Waldschratin hat geschrieben: Fr., 07.04.2017, 18:37
"Gesprungen" ist meiner nicht.

Aber "da" war er.
Er hat durchaus für das Seine gesorgt, und ich hatte nicht einfach deshalb "Priorität", nur weil ich mal in ner Krise hing, wenn die auch mal heftiger gewesen sein sollte.
Gut damals- es war ja die erste Therapie- habe ich mir nie Sorgen um den Therapeuten gemacht. Der war auch ziemlich gefestigt, das ist nachhaltig immer noch mein Eindruck.
Dass er nun für mich gesprungen ist. Hm, ich habe diese Erfahrung nie machen dürfen. Ich habe als Erwachsene quasi nie Hilfe in Anspruch genommen, weil ich in der Kindheit und Jugend immer abgewiesen wurde, ob durch "gute Freunde" der Eltern, denen ich mich anvertraute, den Eltern- da gab ich das natürlich auch schnell auf, weil es entweder in Strafe endete oder damit, dass man meinte ich könne das alleine regeln und Ärzte, tja da war das wohl noch nicht so dolle mit dem Kindeswohl in den 70iger Jahren, da hat mich sogar der Kinderarzt mehrfach abgewiesen. Da wurde das Augenmerk nur auf die Mutter mit den vielen Kindern gelegt und deren Belastungen. Irgendwie komisch das vom Kinderarzt zu hören, wenn ich da jetzt drüber nachdenke.
Ich konnte da meine Art bis heute nicht so recht loslassen. Ich nehme nie die ganze Hand, ich traue mich vielleicht gerade mal den kleinen Finger zu berühren, der mir entgegengestreckt wird.
Durch diesen Therapeuten und seinem außertherapeutischen Kümmern habe ich dann doch Vertrauen gefaßt, dass für mich doch mal was getan wird ohne böse Konsequenzen. Das tat auch gut! Und dann in Laufe der Zeit hat sich das dann bei mir zurückgebildet in dem Sinne, dass ich ihn nicht mehr brauchte.
Zu Beginn hatte ich ihn auch selber gar nicht getraut zu kontaktieren und habe das über eine Freundin laufen lassen. Später konnte ich das dann, dass ich ihn direkt ansprach und wie gesagt, dann brauchte ich das nicht mehr. Es blieb dann bei den Therapiestunden, erst sehr hoch frequentiert, dann nur noch alle 2 Wochen bis zum Abschluß der Therapie.
LG candle