Homosexualität, Bisexualität nach Missbrauch
Bisexuelle werden jedoch meist selten als solche wahrgenommen, weil sie sich in ihrem Lebensstil entweder der Heteronormativität oberflächlich-opportunistisch angepasst haben ("Wozu Stress machen?") oder umgekehrt sich umgekehrt-opportunistisch als schwul oder "lesbisch "definieren" ("Wozu Stress machen?"), weil sie ihre soziale Heimat in diesen Kreisen sehen, in denen Bisexualität vor allem in lesbischen Kreisen heftig abgelehnt wird. (Mein einziger Freund im real existierenden Leben ist ein Transmann, der bis ins Alter von ca. 35 Jahren als lesbische Frau lebte und mir immer wieder so einigen Schmonzes aus dieser so hermetisch abgeschlossenen Welt erzählt - "ein typischer Verrräter" eben.) Umgekehrt haben Bisexuelle oftmals erhebliche Reserven gegenüber "Homos". Die linden bis heftigen wechselseitigen Aversionen beruhen also auf Gegenseitigkeit und sind psychoanalytisch gesehen sogar verständlich: Homo- und Bisexualität sind wirklich voneinander "konstitutionell" verschieden und in der sehr unterschiedlichen Ausgestaltung von schwuler und lesbischer Kultur zeigt sich der Unterschied zwischen "Mann" und "Frau" noch deutlicher, als in jedem heterosexuellen Milieu. Lediglich untereinander scheinen Schwule und Lesben zu einer asexuellen Gemeinsamkeit zu kommen - vor allem in den politischen "schwullesbischen Bewegungen". Bisexuelle stehen diesen Bewegungen meiner Beobachtung nach fast vollständig fern, betrachten den Anspruch dieser Bewegungen, die Interessen von allen Bisexuellen zu vertreten, als impertinente Anmaßung. So ist es letztlich auch bei mir.
Eben weil Bisexualität der natürlichen, der infantilen Sexualität sehr nahe steht, ist sie auch tendenziell promiskuitiv - Bisexuelle neigen daher auch zu einer gewissen affektiven Flachheit, während Homosexuelle in ihren Beziehungen, wie ausgeführt, noch größeren emotionalen Tiefgang erreichen, als Heterosexuelle.
Die Präferenzen von Bisexuellen sind unterschiedlich - bei manchen "50/50", die meisten bevorzugen wohl ein Geschlecht als Beziehungs- und das andere Geschlecht als Sexpartner. Bei mir hat die Präferenz seit meinem c.o. stets in langen und langsamen Ausschlägen hin- und her gependelt. Das Wiedererleben des ersten Traumas - der mißbräuchliche Inzest durch die Mutter - im Jahr 2013 hat zu einer jähen sexuellen Angst vor Frauen geführt, ich habe "die Schnauze voll" gehabt von ihnen, war "erstmal schwul". Seit letztem Jahr bemühe ich mich langsam wieder um Annäherungen in der Szene - nichtpromiskuitive Sexualkontakte sind mir ja strikt verboten - aber die Angst ist immer noch groß. Muß ich halt dran arbeiten. Das werde ich auch - denn die Schwänze stehen mir inzwischen bis "Unterkante-Oberlippe".
Deswegen ist gelebte Bisexualität m.E. nicht so regelmässig auf ein sexuelles Trauma zurückzuführen, wie Homosexualität. Mißbrauchserleben kann aber natürlich erheblich dazu beitragen, daß sich von vorneherein keine heterosexuelle Orientierung einstellt, die Heteronormativität niemals Platz greifen kann - sie behalten ihre infantile Bisexualität "einfach" bruchlos und kontinuierlich bei. In der Lebenspraxis ist es für diese jungen Menschen dann allerdings sehr schwer: sie wollen ihre Sexualität schließlich auch im Lebensalter zwischen Ödipuskonflikt und Pubertätszeit leben, in denen Kindern keinerlei Sexualität zugestanden wird - sie sehen sich also aus der Welt der Erwachsenen v.a. der Pathologisierung und moralischen Diffamierung ausgesetzt. Gleichaltrige stehen ihnen als Sexualpartner kaum zur Verfügung - man lehnt sich wechselseitig ab. Sie sind im Grunde prädestiniert für weitere pädosexuelle Kontakte - juristisch: weiteren Mißbrauch, psychologisch: Re-Traumatisierungen.
(Fortsetzung folgt)
Eben weil Bisexualität der natürlichen, der infantilen Sexualität sehr nahe steht, ist sie auch tendenziell promiskuitiv - Bisexuelle neigen daher auch zu einer gewissen affektiven Flachheit, während Homosexuelle in ihren Beziehungen, wie ausgeführt, noch größeren emotionalen Tiefgang erreichen, als Heterosexuelle.
Die Präferenzen von Bisexuellen sind unterschiedlich - bei manchen "50/50", die meisten bevorzugen wohl ein Geschlecht als Beziehungs- und das andere Geschlecht als Sexpartner. Bei mir hat die Präferenz seit meinem c.o. stets in langen und langsamen Ausschlägen hin- und her gependelt. Das Wiedererleben des ersten Traumas - der mißbräuchliche Inzest durch die Mutter - im Jahr 2013 hat zu einer jähen sexuellen Angst vor Frauen geführt, ich habe "die Schnauze voll" gehabt von ihnen, war "erstmal schwul". Seit letztem Jahr bemühe ich mich langsam wieder um Annäherungen in der Szene - nichtpromiskuitive Sexualkontakte sind mir ja strikt verboten - aber die Angst ist immer noch groß. Muß ich halt dran arbeiten. Das werde ich auch - denn die Schwänze stehen mir inzwischen bis "Unterkante-Oberlippe".
Deswegen ist gelebte Bisexualität m.E. nicht so regelmässig auf ein sexuelles Trauma zurückzuführen, wie Homosexualität. Mißbrauchserleben kann aber natürlich erheblich dazu beitragen, daß sich von vorneherein keine heterosexuelle Orientierung einstellt, die Heteronormativität niemals Platz greifen kann - sie behalten ihre infantile Bisexualität "einfach" bruchlos und kontinuierlich bei. In der Lebenspraxis ist es für diese jungen Menschen dann allerdings sehr schwer: sie wollen ihre Sexualität schließlich auch im Lebensalter zwischen Ödipuskonflikt und Pubertätszeit leben, in denen Kindern keinerlei Sexualität zugestanden wird - sie sehen sich also aus der Welt der Erwachsenen v.a. der Pathologisierung und moralischen Diffamierung ausgesetzt. Gleichaltrige stehen ihnen als Sexualpartner kaum zur Verfügung - man lehnt sich wechselseitig ab. Sie sind im Grunde prädestiniert für weitere pädosexuelle Kontakte - juristisch: weiteren Mißbrauch, psychologisch: Re-Traumatisierungen.
(Fortsetzung folgt)
Meiner Wahrnehmung nach ist der Anteil der Bevölkerung im deutschsprachigen Raum, der "bisexuell lebt" im stetigen Zunehmen begriffen, dürfte derzeit wohl bei etwa 5-10 % liegen und ich prognostiziere eine starke Zunahme - eben wegen des Zurückweichens des allgemeinen Sexualtabus einerseits und der Heteronormativität andererseits. In Zeiten des Internets, das heute jedes Schulkind in seinem "phone" in der Tasche (bzw vor sich her) trägt, vermögen die offiziellen gesellschaftlichen Instanzen nur noch Doktrinen vorzutragen, denen die "virtuelle Realität" des Netzes mit ihrer wohl oftmals weitaus größeren Attraktivität und Überzeugungsmacht entgegensteht.
Das ist eine der ganz wenigen aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen, die ich rückhaltlos gutheiße. Meine diesbezügliche Auffassung möchte ich als "modifizierten dialektischen Materialismus" skizzieren, bei dem die "sexuellen Verhältnisse" die Stelle einnehmen, welche im klassischen Marxismus von den Eigentumsverhältnissen an den Produktionsmitteln eingenommen wird: der Zustand einer Gesellschaft, einer Kultur und Zivilisation, basiert für mich eben auf den sexuellen Verhältnissen. Wirtschaftsweise, politische Entscheidungsstrukturen und Hierarchien, Religionen und die vielbeschworenen "Werte" sind dagegen lediglich "Überbau" - im Grunde: beliebig.
Konservativ wie ich bin, glaube ich, daß wenn es eine Zukunft gibt, sie hinter uns zu finden ist und nicht im "Fortschritt". Konkret heißt das, daß die Wiederannäherung an die Sexualkultur der klassisch-römischen Antike für mich die Voraussetzung dafür darstellt, daß das Abendland noch einmal eine kulturell-zivilisatorische Hochblüte erreichen könnte, wie sie das "Imperium Romanum" in unserer Weltgegend in bislang einzigartiger Weise verwirklicht hatte.
Amen.
Das ist eine der ganz wenigen aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen, die ich rückhaltlos gutheiße. Meine diesbezügliche Auffassung möchte ich als "modifizierten dialektischen Materialismus" skizzieren, bei dem die "sexuellen Verhältnisse" die Stelle einnehmen, welche im klassischen Marxismus von den Eigentumsverhältnissen an den Produktionsmitteln eingenommen wird: der Zustand einer Gesellschaft, einer Kultur und Zivilisation, basiert für mich eben auf den sexuellen Verhältnissen. Wirtschaftsweise, politische Entscheidungsstrukturen und Hierarchien, Religionen und die vielbeschworenen "Werte" sind dagegen lediglich "Überbau" - im Grunde: beliebig.
Konservativ wie ich bin, glaube ich, daß wenn es eine Zukunft gibt, sie hinter uns zu finden ist und nicht im "Fortschritt". Konkret heißt das, daß die Wiederannäherung an die Sexualkultur der klassisch-römischen Antike für mich die Voraussetzung dafür darstellt, daß das Abendland noch einmal eine kulturell-zivilisatorische Hochblüte erreichen könnte, wie sie das "Imperium Romanum" in unserer Weltgegend in bislang einzigartiger Weise verwirklicht hatte.
Amen.
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Pianolullaby
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Hallo Mondlicht. Danke für die Worte.mondlicht hat geschrieben:Danke für diese offenen Worte, Pianolullaby, die mich tief berühren. Deine Erfahrungen übersteigen das für mich Vorstellbare. Es würde mich trotzdem interessieren, ob Du den Sex mit Deiner Ex-Freundin auch als Gewalt erlebt hast? Deinem ersten Beitrag konnte ich das nicht entnehmen. Jetzt klingt es so, als würde jede Form der Sexualität eine gewaltförmige Bilderflut erzeugen, auch die Selbstbefriedigung). Ich ahne, dass es ein unaushaltbarer Konflikt ist, gleichzeitig sexuelles Verlangen zu spüren und um diese Bilderflut zu wissen.
Nein, den Sex mit meiner Ex habe ich nicht übergriffig und auch nicht als Gewalt empfunden.
Ich habe mit ihr gelernt, dass es überhaupt Sex gibt der nicht weh tut, der angenehm ist.
Ich hatte seither keinen Sex mehr mit einer Frau. Mit einem Mann habe ich es 1x versucht,
es ging gründlich schief.
Und ja momentan überfluten mich die Bilder auch bei der Selbstbefriedigung, das ist das war mir so schwerfällt.
Ja es ist wirklich fast unaushaltbar.
Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum
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Pianolullaby
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ja das ist richtig, ich stehe seit ich mich kenne aus männlich und weiblichRadiohead hat geschrieben:Ich habe noch nie meine sexuelle Ausrichtung, die bisexuell ist (eigentlich asexuell, aber ich verliebe mich in Mann und Frau) mit dem Missbrauch in Kontext gestellt. Für mich ist das irgendwie einfach eine Laune der Natur. Nur weil man auf das eine Geschlecht (auf Grund von Missbrauchserfahrungen) nicht steht, steht man dann ja nicht automatisch auf's andere.
Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum
Das könnte ein "echter Freud" sein.Pianolullaby hat geschrieben: (...)
ja das ist richtig, ich stehe seit ich mich kenne aus männlich und weiblich
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Pianolullaby
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wie meinst du das Möbius? Ich habe viele Freunde platonisch männliche wie weibliche.
Partner habe ich im Moment keinen. Allerdings habe ich sowohl mit meiner Ex Freundin wieder eine super tolle Freundschaft, sowie eigentlich auch mit dem Partner mit dem ich diese Praktiken auf meinen Wunsch gelebt habe.
Dazu einen Freund mit dem ich vor meinen zwei weiblichen Partner guten Sex hatte, der aber auch eher hart war.
Trotzdem weiss ich dass ich das momentan sicherlich nicht kann, und ich mich von ihm wirklich fern halten muss.
Partner habe ich im Moment keinen. Allerdings habe ich sowohl mit meiner Ex Freundin wieder eine super tolle Freundschaft, sowie eigentlich auch mit dem Partner mit dem ich diese Praktiken auf meinen Wunsch gelebt habe.
Dazu einen Freund mit dem ich vor meinen zwei weiblichen Partner guten Sex hatte, der aber auch eher hart war.
Trotzdem weiss ich dass ich das momentan sicherlich nicht kann, und ich mich von ihm wirklich fern halten muss.
Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum
Ein "echter Freud" - damit ist ein "Freudscher Verschreiber" gemeint, eine Fehlleistung, in der sich ein Element aus dem Unbewußten durch eine "Fehlleistung" eine Manifestation nach Aussen schafft. Hier könnte (!) es so aussehen:Möbius hat geschrieben:Das könnte ein "echter Freud" sein.Pianolullaby hat geschrieben: (...)
ja das ist richtig, ich stehe seit ich mich kenne aus männlich und weiblich
"ich stehe seit ich mich kenne aus (statt richtig "auf") männlich und weiblich"
Die Botschaft aus dem Unbewußten könnte lauten: "ich bestehe seit ich mich kenne aus männlich(en) und weiblich(en) (Anteilen)."
Aber das ist eine sehr vage Vermutung. Der Verschreiber könnte auch rein "Tastaturtechnischer" Natur sein: "s" und "f" werden beide mit der linken Hand bedient, liegen nur 2 Tasten auseinander.
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Pianolullaby
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ne, das war tatsächlich einfach ein verschreiber. Ich meinte auf !
Aber die andere Vermutung stimmt insofern auch, also dass eben bei einer DESNOS viele Anteile vorhanden sind.
Männliche wie weibliche
Aber die andere Vermutung stimmt insofern auch, also dass eben bei einer DESNOS viele Anteile vorhanden sind.
Männliche wie weibliche
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Pianolullaby
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Ich fühle gerade sehr stark dass ich mir Sexualität wünsche. Jetzt in dem Moment.
Aber niemand ist da, was fremdes will ich nicht. Bleibt wieder nur ich selber.
Aber ich will nicht dass es wieder ausartet. :(
Aber niemand ist da, was fremdes will ich nicht. Bleibt wieder nur ich selber.
Aber ich will nicht dass es wieder ausartet. :(
Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum
in was ausarten ich mit meien sexuellen bedürfnisses als mann ah proplem wegen sexuellen misbrauch ich ekle mich dan vor mir selbst usw
Bitte um Nachsicht wegen meiner Rechtschreibprobs. Habe Legasthenie, wenn man was nicht lesen kann, einfach nachfragen.
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Pianolullaby
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naja ausarten in dem Sinne, dass ich harten Sex will, und es mir nicht gut tut,
weil ich davon Flashbacks kriege. Ich habe sex. Missbrauch über Jahre erlebt.
weil ich davon Flashbacks kriege. Ich habe sex. Missbrauch über Jahre erlebt.
Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum
meisnt so richtung sm hm ich wurde von man missbraucht udn wäre hetrosexueel lieda fidne kein parterin und ohne bezeihung kommt sex für mich ned in frage
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Pianolullaby
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ja genau, es tut mir einfach nicht gut, aber weil ich es nicht anders kenne aus meinem Leben, der Mb war auch auf diese Art und Weise, und ich hatte da auch tolle Höhepunkte. Deshalb kann das ausarten
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das finde schade
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Pianolullaby
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Ja, ich finde es auch schade, aber ich habe es vor paar Wochen probiert, und es ging total schief.
Ich bin während dessen dissoziert, und er hat es nicht wirklich begriffen. So hatte ich als ich aufgewacht bin Schmerzen und konnte nicht wirklich gut aufstehen.
Ich bin während dessen dissoziert, und er hat es nicht wirklich begriffen. So hatte ich als ich aufgewacht bin Schmerzen und konnte nicht wirklich gut aufstehen.
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