Seelischer Mülleimer für Freundin

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Theory
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Seelischer Mülleimer für Freundin

Beitrag So., 09.06.2019, 06:40

Hallo zusammen

Ich hätte gerne eine Einschätzung von euch zum Thema Freundschaft.

Ich bin vor einigen Jahren umgezogen, ca 500km weit weg, habe aber zu den wichtigsten Personen noch immer Kontakt, natürlich auch mal per Whatsapp.

Bei einer bestimmten Person, die ich schon lange kenne, weiß ich, dass sie emotional sehr schnell aus der Bahn ist, viele Gefühlsausbrüche hat. Eine Zeit lang, als es mir selber grad sehr schlecht ging, sie aber dennoch täglich bei mir ihr Leid klagte, riet mir meine Psychotherapeutin dazu, für 1-2 Monate den Kontakt abzubrechen, weil sie mich mehr oder weniger als “seelischen Mülleimer” nutzte. Die Beziehung normalisierte sich danach und wir haben seither einen ganz guten Kontakt, obgleich sie weiterhin dann, wenn es ihr schlecht geht, sich meldet und “ausheult”.

Ich habe nun wieder eine anstrengende Phase hinter mir, wurde auch krank wegen der Belastung, bin aber nun aus dem gröbsten raus und es geht mir sehr gut. Weil ich schon wusste, dass ich in der Zeit einfach nicht all ihre Sorgen mittragen kann, habe ich mich eine Zeit lang auf mich konzentriert, und ihr das auch mitgeteilt, dass ich einfach viel Zeit im Moment brauche, um die Dinge für mich aufzuarbeiten und neu zu bewerten.

Sie hatte da auch vollstes Verständnis, und es waren wirklich ein paar Hammer bei mir passiert.

Wie gesagt, aktuell ist es aber wieder gut und langsam entstand wieder mehr Kontakt.

In der Zwischenzeit habe ich aber tatsächlich viel an mir selbst gearbeitet. Ich hab ein intensives Coaching hinter mir und bin auf die ein oder andere Blockade gekommen und lebe nun mehr und mehr bewusst, hinterfrage mein Verhalten, wie ich mich fühle und auch das Verhalten anderer Menschen.

Nun zum eigentlichen Punkt.

Mir ist nun aufgefallen, dass diese Freundin mich als seelischen Mülleimer benutzt. Also, jetzt wo sie sozusagen sieht: ah der geht es wieder gut - schreibt sie mir per Whatsapp die banalsten Dinge wie zB sie hat sich am Bahnhof wegen eines unachtsamen Passagiers den großen Zeh verletzt und dabei sind sogar Tränen geflossen und arbeitet dann in einem kleinen Roman auf warum sie so wütend war und was sie dabei fühlte.

Ein wenig kommt es mir vor, als wolle sie mich als Coach nutzen. Jedes Mal, wenn sie einen Konflikt hat, oder ihre Tränen fließen, weil sie mit einer Situation mit ihrem Freund nicht klar kommt, schreibt sie mir einen halben Roman.

Es ist, als würde sie jemand brauchen, bei dem sie ihre Probleme ständig mitteilen kann.

Natürlich ist es auch so, dass wir uns gegenseitig unterstützen und da sind für ein längeres Gespräch mal, das auch Tiefgang haben kann. Und das ist auch völlig in Ordnung, wenn es nicht jeden Tag ist (wie damals).

Aber ehrlich gesagt - mittlerweile, wenn so eine “auskotz”-Nachricht kommt, weiß ich da auch gar nicht mehr, was ich darauf antworten soll 🤷‍♀️


Wie seht ihr das ganze? Teilt ihr anderen jede kleine Stimmungsschwankung per Whatsapp mit?


Jenny Doe
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Beitrag So., 09.06.2019, 07:03

und ihr das auch mitgeteilt, dass ich einfach viel Zeit im Moment brauche, um die Dinge für mich aufzuarbeiten und neu zu bewerten.
Sie hatte da auch vollstes Verständnis
(...)
ah der geht es wieder gut
(...)
Natürlich ist es auch so, dass wir uns gegenseitig unterstützen
Hallo Theory,

mir sind die drei obigen Zitate aus deinem Text ins Auge gefallen.

Du hast ihr gesagt, dass du im Moment mit dir selber beschäftigt bist und Zeit für dich brauchst. Das hat deine Freundin respektiert, was für sie spricht. Als es dir besser ging, schrieb sie dir wieder von ihren eigenen Problemen.
Du hast ihr nicht gesagt, dass es dir grundsätzlich zuviel ist, wenn sie dich so oft wegen jeder Kleinigkeit kontaktiert, sondern nur, dass es dir im Moment selber dreckig geht. Du könntest ihr klarer sagen, was dein Problem mit ihr ist, was für dich okay ist und was nicht. Ich vermute mal, dass sie nicht weiß wie es dir mit ihr geht, wenn du nur "im Moment" sagst, ihr aber nicht klar sagst, wo deine Grenzen generell sind.

Das andere ist: Ihr habt euch gegenseitig unterstützt. Sie hat also nicht nur dich "benutzt", sondern du auch sie. Jetzt geht es dir besser, ihr jedoch geht es immer noch nicht besser. Das kann nerven, kenne ich, wenn man selber weiter geht und der andere immer noch da steht wo er schon immer stand. Das kann nerven, wenn man selber seine Probleme in den Griff gekriegt hat, eigentlich damit abschließen möchte, sich aber immer noch in dem alten Problem-Umfeld befindet.

Du könntest mit ihr mal reden, ihr sagen, wie es dir mit der Situation geht.
Du könntest ihr klare Grenzen aufzeigen, ihr sagen, wie oft Kontakt für dich okay ist.
Du könntest weiter für sie da sein und ihr jetzt, wo du selber mehr Kraft hast, dabei helfen auch weiter zu gehen.
Du könntest sagen "Passt nicht mehr, ich stehe jetzt an einem anderen Punkt als früher, unsere Wege trennen sich".


theweirdeffekt
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Beitrag So., 09.06.2019, 08:20

Du könntest ihr auch sagen, dass du weder coach noch thera bist, ihr die, wenn sie tatsächlich etwas ändern will, aber gut täten.
Kopf hoch... Sonst kannst du die Sterne nicht sehen

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Philosophia
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Beitrag So., 09.06.2019, 08:31

Wenn dich ihr Verhalten stört, sag es ihr - es ist deine Verantwortung, wie du mit dir umgehen lässt bzw. mit wem du Umgang pflegst. Wenn du sie schreiben lässt, dann kann sie nicht wissen, dass dich das stört und wie du dich fühlst. Wenn du das Gefühl hast, sie hat aus der Beziehungspause nichts gelernt, dann ist es fragwürdig, sich diesen Kontakt weiterhin anzutun. Vielleicht brauchst du irgendwo unbewusst jemanden, über den du dich aufregen kannst?
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lisbeth
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Beitrag So., 09.06.2019, 08:59

Theory hat geschrieben:
So., 09.06.2019, 06:40
weiß ich da auch gar nicht mehr, was ich darauf antworten soll 🤷‍♀️
Einfach mal gar nichts?

Ja, sie kotzt sich bei dir aus. Aber du gibst ihr Resonanz. Wenn es dich stört, dann musst du aufhören, ihre Echokammer zu sein. Das ist das, was du in deiner Macht hast.
In dem Maß wie wir anfangen, Fragen anders zu stellen, werden wir auch neue Antworten finden.

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Theory
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Beitrag So., 09.06.2019, 10:13

Ok, vielen Dank für eure Ideen und Vorschläge. Da war jetzt einiges dabei... gar nicht reagieren wäre eine Möglichkeit, die ich mir vorstellen kann. Habe nun in diesem Fall kurz gute Besserung dem Zeh gewünscht. Am Ende ist es ja wirklich so, wie erwähnt wurde bereits, dass die Frage ist, wie ich damit umgehe. Das ist schließlich der einzige Bereich, den ich beeinflussen kann. Ihr ist es sehr wohl bewusst, dass sie mich als seelischen Mülleimer benutzt, tatsächlich kommt dieser Ausdruck auch von ihr. Und ihr habt recht, je nachdem, ob und wie ich in Resonanz gehe wird sie damit weitermachen oder (hoffentlich) aufhören.

Sie darauf hinzuweisen, bzw es direkt anzusprechen hat auch Vor- und Nachteile. Meine Erfahrung ist, dass sich Menschen tendenziell davon „gemaßregelt“ fühlen bzw es nicht unbedingt positiv aufnehmen. Da ich weder eine Eltern- noch eine Coachrolle einnehmen will, werde ich das auch unterlassen.

Am Ende lerne ich selbst aus ihrem Verhalten. Wie von einem Spiegel, der mir meine eigenen Anteile darin zeigt.

Vielen lieben Dank für eure Antworten!

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stern
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Beitrag So., 09.06.2019, 10:26

Theory hat geschrieben:
So., 09.06.2019, 10:13
gar nicht reagieren wäre eine Möglichkeit, die ich mir vorstellen kann.
Klar kommunizieren wäre eine andere. Aus meiner Sicht sehen ich weniger Missbrauch, sondern dass du dich nicht abgrenzen kannst. Woher soll sie denn wissen, was sich stört, wenn du das nicht mitteilst? Du sagtest, du warst belastet... das hat sie dann respektiert. Jetzt geht es dir wieder besser... Die Grenze ist also entfallen und du hast keine weitere Grenzen gesetzt, wie nicht mehr Mails als... keine Romane... keine Gefühlsanalysen... ich bin kein Coach... lieber Gespräche als häufige Mails, usw. Stattdessen ist mal gegenseitige Unterstützung o.k., mal nicht. Das ist aus meiner Sicht unklar kommuniziert, was als Rahmen o.k. ist.
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Schnuckmuck
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Beitrag So., 09.06.2019, 10:34

Ich frag mich, was daran schlimm ist.
Ich finde, in einer Freundschaft, wenn es denn eine ist, nimmt man den anderen so wie er ist. Hinterfragt auch nicht, sondern ist da, wenn man gebraucht wird und rechnet nicht auf.

Ich stelle mir bei meinen Freundinnen nie die Frage, ob da jetzt ein Ungleichgewicht entsteht. Weil es in jedem leben ein auf und ab gibt. Mal mehr, mal weniger.

Du solltest dich in mal an Augen fragen, ob du es als Freundschaft siehst, so eigentlich solche Dinge nicht vorkommen lassen sollte, weil man nicht ausrechnet. Zumindest verstehe ich das unter Freundschaft.

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Philosophia
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Beitrag So., 09.06.2019, 11:44

Sehr romantisch Schmuck, aber das funktioniert eben nur, wenn es einigermaßen ausgewogen ist. Es sei denn, man steht drauf, sich aufzuopfern, nur um selbst Anerkennung zu erfahren. Wie du sagst, mal mehr, mal weniger - bei Dauerhaftigkeit läuft was schief und darf auch so benannt werden.
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Jenny Doe
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Beitrag So., 09.06.2019, 11:46

Sie darauf hinzuweisen, bzw es direkt anzusprechen hat auch Vor- und Nachteile. Meine Erfahrung ist, dass sich Menschen tendenziell davon „gemaßregelt“ fühlen bzw es nicht unbedingt positiv aufnehmen.
Kommt drauf an, wie du selber damit umgehst. Wenn du auf sie losgehst und sagst "DU! MUSST", dann schiebst du ihr einseitig die Schuld zu, ohne deinen eigenen Anteil an der Situation zu berücksichtigen. Anstatt "DU" zu sagen, könntest du ja auch "ich" sagen und bei dir bleiben. So wie damals, als du zu ihr sagtest, dass du gerade mit dir beschäftigt bist. So könntest du ihr auch jetzt deine Grenzen aufzeigen, ohne sie zu maßregeln. Denn deine Freundin kann nicht wissen, wo deine Grenzen sind, wenn du sie nicht in einer ICH-Form aufzeigst und nicht mit ihr redest. Deine Freundin macht nur das, was sie immer gemacht hat und was du selber ja auch gemacht hast. Du hast ja selber auch deine Probleme bei ihr abgelagert. Sie jetzt anzugreifen, ...? Sag nein, und guck wie sie reagiert. Sie hat schon mal deine Grenzen respektiert.
weiß ich da auch gar nicht mehr, was ich darauf antworten soll
Das kannst du natürlich auch machen, so kann man Probleme auch "lösen". Alternativ könntest du die Situation auch nutzen um zu lernen in Problemsituationen mit dem anderen zu reden und lernen nein zu sagen und Deine Grenzen aufzuzeigen.
Ich fänds auf jeden Fall nicht fair von dir sie jetzt einfach zu ignorieren. Denn es gab ja auch mal eine Zeit, da war sie auch für dich da.

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Schnuckmuck
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Beitrag So., 09.06.2019, 12:32

Ja,Phil. Ich bin hoffnungslos optimistisch romantisch. Ich glaube bei allen schlechten noch immer an das Gute. Und ich glaube, aufopfern sehe ich hier nicht.

Ich sehe hier keine Katastrophe, auch wenn ich die Lupe nehme.

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Waldschratin
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Beitrag So., 09.06.2019, 12:51

Katastrophe seh ich auch keine, aber Ähnliches kenne ich schon auch aus eigener Erfahrung.
Inzwischen hat sich das schwer geändert in meinen Freundschaften, weil ICH mich verändert habe.

Früher hab ich sowas ausgestrahlt : Komm und benutz mich!
Bin innerlich sofort nicht nur mitgegangen, sondern hab "abgenommen" - und war damit gefundenes Fressen für jeden, der gerne etwas mehr "Dramatik" um jedes Bissl macht oder halt gern "geholfen kriegen" mag.

Allerdings beruhte das bei mir auch so gut wie nie auf Gegenseitigkeit, da war samt und sonders ich die "Beanspruchte". Selber wenn ich mit was kam, war ich ganz schnell "zu viel".

Aber um mal aufn Punkt zu kommen:

Theory, gehst du denn innerlich auch einfach nur mit dann oder "übernimmst" das Ihrige?
Tust du nämlich Letzteres, erklärt es sich mir von alleine, warum du dich schnell ausgelaugt/ausgenutzt fühlst.

Ich empfinde es auch eher als ein Abgrenzungsproblem deinerseits. Denn im Prinzip gehört das für mich auch mit dazu, ohne "Aufrechnen", halt da zu sein für nen Freund - und aber genauso die Freiheit zu haben, ohne Probleme sagen zu können : Du, wird mir zu viel grad. Ohne dass dann Vorwürfe und Beleidigtsein zurückkäme.

Deine Freundin hört sich jetzt nicht weiter eingeschnappt oder beleidigt an, weil du dich mehr abgegrenzt hast. Find ich schon mal gut.

Versuch doch mal, innerlich dir ne "Grenze" vorzustellen, wo du das, was sie schreibt, wenn es dir "Belangloses" oder Übertriebenes ist, gar nicht mehr an dich rankommen lässt, sondern es hinter dieser "Grenze" zu bleiben hat.
Dann müsstest du nicht gleich aus der Beziehung an sich gehen, würdest aber mehr selektieren, was dir wichtig genug ist, es über deinen "emotionalen Stoffwechsel" mitlaufen zu lassen.
Jede Liebe, die von einer Sache abhängig ist, hört auf, wenn die Sache aufhört; die aber, die von keiner Sache abhängig ist, hört niemals auf.
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Wenn du nicht schlafen kannst, zähl nicht die Schafe, setz dich zum Hirten ans Feuer
Verf. unbek.

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stern
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Beitrag So., 09.06.2019, 16:01

Mir geht es ähnlich wie Schmuck. Weder die Mail finde ich dramatisch noch eine Abgrenzung. Das Ding der Freundin scheint zu sein, dass sie nicht kommuniziert, was sie will (z.B. Resonanz auf so eine Mail, ...vielleicht auch gar nichts...) ...und somit seit ihr zwei, die maximal unklar darin bleiben dass sie wollen. Wenn man hingegen von Missbrauch als seelischen Mülleimer spricht und so ein eigenes Abgrenzungsthema jemand anderem zum Vorwurf macht (der Grenzen erschnüffeln soll), so kann ich mir vorstellen, wenn man mit direkten Ansprachen keine guten Erfahrungen macht. Eine solche Aussage beeinhaltet zwei ordentliche Vorwürfe - dafür dass es angeblich eine Freundschaft ist: Missbrauch+Müll. In Wirklichkeit können klare Grenzen auch recht entspannt sein (Natürlich gibt es auch Menschen, die Grenzen missachten... sogar gerne selbst, wenn sie von anderen die Einhaltung der ihren fordern. Dann kann man immer noch andere Konsequenzen ziehen. Aber was kommuniziert war, wurde damals ja beachtet).
Zuletzt geändert von stern am So., 09.06.2019, 16:18, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitrag So., 09.06.2019, 16:06

Schnuckmuck hat geschrieben:
So., 09.06.2019, 12:32
Und ich glaube, aufopfern sehe ich hier nicht.

Ich sehe hier keine Katastrophe, auch wenn ich die Lupe nehme.
Ich ehrlich gesagt auch nicht... sondern einen eigenen Nutzen.
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Beitrag So., 09.06.2019, 20:06

Theory hat geschrieben:
So., 09.06.2019, 10:13
Sie darauf hinzuweisen, bzw es direkt anzusprechen hat auch Vor- und Nachteile. Meine Erfahrung ist, dass sich Menschen tendenziell davon „gemaßregelt“ fühlen bzw es nicht unbedingt positiv aufnehmen. Da ich weder eine Eltern- noch eine Coachrolle einnehmen will, werde ich das auch unterlassen.
Ich akzeptiere, dass das dein Umgang mit der Situation ist.

Ich sehe das allerdings anders.
Ich bin für direkte offene Kommunikation. Naja, meistens kann ich nicht anders und bin automatisch sehr direkt.
Aber ich denke mir, das Leben ist so kurz. Ein offenes Grspräch kann solche Probleme aus der Welt schaffen. Für mich ist das aktive Beziehungsgestaltung.
Durch passives Verhalten kann keine Freundschaft wachsen.
Warum ein Problem unnötig in die Länge ziehen. Dadurch entwickelt man sich immer weier auseinander. Und irgendwann zerbricht die Freundschaft vielleicht.

Finde es auch unfair der Freundin gegenüber, dass du ihr noch nicht mal die Chance geben willst an ihrem Verhalten zu arbeiten. Ich meine, wenn es dich so sehr stört....
"You cannot find peace by avoiding life."
Virginia Woolf