Fairness: Ich frage mich, wie sich das Frau Rostalski vorstellt... was würde dann der Staat mit den über sechzig jährigen machen, welche keine Impfung wollen? Geldstrafen, gegebenenfalls Gefängnis? Oder, wie würden sie diese dann dazu bewegen?
Ich denke, inzwischen sollte jedem klar geworden sein, das die Rechnung "Wir lassen die ganze Bevölkerung impfen, damit Risikogruppen geschützt sind" nicht aufgegangen ist. Auch Geimpfte können sich infizieren und das Virus übertragen. Das sollte inzwischen allen klar geworden sein. Geimpfte können somit ungeimpften Risikogruppen nicht den Schutz bieten, den man sich erhofft hat.
Es bringt nichts ein kleines Kind zu impfen, das selber nicht gefährdet ist, damit die ungeimpfte Oma geschützt ist. Das kleine Kind kann sich trotzdem infizieren, selber einen harmlosen Verlauf haben, aber die ungeimpfte Oma in Gefahr bringen.
Die logische Konsequenz ist somit für mich "Wir impfen die, die gefährdet sind und die unser Gesundheitssystem überlasten".
Ich denke, dass man Risikopersonen, die sich nicht impfen lassen wollen, durchaus zur Verantwortung ziehen darf. Denn ich finde es von solchen Personen egoistisch zu sagen
"Sollen sich doch die anderen impfen lassen, damit ich geschützt bin" und
"Sollen doch Krebspatienten u.a. auf eine Operation verzichten, wenn ich deren Intensivbett brauche".
Damit bin ich wieder bei meinen Aussagen in meinen alten Postings. Jeder hat auch eine Eigenverantwortung für sich selbst und eine Fremdverantwortung für andere.
Geimpfte haben sich bemüht, doch sie können ungeimpften Risikopatienten nicht den Schutz bieten, den sie brauchen. Auch Geimpfte können sich infizieren und das Virus übertragen.
Also liegt es
in der Eigenverantwortung des Risikopatienten sich selbst durch eine Impfung vor einem schweren Verlauf zu schützen und
in der Fremdverantwortung des Risikopatienten andere (z.B. operationsbedürftige Krebspatienten) zu schützen.
Risikopatienten, die eine solche Verantwortung nicht übernehmen wollen, sollte man - meiner Meinung nach - durchaus dabei helfen, diese zu übernehmen.
Lerne aus der Vergangenheit, aber mache sie nicht zu deinem Leben. Wut festhalten ist wie Gift trinken und darauf warten, dass der Andere stirbt. Das Gegenstück zum äußeren Lärm ist der innere Lärm des Denkens.