Thera fragen wegen Zuschuss von GKK trotz bereits verringerten Kosten

Spezielle Fragen zur Lage in Österreich
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meli_0205
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Thera fragen wegen Zuschuss von GKK trotz bereits verringerten Kosten

Beitrag Mo., 28.08.2017, 14:10

Hallo,

ich bin noch ganz neu hier... dennoch hab ich bereits ein Anliegen, bei dem mir andere Meinungen sehr weiterhelfen würden... also schieß ich gleich mal los :roll:

Ich bin bei meiner Therapeutin bereits seit sie in Ausbildung war und habe damals bereits aufgrund meiner Situation etwas weniger gezahlt. Nun ist sie mit der Ausbildung fertig und hat von mir aber nie mehr verlangt als während ihrer Ausbildungszeit (obwohl eine Sitzung bei ihr 30 Euro mehr kosten würde, als ich zahl)

Dennoch ist es für mich aber sehr viel Geld- ich habe 15 Jahre an Essstörungen gelitten und habe bestenfalls mehrfach geringfügig gearbeitet- beruflich Fuß zu fassen war für mir sehr schwer. Nun habe ich die Essstöungen zwar überwunden und eine fixe Stelle, dennoch kann ich mir eine wöchentliche Therapie wie ich sie brauchen würde kaum leisten. Kassenplätze hat sie keine. Das Problem ist, ich trau mich nicht zu fragen ob ich den- für eine Therapie eh schon geringen- Betrag mit der Kasse rückverrechnen kann.

Ich hab Angst, sie könnte dann sagen, ja kann ich schon, aber dann verlangt sie den normalen Betrag von mir (aber dann würd ich ja 8 Euro mehr zahlen pro Sitzung als jetzt). Oder dass sie sagt, dass ich nur mehr 14tägig kommen soll, wenn ich mir wöchentlich nicht leisten kann.

Mir hilft es aber sehr, wöchentlich kommen zu können- es gibt mir Sicherheit und Struktur. Im Moment arbeite ich viel auf und wäre die Therapie nur mehr 14tägig, wäre es sehr schwer für mich. Es ist auch so, dass mein Lebensgefährte gut verdient, ich aber gerne finanziell unabhängiger von ihm sein würde (da wir ohnehin wegen des Geldes öfter streiten)

Was meint ihr- fragen, oder nicht fragen?

Vielen lieben Dank für eure Antworten!

Liebe Grüße, Meli

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Solage
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Beitrag Mo., 28.08.2017, 19:18

Meiner Meinung nach liegt es in der Verantwortung Deiner Therapeutin, wie sie die Sitzungen finanziert bekommt.
Ich würde abwarten. verlang sie mehr, kannst immer noch für Dich entscheiden.

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Hamna
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Beitrag Mo., 28.08.2017, 20:09

Hallo Meli,

herzlich willkommen hier im Forum. :flowers:

Also, fragen würde ich sie auf jeden Fall. Wenn sie so reagiert, wie du befürchtest, kannst du immer noch zurückrudern oder eben mit ihr offen darüber reden, also ihr auch sagen, wie wichtig dir im Moment die wöchentliche Frequenz ist. Nur Mut! :)
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Beitrag Mo., 28.08.2017, 21:17

hey,

danke für eure antworten :-)

in österreich ist die lage im bezug auf die finanzierung der therapie einfach: der klient finanziert sie. liegt eine diagnose vor und die krankenkasse hält einen für gestört genug, bekommt man was pro stunde zurück. dies ist jedoch weit weniger als die hälfte (zumindest wenn man stgkk versichert ist). oder man hat mit viel glück einen vollfinanzierten kassenplatz und die beziehung zum therapeuten passt.

da ich schon mehrere ambulante therapien abgebrochen hab, bin ich unendlich glücklich, nun eine therapeutin zu haben, zu der ich vertrauen aufbauen konnte. abbrechen möchte ich auf keinen fall, nicht schon wieder. weniger oft kommen möchte ich nicht und leisten kann ich mir die wöchentlichen sitzungen aber ebenso wenig.

ich denke auch, dass ich zumindest fragen sollte- aber ich komme mir so unverschämt vor weil ich einfach schon so wenig zahle. auf der anderen seite kann sie sich eh denken, dass die therapie für mich nicht einfach zu finanzieren ist und sie bietet mir ja an, mit mir an meinen traumata zu arbeiten, was einfach nur wöchentlich geht. ich denke, am besten wird es sein, dass ich einfach am anfang der nächsten stunde sage, dass ich noch formale angelegenheiten besprechen muss. und dann einfach sachlich durchziehen. vermutlich wird sie auch sachlich antworten. wenn sie meint, dass es aus den und den gründen nicht geht, mit der kasse rückzuverrechnen, kann ich vielleicht mit ihr vereinbaren, nach immer drei wöchentlichen sitzungen 14 tage pause zu machen.

irgendwie wird es schon :) danke nochmals,

liebe grüße, meli

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Hamna
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Beitrag Mo., 28.08.2017, 21:25

Liee Meli,

das klingt doch nach einem guten Therapieverhältnis, was ihr beide da habt. Dann wird sie sicher mit Verständnis auf dein Anliegen reagieren.

Würde mich freuen, wenn du hier berichten magst, wie es gelaufen ist. Drücke dir die Daumen! :)
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Sinarellas
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Beitrag Di., 29.08.2017, 13:04

so ein schwachsinniges system :/ das ist einfach mist, wenn du krank bist zahl die therapie selber die du brauchst um arbeiten zu können um geld zu haben um die therapie zu zahlen... was das für ein verkaktes system..

ich würde schlichtweg die stunden ausdehnen, alle zwei wochen und schauen ob du mit nebenjob das finanzieren kannst. Sprich mit ihr über die ängste die behindern sonst deine therapie und sei einfach ehrlich zu ihr und dir selbst.
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Beitrag Di., 29.08.2017, 14:16

Hi,

ja ich werd auf jedenfall erzählen wie es gelaufen ist :) am do hab ich den nächsten termin. stunden ausdehnen würde mir so schwerfallen- ich hätte halt alles gerne so strukturiert und regelmäßig wie es nur geht. ich weiß nicht, flexibel und spontan bin ich leider gar nicht :roll: zumindest nicht im privatleben, im beruf muss ichs eh ein bisschen sein. ich denk, vielleicht kann ich das mit der zeit auch noch ändern... aber im moment ist es noch zu früh- ich bin froh dass ich die kurve gekratzt hab und mein leben langsam ohne essstörung und suchtverhalten auf die reihe krieg. aber wie gesagt meine therapeutin weiß das eh und ich denk sie wird schon mit verständnis reagieren und mir ehrlich sagen ob es möglich sein wird.

danke für euren zuspruch und schönen nachmittag wünsch ich euch :-)

liebe grüße, meli

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pink moon
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Beitrag Mi., 30.08.2017, 00:46

@ sinarellas

was ist denn das für eine schwachsinnige Antwort!

ich hoffe mal das war ironisch gemeint!
Nicht jeder kann sich eine Therapie leisten, schon gar nicht mit Nebenjobs wenn man es kaum schafft zur Arbeit zu gehen. Und die Arbeit unter Umständen wegen der Erkrankung verloren hat!

Es kommt immer auf die Umstände drauf an!
Mann/Frau zahlt ja monatlich einen Beitrag in die Krankenversicherung. Also da von *schau wie du die Thera bezahlen kannst* ist in meiner Meinung nach nicht nachvollziehbar!

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Beitrag Mi., 30.08.2017, 08:57

@ pink moon: ja, ich find auch in österreich ist man da ein bisschen verloren wenn man eine therapie machen möchte, wenn man lang krank war und dann wieder in einen beruf einsteigt (ohne akademische ausbildung). arbeite jetzt 62,5 % wobei es in der sparte kaum vollzeitstellen gibt und verdien netto kaum mehr als die mindestsicherung beträgt. ich kann mir jetzt sagen, gut hab ich halt das 13./14. monatsgehalt dass ich mir die therapie leisten kann- aber dann kann ich mir ohne finanzielle unterstützung meines partners ansonsten ja echt gar nix mehr leisten... :roll: ich darf auch ohne absprache mit meiner chefin keinen gleichen oder ähnlichen job mit weniger stunden zusätzlich annehmen.

aber gut, wenn das österreichische gesundheitssystem meint, es koste mehr, präventiv ambulante therapieplätze zur verfügung zu stellen um verhindern zu können, dass leute aufgrund ihrer erkrankung ihr leben lang vom sozialsystem abhängig sind, immer wieder in die psychiatrie kommen oder in betreuten wohneinrichtungen leben müssen, dann ist das so. therapie in österreich ist was für leute in akademischen berufen, beamte und dergleichen. also prinzipiell mal alle, die ihr leben sowieso auf die reihe kriegen. da zahlt die versicherung dann auch mehr dazu^^

sorry, aber möchte auch nicht herumjammern- wie gesagt meine therapeutin verlangt eh schon wenig von mir und mal abwarten was sie morgen sagt :)

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Beitrag Fr., 01.09.2017, 07:52

hey,

ich hab sie nicht gefragt. ich bin viel zu feige. ich hab angst um meinen therapieplatz und dass sie sich dann einfach nicht mehr für meinen fall interessiert. sie wird ja mittlerweile genug leute haben die ihr das volle geld zahlen und ich kann mir vorstellen, dass sie bald versuchen wird, mich auszuschleichen, damit sie interessantere fälle reinnehmen kann die ihr mehr zahlen.

ich hab mir jetzt vorgenommen, mich auf mein leben abseits der therapie zu konzentrieren und die therapie einfach als nicht mehr so wichtig für mich anzusehen weil das macht mich auch fertig (und zu versuchen, mir keine neue abhängigkeit anzueignen... aber ich leb einfach offensichtlich sehr gern in abhängigkeit von irgendwas oder irgendwem)

kennt ihr das auch, so abhängig zu sein (egal von wem oder was- einfach dieses leben in permanenter abhängigkeit, und wenn man eine überwunden hat, kommt die nächste..)? schafft mans da jemals raus???

liebe grüße, meli


isabe
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Beitrag Fr., 01.09.2017, 08:19

Das ist schade, dass du solche Angst hast - obwohl du damit nicht alleine bist. Es ist geradezu klassisch, dass ein Patient denkt: "Wenn ich etwas kritisiere, wünsche oder frage, könnte der Therapeut mich loswerden wollen" - das Geld ist ja dabei nur ein "Platzhalter" (auch wenn das für dich natürlich existentiell ist, so wie für Andere eben andere Fragen existentiell sind). Wichtig wäre vielleicht, ÜBER diese Angst zu sprechen: dass sie dich ablehnen könnte, wenn... / dass sie dich nicht "interessant genug" findet usw.

Ich glaube, es ist keine gute Lösung, die Therapie unwichtig werden zu lassen (dann kannst du es gleich bleiben lassen).

Ich finde dein Anliegen übrigens vollkommen nachvollziehbar, und sie wird ja wissen, dass du nicht geizig, sondern arm (ein relativer Begriff) bist. Sie wird dich wegen der Frage nicht rauswerfen, und ihr könnt dann gemeinsam gucken, welche Möglichkeiten es gibt. Es ist immer gut, den Tatsachen ins Auge zu blicken.

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Beitrag Fr., 01.09.2017, 10:22

hi,

danke für deine antwort :) ich versteh was du meinst, dass eine therapie ja auch nichts bringt, wenn man sie nicht wichtig nimmt.

aber ich weiß auch nicht- ich bin halt wirklich abhängig von der therapie- vielleicht auch wegen der trauma-arbeit, wo ja ein "sicherer ort" geschaffen wird. aber es ist noch was anderes- ich such seit meiner jugend halt immer schon irgendwelche "mama- figuren" zu denen ich aufsehen kann, auch wenns komisch klingt.. waren es früher lehrerinnen von mir, war es dann meine therapeutin im krankenhaus, war es dann meine schwiegermutter in spe (ich bin froh, dass das vorbei ist :roll: ), ist es nun eben meine jetzige therapeutin.

in der therapie hab ich die abhängigkeit bzw dass meine therapeutin für mich wieder eine "mama" ist, halt geregelt und das ist gut so. ich oder beziehungsweise der teil von mir der sich nach einer mama sehnt, der hat dann eine stunde ungeteilte aufmerksamkeit in regelmäßigen abständen. aber sobald ich das gefühl habe, irgendwie abgewiesen zu werden von ihr, ist es halt ganz schlimm für mich. deshalb weiß ich auch, ich muss unabhängiger werden. ich mein, ist ja ein sch***- verhältnis- ich bin für sie eine klientin von vielen, sie ist für mich wie eine mama. yeah.

besprechen kann ich das nicht mit ihr- da würde ich vor scham im boden versinken (aber da sie mich ja recht gut kennt, wird sie eh vermuten, was sie für mich wahrscheinlich darstellt).
nach jedem termin sehne ich mich nach dem nächsten. das ist schrecklich. ich mein, ich hab ja sonst auch noch ein leben, meinen partner, freundinnen, ich arbeite und eigentlich studiere ich auch noch und würde mein studium gerne fertig machen (auch wenn ich damit nie einen job finden werde)

sie bietet mir auch an, 14tägig zu kommen- sie meinte es solle kein stress sein für mich neben der arbeit, weil ich doch weiter raus fahren muss zu ihr.

ich dachte mir jetzt, dass ich- nächstes mal wirklich- unabhängig davon wie oft ich weiterhin kommen werde, wegen dem krankenkassen- zuschuss frage. meine letzte psychiatrische diagnose ist auch schon lang her und vielleicht ist es ganz gut, grade wegen meiner vielen ängste, eine aktuelle diagnose zu bekommen. dann hab ich auch eine weitere fachliche meinung, wie oft ich zur therapie gehen sollte und alles ist offiziell.

14tägig zur therapie zu gehen, wenn man seine vergangenheit aufarbeitet, bringt meiner meinung halt aber generell nicht so viel, was meint ihr? ich denk halt, wenn man wirklich was aufarbeiten möchte und seine gefühle (die man irgendwann auch noch hatte- außer der angst) wieder entdecken möchte, ist es zu selten... also wenn ich jemals wieder anfangen würde, zu weinen, beispielsweise- und so aus der therapie geh, und weiß der nächste termin ist erst 14 tage später- ich mein dann lass ich mich ja eher gar nicht drauf ein meine gefühle wieder zu entdecken, und schluck sie lieber gleich runter, so wie die letzten 20 jahre halt auch. aber deshalb mach ich die therapie ja- um mich selbst kennen und wahrnehmen zu lernen.

liebe grüße! :)

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Krümmelmonster
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Beitrag Fr., 01.09.2017, 14:12

@meli_0205,
schade das du dich in moment nicht getraut hast, was kann passieren wenn du dies sagst?
Sage auch deine Ängste dazu.
Dann nimmst du für dich eine große Verantwortung und wächst dabei. Vielleicht könntest du es auf einen Zettel schreiben und mit einer Einleitung anfangen, es fällt mir schwer über dieses Thema zu reden oder was zu dir passt, trau dich, versuch es noch mal, du schaffst es.

aber es ist noch was anderes- ich such seit meiner jugend halt immer schon irgendwelche "mama- figuren" zu denen ich aufsehen kann, auch wenns komisch klingt..
-Nein das klingt nicht komisch, ich kenne es ein wenig anders, die geben mir irgend einer Art eine Sicherheit.

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Beitrag Sa., 02.09.2017, 10:48

hey,

danke für deine antwort- ja ich muss mir wirklich da vorher aufschreiben, wie ich das sag, sonst fang ich noch an zu stottern. wobei, mach ich in der therapie ja sowieso öfters, aber wäre vielleicht gut wenn ich mein anliegen halbwegs als erwachsene rüberbringen könnte.

du hast geschrieben, du kennst das auch dass du dir "mama- figuren" suchst... ja das mit der sicherheit kenn ich auch sehr gut. ich weiß auch nicht, immer wieder ist es so, dass ich eben frauen begegne, die sehr selbstbewusst sind und im leben stehen und bei denen ich das gefühl hab, irgendein teil von mir dockt sofort an und will aufmerksamkeit, hilfe, schutz, fürsorge aber auch grenzen gesetzt bekommen- also so die ganze palette von mutter- ersatz halt.
ganz schwer war es all die jahre, wo die mutter meines freundes diese person für mich war, zudem ich zu dieser zeit ja auch in den zwanzigern und erwachsen war und mich so zusammenreißen musste, ihr gegenüber nicht das kleine, schutzbedürftige mädchen zu werden sondern so zu tun als wäre ich ebenfalls eine erwachsene frau (als die hat sie mich aber eh nie angesehen, war auch schwer all die jahre als sie mich nur diät- fixiert, in ihren augen zu dünn und zudem verkotzt kannte).
von dem her bin ich froh, dass meine therapeutin jetzt mein mama- ersatz ist, weil unsere beziehung einfach geregelt ist und ich ihr gegenüber immer in die rolle des kleinen mädchens schlüpfen darf- was ich auch immer noch meistens tu :roll:
meine schwiegermutter ist für mich bei all den besuchen zwar immer noch eine "mama" für mich, aber es ist schon viel leichter geworden, sie als normale frau zu sehen, die auch fehler macht.

wie gehst du damit um? ich täte alles dafür, diese schutzbedürftigkeit endlich loszuwerden und selbstständig im leben stehen zu können... wenigstens etwas. wenigstens soviel dass mich die abschiede von meiner therapeutin oder von meiner schwiegermutter nicht so fertig machen und das verdammte kleine mädchen in mir immer noch in tränen ausbricht und sich nicht lösen mag.

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Beitrag Sa., 02.09.2017, 11:23

sorry, ich weiß mein voriger eintrag klingt so gestört... aber es tut gut drüber schreiben können... danke :)