Sparen wie am besten?

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Noenergetik
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Sparen wie am besten?

Beitrag Mi., 08.06.2016, 13:49

Irgendwie fehlt es immer am Geld, habt Ihr Tipps wie und wo man am besten spart?
Und woran spart Ihr?

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luftikus
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Beitrag Mi., 08.06.2016, 16:04

Ich denke, das ist bei jedem unterschiedlich und hängt von der Lebenssituation und den persönlichen Bedürfnissen ab. Was der eine ganz leicht einsparen kann, ist für den anderen sehr wichtig oder kann aus verschiedenen Gründen nicht weggespart werden.

In meinem Fall:
ich spare z.B. relativ viel Geld, indem ich nicht rauche und kein Auto besitze. Letzteres ist mir aber nur deswegen möglich, weil ich in einer Großstadt mit gutem öffentlichen Nahverkehrssystem lebe.

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Marzipanschnute
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Beitrag Mi., 08.06.2016, 16:27

Mir hat es gut geholfen mir einen Überblick über meine Einnahmen und Ausgaben zu verschaffen, so konnte ich sehen, wofür ich am meisten Geld ausgebe und wo da vielleicht Einsparpotential ist. Also, ich hab einfach alle Kassenzettel gesammelt und eine Übersicht erstellt was reinkommt und was wohin raus geht (kann man auch mit Farben machen, z.B. rot=Fixkosten, grün=Lebensmittel+täglicher Gebrauch, blau=Uni, lila=Lifestyle (Klamotten, auswärts essen/trinken, Fitnessstudio, Zeitungsabo, Bücher,...) Für ein Auto würde ich auch noch mal eine Extra-Kategorie anlegen, falls vorhanden.

Außerdem hab ich ein Sparbuch auf das am Ende des Monats außer 50€ alles abgeht was noch auf dem Konto ist. So geht sparen fast alleine und ich gebe nicht Geld aus weil es ja rein theoretisch habe und habe so Rücklagen, falls mal die Waschmaschine kaputt geht oder ich nicht so viel Zeit zum Arbeiten hatte und meine Semestergebühr mal wieder fällig ist.

Falls es dir sehr schwer fällt nicht "einfach so" Geld auszugeben, weil es eben gerade da ist, könntest du dir ein Wochenbudget in Umschläge packen (wenn dir eine Woche zu lang ist, kannst du es ja noch mal teilen, also dann insgesamt acht Umschläge fertig machen) und dann eben nur das ausgeben.
“Das Schöne an der Zeit ist, das sie ohne Hilfestellung vergeht und sich nicht an dem stört, was in ihr geschieht.” Juli Zeh

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Beitrag Mi., 08.06.2016, 16:29

Ja, na klar, es hängt natürlich von der Lebenssituation und den persönlichen Bedürfnissen ab.
Ich rauche auch nicht, besitze ebenfalls kein Auto und lebe ebenfalls in einer Großstadt.

Vielleicht gibt es ja so einige Tipps und Tricks auf die man (Frau) noch nicht gekommen ist und die für den einen oder die andere gut zu verwerten sind.

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Beitrag Mi., 08.06.2016, 16:37

Ja, das sind tolle Ideen, Marzipanschnute! Ich denke ich muss mich da mal etwas disziplinieren,
Vor allem das mit den Umschlägen finde ich wirklich gut - dann eisern bleiben auch wenn er alle ist!
Ab nächsten Monat!


Meerestochter
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Beitrag Mi., 08.06.2016, 18:46

Man kann auch sparen, in dem man Produkte, wenn sie in der Werbung sind, auf Vorrat kauft. Grad bei den scheinbar kleinen und eh nicht so teuren Dingen (wie z.B. Waschmittel, Kaffe, Deo) kann man doch überraschend viel sparen. Ich kauf solche Sachen nur noch, wenn sie in der Werbung sind und dann immer auf Vorrat, so dass ich immer bis zur nächsten Werbung und länger hinkomme (die meisten Sachen sind in regelmäßigen Abständen in der Werbung). Natürlich darf man sich dabei nicht von vermeintlich günstigen Preisen täuschen lassen (wie z.B. Aktions-Doppelpack Shampoo, oft sind die kein bisschen billiger, als wenn man sie einzeln kaufen würde). Ich gehör auch zu den Leuten, die die Preise sehr genau vergleichen und immer genau wissen, was wo am günstigsten ist.

Und dann hab ich eine simple Methode gefunden, mit der ich mir immer Geld für Notfälle zusammenspare. Jedes mal, wenn ich einkaufen war, kipp ich mein Portemonnaie aus und sortiere als erstes alle ausländischen Münzen aus und pack die in eine Geldkassette (ist in dem Moment nicht viel Geld, aber am Jahresende wundert man sich, was dabei zusammenkommt; ich spar auf diese Weise schon mal 150 Euro und mehr zusammen). Dann sortiere ich so aus, dass von jeder Münzart (also 2€-Stücke, 1€-Stücke bis runter zu den 1Cent-Stücken) nur noch drei Münzen übrig bleiben. Alles, was über ist, kommt in eine Spardose und davon wird dann immer der Weihnachtsbaum gekauft (sind immer knapp 50 Euro).

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oink
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Beitrag Do., 09.06.2016, 01:59

Abgesehen von den Fixkosten jeden Monat gebe ich eigentlich wirklich nur noch Geld aus für Lebensmittel und die paar Drogerie-/Apothekenprodukte, die es halt so braucht. (Mit Sicherheit könnte ich selbst da noch den ein oder anderen Euro sparen, aber das sehe ich vorerst nicht ein.)

Wo ich spare:
- in der Drogerie nur die billigen Eigenmarken kaufen (Deos und Duschgels und sowas für 50 Cent, manche sind echt gut)
- kein Handyvertrag, habe nur Pre-Paid
- Internet mit Nachbarn teilen

Mit Klamotten sieht es gerade ein bisschen kritisch aus bei mir. Ich lege mir für diesen Zweck ab und zu etwas beiseite, wenn ich mal Geld geschenkt bekomme (zum Geburtstag oder so), aber kaufe mir im Endeffekt doch nie etwas. Von daher sporte ich derzeit mehr oder weniger ganz selbstbewusst den ästhetisch exponierten Lumpenlook
Aber es gibt Läden, die setzen Kleidungsstücke echt extrem runter zu bestimmten Jahreszeiten. Wenn man da ein wenig die Augen offen hält in seiner Stadt oder im Internet, kann man echt tolle Schnäppchen machen. Und wer schonend mit seiner Kleidung umgeht (z.B. beim Waschen oder wie oft und wann man etwas anzieht), wird ohnehin nicht allzu oft Kleidung kaufen müssen.
Sparen lässt sich hier und dort auch ganz gut durch die Vorzüge des Internets und der Digitalisierung (zum Beispiel in Bezug auf Papierkosten oder ganz allgemein Anschaffungskosten), aber das ist ein anderes Kapitel.
Ansonsten sind auch Seiten wie mydealz gute Anlaufplätze. Aber diese verführen bei den meisten wohl eher zum kaufen, als dass man Geld sparen würde.
Schaden kann es auch nicht, die Angebots-Zyklen seiner Supermärkte zu kennen und immer dann auf Vorrat zu kaufen.


Widow
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Beitrag Do., 09.06.2016, 02:35

Ich habe eine Budget-Grenze: 150-250 Euro pro Monat für alles (also für Lebensmittel, Geschenke für Freunde, Drogerieprodukte, Ausgehen) außer Fixkosten, und ich führe ein Haushaltsbuch, in dem ich alles, auch die -,50 Cent für ein DHL-Boten-Trinkgeld, eintrage, um den Überblick zu behalten.
(Als ich auf der Unistelle bis 2010 noch knapp 3000 Euro Netto monatlich in die Kasse bekam, war so ein Haushaltsbuch völlig überflüssig, doch ich musste zu Beginn meines Studiums mit 500 DM für alles, also "brutto", auskommen und habe damals gelernt, so ein Ding zu führen; auf diese "Ressource" konnte ich nun, mit der Witwenrente und der Vermietung des Wohnungsteils, zurückgreifen, was ein Glück !)

Es gibt immer wieder mal Monate, in denen ich für Geschenke und Ausgehen mit Freunden mehr ausgebe. Doch das "müsste" nicht sein (Geschenke: Wirkliche Freunde freuen sich auch über ein Büchlein oder ein Dasein; Ausgehen kann ich durch eine Einladung zu mir und dann selbst kochen bestens ersetzen, und durchs Selbstkochen lässt sich sehr viel Geld sparen!).
Nur:
Nicht jeden Euro fünfmal drehen zu müssen (ist mir oft schon passiert am Monatsende: "Was kannst du kochen, um die nächsten acht Tage nicht wieder einkaufen zu müssen?"), nicht alles sich versagen zu müssen (ich habe mir fünf Jahre lang alles versagt - und in diesem Jahr bei dem "zugeschlagen", was für mich die wichtigste Bedeutung hat, weil wieder ein wenig mehr Geld da ist), nicht aufs blanke Existenz-Minimum genagelt zu sein - das ist LUXUS!

Sparen lässt sich nach meiner Erfahrung durch:
- Überlegen, was einem wichtig ist, warum es einem wichtig ist, ob es einem zurecht wichtig ist, welche Alternativen es vielleicht dazu gibt;
- Haushaltsbuch führen (!!!);
- kochen (einmal kochen für 4-6 Personen, dreimal davon essen [gern auch mit Freunden], den Rest einfrieren);
- auf Sonderangebote achten (vor allem bei den Discountern);
- Klamotten: Lieber 15 Euro für's T-Shirt ausgeben als 2, denn das 15-Euro-T-Shirt hält fünf bis acht Jahre, das 2-Euro-Dings schmeisst man nach einem halben Jahr weg;
- Freizeit: Bücher sind ergiebiger und langlebiger als Filme ...;
- Mobilität: In der Großstadt ist ein Fahrrad (samt Regenponcho) rentabler als eine Monatskarte für den ÖPNV und erst recht als ein Auto.

Und zum Schluss noch diesen Spar-Tipp: Man lege sich eine ausgewachsene Depression zu (gern kann man sie auch mit anderen Störungen vergesellschaften - das Ergebnis wird oft umso besser sein, wenn's ums Sparen geht, doch achte man darauf, dass die Depression die Hauptstörung ist): Die kappt alle Ausgaben gewaltig. Und man existiert trotzdem, zumindest noch eine Zeit lang. Bis man sich dann suizidiert.

Andere psychische Störungen als die Depression an erster Diagnosestelle sind mehr dazu angetan, dass der sich von ihnen Betroffene nicht zu suizidieren gedenkt, sondern ganz im Gegenteil leben will, auch noch "besser" leben will.

Das aber geht gar nicht, wenn man finanziell grad mal am HartzIV-"Einkommen" kratzt oder es erhält. Der Depressive hat das wenigstens - zumindest oft - im Blick.
Und handelt entsprechend.

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**AufdemWeg**
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Beitrag Do., 09.06.2016, 08:24

-Bar bezahlen
Karten sind heimtückisch

gleich zu Beginn den Monats einen Betrag auf ein anderes Konto überweisen, am besten eins auf das man so schnell keinen Zugriff hat (wir haben z.B. noch eines in der alten Stadt in der wir lebten, sind ca. 100 Kilometer Entfernung und online Banking haben wir dafür nicht, hat sich schon ne Menge angesammelt)

bei Einkäufen Wochenpläne fürs Essen machen

der Rest wurde ja schon gesagt

Viel Erfolg
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Beitrag So., 12.06.2016, 12:15

Vielen Dank Ihr Lieben für so viele tolle Tipps! Manches davon wende ich schon an, wie z.B. selber Kochen, auf Angebote zurückgreifen - aber sicher nicht konsequent genug!
Werde versuchen auch noch die anderen Tipps anzuwenden und dann mal sehen, was am Ende in der Spardose übrig bleibt!
(Habe leider ein sehr unregelmäßiges Einkommen, deshalb ist das einkalkulieren etwas schwierig.)

@widow: Naja, es stimmt schon, das man depressiv weniger Lust hat Geld auszugeben, falls Du Dich damit gemeint haben solltest, hoffe ich das es Dir mittlerweile wieder besser geht.
Eine Bekannte von mir hat auch eine starke Depression, bei ihr ist es allerdings so, das sie dadurch nicht spart, im Gegenteil, die Schulden häufen sich, weil sie es nicht schafft sich um ihre Angelegenheiten zu kümmern.

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Beitrag Mo., 13.06.2016, 14:40

Hallo Noenergetik.

Sparst du auf etwas bestimmtes oder wilst du einfach nur einen bestimmten Betrag mal auf einem Haufen sehen? Oder willst du jeden Monat einen bestimmten Betrag auf den Haufen drauf legen können?

Fragt
Hiob

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Beitrag Mo., 13.06.2016, 15:42

Hallo Hiob, ich möchte was zur Seite legen für Eventualitäten, glaube ich würde mich dann sicherer fühlen.
Wenn mal was kaputt geht oder für einen Urlaub, oder auch um Geld für Spontan-Kurz-Reise-Trips zu haben.

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Beitrag Fr., 17.06.2016, 13:16

...um mehr Spielraum zu haben, mehr Handlungsspielraum, könnte man das so sagen?
So würde ich es verstehen. Ich war auch grad am Meer und würde sagen, stimmt schon, das fühlt sich komfortabel an.

Sicherheit im Sinne von Reserven für unerwartete Ausgaben...wenn man das erreicht hat, dort stellt sich leider das Gefühl von Sicherheit nur vorübergehend ein. Nach ner Weile verlangt das Denken dann nach "noch mehr Sicherheit", das ist wie mit Kartoffelchips... wahrscheinlich ist das das Wesen von diesem Zusammenspiel Geld und Denken.

Wie ich spare? Ich mache fast alles selbst. Probiere mich immer wieder an neuen Tätigkeiten und Werken aus, verzichte dabei auf Perfektheit. Und ich verzichte auf laufende Zahlungen und Schutzgelder. Das Wort Schutzgelder klingt zwar lustig, aber es lohnt sich, eine Weile darüber nachzudenken, was alles im normalen (auch in meinem) Spießerdasein darunter fällt.

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Beitrag So., 19.06.2016, 06:04

Ja, könnte man so sagen um mehr Handlungsspielraum zu haben.

Kann sein, das sich dann ein Denken nach noch mehr Sicherheit einstellt, ich weiss es nicht, ist/war das denn bei Dir so?

Finde ich gut, das Du alles selber machst - ich habe da leider wenig Lust zu. Hast Du ein paar Beispiele was Du alles selber machst?

Magst Du sagen was Du für Dich unter "Schutzgelder" verstehst?