Frauen: Angst vor Penis und Sperma?

Fragen und Erfahrungsaustausch über sexuelle Problembereiche wie Sexualstörungen, rund um gleichgeschlechtliche Sexualität und sexuelle Identität, den Umgang mit sexuellen Neigungen wie Fetischismus, S/M usw. - ausser Aufklärungs-Fragen.
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Jugendstil
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 12:58

@ Elmar
Das widerspricht dann sehr wohl dem "Normalen", wovon "Mann" am Anfang einer Beziehung ausgeht.
Sorry, kleiner Einspruch: Schriebst du nicht selbst, dass du wohl die kleinen Warnzeichen am Anfang "großzügig", heißt aus der Verliebtheit heraus, übersehen hast?

Nicht, dass ich dir eine Mitbeteiligung am unglücklichen Verlauf vorhalten möchte, bitte nicht missverstehen, aber ich glaube, dass das ziemlich häufig vorkommt und diesen mitbestimmt, leider.

Ähnlich wohl, wie wenn jeder stillschweigend von einem Kinderwunsch des anderen ausgeht, ohne es je vor der Heirat kommuniziert zu haben.....
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elmar50
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 13:02

biber hat geschrieben:
elmar50 hat geschrieben:
Es geht darum, dass man so etwas nicht verallgemeinern sollte, da es um sehr persönliche Angelegenheiten geht. Auch Mann sollte nicht davon ausgehen, dass seine Vorstellungen nun mal die Üblichen sind, sondern dass rechtzeitig kommunizieren.
Wer würde denn da das Übliche definieren und wo steht das Geschrieben und wird das dann in der Schule gelehrt oder wie??
Da geb ich dir teilweise recht. Es ist immer besser, vorher über alles zu reden. Allerdings würde ich jetzt bei Selbstverständlichkeiten (z.B. einigermaßen regelmäßiger Geschlechtsverkehr in der Ehe) gar nicht auf die Idee kommen, das vorher anzusprechen, weil es ja letztlich eine der Grundlagen ist, wegen derer man überhaupt eine feste Gemeinschaft eingeht. Und das sollte nun ja wirklich beiden, ohne dass man darüber stundenlang diskutiert, bewusst sein...


pandas
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 13:04

@ elmar

Jein. Es gibt auch Ehen, wo das nachlässt mit dem regelmässigen GV im Laufe der Jahre oder von anfang nicht so eine Rolle spielt.
Wobei man unter Umständen diese Vorstellung als üblich ansehen könnte, aber dennoch ist sie halt nicht verpflichtend.

Am besten ist es, man kommuniziert von anfang an über die sexuellen Bedürfnisse, aber das ist auch nicht immer so einfach, klar.
"Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." Kierkegaard


leberblümchen
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 13:05

also, ich erlebe Deine beiden Posts als widersprüchlich,

in dem einen teilst Du die Meinung, dass Sexualität nicht normativ verhandelt werden sollte,
in dem anderen beschreibst Du sexuelle Abneigungen (die ja letztlich nur alles sind, was man nicht unter seinen Vorlieben hat) als anormal?
Du hast meine Beiträge nicht so verstanden, wie ich sie gemeint habe: Ich sage, dass das Ziel einer Therapie nicht ist, sich normgerecht zu verhalten, nur um die Norm zu erfüllen.

Es gibt durchaus so etwas wie Verhaltensnormen, ob in der Sexualität oder in anderen Bereichen. Kannst du an den Paraphilien sehen. Oder an den Kriterien, die herangezogen werden, wenn es darum geht, zu beurteilen, ob jemand an einer bestimmten Störung leidet.

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elmar50
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 13:05

Jugendstil hat geschrieben:@ Elmar
Das widerspricht dann sehr wohl dem "Normalen", wovon "Mann" am Anfang einer Beziehung ausgeht.
Sorry, kleiner Einspruch: Schriebst du nicht selbst, dass du wohl die kleinen Warnzeichen am Anfang "großzügig", heißt aus der Verliebtheit heraus, übersehen hast?

Nicht, dass ich dir eine Mitbeteiligung am unglücklichen Verlauf vorhalten möchte, bitte nicht missverstehen, aber ich glaube, dass das ziemlich häufig vorkommt und diesen mitbestimmt, leider.

Ähnlich wohl, wie wenn jeder stillschweigend von einem Kinderwunsch des anderen ausgeht, ohne es je vor der Heirat kommuniziert zu haben.....
Sicher, in Zeiten großer Verliebtheit sieht man über manches hinweg, das dürfte wohl auf beiden Seiten so sein. Aber dass es sich irgendwann dahin entwickelt, gar keinen sex mehr zu haben, war so wohl nicht vorauszusehen...

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Jugendstil
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 13:06

Aber dass es sich irgendwann dahin entwickelt, gar keinen sex mehr zu haben, war so wohl nicht vorauszusehen...
Nein. Oder höchstens im Alter von 90 und darüber.

Ich will aber nicht witzeln, denn es hat für dich ja einen großen Ernst. Ein echtes Dilemma, in dem du da steckst. Viele würde wohl raten, such dir eine Freundin, aber erstens scheinst du dafür nicht der Typ zu sein, sich damit wohlzufühlen, und einer Frau möchte ich das auch nicht zumuten....
Zuletzt geändert von Jugendstil am Sa., 25.05.2013, 13:08, insgesamt 1-mal geändert.

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elmar50
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 13:08

biber hat geschrieben:@ elmar

Jein. Es gibt auch Ehen, wo das nachlässt mit dem regelmässigen GV im Laufe der Jahre oder von anfang nicht so eine Rolle spielt.
Wobei man unter Umständen diese Vorstellung als üblich ansehen könnte, aber dennoch ist sie halt nicht verpflichtend.

Am besten ist es, man kommuniziert von anfang an über die sexuellen Bedürfnisse, aber das ist auch nicht immer so einfach, klar.
Das, mit Verlaub, halte ich für eine Illusion. Welches verliebte Paar, das z.B. heiraten möchte, setzt sich zusammen und legt fest, wie oft und in welcher Art und Weise sie in der Ehe Sex haben wollen (jetzt etwas überspitzt ausgedrückt, aber darauf läufts hinaus...). Das dürfte in 99% der Fälle nicht funktionieren.

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Jugendstil
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 13:10

Stimmt, macht man in der Regel nicht. Und ob dann die Wahrheit gesagt würde? Ich denke eher nicht.

Übrigens galt früher der Geschlechtsakt gesetzmäßig als Pflicht; sooo lange ist das noch gar nicht her.

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freeway
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 13:12

elmar50 hat geschrieben:Das, mit Verlaub, halte ich für eine Illusion. Welches verliebte Paar, das z.B. heiraten möchte, setzt sich zusammen und legt fest, wie oft und in welcher Art und Weise sie in der Ehe Sex haben wollen ...
vielleicht die, bei denen vor der heirat "fast gar nichts ging bzw. nur auf massives drängen von einer seite"?

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sandrin
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 13:13

Oh man, ich bleib lieber Single...


pandas
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 13:14

titus2 hat geschrieben: Du hast meine Beiträge nicht so verstanden, wie ich sie gemeint habe: Ich sage, dass das Ziel einer Therapie nicht ist, sich normgerecht zu verhalten, nur um die Norm zu erfüllen.
Hm, ja, im Kontext zu Therapie habe ich sie jetzt nicht gelesen, sondern eher in einer Einordung des von den beiden Usern beschriebenen Verhalten ihrer Ehefrauen. Habe jetzt nicht gelesen, dass eine oder beide der Ehefrauen in Therapie ist, aber habe nicht von Anfang an mitgelesen.
titus2 hat geschrieben: Es gibt durchaus so etwas wie Verhaltensnormen, ob in der Sexualität oder in anderen Bereichen. Kannst du an den Paraphilien sehen. Oder an den Kriterien, die herangezogen werden, wenn es darum geht, zu beurteilen, ob jemand an einer bestimmten Störung leidet.
Ja, aber wird das nicht nur dann angewendet, wenn es um Störungen im Sexualverhalten geht, die für andere schädlich werden können (Pädophilie, Sexualgewalt u.ä.).

Für alle anderen "Störungen" würden das im sexuellen Bereich viele nicht mehr so unterschreiben, ich auch nicht. Da ist wirklich Kommunikation angesagt, und man kann nicht erwarten, dass dies und dies passiert, weil es 80% der frauen mögen u.ä.
Ich finde es da diskrimirierend von Anormalität zu sprechen als auch überstülpend. Denn das impliziert ja auch immer, dass alles andere angepasst werden muss etc.

(In der brigitte (sic) war ja auch gerade eine witzige Kolumne über den Zwang zur RZB (romantische Zweierbeziehung).
Wieso wird Singlesein oft noch als doch eher defizitäre Lebensform wahrgenommen?)
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pandas
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 13:17

elmar50 hat geschrieben: Das, mit Verlaub, halte ich für eine Illusion. Welches verliebte Paar, das z.B. heiraten möchte, setzt sich zusammen und legt fest, wie oft und in welcher Art und Weise sie in der Ehe Sex haben wollen (jetzt etwas überspitzt ausgedrückt, aber darauf läufts hinaus...). Das dürfte in 99% der Fälle nicht funktionieren.
Oh, das meinte ich eher als Aufzählung nicht als Zusammenhang.

Klar, es wird da eben nicht festgelegt.

Es gibt aber Ehen, wo es sich so entwickelt, dass der Sex weniger wird und nicht immer wird das dann als großes Manko erlebt.

Man heiratet ja jetzt nicht nur wegen dem Sex, oder?

Vielleicht solltest Du da auch mal hinschauen, vielleicht fühlt sich Deine Frau darauf reduziert?

Wenn Du auf sie als ganzheitlichen Menschen eingehst, Dich für sie in allen Dingen interessierst, vielleicht bekommt sie dann ja auch wieder Lust auf Sex. Vielleicht!
Aber so zu sagen, na, aber zur Ehe gehört Sex, Schatz ... also, ich denke, das wird nichts.
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elmar50
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 13:22

biber hat geschrieben:
Man heiratet ja jetzt nicht nur wegen dem Sex, oder?

Vielleicht solltest Du da auch mal hinschauen, vielleicht fühlt sich Deine Frau darauf reduziert?
Richtig, man heiratet nicht nur wegen Sex. Aber eben auch.
Und wenn dann so Sätze kommen wie "Sex ist doch nicht so wichtig", wenn "Mann" mal wieder was will, dann sagt das doch sehr viel über sein Gegenüber aus. Nämlich dass für den Partner Sex nur nocgh einen sehr nachrangigen oder gar keinen Stellenwert mehr hat. Und das kanns dann doch wohl auch nicht sein...
Dass sich meine Frau nur auf Sex reduziert fühlt, kann schon deswegen nicht sein, weil wir ja kaum noch Sex haben.


leberblümchen
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 13:23

Ehrlich gesagt, biber, bin ich durchaus der Meinung, dass es normal ist, in einer Ehe zumindest grundsätzlich Geschlechtsverkehr zu haben. Anders gesagt: dass man sich erotisch anziehend findet. Denn das macht den Unterschied zu einem platonischen Freund aus, von denen man viele haben kann, während eine eine eheähnliche Gemeinschaft oder eine Ehe nun mal eine exclusive Beziehung ist.

Dass innerhalb einer Ehe im Laufe von Jahren und Jahrzehnten Schwankungen auftreten, ist ebenso normal.

Es hat aber nichts mit Diffamierung zu tun, wenn ein Partner irgendwann feststellt, dass die erotische Beziehung zu seiner Frau dauerhaft kaputt ist. Das ist NICHT normal. Wenn beide keinen Sex wollen, dann ist das etwas anderes. Aber dann besteht dort Konsens über das nicht vorhandene Begehren.

Indem man so tut, als sei heutzutage ALLES normal, tut man sich selbst auch keinen Gefallen.

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elmar50
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 13:23

freeway hat geschrieben:
elmar50 hat geschrieben:Das, mit Verlaub, halte ich für eine Illusion. Welches verliebte Paar, das z.B. heiraten möchte, setzt sich zusammen und legt fest, wie oft und in welcher Art und Weise sie in der Ehe Sex haben wollen ...
vielleicht die, bei denen vor der heirat "fast gar nichts ging bzw. nur auf massives drängen von einer seite"?
Da hast du wohl recht, aber hinterher ist "Mann" immer schlauer...

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