Hey also,...
Ich weiß nicht mehr was ich machen soll...
Meine Mutter ist vor nicht ganz einem Jahr an Krebs gestorben(siehe meinen 1. Beitrag).
In den letzten Wochen ging es ihr dann nur mehr so richtig sch**** und wir wussten alle das es bald aus sein würde...
Mein Problem ist allerdings, das ich in der Zeit , wo es ihr am beschissensten ging, nicht für sie da war sondern eher im gegenteil, mich immer mehr von ihr entfernt habe. Ich wollte nicht mehr zu ihr gehen, sie nicht mehr sehen und als sie 6 Tage vor ihrem Tod ins LKH gebracht wurde, dachte ich nach dem Schock nur:"Endlich ist sie weg..." Das macht mir Angst, weil ich meine Mutter geliebt habe (es noch tue).
Als sie dann starb hat sich, fürchte ich, ein winziger Teil von mir sogar darüber gefreut, weil wir mit ihr keine Arbeit mehr hatten.
Ich will nicht so denken, auch wenn sie erlöst wurde, möchte ich keine solche Gedanken hägen.
Was kann ich dagegen tun?
Danke schon im Vorraus
Eine verzweifelte 13 Jährige
Wollte meine Mutter nicht mehr sehen...
-
Trauer1323
Thread-EröffnerIn - neu an Bo(a)rd!

, 25 - Beiträge: 4
Wollte meine Mutter nicht mehr sehen...
Wenn du mitten im Abgrund stehst, denk immer daran: Es gibt Menschen, die dir da hinaus helfen können.
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Hallo Du!
Dein Problem ist sehr spezifisch.
Zum Glück gibt es nicht so viele Kinder, die in deinem Alter schon die Mutter verlieren.
Ich möchte dir aber sagen, dass dein Verhalten und deine Gedanken, für eine Zwölfjährige (die du beim Tod deiner Mutter warst), nicht so ungewöhnlich sind.
Ich möchte dir eine RAINBOWS-Gruppe http://www.rainbows.at/ueberuns/ueber_uns.php nahe legen.
Dort triffst du auf Kinder und Jugendliche, die das Gleiche durchmachen wie du, und bei denen du dich verstanden fühlst.
So bekommst du dein Verhalten beim Tod deiner Mutter, und deine Gefühle von heute, wieder zusammen.
Hier die Seiten für die Steiermark:
http://www.rainbows.at/bundeslaender/st ... nschen.php
http://www.rainbows.at/bundeslaender/st ... dliche.php
Bei wem lebst du jetzt? Bei deinem Vater?
Frage, ob du bei so einer Gruppe teilnehmen darfst.
Dein Problem ist sehr spezifisch.
Zum Glück gibt es nicht so viele Kinder, die in deinem Alter schon die Mutter verlieren.
Ich möchte dir aber sagen, dass dein Verhalten und deine Gedanken, für eine Zwölfjährige (die du beim Tod deiner Mutter warst), nicht so ungewöhnlich sind.
Ich möchte dir eine RAINBOWS-Gruppe http://www.rainbows.at/ueberuns/ueber_uns.php nahe legen.
Dort triffst du auf Kinder und Jugendliche, die das Gleiche durchmachen wie du, und bei denen du dich verstanden fühlst.
So bekommst du dein Verhalten beim Tod deiner Mutter, und deine Gefühle von heute, wieder zusammen.
Hier die Seiten für die Steiermark:
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Bei wem lebst du jetzt? Bei deinem Vater?
Frage, ob du bei so einer Gruppe teilnehmen darfst.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.
*Albert Einstein*
*Albert Einstein*
Hallo Trauer1323!
Mein Vater ist vor einem Monat auch an Krebs gestorben und obwohl ich um sehr viel älter und lebenserfahrener bin als du, war es auch für mich ein ziemliches Stück Arbeit das völlig zu verarbeiten und zu askzeptieren.
Du solltest daher wirklich nicht zu streng mit dir selbst sein, es ist völlig normal wie du reagiert hast und auch jetzt reagierst.
Es wäre toll wenn du Feenyas Rat befolgen könntest und etwas für dich tun würdest.
Mein Vater ist vor einem Monat auch an Krebs gestorben und obwohl ich um sehr viel älter und lebenserfahrener bin als du, war es auch für mich ein ziemliches Stück Arbeit das völlig zu verarbeiten und zu askzeptieren.
Du solltest daher wirklich nicht zu streng mit dir selbst sein, es ist völlig normal wie du reagiert hast und auch jetzt reagierst.
Es wäre toll wenn du Feenyas Rat befolgen könntest und etwas für dich tun würdest.
Nicht das schwarze Schaf ist anders, sondern die weißen Schafe sind alle gleich 
-
Colaflasche
- neu an Bo(a)rd!

, 46 - Beiträge: 1
Hallo!
Das qualvolle Sterben der eigenen Mutter verfolgen zu müssen ist eine Extremsituation. Niemand kann sich wirklich darauf vorbereiten, und daher steht man in so einer Situation auch immer hilflos da. Es gibt keinen Katalog, wie man richtig oder falsch mit Sterbenskranken umgeht. Es stimmt auch nicht, dass alle Menschen in Begleitung eines nahen Angehörigen sterben wollen, manche möchten es niemandem antun, dass man sie so leiden sieht. Und umgekehrt können nicht alle Menschen Sterbebegleitung machen, weil sie das Leid nicht ertragen können.
Ich habe meine Mama vor etwas mehr als einem Jahr verloren, sie erlitt eine massive Hirnblutung und verstarb innerhalb von19 Tagen. In diesen 19 Tagen verwandelte sich meine stets fitte und aktive Mutter in eine bettlägerige Patientin, die gelähmt war, nicht mehr schlucken konnte und ständig unter furchtbaren Schmerzen litt. Je schlechter es ihr ging, desto schwieriger wurde es für mich, sie zu besuchen. Sie starb dann auch in der Nacht völlig unbemerkt von den Pflegern ganz einsam und alleine.
In der Früh verabschiedete sich dann meine ganze Familie von ihr am Totenbett. Ich war erleichtert, dass sie tot war und dass ich all die Probleme, wie die Pflege, etc. wenn sie überlebt hätte, nun nicht mehr hatte. Aber ich hatte auch das Gefühl, dass meine Mama nun wieder ganz war - dass die Krankheit mit dem Tod von ihr gewichen war.
Gefühle wie Liebe und Wut, Haß und Selbstvorwürfe gehören einfach zum Spektrum der Trauer dazu. Es ist nur menschlich, dass man auch einmal froh ist, wenn man sich nicht um den Kranken kümmern muss. Und auch gewisse Aggressionen sind normal, wenn man ständig mit dem langsamen Dahinsiechen konfrontiert ist.
Ich denke, deine Reaktion in dieser Zeit war - entsprechend der Situation, der du ausgesetzt warst, angemessen. Woran du nicht zweifeln solltest, ist deine Liebe - so wie du über deine Mama schreibst, hast du sie sehr geliebt. Diese Liebe wird dich durch dein ganzes Leben begleiten, denn das ist, was uns von unseren toten Müttern bleibt.
LG von einer, die auch ihre Mama sehr lieb hatte und ebenfalls so handelte wie du (obwohl ich wesentlich älter als du bin)
Das qualvolle Sterben der eigenen Mutter verfolgen zu müssen ist eine Extremsituation. Niemand kann sich wirklich darauf vorbereiten, und daher steht man in so einer Situation auch immer hilflos da. Es gibt keinen Katalog, wie man richtig oder falsch mit Sterbenskranken umgeht. Es stimmt auch nicht, dass alle Menschen in Begleitung eines nahen Angehörigen sterben wollen, manche möchten es niemandem antun, dass man sie so leiden sieht. Und umgekehrt können nicht alle Menschen Sterbebegleitung machen, weil sie das Leid nicht ertragen können.
Ich habe meine Mama vor etwas mehr als einem Jahr verloren, sie erlitt eine massive Hirnblutung und verstarb innerhalb von19 Tagen. In diesen 19 Tagen verwandelte sich meine stets fitte und aktive Mutter in eine bettlägerige Patientin, die gelähmt war, nicht mehr schlucken konnte und ständig unter furchtbaren Schmerzen litt. Je schlechter es ihr ging, desto schwieriger wurde es für mich, sie zu besuchen. Sie starb dann auch in der Nacht völlig unbemerkt von den Pflegern ganz einsam und alleine.
In der Früh verabschiedete sich dann meine ganze Familie von ihr am Totenbett. Ich war erleichtert, dass sie tot war und dass ich all die Probleme, wie die Pflege, etc. wenn sie überlebt hätte, nun nicht mehr hatte. Aber ich hatte auch das Gefühl, dass meine Mama nun wieder ganz war - dass die Krankheit mit dem Tod von ihr gewichen war.
Gefühle wie Liebe und Wut, Haß und Selbstvorwürfe gehören einfach zum Spektrum der Trauer dazu. Es ist nur menschlich, dass man auch einmal froh ist, wenn man sich nicht um den Kranken kümmern muss. Und auch gewisse Aggressionen sind normal, wenn man ständig mit dem langsamen Dahinsiechen konfrontiert ist.
Ich denke, deine Reaktion in dieser Zeit war - entsprechend der Situation, der du ausgesetzt warst, angemessen. Woran du nicht zweifeln solltest, ist deine Liebe - so wie du über deine Mama schreibst, hast du sie sehr geliebt. Diese Liebe wird dich durch dein ganzes Leben begleiten, denn das ist, was uns von unseren toten Müttern bleibt.
LG von einer, die auch ihre Mama sehr lieb hatte und ebenfalls so handelte wie du (obwohl ich wesentlich älter als du bin)
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Trauer1323
Thread-EröffnerIn - neu an Bo(a)rd!

, 25 - Beiträge: 4
Hey danke für die Antworten!
Ich werde auch den Rat von Feenya befolgen und mich bei einer Therapie anmelden.
Ich glaube, es hat mir am meisten zu schaffen gemacht, dass sie bis vor ca. 1nem Jahr vor ihrem Tod, ein total lebensfroher und lustiger Mensch war, trotz der Krankheit. Daher war es für mich dann noch einmal viel schwärer, sie so zu sehen.
Auch leidet/e meine Großmutter (lebe bei ihr) sehr darunter, vorallem, weil die beiden sich sehr nahe standen und ich bekomme das halt auch mit(obwohl meine GM das nicht möchte) und bin dann noch ein wenig mehr belastet.
Aber auf jeden Fall werde ich eure Tips und Ratschläge auf jeden Fall befolgen und mir Hilfe suchen.
Danke
Trauer1323
PS: Das tut mir sehr leid für dich @Colaflasche und danke, denn du hast recht, im Grund kommt es am Ende nur auf die Liebe an, vorallem, da sie am Schluss nicht mehr sie selbst war.
Ich werde auch den Rat von Feenya befolgen und mich bei einer Therapie anmelden.
Ich glaube, es hat mir am meisten zu schaffen gemacht, dass sie bis vor ca. 1nem Jahr vor ihrem Tod, ein total lebensfroher und lustiger Mensch war, trotz der Krankheit. Daher war es für mich dann noch einmal viel schwärer, sie so zu sehen.
Auch leidet/e meine Großmutter (lebe bei ihr) sehr darunter, vorallem, weil die beiden sich sehr nahe standen und ich bekomme das halt auch mit(obwohl meine GM das nicht möchte) und bin dann noch ein wenig mehr belastet.
Aber auf jeden Fall werde ich eure Tips und Ratschläge auf jeden Fall befolgen und mir Hilfe suchen.
Danke
Trauer1323
PS: Das tut mir sehr leid für dich @Colaflasche und danke, denn du hast recht, im Grund kommt es am Ende nur auf die Liebe an, vorallem, da sie am Schluss nicht mehr sie selbst war.
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