titus2 hat geschrieben:
Du hast meine Beiträge nicht so verstanden, wie ich sie gemeint habe: Ich sage, dass das Ziel einer Therapie nicht ist, sich normgerecht zu verhalten, nur um die Norm zu erfüllen.
Hm, ja, im Kontext zu Therapie habe ich sie jetzt nicht gelesen, sondern eher in einer Einordung des von den beiden Usern beschriebenen Verhalten ihrer Ehefrauen. Habe jetzt nicht gelesen, dass eine oder beide der Ehefrauen in Therapie ist, aber habe nicht von Anfang an mitgelesen.
titus2 hat geschrieben:
Es gibt durchaus so etwas wie Verhaltensnormen, ob in der Sexualität oder in anderen Bereichen. Kannst du an den Paraphilien sehen. Oder an den Kriterien, die herangezogen werden, wenn es darum geht, zu beurteilen, ob jemand an einer bestimmten Störung leidet.
Ja, aber wird das nicht nur dann angewendet, wenn es um Störungen im Sexualverhalten geht, die für andere schädlich werden können (Pädophilie, Sexualgewalt u.ä.).
Für alle anderen "Störungen" würden das im sexuellen Bereich viele nicht mehr so unterschreiben, ich auch nicht. Da ist wirklich Kommunikation angesagt, und man kann nicht erwarten, dass dies und dies passiert, weil es 80% der frauen mögen u.ä.
Ich finde es da diskrimirierend von Anormalität zu sprechen als auch überstülpend. Denn das impliziert ja auch immer, dass alles andere angepasst werden muss etc.
(In der brigitte (sic) war ja auch gerade eine witzige Kolumne über den Zwang zur RZB (romantische Zweierbeziehung).
Wieso wird Singlesein oft noch als doch eher defizitäre Lebensform wahrgenommen?)