'Rückfall' nach Therapiepause
Mk. Was müsse denn deiner Meinung nach ein therapeut richtig machen um den Patienten aus der Abhängigkeit raus zu entwickeln zu lassen...?
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Bis zu dieser Feststellung, die du gerade so schön zusammengefasst hast, bin ich gekommen. Und danach geht es nicht weitermünchnerkindl hat geschrieben: So., 15.10.2023, 19:14 Was tut denn die Therapie, die alte und die neue konkret um dir zu helfen dich aus dieser Abhängigkeit rauszuentwickeln?
Die Abhängigkeit von der Anwesenheit einer spezifischen Person um sich souverän und gut zu fühlen ist ja auch nur ein Ausdruck von etwas das tiefer liegt.
Was fehlt, ist doch innere Sicherheit und Selbstvertrauen. Mir fehlt nur das "Werkzeug", wie ich das für mich erlangen kann, ohne bei der nächsten tiefergehenden Beziehung wieder in eine Abhängigkeit zu geraten. Vielleicht braucht es aber auch einfach Zeit.
Ja Zeit Abhängigkeit auszuleben und auszutesten in einem professionellen Rahmen, wo das Gegenüber keine Bedürfnisse hat. Nähe genießen ohne Angst und Distanz auch, ohne den Selbstwert zu verlieren. Ich weiß nicht ob es dafür ein typisches Handwerkzeug gibt. Und es ist schwer da durch zu müssen.. Und ich weiß dass es Therapeuten gibt die von vornherein keine Abhängigkeit zulassen und dagegen arbeiten und welche die denken man müsse genau da durch.... Vl kannst du das ja erfragen jeder macht es anders.
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theweirdeffekt
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, 57 - Beiträge: 745
Hallo Seli,
ich kenn das Gefühl gut. Was mir nicht ausgeblieben ist, war bedingungslose Annahme. Annahme davon, dass ich mich überfordert fühle, glaube es nicht aushalten zu können und alleine nicht da durch zu kommen. Heulen, schreien und versuchen mich bestmöglich selbst zu stützen. Das war hart und gerade die Bindungsphobie kickt heute noch manchmal stark. Was mir geholfen hat war tatsächlich das "Üben" in der Praxis. Mit Babysteps. Und (m)ein Mann, der mich bedingungslos so akzeptiert und mit alle meinen Phasen genommen hat, wie sie eben daher gekommen sind. Ich bin davongelaufen und er war da, hat mir gesagt, wie sehr ihn das verletzt und mir eine Außenperspektive auf meinen inneren Scherbenhaufen gegeben. Er hat mir gezeigt, dass jemand da ist und bleibt, weil es okay ist, dass ich bin wie ich bin. Für mich war rückblickend gesehen, das Übungsfeld innerhalb einer Beziehung das härteste aber auch heilsamste.
Ich wünsch dir alles Gute!
ich kenn das Gefühl gut. Was mir nicht ausgeblieben ist, war bedingungslose Annahme. Annahme davon, dass ich mich überfordert fühle, glaube es nicht aushalten zu können und alleine nicht da durch zu kommen. Heulen, schreien und versuchen mich bestmöglich selbst zu stützen. Das war hart und gerade die Bindungsphobie kickt heute noch manchmal stark. Was mir geholfen hat war tatsächlich das "Üben" in der Praxis. Mit Babysteps. Und (m)ein Mann, der mich bedingungslos so akzeptiert und mit alle meinen Phasen genommen hat, wie sie eben daher gekommen sind. Ich bin davongelaufen und er war da, hat mir gesagt, wie sehr ihn das verletzt und mir eine Außenperspektive auf meinen inneren Scherbenhaufen gegeben. Er hat mir gezeigt, dass jemand da ist und bleibt, weil es okay ist, dass ich bin wie ich bin. Für mich war rückblickend gesehen, das Übungsfeld innerhalb einer Beziehung das härteste aber auch heilsamste.
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Ich glaube ehrlich gesagt, dass ich diesen Mann gerade aus meinem Leben geworfen habe. Aber ich konnte es gerade einfach noch nicht. „Bindungsphobie“ ist da glaube ich das richtige Stichworttheweirdeffekt hat geschrieben: Mo., 16.10.2023, 06:15
Er hat mir gezeigt, dass jemand da ist und bleibt, weil es okay ist, dass ich bin wie ich bin. Für mich war rückblickend gesehen, das Übungsfeld innerhalb einer Beziehung das härteste aber auch heilsamste.
Ich wünsch dir alles Gute!
Drückt mir die Daumen, dass es gut wird und ich irgendwann okay mit mir sein werde. Ich wünsche es mir wirklich von Herzen.
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theweirdeffekt
- Forums-Gruftie

, 57 - Beiträge: 745
Vielleicht gibt es ja noch die Möglichkeit für ein klärendes Gespräch.
Ich drück dir fest die Daumen!
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münchnerkindl
- [nicht mehr wegzudenken]
![[nicht mehr wegzudenken] [nicht mehr wegzudenken]](./images/ranks/rank_phpbb_5.gif)
, 38 - Beiträge: 9898
Ich glaube ein Teil davon warum man sich so an einen "schützenden" Menschen klammert ist, dass man sich ansonsten generell im Leben permanent subtil bedroht und/oder unsicher fühlt.
Was sehr viel Sinn machen würde, weil es in meiner Familie Wahnvorstellungen gab, dass wir dauerhaft bedroht werden würden - das hat sich bei mir sicherlich tief eingebrannt.münchnerkindl hat geschrieben: Mo., 16.10.2023, 09:02 Ich glaube ein Teil davon warum man sich so an einen "schützenden" Menschen klammert ist, dass man sich ansonsten generell im Leben permanent subtil bedroht und/oder unsicher fühlt.
Danke für diese Erkenntnis! Es ist wirklich toll, sich hier auszutauschen.
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