Themen wenn überhaupt nur anstupsen
Was ist denn dein Ziel in der Therapie, was willst du erreichen? Was soll an dir anders werden, damit du nicht mehr so leidest? Wurde das geklärt am Anfang der Therapie?
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Am Anfang vielleicht nicht aber das fragt sie manchmal. Und woran ich das merken würde. Dabei find ich das eh logisch. Sie sagt aber nicht ob das realistisch ist und ich frag lieber nicht. Ja, nein Antwort gibt's eh nicht. Und wenn doch will ich kein nein hören. Außerdem ist die Frage vielleicht erst wieder schwarz weiß und das soll ich ja lassen und auf das mögliche schauen, als ob ich wüsste was möglich ist. Und egal was theoretisch möglich wäre, wird das in den Mini Schritten nicht sonderlich viel sein. Dann dauert das ja Ewigkeiten.
Am wichtigsten wäre mir dass man mir zumindest nicht ansieht wenn's grad nicht so gut geht.
Am wichtigsten wäre mir dass man mir zumindest nicht ansieht wenn's grad nicht so gut geht.
Es klingt sehr passiv von deiner Seite. Ohne dich wird in der Therapie nichts passieren.
Warum tust du dir das an - es ist doch deine Therapie und dein Leben?!
Warum tust du dir das an - es ist doch deine Therapie und dein Leben?!
Warum möchtest Du denn dass niemand sieht wie es Dir tatsächlich geht? Du setzt ja dann eine Maske auf. Ist es das wert?
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Guten Morgen
Warum tut ich mir was an? Die Therapie?
Naja erstens weil man mir das angeraten hat. Aber das war nur die ersten Monate. Jetzt denk ich mir vielleicht kann's ja wirklich helfen?? Also Hoffnung würd ich es nennen.
Warum ich will dass es niemand sieht weil es ein Kreislauf ist. Körperliche Symptome - peinlich - mehr körperliche Symptome - Angst - ...
.wenn ich die nicht hätte käme ich besser zurecht.
Maske: Alle Menschen können Masken tragen bei Bedarf, ich kann's leider nie.
Ich will das ja nicht immer aber in manchen Situationen wäre es fein
Warum tut ich mir was an? Die Therapie?
Naja erstens weil man mir das angeraten hat. Aber das war nur die ersten Monate. Jetzt denk ich mir vielleicht kann's ja wirklich helfen?? Also Hoffnung würd ich es nennen.
Warum ich will dass es niemand sieht weil es ein Kreislauf ist. Körperliche Symptome - peinlich - mehr körperliche Symptome - Angst - ...
.wenn ich die nicht hätte käme ich besser zurecht.
Maske: Alle Menschen können Masken tragen bei Bedarf, ich kann's leider nie.
Ich will das ja nicht immer aber in manchen Situationen wäre es fein
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ziegenkind
- [nicht mehr wegzudenken]
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Fraupfiff, Du hast gefragt, wie das geht in der Therapie. Ich habe einen einfachen Rat an Dich, der nicht ganz so einfach umzusetzen ist: Bevor Du über Schweres oder gar Traumatisches sprichst, lerne über das zu sprechen, was konkret in der Gegenwart ist. Wenn Du bei Deiner Therapeutin sitzt und Angst hast, über Dich zu reden, dann sage genau das. Wenn Du Dich schämst, wegen Deiner Angst, dann sprich über Deine Scham. So entsteht Nähe und Vertrauen. Und genau das brauchst Du, um über Traumatisches zu sprechen. Ohne das wird es nicht gehen. Ohne das manövrierst Du Dich immer wieder in die Überforderung, in der Du jetzt offensichtlich steckst.
Die Grenzen meines Körpers sind die Grenzen meines Ichs. Auf der Haut darf ich, wenn ich Vertrauen haben soll, nur zu spüren bekommen, was ich spüren will. Mit dem ersten Schlag bricht dieses Weltvertrauen zusammen.
Nein, warum tust du es dir Passivität und Opferhaltung an, statt dass du die Therapie für dich und dein Leben nutzt?
Ich weiß es auch nicht. Ich bin ja so eigentlich nicht.
In der Arbeit bin ich geschätzt und selbstbewusst und da lass ich mir auch nicht allzuviel drein reden, was eigentlich auch keiner versucht. Vielleicht komme ich mit der Diskrepanz nicht zurecht. Ich kann es aber nicht ändern. Sobald ich in Situationen gerate die ich nicht mag verwandle ich mich in ein Häufchen Elend und ich kann mich selbst nicht leiden. Wenn ich das ändern könnte würde ich das sofort tun. Seit Jahren habe ich auch Medikamente verschiedenste Art ausprobiert die mir ob meine Zustandes auch sehr freizügig verschrieben wurden. Aber das hat halt alles immer nur ein bisschen geholfen und die Nebenwirkungen waren dafür stärker.
Vielleicht habe ich deshalb einfach irgendwann begonnen alle diese Sachen nicht mehr zu machen bzw Situation zu meiden wo ich mir sicher war dass ich so reagiere würde. Und dann ist es immer schlimmer geworden.
Und jetzt soll ich ganz plötzlich das wieder ablegen das ist aber nicht so einfach.
Aber ich versuche es. Ein bisschen hab ich schon geschafft sagt sogar mein Mann.
In der Arbeit bin ich geschätzt und selbstbewusst und da lass ich mir auch nicht allzuviel drein reden, was eigentlich auch keiner versucht. Vielleicht komme ich mit der Diskrepanz nicht zurecht. Ich kann es aber nicht ändern. Sobald ich in Situationen gerate die ich nicht mag verwandle ich mich in ein Häufchen Elend und ich kann mich selbst nicht leiden. Wenn ich das ändern könnte würde ich das sofort tun. Seit Jahren habe ich auch Medikamente verschiedenste Art ausprobiert die mir ob meine Zustandes auch sehr freizügig verschrieben wurden. Aber das hat halt alles immer nur ein bisschen geholfen und die Nebenwirkungen waren dafür stärker.
Vielleicht habe ich deshalb einfach irgendwann begonnen alle diese Sachen nicht mehr zu machen bzw Situation zu meiden wo ich mir sicher war dass ich so reagiere würde. Und dann ist es immer schlimmer geworden.
Und jetzt soll ich ganz plötzlich das wieder ablegen das ist aber nicht so einfach.
Aber ich versuche es. Ein bisschen hab ich schon geschafft sagt sogar mein Mann.
Natürlich kannst du alles ändern. Du musst es aber wollen und bereit sein, sehr sehr hart dafür zu arbeiten. Von allein passiert da nichts.Fraupffff hat geschrieben: Do., 09.07.2026, 07:08 Ich kann es aber nicht ändern.
Und jetzt soll ich ganz plötzlich das wieder ablegen das ist aber nicht so einfach.
Aber ich versuche es. Ein bisschen hab ich schon geschafft sagt sogar mein Mann.
Warum hast DU dich für eine Therapie entschieden? War es deine eigene freie Entscheidung?
Anfangs nicht, ich wäre nie auf die Idee gekommen oder hätte das auch nur in Betracht gezogen. Aber jetzt schon. Ich will nicht sagen dass ich immer gern hingehe, das ist vielleicht übertrieben aber es gab schon viele Situationen wo ich es gut gefunden hab. Vorallem seit ich gemerkt hab dass man selbst was machen kann. Ich mag es wenn man sagt probier das und das und das machts tatsächlich besser. Das war so ein aha Erlebnis. Bisher dachte ich, wenn es mir nicht gut geht ,muss ich mich irgendwo einsperren und abwarten. Ich hab gelernt es gibt bessere Alternativen.
Offenbar mag ich es sogar wenn jemand dabei ist. auch AHA hätte ich nicht gedacht.
ich werd das schon hinbekommen,.. es dauert leider etwas länger als ich gehofft hab. Aber irgendwie ist es ja trotzdem schon jetzt besser als vor einem Jahr. Wenn ich das jetzt so lese.
Offenbar mag ich es sogar wenn jemand dabei ist. auch AHA hätte ich nicht gedacht.
ich werd das schon hinbekommen,.. es dauert leider etwas länger als ich gehofft hab. Aber irgendwie ist es ja trotzdem schon jetzt besser als vor einem Jahr. Wenn ich das jetzt so lese.
Zuletzt geändert von Fraupffff am Do., 09.07.2026, 09:34, insgesamt 1-mal geändert.
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ziegenkind
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Frau mit Pfiff, ich glaube, ich weiß ganz gut, wie es Dir geht. Ich war in meinem Alltag und in meinem Beruf mmer hochfunktional und habe die therapeutische Situation, in der ich diese Funktionalität ablegen sollte/wollte/musste , um zu meiner inneren Bedürftigkeit zu stehen, als ungeheure Zumutung empfunden. Gleichzeitig war ich in einem Zwispalt: Ich wollte endlich mal in meiner Not gesehen werden und ich wollte ums Verrecken nicht, dass mich jemand so sieht.
Am Ende hat das "ich kann nicht mehr" sich durchgesetzt und ich habe mich Schritt für Schritt unter großen Schmerzen mit all dem gezeigt, was in mir war. Es ist nicht alles sofort wunderbar geworden. Es war immer wieder ein großer Kampf, es gab Rückschritte. Aber es gab immer auch mal wieder Momente, in denen ich spüren konnte, wie erleichternd es ist, nicht immer alles alleine halten zu müssen.
Meine Therapie ist seit 12 Jahren vorbei. Ich habe mittlerweile eine Lebensqualität mit gutem Schlaf, kaum noch Ängsten, viel selbstvertänlicher, unkontrollierterer Umgang mit Menschen, die ich mir nie hätte träumen lassen.
Und doch: Ich weiß, das ist schwer. Nur Du kannst entscheiden, ob Du weiter machst oder nicht.
Am Ende hat das "ich kann nicht mehr" sich durchgesetzt und ich habe mich Schritt für Schritt unter großen Schmerzen mit all dem gezeigt, was in mir war. Es ist nicht alles sofort wunderbar geworden. Es war immer wieder ein großer Kampf, es gab Rückschritte. Aber es gab immer auch mal wieder Momente, in denen ich spüren konnte, wie erleichternd es ist, nicht immer alles alleine halten zu müssen.
Meine Therapie ist seit 12 Jahren vorbei. Ich habe mittlerweile eine Lebensqualität mit gutem Schlaf, kaum noch Ängsten, viel selbstvertänlicher, unkontrollierterer Umgang mit Menschen, die ich mir nie hätte träumen lassen.
Und doch: Ich weiß, das ist schwer. Nur Du kannst entscheiden, ob Du weiter machst oder nicht.
Die Grenzen meines Körpers sind die Grenzen meines Ichs. Auf der Haut darf ich, wenn ich Vertrauen haben soll, nur zu spüren bekommen, was ich spüren will. Mit dem ersten Schlag bricht dieses Weltvertrauen zusammen.
Hallo Ziegenkind,
den ersten Absatz den kann ich wirklich gut verstehen.
Ich werde eh weitermachen. Vielleicht ist das eh nur jammern auf hohem Niveau.
An sich validiere ich mich schon sehr häufig und ich weiß ,wenn es jetzt heißen würde stopp wir hören auf, wäre das gerade für mich sehr schwierig. Aber das ärgert mich auch. Ich bin ja immer zurecht gekommen und jetzt würde mich das stören. Obwohl ich gar keine Therapie machen wollte. Irgendwie reißt es mich da hin und her.
Aber es ist schön zu lesen dass sich das wirklich ändern könnte, ich dank dir!
den ersten Absatz den kann ich wirklich gut verstehen.
Ich werde eh weitermachen. Vielleicht ist das eh nur jammern auf hohem Niveau.
An sich validiere ich mich schon sehr häufig und ich weiß ,wenn es jetzt heißen würde stopp wir hören auf, wäre das gerade für mich sehr schwierig. Aber das ärgert mich auch. Ich bin ja immer zurecht gekommen und jetzt würde mich das stören. Obwohl ich gar keine Therapie machen wollte. Irgendwie reißt es mich da hin und her.
Aber es ist schön zu lesen dass sich das wirklich ändern könnte, ich dank dir!
Liebe Fraupffff,
ich möchte Dir sagen, dass das, was Du beschreibst, absolut menschlich ist. In Situationen, in denen man sich nicht wohl oder überfordert fühlt, ist die Vermeidung ein Schutzmechanismus, um sich vor diesem schrecklichen Gefühl der Hilflosigkeit (Häufchen Elend) zu schützen. Du bist ganz sicher kein Häufchen Elend, sondern ein Mensch, der in bestimmten Situationen einfach an seine emotionalen Grenzen stößt. Dir zu sagen, Du müsstest nur wollen und hart arbeiten, finde ich in Deiner Situation wenig hilfreich.
Veränderung passiert nicht durch Druck, sondern indem Du Verständnis für Dich selbst entwickelt und Dich in kleinen, für Dich machbaren Schritten vortastest. Ich kann Dir nur raten, Dich nicht unter Druck zu setzen und alles auf einmal ändern zu wollen. Du trägst einen großen Berg an Belastungen mit Dir und es braucht einfach Zeit, sehr viel Zeit, diesen Berg abzutragen.
Du schreibst, Du hast schon ein bisschen geschafft. Vielleicht ist dieses „bisschen“ ja auch sehr viel, und Du selbst siehst es nicht so gut wie Außenstehende, weil Dein Blick eher auf das gerichtet ist, was Du noch erreichen möchtest. Heilung braucht nun mal so lange, wie sie eben braucht und die Seele lässt sich nicht in einen Terminkalender pressen. Wenn Du Dir diese Zeit schenkst ist es die wertvollste Selbstfürsorge, die Du Dir gerade geben kannst.
ich möchte Dir sagen, dass das, was Du beschreibst, absolut menschlich ist. In Situationen, in denen man sich nicht wohl oder überfordert fühlt, ist die Vermeidung ein Schutzmechanismus, um sich vor diesem schrecklichen Gefühl der Hilflosigkeit (Häufchen Elend) zu schützen. Du bist ganz sicher kein Häufchen Elend, sondern ein Mensch, der in bestimmten Situationen einfach an seine emotionalen Grenzen stößt. Dir zu sagen, Du müsstest nur wollen und hart arbeiten, finde ich in Deiner Situation wenig hilfreich.
Veränderung passiert nicht durch Druck, sondern indem Du Verständnis für Dich selbst entwickelt und Dich in kleinen, für Dich machbaren Schritten vortastest. Ich kann Dir nur raten, Dich nicht unter Druck zu setzen und alles auf einmal ändern zu wollen. Du trägst einen großen Berg an Belastungen mit Dir und es braucht einfach Zeit, sehr viel Zeit, diesen Berg abzutragen.
Du schreibst, Du hast schon ein bisschen geschafft. Vielleicht ist dieses „bisschen“ ja auch sehr viel, und Du selbst siehst es nicht so gut wie Außenstehende, weil Dein Blick eher auf das gerichtet ist, was Du noch erreichen möchtest. Heilung braucht nun mal so lange, wie sie eben braucht und die Seele lässt sich nicht in einen Terminkalender pressen. Wenn Du Dir diese Zeit schenkst ist es die wertvollste Selbstfürsorge, die Du Dir gerade geben kannst.
Siehst du einen Riesen, so prüfe den Stand der Sonne und gib acht,
ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist. Novalis
ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist. Novalis
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