Pflegegeld für psychisch Kranke (Österreich)

Spezielle Fragen zur Lage in Österreich
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la.monella_25
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Pflegegeld für psychisch Kranke (Österreich)

Beitrag Mi., 21.05.2014, 16:04

hallo an alle,

gibt es hier jemanden der auf Grund psychischer Erkrankung Pflegegeld bezieht? Mir wurde gesagt, ich solle mich einstufen lassen...hat das jemand schon hinter sich?
mir wurde auch gesagt, dass psychisch Kranke in Bezug auf die Einstufung noch häufig sehr benachteiligt wären und häufig gar keine Betreuung zugesprochen bekämen...
wie ist das, wenn man zum Beispiel Pflegestufe 2 bekommt, muss man dann sich diese "mehr als 85 Stunden pro Monat" Pflege in Anspruch nehmen oder wird man sogar gezwungen dazu und womöglich in eine Einrichtung "gesteckt"?
ich bin um alle Informationen dankbar!


LynnCard
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Beitrag Fr., 06.06.2014, 21:28

Hallo La monella

Könntest Du das nicht eine unabhängige Beratungsstelle fragen, die tagtäglich damit zu tun hat? Die würden Dir dann sicher auch sagen können, welche Rechte Du hast, auch mit Pflegestufe. Ich kenn mich leider nicht aus im Rechtssystem von Österrreich, doch gibt es da sicher wie überall kostenlose Beratungsstellen, wohin Du Dich wenden kannst. Ganz sicher Caritas, die arbeitet länderübergreifend.
LG Lynn

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la.monella_25
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Beitrag Sa., 07.06.2014, 06:53

danke, lynn für deine Antwort...

ich dachte mir schon mir würde nie jemand antworten ! dein tipp ist sehr gut! ich werde mich am besten an die caritas wenden, die haben ja täglich mit solchen Anliegen zu tun, also werden die sich sicher auskennen!

danke nochmals für deine Antwort!

la.monella


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Beitrag Sa., 07.06.2014, 11:03

Nähere Informationen findest Du auch hier:

https://www.tirol.gv.at/gesellschaft-so ... ilitation/
la.monella_25 hat geschrieben:(...) oder wird man sogar gezwungen dazu und womöglich in eine Einrichtung "gesteckt"?
Mit Pflegegeld und ganz besonders hinsichtlich Heimaufenthalt würde ich aber sehr aufpassen - Stichwort 'Pflegeregress'. Unter Umständen werden dann Deine Verwandten Länge mal Breite zur Kasse gebeten...

Und ich schreibe es lieber mal gleich: Vergiß die Invaliditätspension, die wurde für unter 55jährige komplett abgeschafft.

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la.monella_25
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Beitrag Sa., 07.06.2014, 12:30

danke, Eremit für deine Information...das ist gut und wichtig zu wissen!!!

aber ich bekomme doch die unbefristete IV-Pension

ich verstehe nicht ganz, warum du das schreibst?!? vielleicht kannst du mich ja aufklären?!? ist nicht bös gemeint, ich wollte nur fragen!

alles Liebe

la.monella


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Beitrag Sa., 07.06.2014, 14:03

la.monella_25 hat geschrieben:aber ich bekomme doch die unbefristete IV-Pension
Noch, aber bald nicht mehr.
la.monella_25 hat geschrieben:ich verstehe nicht ganz, warum du das schreibst?!?
Ich nehme mal an, Du meinst die I-Pension, oder? Schau mal:

http://www.psychotherapiepraxis.at/pt-f ... 55&t=30553

War auch groß x-mal in den Nachrichten, daß die I-Pension für unter 55jährige abgeschafft wurde, um die Pensionskassen zu entlasten, Lohndumping zu betreiben und Reha-Kliniken aus dem Boden schießen zu lassen wie AMS-Kurse. Du hast insofern Glück, da die entsprechenden Weisungen noch nicht bis zu Dir vorgedrungen sind. Wunde Dich allerdings nicht, wenn Du auf einmal aus heiterem Himmel keine I-Pension mehr bekommst, ist nur eine Frage der Zeit.

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rainman33
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Beitrag Di., 01.07.2014, 23:16

la.monella_25 hat geschrieben:danke, lynn für deine Antwort...

ich dachte mir schon mir würde nie jemand antworten ! dein tipp ist sehr gut! ich werde mich am besten an die caritas wenden, die haben ja täglich mit solchen Anliegen zu tun, also werden die sich sicher auskennen!

danke nochmals für deine Antwort!

la.monella
Hallo la.monella,

da mich dieses Thema auch persönlich interessiert und höchstwahrscheinlich auch direkt betreffen würde, wollte ich mal fragen, ob du diesbezüglich (also Pflegegeld, usw.) schon mehr herausgefunden hast? Du kannst mir auch eine PM schreiben, wenn du möchtest.

LG Rainman

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Schlüsselblume
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Beitrag Mo., 25.08.2014, 22:29

la.monella_25 hat geschrieben:hallo an alle,

gibt es hier jemanden der auf Grund psychischer Erkrankung Pflegegeld bezieht? Mir wurde gesagt, ich solle mich einstufen lassen...hat das jemand schon hinter sich?
mir wurde auch gesagt, dass psychisch Kranke in Bezug auf die Einstufung noch häufig sehr benachteiligt wären und häufig gar keine Betreuung zugesprochen bekämen...
wie ist das, wenn man zum Beispiel Pflegestufe 2 bekommt, muss man dann sich diese "mehr als 85 Stunden pro Monat" Pflege in Anspruch nehmen oder wird man sogar gezwungen dazu und womöglich in eine Einrichtung "gesteckt"?
ich bin um alle Informationen dankbar!
Nachdem dir das Ansuchen um Pflegegeld empfohlen wurde, darf man annehmen, dass du bereits Pflege und Betreuung in Anspruch nimmst. Gehe mit deiner dich betreuenden Person die Hilfeleistungen durch und führt ein Pflegetagebuch. Die Betreuungspersonen kennen sich meist gut aus. Bei Neueinstufungen (meistens Hausbesuch) ist sowohl ein Arzt als auch eine Pflegefachkraft anwesend; außerdem darf auch deine Betreuungs- und Bezugsperson anwesend sein.

Behindertenausweis wirst du auch haben, oder?


Tiberius66
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Beitrag Di., 08.03.2016, 15:55

Hallo zusammen,

ich hab hier mal einen recht informativen Artikel rausgesucht, der die Leistung des Pflegegeldes denke ganz gut zusammenfasst:

Das Pflegegeld ist eine finanzielle soziale Leistung, die pflegebedürftigen Menschen in Deutschland, von Rechts wegen zusteht.

Monatlich wird das Pflegegeld von der Pflegeversicherung der zu pflegenden Person ausbezahlt. Somit wird sichergestellt, dass die zu pflegende Person durch einen nahen Angehörigen oder ein Familienmitglied gepflegt, beziehungsweise betreut werden kann.

Das Pflegegeld ist also eine finanzielle Förderung, die für die Menschen gedacht ist, die sich aufopferungsvoll um ihre zu Pflegenden Angehörigen kümmern. Schließlich ist es leider doch häufig so, dass die Familienangehörigen, die sich um die betroffenen Patienten kümmern, sich nicht zur zeitlich begrenzen müssen, sondern auch große finanzielle Einbußen haben. Um trotzdem die Pflege zuhause stattfinden lassen zu können, werden die Personen, die sich liebevoll, im eigenen Haushalt, um Ihre Angehörigen kümmern wollen, mit einer vorher festgelegten Summe, dem Pflegegeld, durch die Pflegeversicherung der zu pflegenden Person, finanziell unterstützt.

Die Summe des Pflegegeldes wird durch einen der fünf Pflegegrade vorab bestimmt. Ein Berater der Pflegeversicherung, der Ihr Angehöriger angehört, wird diese durch ein persönliches Gespräch über den Zustand Ihres Angehörigen, festlegen. Dabei kann auch entschieden werden ob Sie die Pflege selbst übernehmen, oder die Pflege durch geschultes Fachpersonal übernommen werden soll.

Zum Abschluss noch ein paar nützliche Links zum Thema:

http://www.bundesgesundheitsministerium ... egeld.html
http://www.actiovita.de/info_pflegesach ... egeld.html