Liebe Auf dem Weg,
danke für Deine Antwort!
Schön, dass Du dieses Gefühl der Erwartung auch kennst.
Im Grunde genommen ist es ja in Deinem Fall auch nicht so sehr an den Haaren beigezogen, da sie ja immer eine Reaktion auf Dein Schreiben zeigte.
Meine zeigte ja auch einen Schmerz, wie sie es mit eigenen Worten beschrieb, dass ich so lange nicht mehr komme. Jetzt will ich den Beweis, dass es bei ihr tatsächlich der Fall ist.
*AufdemWeg* hat geschrieben:und irgendwann nichts mehr, NULL Reaktion auf meine Briefe weder am Telefon noch in der Stunde NULL, NULL verstehst du.
Ich verstehe Dein Gefühl dabei, aber nicht ihr Handeln.
*AufdemWeg* hat geschrieben:Ich habe das nie zum Thema gemacht.
Es hat nachgelassen.
Es war weg.
Wodurch, weshalb? Keine Ahnung.
Einmal sagte ich ihr, dass ich resigniert habe
aber ich glaube sie hat den Zusammenhang nicht verstanden...
und ich war zu feige es zu vertiefen und zu verdeutlichen...
Es erinnert mich daran, wie es ist, wenn man frisch verliebt ist, gaaaaanz viel intensiven Kontakt hat, und nach einiger Zeit geht es zur Normalität über. Mich hat dies in jeder Partnerschaft verletzt, es fühlt sich an, wie verlassen werden, obwohl es nicht so ist, sondern die Beziehung eine andere Form annimmt.
Aber, ich konnte dies auch nie zum Thema machen, weil ich Angst hatte, es artet in Stress und Streit aus.
Vielleicht wollte sie einfach die Intensität in Eurer Beziehung durch ihr "Nichtreagieren" auf ein
"Normalmaß" reduzieren.
*AufdemWeg* hat geschrieben:Jetzt als es mir sehr schlecht ging hat sie wieder begonnen auf meine Brief zu reagieren...
Vermutlich hat sie die Brisanz Deiner Situation richtig erfasst, und weiß, dass sie reagieren muss.
Aber ich weiß, wie es Dir dabei gehen muß, am liebsten will man
immer diese Intensität. So ist es halt bei mir, grad in den Bedürfnissen, die ich so stark habe, nämlich von einer Mutterfigur betüdelt zu werden. Irgendwie kann ich dann auch garnichts mit anfangen, wenn mir gesagt wird, ich solle mein inneres Kind an die Hand nehmen, und ihm dies geben, was es braucht. Bei der Aussage kriege ich Pickel, weil ich es einfach nicht kann. Ist für ich fast so, als würde man einen Ncihtschwimmer ins Wasser werfen und sagen, so jetzt kraule mal tausend Meter.
*AufdemWeg* hat geschrieben:Einmal bin ich erschrocken als ich SAH dass sie sich wirklich Sorgen macht um mich...
Ja, ich kenne das auch, dass man es garnicht will, dass sie sich ernsthafte Sorgen macht. Ich merke, mir geht es einfach um die Zuwendung, die ich will, und da kann ich unersättlich sein.
*AufdemWeg* hat geschrieben:Manchmal denke ich, es liegt an der Rückmeldung und wenn die kommt, dass dann diese Wünsche weniger werden, weil man durch die konkrete Rückmeldung etwas in der Hand hat...eine vermeintliche Sicherheit oder so ähnlich
Meinst Du damit eine Art Solidarität/Mitgefühl, was sie Dir zeigt, ein Gefühl, nicht mehr alleine in einer schwierigen Siuation zu sein?