Durch Therapie hervorgerufene Zustände

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Psychotherapie (von der es ja eine Vielzahl von Methoden gibt) gesammelt? Dieses Forum dient zum Austausch über die diversen Psychotherapieformen sowie Ihre Erfahrungen und Erlebnisse in der Therapie.
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zuckerwürfel
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Beitrag Di., 23.09.2014, 21:06

Hallo candle

danke dir jetzt ist es mir klarer was du meinst.
Zitat:
"Also was ich ganz oben zitiert habe, ist eine Methode zu einer Traumaverarbeitung, wenn dir etwas Schlimmes passiert ist, soll man offenbar heilen, indem man sich ein gutes Ende dazu inszeniert- das kann natürlich imaginär ein Drachen sein, der dir da Kraft verliehen hat,[...]"

Diese Methode mache ich auch mit meiner Therpeutin nicht alleine (ist dort allerdings erst zwei mal gelungen, weil ich irgendwie ne Sperre habe mich darauf einzulassen). Dann mache ich wohl Methoden aus der Traumatherapie ohne Traumatherapeutin und ohne offiziell ein Trauma zu haben.

Zur Selbstfürsorge versucht mich meine Thera auch zu bewegen.

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hope_81
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Beitrag Di., 23.09.2014, 21:06

zuckerwürfel hat geschrieben:hallo hopeless

Danke das auch du mir geschrieben hast. Das kann ich leichter beantworten.

Eine mütterliche Bezugsperson die mir körperliche Nähe schenkt mich zum Beispiel in den Arm nimmt, mir über den Rücken streichelt. Die beruhigend auf mich einredet. Mir Sachen sagt die ich vermisst habe zum Beispiel: ich hab dich lieb, ich kümmere mich um dich, bei mir bist du sicher, ich passe auf dich auf usw. Die mir zuhört und mir vielleicht eine Geschichte vorliest oder mir eine schöne Geschichte erzählt zum Beispiel vom kleinen Zuckerwürfel der endlich seine Mama findet. *schnief*
Das ist die Antwort auf das, was DU machen kannst imaginativ, wenn die kleine schreit.
Du bist jetzt erwachsen.
Es tut mir weh zu lesen, dass du das so nicht erleben durftest. Meinst du, du kannst dir das selber geben?
Wenn nicht, dann gehört genau das in deine Therapie.
Das Beste, was du für einen Menschen tun kannst, ist nicht nur deinen Reichtum mit ihm zu teilen, sondern ihm seinen eigenen zu zeigen.
Benjamin Disraeli

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stern
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Beitrag Di., 23.09.2014, 21:17

Hier mal ein typisches Beispiel von heute: Ich lag den ganzen Vormittag heulend im Bett, konnte dem Kind nicht helfen. Durch das stundenlange Weinen und diese Art der Regression ist der komplette Tag beeinträchtigt. Ich habe den ganzen Tag Kopfschmerzen (vermutlich weil ich nicht genügend getrunken habe, oder ich nur noch verschwommen sehe). Meine Augen brennen vom heulen und ich musste heute mehrfach meine Kontaktlinsen reinigen. Ich fühle mich so erschöpft das ich kaum noch etwas machen kann.

So läuft es immer ab wenn "mich das Kind besucht". Erst stundenlang verzweifelt heulen, Kopfschmerzen, verschwommene Sicht bzw. wenn es tagsüber passiert, sehe ich am nächsten Tag aus wie ein Zombie, weil ich meine Augen kaum noch aufbekommen, starke Erschöpfung.....

Ich möchte gerne entweder A) dass ich mir in der Situation helfen kann oder B) mir meine Thera sagt wie das wieder weg geht!

Wenn ich sie darauf anspreche sagt sie das wir mit der Imagination nur noch mehr üben müssten.
Finde ich persönlich zu wenig... also das kann nicht Sinn der Übung sein, dass dich das so belastet - und das im Zuge einer Übung, die dich überfordert.

Also ich würde begrüßen, wenn sie sich dabei anfangs etwas begleitet.

Gefühle zulassen und in Dauerregression abzugleiten ist aus meiner Sicht schon ein gewisser Unterschied. Vielleicht lässt sich das ja etwas begrenzen, wenn man das etwas anpasst bzw. du das zunächst nur mit ihr zusammen durchführst... bis du dich dann selbst zunehmend herantasten kannst.
Liebe Grüße
stern 🌈💫
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Echolotin
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Beitrag Di., 23.09.2014, 21:30

Hallo Zuckerwürfel,

ich denke auch du solltest dich nochmal genauer mit deiner Therapeutin besprechen was der Inhalt und Sinn der Imaginationen ist.
Im Rahmen der Schematherapie kenne ich es, wie du es beschreibst, dass man sich bei bestimmten Gefühlen zurückfallen lassen soll ob eine entsprechende Erinnerung aus der Kindheit kommt. Ich habe kaum Erinnerungen an meine Kindheit, einmal konnte ich es wie als Nebelwand spüren durch die ich nicht durchkomme. Diese Übungen sind bei mir aber auch mit sehr großem Druck meinerseits verbunden, im Sinne von das muss doch jetzt mal klappen. Deshalb lässt meine Therapeutin es lieber.

Was ich aber oft habe sind so kindliche Gefühle, da versuchen wir dann herauszufinden was ich genau fühle (Alleinsein, Verzweiflung) und - wie Fundevogel schrieb - dann soll der sogenannte gesunde Erwachsene, der man jetzt ist quasi dazutreten und dem kleinen Kind beistehen und helfen. Z.B. in Form von trösten, Alternativen aufzeigen (warum man jetzt nicht mehr alleine ist, welche Möglichkeiten man hat).
Mir fällt das mit dem gesunden Erwachsenen sehr schwer, da er für mich einfach nicht da ist oder selber genauso hilflos in diesen kindlichen Gefühlen steckt. Und zwei Ertrinkende können einander nicht retten. In kleinen Schritten wird es allerdings besser. Ich nehme das kleine Kind z.B. mit an meinen Wohlfühlort/sicheren Ort, versuche es so zu trösten wie ich mein eigenes Kind trösten würde. Angefangen von ich verstehe, dass du z.B. verzweifelt bist und dich alleingelassen fühlst, weil das und das passiert ist. Bei mir geht viel darüber, dass ich dieses Kind dann festhalte, den Schmerz mit trage und mich so ein Stück selber trösten kann.
Das mit dem "umschreiben der Situation", ihm also ein besseres Ende zu geben, ist in der Schematherapie so, dass anfangs z.B. die Therapeutin dem Kind in der Imagination zuhilfe kommt, es z.B. vor Übergriffen schützt, Stück für Stück soll dann der gesunde Erwachsene lernen diese Funktion zu übernehmen also du selbst.
Sich selber in der Realität so kindliche Wünsche zu erfüllen (z.B. Eis) wäre auch nicht meins.

Sprich mit deiner Therapeutin nochmal über die Methode vielleicht kann sie dir ein begleitendes Buch empfehlen. Hat meine für die Schematherapie z.B. gemacht.

Viele Grüße

Echolotin

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CrazyChild
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Beitrag Di., 23.09.2014, 21:39

Zuckerwürfel, meine Thera hat mit mir so ähnlich gearbeitet, also mit dem inneren Kind. auch mir hat das so gar nicht gut getan, weil ich nur immer weiter rein gerutscht bin und mich oft tagelang nur noch wie ein Kind gefühlt habe, das nach einer Mutter sucht, sich die Thera dafür ausgesucht hatte und die das aber (natürlich) nicht wollte, der Mutterersatz zu sein.Daran bin zeitweise fast verzweifelt und habe sehr gelitten.

auch mir ging es damit immer schlechter, ich hatte nur noch dieses Vermissen meiner Thera/Mutterfigur im Kopf und kam da so gar nicht mehr raus.

das war echt nicht wirklich lustig und hat letztendlich auch zum Abbruch der Therapie durch meine Thera geführt.

ich habe dann irgendwann in Eigenregie gemerkt, daß es für mich viel besser ist, erst gar nicht so tief in diese kindlichen Gefühle reinzukommen, sondern mehr auf der erwachsenen Ebene zu bleiben und es aus dieser Sicht auch erst mal einfach nur zu verstehen, was und warum mir das so fehlt.

das dann irgendwann als Teil meiner Persönlichkeit zu akzeptieren und mir jedesmal, wenn dieses Vermissen wieder aufgetaucht ist, bewusst machen, daß das Gefühle aus der Kindheit sind, die zu mir gehören und nicht falsch sind. aber die im Hier und Jetzt nicht mehr gefährlich sind sondern nur ein Teil meiner Persönlichkeit.

ich versuche dann diese Gefühle mit dem jetzigen Wissen bewusst zu spüren und sie dann aber auch einfach vorbeiziehen zu lassen. denn ich weiß auch, das hört wieder auf. Und/oder ich überlege mir dann auch, was ich gerade jetzt machen kann, was mir gut tun würde, damit es mir wieder besser geht. das können in dem Moment aber auch ganz erwachsene Tätigkeiten sein, die helfen.

ist nur meine Erfahrung. ist meine eigene Strategie, ohne Thera und allein damit irgendwie zurecht zu kommen. ist für mich auch nicht hundertprozentig befriedigend, aber jedenfalls besser als die ewige Regression.
LG, CrazyChild

***stay strong***

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stern
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Beitrag Di., 23.09.2014, 21:44

Wenn ich meine Thera frage was ich theoretisch in der Situation machen soll in der ich damit alleine bin kann sie mir dazu auch nichts sagen.
V.a. das finde ich irritierend... ich meine, wenn sie sich nicht auf Basis deiner Schilderungen äußern kann... wie soll sie das dann "praktisch".

Zu sagen, drücken sie ihre Gefühle nicht weg... schreiben sie daheim die Geschichte mal daheim um... aber ich kann ihnen nicht sagen, wie sich behelfen können, erscheint mir zu wenig.
Ich weiß auch nicht mein Gefühl sagt mir (naja und oder zumindest mein Kopf das ich da meiner Thera vertrauen soll das sie den Weg kennt, aber irgendwie.....)
Der Weg muss ja auch nicht grundsätzlich verkehrt sein. Nur erscheint es mir ähnlich wie einen Nichtschwimmer ohne Bademeister ins tiefe Becken zu werfen... und zu sagen: Machen Sie mal. Sie müssen das nur öfters machen, dann klappt das schon.

Da vergeht einem doch irgendwann die Lust/Motivation, wenn man dann dabei mit Müh und Not nach Luft schnappt den ganzen Tag. Dir nicht?

Und die Schwimmbahn ist in dem Fall ebenfalls nicht das Problem.

Meine Meinung, nicht mehr und nicht weniger.
Liebe Grüße
stern 🌈💫
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Echolotin
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Beitrag Di., 23.09.2014, 22:07

CrazyChild hat geschrieben: ich habe dann irgendwann in Eigenregie gemerkt, daß es für mich viel besser ist, erst gar nicht so tief in diese kindlichen Gefühle reinzukommen, sondern mehr auf der erwachsenen Ebene zu bleiben und es aus dieser Sicht auch erst mal einfach nur zu verstehen, was und warum mir das so fehlt.

das dann irgendwann als Teil meiner Persönlichkeit zu akzeptieren und mir jedesmal, wenn dieses Vermissen wieder aufgetaucht ist, bewusst machen, daß das Gefühle aus der Kindheit sind, die zu mir gehören und nicht falsch sind. aber die im Hier und Jetzt nicht mehr gefährlich sind sondern nur ein Teil meiner Persönlichkeit.

ich versuche dann diese Gefühle mit dem jetzigen Wissen bewusst zu spüren und sie dann aber auch einfach vorbeiziehen zu lassen. denn ich weiß auch, das hört wieder auf. Und/oder ich überlege mir dann auch, was ich gerade jetzt machen kann, was mir gut tun würde, damit es mir wieder besser geht. das können in dem Moment aber auch ganz erwachsene Tätigkeiten sein, die helfen.
Das hätte meine Thera schreiben können , dieses feststellen dass es alte Gefühle sind, die aber im Hier und jetzt eben nicht mehr gefährlich sind und dann als Erwachsener damit umgehen und zu sehen was tut mir jetzt gut, was kann ich jetzt für mich tun.

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Christie
Helferlein
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Beitrag Di., 23.09.2014, 22:09

Hallo zuckerwürfel,

ich verstehe nicht viel von der “Arbeit mit dem inneren Kind”. Demnach, was ich bisher hier und anderswo darüber gelesen habe, soll diese Arbeit dabei helfen, sich seiner Bedürfnisse nach Geborgenheit, Angenommensein etc. bewusst zu werden und zu lernen, sich diese ein Stückweit selbst erfüllen zu können.
Das mag im einen oder anderen Fall sinnvoll sein. Letztlich bringen einen die meisten Psychotherapien dazu, diese “kindlichen” (oder vielleicht früh empfundenen, aber letztlich einfach menschlichen?) Gefühle zu erfahren, sei es nun mit einem sehr starken Bild wie dem inneren Kind (das mir persönlich immer ein wenig "abspaltend" vorkommt), oder mit anderen Techniken . Der Sinn dieser “Übungen” ist aber sicher nicht, im Alltag pausenlos von Gefühlen der Hilflosigkeit vollkommen überrollt zu werden. Wenn schon ein inneres Kind, dann müssten gleichzeitig auch Deine Fähigkeiten gestärkt werden, mit den aufkommenden Emotionen umzugehen und sie auch an einen Ort und eine Zeit verweisen zu können. Ziel kann ja nicht sein, dass Du beispielsweise als berufstätige Frau in Deinem Arbeitsleben andauernd das Gefühl hast, von einem Erwachsenen in den Arm genommen werden zu wollen (überspitzt ausgedrückt).

Ich kenne das auch, das man von einer Therapie erstmal emotional ziemlich “aus den Latschen gekippt” wird. Aber das sollte nur soweit geschehen, wie Du in Deinem normalen Leben noch damit zurecht kommst. Ich würde Dir auch raten, diese Übungen abzubrechen. Sollte Deine Therapeutin trotz Deiner klaren Aussagen, dass diese Herangehensweise Dich überfordert, diesen Weg so weiter gehen wollen, würde ich ebenfalls einen Wechsel in Erwägung ziehen.

Liebe Grüsse
Christie

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Solage
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Beitrag Di., 23.09.2014, 22:32

Hallo Zuckerwürfel,

kann Deine Empfindungen gut nachvollziehen. Ich wurde in meiner ehemaligen Therapie durch dieses Arbeiten mit den kindlichen Anteilen regelrecht in die Regression getrieben. Und ich habe mich dann auch zwischen den Sitzungen klein und verloren gefühlt....habe geheult, ob der Entbehrungen, die ich als Kind erlitten hatte.

So ein Arbeiten kann auch eine starke und lange Abhängigkeit vom Therapeuten bewirken.....und Schaden anrichten.

Da wurde dann die kleine, bedürftige und abhängige Solage betont....War in meinem Fall völlig falsch. Bin ja kein Kind mehr. ......Aber, ein Kind kann sich ja nicht wehren.

Jetzt werde ich in meinem Erwachsensein gestärkt.....damit geht es mir viel besser.

Ein Kind ist von den Eltern abhängig, ein Erwachsener nicht....

Diese Methode mag für manche hilfreich sein, für mich war sie nicht gut.

Zuckerwürfel, wenn Du da jetzt so (unsinnig) leidest und dieses Leid vor der Therapie gar nicht kanntest, dann kann es sein, dass diese Methode einfach nicht für Dich geeignet ist.

Und ich sehe das wie Tristezza, dass Dich das überfordern kann.

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Arthur
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Beitrag Di., 23.09.2014, 23:08

Hab ich was verpasst, oder wissen wir noch gar nicht wegen was Zuckerwürfel in Therapie ist?
Dann mache ich wohl Methoden aus der Traumatherapie ohne Traumatherapeutin und ohne offiziell ein Trauma zu haben.

Die hier beschriebenen Techniken werden auch(!) in der Traumatherapie benutzt, aber nicht ausschließlich. Sie sind auch nicht in der Traumatherapie oder von Traumatherapeuten entwickelt worden. Sie kommen auch in der Schematherapie, der Verhaltenstherapie, dem NLP und der Hypnotherapie zum Einsatz. (Und das sind jetzt nur die Psychotherapiemethoden bei denen ich das weiß)

Wir wissen überhaupt nicht was die Strategie der Therapeutin ist, noch zu welchem Zweck sie diese Methoden benutzt, noch was für Probleme in der Therapie zu Sprache kamen, noch wie es die Therapeutin vermittelt hat.

Zuckerwürfel möge bei ihrer Therapeutin ansprechen, dass sie über die Methoden verwirrt ist und nicht sicher ist ob sie sie richtig anwendet.

Aber jetzt schon darüber urteilen, ob das richtig ist, wie Zuckerwürfel das macht, oder ob die Therapie gut verläuft ist m.E. viel zu verfrüht.

Und ich finde man tut ihr einen Bärendienst, sie mit noch mehr "gefährlichem Halbwissen" anzufüttern.

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Christie
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Beitrag Di., 23.09.2014, 23:28

Arthur hat geschrieben:Wir wissen überhaupt nicht was die Strategie der Therapeutin ist, noch zu welchem Zweck sie diese Methoden benutzt, noch was für Probleme in der Therapie zu Sprache kamen, noch wie es die Therapeutin vermittelt hat.
Nein, das wissen wir alles nicht. Was wir aber wissen ist, dass zuckerwürfel halbe Tage lang weinend im Bett verbringt und das Gefühl hat, aufgrund der in der Therapie ausgelösten Emotionen ihr normales Leben nicht mehr bewältigen zu können.
Arthur hat geschrieben:Zuckerwürfel möge bei ihrer Therapeutin ansprechen, dass sie über die Methoden verwirrt ist und nicht sicher ist ob sie sie richtig anwendet.
Es ist zuckerwürfel hier doch unisono empfohlen worden, mit ihrer Therapeutin darüber zu sprechen - bloss nicht mit der unumstösslichen Prämisse, dass SIE es ist, die hier irgendeine Methode falsch anwendet. Sondern dass evtl. auch sein könnte, dass die Methode für sie nicht stimmt, oder der Zeitpunkt dafür.

LG
Christie

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Arthur
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Beitrag Mi., 24.09.2014, 00:03

Soweit kann ich ja auch absolut mitgehen, und es liegt mir fern Schuld bei Zuckerwürfel zu suchen; aber m.E. sind einige Posts darüber hinaus gegangen in ihrem Urteil, über den geschilderten Therapieprozess.

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stern
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Beitrag Mi., 24.09.2014, 02:29

Arthur hat geschrieben:Die hier beschriebenen Techniken werden auch(!) in der Traumatherapie benutzt, aber nicht ausschließlich. Sie sind auch nicht in der Traumatherapie oder von Traumatherapeuten entwickelt worden. Sie kommen auch in der Schematherapie, der Verhaltenstherapie, dem NLP und der Hypnotherapie zum Einsatz. (Und das sind jetzt nur die Psychotherapiemethoden bei denen ich das weiß)

Wir wissen überhaupt nicht was die Strategie der Therapeutin ist, noch zu welchem Zweck sie diese Methoden benutzt, noch was für Probleme in der Therapie zu Sprache kamen, noch wie es die Therapeutin vermittelt hat.
Grds. stimme ich dir mal wieder zu. Nur wenn durch therapeutische Übungen mehr oder weniger der komplette Tag beeinträchtigt ist, scheint irgendetwas aus dem Ruder zu laufen. Unanbhängiger von der Methode. Die Therapeutin sollte dann schon etwas dazu sagen können:
Ich möchte gerne entweder A) dass ich mir in der Situation helfen kann oder B) mir meine Thera sagt wie das wieder weg geht!
Antwort:
Wenn ich meine Thera frage was ich theoretisch in der Situation machen soll in der ich damit alleine bin kann sie mir dazu auch nichts sagen.
Etwas nicht beiseite schieben, hört sich ja grds. stimmig an... nur gibt es vielleicht auch noch ein paar Abstufungen zwischen beiseite schieben und den ganzen Tag beeinträchtigt zu sein (und "dem Kind" doch nicht so recht helfen können).
Liebe Grüße
stern 🌈💫
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Schneerose
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Beitrag Mi., 24.09.2014, 07:10

Hallo zuckerwürfel,

mein inneres kleines Mädchen meldet sich auch seit ca. Anfang diesen Jahres SEHR BEWUSST und "fordernd";
es war IMMER da, nur dachte ich immer, das bin ich im JETZT die das will und braucht.
ICH im Jetzt bin aber ganz wer anderer, ICH im Jetzt habe ganz andere Bedürfnisse - ICH im Jetzt bin erwachsen...
das ist vermutlich auch das was dich so stört, wenn du den Tag verheulst,
weil du im Jetzt nicht so leben kannst, wie du das möchtest,
sondern ständig dein inneres Kind (Anteile) nörgelt und sich vor Schmerz krummt.

Ich bin auch erst dabei es zu lernen, aber vielleicht hilft es dir einwenig...
UM ICH IM JETZT zu sein,
mache ich z.B. (ganz neu für mich) SPORT - um mich viel besser spüren zu lernen,
ich sorge dafür, dass ich ein Chakra nach dem andern aktivieren lerne.
Ich suche nach neuen Hobbies, DIE MICH IM JETZT INTERESSIEREN UND BERREICHERN, das ist z.B. fotografieren und wandern

Die Anteile die das Kind fordert, sind Situationen wo das kleine Mädchen (in einer kalten Welt) trotzdem für einen kurzen Augenblick glücklich war,
z.B. gab es eine Szene, wo ich mit meinen Geschwistern am Lagerfeuer saß, das war einmal im meinem Leben...
deshalb liebt mein inneres Kind, Lagerfeuer und Gitarrenmusik...
also versuche ich dem Kind zu geben was es sich so wünscht,
ich mache öfter mal ein Lagerfeuer, und lerne für mein Mädchen Gitarre spielen.
In diesen Momenten denke ich mir,
siehst du KLEINE du darfst jetzt glücklich sein...

in Momenten aber, wo ICH IM JETZT sein will,
da bringe ich mein inneres Kind entweder ins Bett, oder "zu einem Kindermädchen" und sage,
so liebe "Maus", ICH GEH JETZT AUS, du bist schön brav erholst dich,
wir werden auch wieder was zusammen machen...

es ist eine imaginative Übungssache so mit dem inneren Kind den Tag zu verbringen, aber mir hilft es immer mehr.
Ich lerne zu unterscheiden,
was sind meine Bedürfnisse im Jetzt, und was sind die Bedürfnisse des Kindes, oder es gibt auch Bedürnfisse meiner Jugendlichen in mir...
was ich aber auch gelernt habe,
es gibt da andere Anteile in mir - das ist das Gesamtpaket vorher,
und es gibt die Seite JETZT, d.h. es gibt nur zwei Seiten in mir,
und so kommst du zu ying und yang, zu nord und süd, zu schwarz und weiß, ...
und da hat jeder von uns,
alles im Leben hat zwei Seiten!
mit diesem Gedanken fühle ich mich nicht mehr krank, sondern einfach nur "NORMAL"
"Der Einzige, der sich wirklich vernünftig benimmt ist mein Schneider, er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich sieht" :->

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Arthur
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Beiträge: 192

Beitrag Mi., 24.09.2014, 10:22

stern hat geschrieben: Nur wenn durch therapeutische Übungen mehr oder weniger der komplette Tag beeinträchtigt ist, scheint irgendetwas aus dem Ruder zu laufen.
Und das sehe ich anders. Ich kenne Therapeuten die katathymes Bildererleben anwenden (in Deutschland eine anerkannte Technik aus der analytischen Tradition) die ihren Klienten empfehlen nach der Sitzung Urlaub zu nehmen, weil es so aufwühlend sein kann. Es gibt auch Menschen die froh darüber wären, mal so nah an ihre Gefühle und Bedürfnisse zu kommen. Es gibt vielleicht auch Störungsbilder bei denen es Teil des Heilungsweges ist.

Das soll natürlich nicht jeden Tag sein. Drum habe ich auch Empfehlung gegeben, das Imaginieren bis zur nächsten Sitzung zu lassen. Aber dort kann sich rausstellen, dass eventuell mit leichten Veränderungen die Methode doch hilfreich für Zuckerwürfel ist. Oder es war wichtig für sie, diese Erfahrung mal zu machen. Keine Ahnung, ich bin nicht ihr Therapeut.

Aber auch alle anderen hier nicht und ich finde, manche Posts gehen zu sehr davon aus, was zu dem eigenen Problem passt und auf dem eigenen Weg der Heilung hilft.

Also nochmal: Wir wissen nicht wegen was Zuckerwürfel in die Therapie gegangen ist, und was die Therapeutin darüber hinaus noch diagnostiziert hat. (Aber Traumatisierung, hat sie geschrieben, ist es nicht).

Wir wissen nur, dass sie unsicher ist, ob das so richtig ist, wie es läuft; und das muss sie erstmal mit der Therapeutin besprechen. Am besten ohne mit dem Vorurteil gefüttert zu sein, dass das eh alles falsch ist - ganz sicher.

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