Meine Tochter und Männer!

Alle Themen, die in keines der Partnerschafts-Foren passen, bei denen es aber in weitestem Sinne um Beziehungen, soziale Kontakte usw. geht, Adoption, Pflege usw.
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Aprikosenmarmelade
Helferlein
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weiblich/female, 27
Beiträge: 61

Beitrag Fr., 29.03.2013, 12:17

na ja, ob irgendwie das zu früh oder zu spät ist, auszuziehen, kann man auch nicht so pauschal sagen! Ich bin mit 26 aus dem Elternhaus ausgezogen, was bei Studenten ja irgendwie gar nicht mal so selten vorkommt.
Da meine Eltern mich nicht unbedingt zur Autonomie erzogen haben und auch nicht groß bereit waren, mich bei einem Auszug zu unterstützen, hat das eben entsprechend lange bei mir gedauert...

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XChange
Helferlein
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weiblich/female, 28
Beiträge: 87

Beitrag Mi., 03.04.2013, 13:03

Hallo Lavie!

Ich bin zwar keine Mutter, aber eine schwierige Tochter.
Vor etlichen Jahren bin ich auch zu Hause ausgezogen und habe meine Eltern mit meinem damaligen Partner regelrecht terrorisiert. Ich möchte sagen, dass ich unter einem sehr schlechten Einfluss stand, worauf ich aus heutiger Sicht alles andere als stolz bin.
Als die Beziehung zerbrach, haben meine Eltern mich trotz allem wieder zu Hause aufgenommen.
Das, was damals geschehen ist, hatte zu einem Knacks zwischen meiner Mutter und mir geführt, allerdings hatten wir auch zuvor nicht das beste Verhältnis zueinander.

Wir haben nach alledem ein langes, klärendes Gespräch geführt, in dem meine Mutter offen über das sprach, was sie in der Situation empfunden hat. Das war sehr heilsam für das Verhältnis zueinander.

Vielleicht wäre ein Gespräch zwischen dir und deiner Tochter auch dienlich für euer Verhältnis.
Mir ist auch aufgefallen, dass du ausschließlich über deine Tochter schreibst, was du bei alledem empfindest bleibt in diesem Thread vollkommen außen vor.
Aber wie du fühlst, kann deine Tochter wohl nicht nachfühlen, sie sieht allem Anschein nach nur folgendes, nämlich: "Mama wird es schon richten."
Wie es Mama dabei geht ist ihr nicht bewusst und ich glaube da solltest du (solltet ihr) ansetzen.

Es spricht nichts dagegen, ihr das Gefühl zu geben, dass eure Tür immer offen steht, aber nichts desto trotz sind Grenzen immens wichtig.
Insofern solltest du ihr schon deutlich machen, dass das so nicht geht.
Ausziehen/ Einziehen/ Ausziehen/ Einziehen, hü und hott.
Im Endeffekt wird ihr somit, dass du ihr immer wieder die Tür öffnest, jegliche Selbstverantwortlichkeit genommen.
Dazu gehört nun mal auch, abzuwägen, welche Folgen das eigene Handeln haben kann.
Das bedeutet nicht, dass du ihr ins Gewissen reden sollst, das würde ohnehin zu Trotz von ihrer Seite aus führen. Aber vielleicht würde auch schon die Frage sitzen, ob sie sich denn wirklich sicher ist, die richtige Entscheidung zu treffen.

Gruß, XChange
"Ein Gedanke ist wie ein Virus, resistent, hochansteckend und die kleinste Saat eines Gedanken kann wachsen. Er kann dich aufbauen oder zerstören."

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