Näheprobleme in Therapie & glückliche Partnerschaft ?
Nur noch klarstellend: Hm... ich sehe es mit gemischten Gefühlen. Klar sollte ein Therapeut keine sexuellen Interessen verfolgen, etc... Aber auch ein Therapeut, der meistens seine Grenzen missachtet, um meine Interessen zu verfolgen, ist nicht zwangsweise ein hilfreicher Therapeut. Und Interessen können natürlich in einer Therapie kollidieren... und der bessere Therapeut ist nicht zwangsweise der, der sagt, das Patienteninteresse geht natürlich vor.
Liebe Grüße
stern

stern
»Die Dummheit hat aufgehört sich zu schämen«
(Heidi Kastner)
(Heidi Kastner)
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.. ja klar, sternchen - (als therapeut) vor allem deine interessen im auge zu haben bedeutet aber eben genau nicht automatisch, eigene (meist) zu missachten! (das wär u.a. ein irrtum, der auch in partnerschaften oft auftritt - nur ohne "vor allem"; partner-schaft jedenfalls sollte - im idealfall - auf augenhöhe laufen, therapie tut das - per definition - nicht [u.a. deshalb auch das gefälle - verbunden mit dem risiko zum missbrauch])
Oh, der unpersönlich Unantastbare tastet wieder persönlich an...
(Zum Thema an sich habe ich aus Erfahrung nichts Persönliches beizutragen)
(Zum Thema an sich habe ich aus Erfahrung nichts Persönliches beizutragen)
"Eigentlich bin ich ganz anders, aber ich komme so selten dazu." (Horvàth)
@viciente
Deine Beiträge sind mir total abgehoben,du schreibst so kompliziert so ineinander komische Sätze,darin werd ich überhaupt nicht schlau.
Das ist nicht nur hier so,sondern überall wo du auftauchst in den Threads,wobei man oft sagen muß,du hast am Tag wohl nichts anderes zu tuen als dich ständig in Threads zu befinden.
Kannst du nicht mal versuchen,klare und verständliche Sätze zu schreiben?
Deine Beiträge sind mir total abgehoben,du schreibst so kompliziert so ineinander komische Sätze,darin werd ich überhaupt nicht schlau.
Das ist nicht nur hier so,sondern überall wo du auftauchst in den Threads,wobei man oft sagen muß,du hast am Tag wohl nichts anderes zu tuen als dich ständig in Threads zu befinden.
Kannst du nicht mal versuchen,klare und verständliche Sätze zu schreiben?
GUT DING WILL WEILE HABEN
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Zurück zum Thema - kann es sein, dass jemand mit einem Näheproblem in einer guten Partnerschaft lebt?
Näheproblem ist ja nicht gleich Näheproblem. Und ganz wichtig - der Umgang damit auch nicht. Dem einen fehlt ein Bein, um auf den anderen zuzustolpern, der andere ist vollständig gelähmt. Eine hat gelernt, stattdessen zu krabbeln, eine andere läuft kurze Strecken oder grundsätzlich auf den Händen. Dann gibt es noch die, die immer nur getragen werden wollen oder müssen.
Wenn nun alle die zum Therapeuten gehen, dann schauen sie eine zeitlang nur auf das verkrüppelte Bein, mit dem man so gar nicht laufen kann (ein verheerender Anblick bietet sich da womöglich). Dass die/der Klient/in zuhause derweil auf Händen oder Knien läuft, bleibt davon unberührt.
Wie schön aber, wenn er oder sie eines Tages auf Händen und Füßen dem Partner begegnen kann. Glücklich waren sie vielleicht auch während der Begegnung auf Händen, den Gebrauch der Beine zu entdecken, macht die Begegnung aber leichter und lockerer.
Ein seelisches Handicap zu besitzen bedeutet nicht, es im alltäglichen Leben nicht zumindest ansatzweise kompensieren zu können. Das hängt vom einzelnen Menschen ab und von der Flexibilität des Partners. Hat man das Glück, in einer guten Partnerschaft zu leben, dann kann man voraussetzen, dass beide Partner einen Weg gefunden haben, sich zu begegnen. Oder anders gesagt: Liebe überwindet Grenzen, auch seelische. Therapie ist dann der Versuch, diese Grenzen aufzuheben (die Grenze, die man gemeinsam mit dem Partner überwinden kann, gilt ja auch allen anderen Begegnungen).
Näheproblem ist ja nicht gleich Näheproblem. Und ganz wichtig - der Umgang damit auch nicht. Dem einen fehlt ein Bein, um auf den anderen zuzustolpern, der andere ist vollständig gelähmt. Eine hat gelernt, stattdessen zu krabbeln, eine andere läuft kurze Strecken oder grundsätzlich auf den Händen. Dann gibt es noch die, die immer nur getragen werden wollen oder müssen.
Wenn nun alle die zum Therapeuten gehen, dann schauen sie eine zeitlang nur auf das verkrüppelte Bein, mit dem man so gar nicht laufen kann (ein verheerender Anblick bietet sich da womöglich). Dass die/der Klient/in zuhause derweil auf Händen oder Knien läuft, bleibt davon unberührt.
Wie schön aber, wenn er oder sie eines Tages auf Händen und Füßen dem Partner begegnen kann. Glücklich waren sie vielleicht auch während der Begegnung auf Händen, den Gebrauch der Beine zu entdecken, macht die Begegnung aber leichter und lockerer.
Ein seelisches Handicap zu besitzen bedeutet nicht, es im alltäglichen Leben nicht zumindest ansatzweise kompensieren zu können. Das hängt vom einzelnen Menschen ab und von der Flexibilität des Partners. Hat man das Glück, in einer guten Partnerschaft zu leben, dann kann man voraussetzen, dass beide Partner einen Weg gefunden haben, sich zu begegnen. Oder anders gesagt: Liebe überwindet Grenzen, auch seelische. Therapie ist dann der Versuch, diese Grenzen aufzuheben (die Grenze, die man gemeinsam mit dem Partner überwinden kann, gilt ja auch allen anderen Begegnungen).
Verdammt noch mal... jetzt reicht es mir aber auch. Was ist denn dein Problem??????? Aber es liegt aus meiner Sicht eine Unausgewogenheit vor, wenn jemand v.a. meine Interessen im Visier hat (z.B. in Bezug Nähe-Distanz, was das topic ist) ... Nicht mehr und nicht weniger. Darum ging es mir... und das habe ich nun hinreichend erläutert, wie ich das meine. Interessen können kollidieren, schrieb ich. Z.B. wenn der Therapeut das Interesse hat, dass der Patient sich öffnet... der Patient hingegen ein konträres, um es plastischer zu machen. Meine Formulierungen waren und sind mit Bedacht so gewählt, wie sie sind. Und das sehe ich auch nach wie vor noch so. OT Ende mit viciente.viciente hat geschrieben:.. ja klar, sternchen - (als therapeut) vor allem deine interessen im auge zu haben bedeutet aber eben genau nicht automatisch, eigene (meist) zu missachten!
Liebe Grüße
stern

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»Die Dummheit hat aufgehört sich zu schämen«
(Heidi Kastner)
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CrazyChild
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, 56 - Beiträge: 942
Ähem....auch wenn hier schon wieder gehauen und gestochen wird (...schade eigentlich...hört doch mal auf damit...)
…also, ich würde gerne dazu was schreiben, da ich mich als „Betroffene“ sehe und die Frage von Widow SEHR interessant finde, da ich mich das auch schon sehr oft gefragt habe und keine wirklich einleuchtende Erklärung finde.
Sprich – ich lebe in einer wirklich glücklichen und funktionierenden Beziehung mit meinem Mann, und das seit bald 15 Jahren. Es ist weder eine Zweckgemeinschaft noch sonstirgendwas, sondern es ist definitv eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Daß es bei uns NATÜRLICH dann und wann auch furchtbaren Krach gibt, passiert und ist normal. Grund dafür sind banale Dinge, zB. Krümel vom Frühstücksbrot, die mal wieder in der ganzen Wohnung zu finden sind, oä.
Und trotzdem – ich habe ein Nähe-Distanz-Problem mit meiner Thera. Immer schon. Mal mehr mal weniger. Wer mich „kennt“, weiß wovon ich spreche.
Und….ich kann nicht sagen, woran das liegt, daß es mit meinem Mann klappt und mit meiner Thera nicht so gut.
Vielleicht liegt es auch daran, daß mein Mann und ich eine ziemlich symbiotische Beziehung führen. Das geht von uns beiden aus. Wir sind am liebsten einfach nur zusammen und machen am liebsten alles zu zweit. Fühlen uns sehr wohl dabei. Die Interessen sind ziemlich ähnlich, von daher klappt das sehr gut.
Ich würde mal sagen, wir sind eher fast zu viel und zu oft zusammen, aber für uns ist das ok. Es käme für uns niemals in Frage, daß einer z.B. allein in Urlaub fährt. Undenkbar. Für beide.
Es ist eine nahezu symbiotische Beziehung – aber vielleicht ist eine symbiotische Beziehung ja immer mit kindlichen Gefühlen gleichzusetzen ? Was ja bedeutet würde, es sind bei meinem Mann auch nur kindliche Gefühle, die ihn diese symbiotische Beziehung anstreben lassen. Es fühlt sich aber nicht so an. Es fühlt sich sehr erwachsen an.
Zu meiner Thera würde ich mir auch eine symbiotische Beziehung wünschen. Aber da stecken ausschließlich kindliche Gefühle dahinter, die so mit den Gefühlen zu meinem Mann in keinster Weise vergleichbar sind. Das spüre ich. Das sind Wünsche nach gehalten werden und nach Geborgenheit. Die ich natürlich meinem Mann gegenüber auch habe, was ja auch normal ist. Aber da fühlt es sich einfach irgendwie erwachsener an. Schwer zu beschreiben.
Und meine Thera spielt da natürlich nicht mit, möchte, daß ich lerne, zumindest die kindlichen Gefühle in mir selbst zu versorgen. Denn es fühlt sich sehr kindlich an.
Und das klappt schlecht. somit ist offensichtlich auch ein kindlicher Wunsch nach Symbiose nicht mit einem erwachsenen Wunsch nach Symbiose vergleichbar ? Vielleicht löst man das als Erwachsener dann doch anders ? Und deshalb ergibt sich ein Nähe-Distanz Problem zu meiner Thera ?
Vielleicht hätte ich die gleichen Probleme in der Beziehung mit meinem Mann, wenn er nicht so ticken würde wie er eben tickt. Vielleicht wird dadurch das eigentliche Problem verschleiert. Und vielleicht tritt deshalb bei mir auch keine Besserung auf, weil dieses Beziehungsmuster, das meine Thera versucht mit mir zusammen zu ändern, durch die Beziehung zu meinem Mann ständig neu gefüttert wird.
Obwohl es um unterschiedliche Gefühle geht.
Keine Ahnung, schwieriges Thema.
…also, ich würde gerne dazu was schreiben, da ich mich als „Betroffene“ sehe und die Frage von Widow SEHR interessant finde, da ich mich das auch schon sehr oft gefragt habe und keine wirklich einleuchtende Erklärung finde.
Sprich – ich lebe in einer wirklich glücklichen und funktionierenden Beziehung mit meinem Mann, und das seit bald 15 Jahren. Es ist weder eine Zweckgemeinschaft noch sonstirgendwas, sondern es ist definitv eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Daß es bei uns NATÜRLICH dann und wann auch furchtbaren Krach gibt, passiert und ist normal. Grund dafür sind banale Dinge, zB. Krümel vom Frühstücksbrot, die mal wieder in der ganzen Wohnung zu finden sind, oä.
Und trotzdem – ich habe ein Nähe-Distanz-Problem mit meiner Thera. Immer schon. Mal mehr mal weniger. Wer mich „kennt“, weiß wovon ich spreche.
Und….ich kann nicht sagen, woran das liegt, daß es mit meinem Mann klappt und mit meiner Thera nicht so gut.
Vielleicht liegt es auch daran, daß mein Mann und ich eine ziemlich symbiotische Beziehung führen. Das geht von uns beiden aus. Wir sind am liebsten einfach nur zusammen und machen am liebsten alles zu zweit. Fühlen uns sehr wohl dabei. Die Interessen sind ziemlich ähnlich, von daher klappt das sehr gut.
Ich würde mal sagen, wir sind eher fast zu viel und zu oft zusammen, aber für uns ist das ok. Es käme für uns niemals in Frage, daß einer z.B. allein in Urlaub fährt. Undenkbar. Für beide.
Es ist eine nahezu symbiotische Beziehung – aber vielleicht ist eine symbiotische Beziehung ja immer mit kindlichen Gefühlen gleichzusetzen ? Was ja bedeutet würde, es sind bei meinem Mann auch nur kindliche Gefühle, die ihn diese symbiotische Beziehung anstreben lassen. Es fühlt sich aber nicht so an. Es fühlt sich sehr erwachsen an.
Zu meiner Thera würde ich mir auch eine symbiotische Beziehung wünschen. Aber da stecken ausschließlich kindliche Gefühle dahinter, die so mit den Gefühlen zu meinem Mann in keinster Weise vergleichbar sind. Das spüre ich. Das sind Wünsche nach gehalten werden und nach Geborgenheit. Die ich natürlich meinem Mann gegenüber auch habe, was ja auch normal ist. Aber da fühlt es sich einfach irgendwie erwachsener an. Schwer zu beschreiben.
Und meine Thera spielt da natürlich nicht mit, möchte, daß ich lerne, zumindest die kindlichen Gefühle in mir selbst zu versorgen. Denn es fühlt sich sehr kindlich an.
Und das klappt schlecht. somit ist offensichtlich auch ein kindlicher Wunsch nach Symbiose nicht mit einem erwachsenen Wunsch nach Symbiose vergleichbar ? Vielleicht löst man das als Erwachsener dann doch anders ? Und deshalb ergibt sich ein Nähe-Distanz Problem zu meiner Thera ?
Vielleicht hätte ich die gleichen Probleme in der Beziehung mit meinem Mann, wenn er nicht so ticken würde wie er eben tickt. Vielleicht wird dadurch das eigentliche Problem verschleiert. Und vielleicht tritt deshalb bei mir auch keine Besserung auf, weil dieses Beziehungsmuster, das meine Thera versucht mit mir zusammen zu ändern, durch die Beziehung zu meinem Mann ständig neu gefüttert wird.
Obwohl es um unterschiedliche Gefühle geht.
Keine Ahnung, schwieriges Thema.
LG, CrazyChild
***stay strong***
***stay strong***
Hallo CrazyChild!
Ich danke für deinen Beitrag! Ich hätte da mal eine Frage: War Therapie denn in eurer Beziehung nie ein Problemfeld? War dein Mann mal mit zu Informationsgesprächen bei deiner Therapeutin? Hat er Anteil an deiner Therapie?
Auch wenn ich jetzt nicht so das Näheproblem habe, habe ich erlebt, dass eine Psychotherapie zu einem Partnerschaftsproblem wurde (klar lief es vorher auch nicht mehr rund) bzw. ich vom Partner gar keine Unterstützung hatte.
Ist Partnerschaft denn möglicherweise auch gar kein Thema in einer Therapie?
Viele Grüsse!
candle
Ich danke für deinen Beitrag! Ich hätte da mal eine Frage: War Therapie denn in eurer Beziehung nie ein Problemfeld? War dein Mann mal mit zu Informationsgesprächen bei deiner Therapeutin? Hat er Anteil an deiner Therapie?
Auch wenn ich jetzt nicht so das Näheproblem habe, habe ich erlebt, dass eine Psychotherapie zu einem Partnerschaftsproblem wurde (klar lief es vorher auch nicht mehr rund) bzw. ich vom Partner gar keine Unterstützung hatte.
Ist Partnerschaft denn möglicherweise auch gar kein Thema in einer Therapie?
Viele Grüsse!
candle
Now I know how the bunny runs! 

Vielleicht hätte ich die gleichen Probleme in der Beziehung mit meinem Mann, wenn er nicht so ticken würde wie er eben tickt.
Also nicht dass ich das für dich sagen kann... um Gottes Willen. Nicht dass das falsch verstanden wird. Aber das ist im Grunde ein Punkt, den ich meinte.
Und das gilt m.M.n. auch für die Therapie: Je nach Beziehungsverhalten (auch des Theras) oder wenn die Beziehung ich ändert, kann sich etwas mehr oder weniger entfalten... also Schwierigkeit x im Zusammenhang mit Nähe-Distanz muss ich nicht gleichermaßen mit einem anderen Thera haben (und darauf achte ich persönlich auch, wer wo und wie andockt... ich will mir nicht jemanden ins Boot holen, mit dem es bereits anfangs schwierig ist). Nur bin ich persönlich skeptisch (das gilt für mich), wenn etwas so gar keine Entsprechung auch im RL hat und noch nie hatte.
In den Fällen, in denen die Interessenslagen bzgl. Nähe/Distanz in einer Beziehung nicht gleichgeschalten sind, kann es schon mal zum Konflikt kommen... so kenne ich das zumindest. Und ja, ich sähe es wirklich als problematisch an, wenn der Therapeut v.a. schaut, aha, der Patient hat diese Interessenslage... also handele ich auch so. Denn es geht ja auch darum, Grenzen zu erweitern... So würde alles beim alten bleiben.
Liebe Grüße
stern

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»Die Dummheit hat aufgehört sich zu schämen«
(Heidi Kastner)
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Schneerose
- [nicht mehr wegzudenken]
![[nicht mehr wegzudenken] [nicht mehr wegzudenken]](./images/ranks/rank_phpbb_5.gif)
, 44 - Beiträge: 1134
Für mich entsteht da das Naehepproblem wo Übertragung beginnt, und die kommt da vor wo es an etwas erinnert. Ehepartner treffen sich auf einer anderen Ebene als Theras Ungleichheit in einer Ehe beginnt da wo sich einer weiterentwickelt und der andere stehen bleibt. D.h. entwickelt sich keiner von beiden 'passt' die Ehe- Nähe. Dem Theras eine Aufgabe ist es genau das heraus zu kitzeln.
"Der Einzige, der sich wirklich vernünftig benimmt ist mein Schneider, er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich sieht" 
-
CrazyChild
- Forums-Gruftie

, 56 - Beiträge: 942
Die Therapie war in meiner schlimmsten Zeit der Übertragung ein Problem. als ich nur noch an meine Thera denken konnte und es aussah, als ob es nur noch sie für mich geben könnte. Da war es ein Problem für meinen Mann, da er die Welt nicht mehr verstand und nicht wusste, was passiert. Mein Mann war nie mit bei meiner Thera, kennt sie aber trotzdem persönlich und hat schon des Öfteren mit ihr telefoniert.candle. hat geschrieben:War Therapie denn in eurer Beziehung nie ein Problemfeld? War dein Mann mal mit zu Informationsgesprächen bei deiner Therapeutin? Hat er Anteil an deiner Therapie?
Das heißt, es war für meinen Mann eine lange Zeit wirklich schwierig zu verstehen, was da so alles passiert und warum ich jedesmal kurz vorm Durchdrehen war, wenn meine Thera z.B. eine E-Mail nicht beantwortet hat.
Ich habe versucht ihm zu erklären, was in mir da grade passiert. Ich denke, es konnte es nicht nachvollziehen, aber er hat es akzeptiert. hat mich so in diesem Zustand lange Zeit akzeptiert.
Von daher war die Therapie eigentlich nie ein wirkliches Problem in unserer Beziehung. Hin und wieder vielleicht ein bisschen.
Es ist ein Thema in meiner Therapie. Immer mal wieder. Auf Grund meiner Störung neige ich des öfteren zu heftigen Wutausbrüchen, die mein armer Mann dann ertragen muß. Da ich das gerne ändern möchte, ist Partnerschaft von Zeit zu Zeit ein Thema.candle. hat geschrieben:Ist Partnerschaft denn möglicherweise auch gar kein Thema in einer Therapie?
LG, CrazyChild
***stay strong***
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Das finde ich wirklich toll!CrazyChild hat geschrieben: Ich habe versucht ihm zu erklären, was in mir da grade passiert. Ich denke, es konnte es nicht nachvollziehen, aber er hat es akzeptiert. hat mich so in diesem Zustand lange Zeit akzeptiert.
Von daher war die Therapie eigentlich nie ein wirkliches Problem in unserer Beziehung. Hin und wieder vielleicht ein bisschen.
Ah OK! Ja klar, dann geht es ja zentral eher um deine Problematik, so ist das für mich gut nachvollziehbar. Dein Partner zieht offenbar gut mit und ist involviert.Es ist ein Thema in meiner Therapie. Immer mal wieder. Auf Grund meiner Störung neige ich des öfteren zu heftigen Wutausbrüchen, die mein armer Mann dann ertragen muß. Da ich das gerne ändern möchte, ist Partnerschaft von Zeit zu Zeit ein Thema.
Danke für deinen Beitrag!
candle
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CrazyChild
- Forums-Gruftie

, 56 - Beiträge: 942
Ja, ich auch Ne Zeitlang war das nämlich für uns beide relativ unerträglich.candle. hat geschrieben:Das finde ich wirklich toll!
Ja, in dem Fall geht es mehr um meine Problematik, die aber auch oft aus unser beider Verhalten resultiert. Aber es stimmt. In erster Linie ist das mein Problem.candle. hat geschrieben:Ah OK! Ja klar, dann geht es ja zentral eher um deine Problematik, so ist das für mich gut nachvollziehbar. Dein Partner zieht offenbar gut mit und ist involviert.
Ja...er ist sehr verständnisvoll. Er kann das alles nicht so nachvollziehen, aber da er selbst auch schon in Therapie war, kann er ein wenig verstehen, wenn ich mich da manchmal etwas ungewöhnlich verhalte.
Aber das erklärt immer noch nicht, warum ich mit meinem Mann nicht dieses Nähe-Distanz Problem habe wie mit meiner Thera. Oder vielleicht liegt es einfach daran, daß dieses symbiotische Getue in einer Therapie nicht geduldet wird, dies als "Problem" entlarvt wird und somit wegtherapiert werden muss ?
In Bezug zu meiner Thera IST es aber auch ein Problem....
LG, CrazyChild
***stay strong***
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Kurze Ergänzung bzw. (er)klärender Hinweis:
Ich meine nicht "nur" ein Nähe-Distanz-Problem mit dem/der THERA.
Ich meine alle TherapiepatientInnen, die schon lange in einer gelingenden Beziehung leben, und für die sich (spätestens) in der Therapie (und oft "durch" die Beziehung zum/zur Thera) herausgestellt hat, dass eins ihrer größten Probleme darin besteht, überhaupt Nähe zu anderen Menschen zuzulassen (das liest man hier so oft, und ich frage mich dann immer, wie unter solchen Umständen eine glückliche, lange Partnerschaft eigentlich möglich ist bzw. wie so eine Partnerschaft aussieht).
w (mit Dank für den begonnenen - und besonnenen - Austausch!)
Ich meine nicht "nur" ein Nähe-Distanz-Problem mit dem/der THERA.
Ich meine alle TherapiepatientInnen, die schon lange in einer gelingenden Beziehung leben, und für die sich (spätestens) in der Therapie (und oft "durch" die Beziehung zum/zur Thera) herausgestellt hat, dass eins ihrer größten Probleme darin besteht, überhaupt Nähe zu anderen Menschen zuzulassen (das liest man hier so oft, und ich frage mich dann immer, wie unter solchen Umständen eine glückliche, lange Partnerschaft eigentlich möglich ist bzw. wie so eine Partnerschaft aussieht).
w (mit Dank für den begonnenen - und besonnenen - Austausch!)
Da gibt es sicherlich mehrere Ansätze: Es ist gar kein Nähe- Distanz Problem?! Oder es ist in eurer Beziehung nicht mehr dramatisch vorhanden, weil sich eure Beziehung gut eingespielt hat? Vielleicht ist es auch mehr diese Übertragung, die du verstärkt in Therapie rausläßt? Haben Nähe und Distanz Probleme nicht auch etwas mit "Verlieren" zu tun? Das wäre ja bei deinem Partner jetzt nicht gegeben, aber in Therapie schon? Hat es nicht auch mit Mißtrauen zu tun, was du vielleicht bei deinem Mann nicht hast?CrazyChild hat geschrieben: Aber das erklärt immer noch nicht, warum ich mit meinem Mann nicht dieses Nähe-Distanz Problem habe wie mit meiner Thera.
Ich sage mal so: Ich habe davon keine Ahnung. Und ich glaube auch nicht daran, dass Menschen vollkommen symbiotisch zusammen leben und sein können, weil immer auch zwei Individuen bleiben, und somit immer Punkte vorhanden sind an denen man niemals symbiotisch wird. Man entwickelt sich ja auch zwangsläufig immer von einer Mutter weg- abgesehen vielleicht von emotionalen Verstrickungen. Aber klar scheint mir zu sein, dass der starke Wunsch nach Symbiose zu Problemen führt- egal wo.Oder vielleicht liegt es einfach daran, daß dieses symbiotische Getue in einer Therapie nicht geduldet wird, dies als "Problem" entlarvt wird und somit wegtherapiert werden muss ?
candle
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