Frauen: Angst vor Penis und Sperma?

Fragen und Erfahrungsaustausch über sexuelle Problembereiche wie Sexualstörungen, rund um gleichgeschlechtliche Sexualität und sexuelle Identität, den Umgang mit sexuellen Neigungen wie Fetischismus, S/M usw. - ausser Aufklärungs-Fragen.
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stern
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 15:10

elmar50 hat geschrieben:Über den Sexzustand unserer Ehe haben wir natürlich geredet. Nur - reden bringt meiner Meinung nach, wie bereits früher ausgeführt, gar nichts, auch wenn viele Schreiber hier gegenteiliger Meinung sind.
Ich hoffe, ich hab' es nicht überlesen... aber wie begründet sie denn ihre "Lustlosigkeit" genau? Sex wird eh überbewertet o.ä.?
Liebe Grüße
stern 🌈💫
»Die Dummheit hat aufgehört sich zu schämen«
(Heidi Kastner)

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elmar50
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 15:13

Nico hat geschrieben:Du hast es also noch nie probiert wie andere Frauen auf dich ansprechen ?

Wie würdest du deine Ehe denn bezeichnen wenn der Sex durchschnittlich gut und alles andere genau so wie derzeit wäre ?
Wäre es dann für dich eine gute, glückliche, befriedigende Ehe für dich ?
Ja ich denke schon.
Natürlich gibt es auch bei uns Unstimmigkeiten und mal einen Streit. Doch das würde ich bei einem funktionierenden Sexleben ohne Probleme ausgleichen und beilegen können.
Ich muss auch ganz ehrlich sagen, für ein bisschen Sex bin ich sehr leicht auch emotional "um den Finger zu wickeln". Weiß nicht ob das so gut ist...

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elmar50
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 15:14

stern hat geschrieben:
elmar50 hat geschrieben:Über den Sexzustand unserer Ehe haben wir natürlich geredet. Nur - reden bringt meiner Meinung nach, wie bereits früher ausgeführt, gar nichts, auch wenn viele Schreiber hier gegenteiliger Meinung sind.
Ich hoffe, ich hab' es nicht überlesen... aber wie begründet sie denn ihre "Lustlosigkeit" genau? Sex wird eh überbewertet o.ä.?
Sie begrübdets eigentlich gar nicht so richtig...
Am ehesten noch so, wie du sagst


leberblümchen
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 15:17

Nur mal aus Neugier: Magst du meine Frage noch beantworten? Interessiert mich wirklich!

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Nico
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 15:20

Zukunftspläne, Erwartungen ans Leben, Freizeitgestaltung, Interessen usw. ?
Geht ihr da weitestgehendst konform oder existiert das alles überhaupt nicht bei euch ?
Du erwähnst NICHTS davon, es geht nur um Sex, aber nach meinen Erfahrungen gibt es derart schwere sexuelle Probleme nicht isoliert vom restlichen Zusammenleben.
Nicht das schwarze Schaf ist anders, sondern die weißen Schafe sind alle gleich ;)

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Pitt
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 15:21

Noch ein bissel Lesestoff:

viewtopic.php?f=5&t=25638&hilit=kein+sex

Lg
Pitt

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ExtraordinaryGirl
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 15:21

Ich weiss, der Beitrag ist jetzt schon einige Seiten her. Ich antworte nun trotzdem darauf.
Pitt hat geschrieben:
ExtraordinaryGirl hat geschrieben: Ein Muss gibt's für mich beim Sex nicht. Meinem Partner geht's glücklicherweise genauso.
Also wäre Dir auch Sex ohne Penetration recht, - da es ja kein "Muss" gibt?

Lg
Pitt
Recht wäre mir Sex ohne Penetration nicht. Aber ich würde versuchen, die Gründe meines Partners dafür in Erfahrung zu bringen, und dann für mich entscheiden, ob das, was er mir gibt, mir genügt. Ansonsten gilt es, die Konsequenzen zu ziehen.

Das ändert aber nichts daran, dass er das Recht dazu hat, jederzeit "Nein." zu sagen, und ein Recht darauf hat, dass dieses "Nein." ohne Weiteres akzeptiert wird. Umgekehrt genauso.

Was ich für mich daraus mache, ist wiederum meine Sache.
"Charakter zeigt sich in der Krise."

(Helmut Schmidt)

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Jugendstil
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 15:23

Immerhin sorgt Elmar ja für sich, indem er gelegentlich eine Prostituierte aufsucht, (obwohl das mit "wirklichem gegenseitigen Begehren" natürlich nichts zu tun hat).
Überraschend, dass sich die Damen hier dazu noch nicht geäußert haben.
Ähm, ich - wenn ich mit "Dame" auch gemeint war - hatte mich gleich anfangs dazu geäußert: ein eher schmerzlicher Ausweg, nicht erfüllend, so sehe ich es. Ist es eine Lösung? Wohl eher eine Notlösung.

Jedenfalls schätze ich es so ein, dass es für Elmar nicht toll ist. Eine Dauerfreundin hatte ich auch schon angedacht, würde ich aber ihm nicht zutrauen (er scheint mir nicht der Typ dafür zu sein, sich damit wohlzufühlen) und auch keiner der beteiligten Frauen wünschen.

Bei so etwas gibt es m. E. keinen leichten Ausweg; irgendwo werden Opfer am Weg zurückbleiben....
Zuletzt geändert von Jugendstil am Sa., 25.05.2013, 15:30, insgesamt 1-mal geändert.

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Sunny75
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 15:29

Jugendstil hat geschrieben: Bei so etwas gibt es m. E. keinen leichten Ausweg; irgendwo werden Opfer am Weg zurückbleiben....
Nun ja, man könnte es aber auch so sehen, dass Elmar sich UND seiner Frau, durch sein konsequentes Ausharren, die Chance nimmt, dass BEIDE einen Partner finden, mit dem sie ein erfüllendes (Sex-)Leben führen können!
Jede Krise birgt auch eine Chance in sich

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Jugendstil
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 15:30

Ich habe viel weiter vorn deshalb auch gesagt, dass ich in dieser Lage nur die Trennung als Ausweg sähe - für beide.

Aber auch dabei wirds sicher nicht ohne Kummer abgehen.

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Nico
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 15:34

Jugendstil hat geschrieben: Aber auch dabei wirds sicher nicht ohne Kummer abgehen.

Als ob der derzeit nicht vorhanden wäre.....
Nicht das schwarze Schaf ist anders, sondern die weißen Schafe sind alle gleich ;)

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Pitt
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 15:50

ExtraordinaryGirl hat geschrieben: Das ändert aber nichts daran, dass er das Recht dazu hat, jederzeit "Nein." zu sagen, und ein Recht darauf hat, dass dieses "Nein." ohne Weiteres akzeptiert wird. Umgekehrt genauso.
Was ich für mich daraus mache, ist wiederum meine Sache.
Wenn Du aus dem "Nein" Konsequenzen ziehst, dann akzeptierst Du das "Nein" nicht wirklich.
Denn die Konsequenzen sind nicht allein Deine Sache, sondern betreffen euch beide.

Konsequenzen aufzeigen ist übrigens ein gutes Stichwort.
Auch Elmar sollte seiner Partnerin "Konsequenzen" ihrer Vorstellung von Sexualität aufzeigen.

Lg
Pitt


leberblümchen
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 15:53

Wenn Du aus dem "Nein" Konsequenzen ziehst, dann akzeptierst Du das "Nein" nicht wirklich.
Denn die Konsequenzen sind nicht allein Deine Sache, sondern betreffen euch beide.
sehr gut gesagt! Das wird häufig vergessen, dass ein Akzeptieren wirklich ein Akzeptieren ist.

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ExtraordinaryGirl
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 16:01

Hast Recht, Pitt.

Das räume ich ein. War mein Fehler.

Ich muss deshalb präzisieren: Es gibt vieles, was ich akzeptieren könnte - ohne, dass es sich negativ auf unsere Beziehung auswirken würde. Aber nicht alles.

Ich störe mich, glaube ich, an der Radikalität, die ich aus deiner Aussage herauslese.

Du möchtest in einer Beziehung offenbar nicht auf Oralverkehr verzichten. Das ist völlig legitim und du darfst, finde ich, jederzeit deine Konsequenzen ziehen, wenn eine Frau dem nicht nachkommt. Würde ich sogar jedem dringend raten.

Wenn aber die Frau, die du liebst, dich nicht oral befriedigen möchte - interessiert dich das denn gar nicht? Kannst du dir nicht vorstellen, aus Liebe zu einem Menschen auf etwas zu verzichten?

Ich mir schon.
Zuletzt geändert von ExtraordinaryGirl am Sa., 25.05.2013, 16:03, insgesamt 1-mal geändert.
"Charakter zeigt sich in der Krise."

(Helmut Schmidt)


ziegenkind
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 16:03

pitt, den anderen in seinem so-sein zu AKZEPTIEREN heißt nicht, ihm das immer unrealistische versprechen zu machen, alles bleibt so, wie es ist. das tut es nie. bei so was hör ich immer auch so symbiose-vorstellungen mit durch - wir beide hand in hand und für immer vereint.

wenn ich mich von einem anderen trenne, weil mir etwas fehlt, kann ich ihn trotzdem weiter mögen und sogar lieben (gibt es ja mehrer formen von und nur einen/eine zu lieben und darauf stolz zu sein, das wär für mich eine störung) - wenn ich erwachsen bin und nicht kindlichen symbiosewünschen anhänge (die ich verstehe und kenne, von mir, früher). damit gebe ich ihm auch raum, jemanden zu finden, mit dem es ihm besser gehen wird als mit einem unzufriedenen und mäkelnden mir.

ich glaub darum geht es: ich und niemnd sonst muss für mich entscheiden, worauf ich verzichte kann und worauf nicht. alles und immer perfekt, das ist wohl auch eine kindliche illusion. aber sich zu entscheiden, das man bleibt und dann unglücklich sein bzw. dem anderen latente schuldvorwürfe machen - das ist, in meinen augen, kindlich, retardiert, unreif. wirlichkeitsflucht. so entsteht keine zufriedenheit.
Die Grenzen meines Körpers sind die Grenzen meines Ichs. Auf der Haut darf ich, wenn ich Vertrauen haben soll, nur zu spüren bekommen, was ich spüren will. Mit dem ersten Schlag bricht dieses Weltvertrauen zusammen.

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