ist der richtige Platz.
Ich hatte in der Vergangenheit mehrere depressive Episoden, teilweise sehr schwere. Nachdem mir früher schon mal eine Reha abgesagt wurde, habe ich mich dieses Mal durchgerungen und war dann sieben Wochen in einer psychosomatischen Reha (die wurde sogar verlängert).
Im Zuge der Reha kam heraus, dass ich nicht „nur“ Depressionen und Angst habe, sondern eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung. Als ich hingekommen bin, war ich noch felsenfest überzeugt, dass ich keine Dissoziationen habe. Heute weiß ich, dass ich große Teile meiner Kindheit verdrängt hatte. Ich weiß immer noch nicht alles, aber so viel steht fest: Von frühester Kindheit an wurde ich von meiner Mutter herabgewürdigt und psychisch misshandelt. Ab dem Volksschulalter kam dann auch körperlicher Missbrauch dazu.
Seit ich von der Reha zurück bin, läuft es mit meiner Psychiaterin leider ziemlich schief. Sie versteht nicht, dass das jetzt Zeit braucht und dass ich mich weigere, mich gleich wieder in den nächsten Job zu stürzen, der durch diverse triggernde Personen wieder zum Höllenritt werden könnte. Es gab auch eine ziemlich unangenehme Diskussion darüber, dass die Ärzte in der Reha „ihre“ Medikation verändert haben. Und sie ist ziemlich sauer, weil ich mir selbst eine Traumatherapeutin gesucht habe, statt zu den von ihr vorgeschlagenen Therapeuten unter Supervision zu gehen (ich habe es probiert – es ist gründlich schiefgegangen).
Aktuell bin ich ziemlich am Ende. Ich weiß weder, woher ich einen neuen Psychiater bekomme, der überhaupt noch Patienten aufnimmt, noch wie es generell weitergehen soll. Das Sozialministerium hat mir in erster Instanz den GdB abgelehnt (damals war die kPTBS noch nicht bekannt, nur die körperlichen Leiden) – das ist jetzt in Berufung. Die ÖGK steigt mir ebenfalls ziemlich aufs Kreuz. Niemand scheint zu verstehen, dass ich mich jetzt so weit wie möglich aufs Gesundwerden konzentrieren will, bevor ich wieder arbeite. Dass ich momentan von meinen Ersparnissen lebe, weil Ärzte und Therapie richtig teuer sind, sehen die meisten ja nicht.
Falls hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat – besonders mit dem Wechsel von Psychiater, der Anerkennung von kPTBS beim GdB oder dem Umgang mit der ÖGK – wäre ich über jeden Tipp oder Erfahrungsbericht dankbar.
Danke schon mal fürs Lesen, eure Snooperl

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alatan
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Beitrag So., 11.10.2026, 21:16

So hoch ist der GdB nicht aufgehängt, dass er beim Sozialministerium entschieden würde, das macht ein ganz normales Versorgungsamt. Und ein GdB wird niemals wegen einer Diagnose vergeben, sondern aufgrund von Teilhabeeinschränkungen aufgrund einer Erkrankung.


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snooperl
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Beitrag Mo., 12.10.2026, 07:13

alatan hat geschrieben: So., 11.10.2026, 21:16 So hoch ist der GdB nicht aufgehängt, dass er beim Sozialministerium entschieden würde, das macht ein ganz normales Versorgungsamt. Und ein GdB wird niemals wegen einer Diagnose vergeben, sondern aufgrund von Teilhabeeinschränkungen aufgrund einer Erkrankung.
Ich gehe mal davon aus in Deutschland ist das so - ich lebe aber in Österreich und da geht das über das Sozialministerium und es wird anhand eines Kataloges und der schwere der Ausprägung der einzelnen Erkrankungen beschieden.


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Beitrag Mo., 26.10.2026, 09:45

Ich habe jetzt vom Sozialministerium nach insgesat 7 Monaten einen Vorläufigen Bescheid erhalten - was ich aber nicht verstehe, man begründet dass keine Körperlichen Beeinträchtigungen nicht in Betracht gezogen werden da sie die Psyche nicht beeinträchtigen - dass mich permanente Schmerzen fertig machen ist also egal???

Aber seis wies sei - was ich gar nicht verstehe, das ganze ist auf 2 Jahre befristet - kennt sich da wer aus?

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