Frauen: Angst vor Penis und Sperma?

Fragen und Erfahrungsaustausch über sexuelle Problembereiche wie Sexualstörungen, rund um gleichgeschlechtliche Sexualität und sexuelle Identität, den Umgang mit sexuellen Neigungen wie Fetischismus, S/M usw. - ausser Aufklärungs-Fragen.
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elmar50
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 16:07

titus2 hat geschrieben:Elmar, mal abgesehen davon, dass man das eh nicht so genau sagen kann: Wie würdest du denn denken und fühlen, wenn ihr keine Kinder und vielleicht kein Haus etc. hättest? Würdest du mit deiner Frau zusammenbleiben wollen, nur weil sie deine Frau ist? Gibt es Dinge, die du an eurer Beziehung schätzt? Oder fühlst du dich, als müsstest du eine zentnerschwere Last auf deinen Schultern tragen? Hast du das Gefühl, dass auch sie leidet? Oder lässt sie dich eher auflaufen?
Natürlich schätze ich auch Dinge an meiner Frau, sonst hätte ich sie ja nicht geheiratet...
Aber zum jetzigen Zeitpunkt, wenn man sich die Kinder, das Haus, alles andere, was wir zusammen erreicht und geschaffen haben wegdenkt... wäre eine Trennung wohl nicht mehr undenkbar für mich.
Allerdings ist das ja rein hypothetisch, denn die vorhandenen und Erreichten Gegebenheiten lassen sich eben nicht wegdenken...

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ExtraordinaryGirl
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 16:14

Das ist nun vielleicht OT, aber es sind Aspekte, welche mir fehlen in der Diskussion über Sex in einer Beziehung:

Empathie
Rücksichtsnahme
Respekt vor den Grenzen des Gegenübers
Entgegenkommen
Das gemeinsame Erkunden der Sexualität mit dem neuen Partner, fern von dem, was von aussen diktiert wird.

Hmm.
Zuletzt geändert von ExtraordinaryGirl am Sa., 25.05.2013, 16:17, insgesamt 3-mal geändert.
"Charakter zeigt sich in der Krise."

(Helmut Schmidt)

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Jugendstil
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 16:14

ich und niemnd sonst muss für mich entscheiden, worauf ich verzichte kann und worauf nicht. alles und immer perfekt, das ist wohl auch eine kindliche illusion. aber sich zu entscheiden, das man bleibt und dann unglücklich sein bzw. dem anderen latente schuldvorwürfe machen - das ist, in meinen augen, kindlich, retardiert, unreif. wirlichkeitsflucht. so entsteht keine zufriedenheit.
Richtig! Ich muss die Verantwortung übernehmen, für mich, für meine Entscheidungen.
(Dann habe ich es übrigens auch nicht nötig, Einstufungen vorzunehmen, was angeblich normal ist oder eine Störung.)
Die Verantwortung für die Familie lässt sich damit jedoch nicht einfach abstreifen. Nur kann ich mich auch dahinter verstecken, um eben keine Entscheidung treffen zu müssen.
Zuletzt geändert von Jugendstil am Sa., 25.05.2013, 16:17, insgesamt 1-mal geändert.

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elmar50
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 16:17

Nico hat geschrieben:Zukunftspläne, Erwartungen ans Leben, Freizeitgestaltung, Interessen usw. ?
Geht ihr da weitestgehendst konform oder existiert das alles überhaupt nicht bei euch ?
Du erwähnst NICHTS davon, es geht nur um Sex, aber nach meinen Erfahrungen gibt es derart schwere sexuelle Probleme nicht isoliert vom restlichen Zusammenleben.
Selbstverständlich existiert das alles auch bei uns. Und wir haben auch auf vielen (den meisten) Gebieten eine weitgehende Übereinstimmung unsrer Vorstellungen und Werte. Das könnte ich jetzt natürlich alles aufzählen, bringt aber für das eigentliche Problem doch herzlich wenig.
Im Übrigen zäumst du das Pferd schon wieder von hinten auf:
Für mich resultieren die Probleme nicht aus dem restlichen Zusammenleben, sondern das restliche Zusammenleben wird von den Sexproblemen ebenfalls runtergezogen.
Im Nachhinein betrachtet kann es natürlich so aussehen, als ob durch die immer geringer werdende emotionale Bindung und die weniger gemeinsam verfolgten Ziele die Sexualität leiden würde, in Wahrheit ist es aber genau andersherum.

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Jugendstil
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 16:20

Empathie
Rücksichtsnahme
Respekt vor den Grenzen des Gegenübers
Entgegenkommen
Das fällt ja wohl bei jeder Form von egoistischem Sex raus.


candle.
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 16:21

Es gibt ja auch noch die Möglichkeit, dass sich deine Frau aus der Beziehung löst elmar50.

candle
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elmar50
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 16:22

ExtraordinaryGirl hat geschrieben:Das ist nun vielleicht OT, aber es sind Aspekte, welche mir fehlen in der Diskussion über Sex in einer Beziehung:

Empathie
Rücksichtsnahme
Respekt vor den Grenzen des Gegenübers
Entgegenkommen
Das gemeinsame Erkunden der Sexualität mit dem neuen Partner, fern von dem, was von aussen diktiert wird.

Hmm.
Da stimm ich dir voll zu, das gehört alles zu einer guten, funktionierenden Beziehung. Ich denke auch, dass wir einen Großteil davon erfüllen. Nur beim gemeinsamen Erkunden der Sexualität des Partners, da haperts eben ganz gewaltig, und das überdeckt letztlich viele andere, positive Gesichtspunkte. Tut mir Leid, ich empfinde es eben so, ich kann auch nichts dran ändern...

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elmar50
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 16:24

candle. hat geschrieben:Es gibt ja auch noch die Möglichkeit, dass sich deine Frau aus der Beziehung löst elmar50.

candle
Sicher gibt es die Möglichkeit. Bisher hat sie dazu allerdings in keinster Weise Andeutungen gemacht.

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Nico
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 16:25

Mhm, wenn das Wörtchen wenn nicht wär...
elmar du bist bequem und feige, du gehst den Weg des geringsten Widerstandes. Weder Ehrlichkeit, noch Treue und schon gar nicht Liebe spielt die geringste Rolle bei dir. Du gehst ohne mit der Wimper zu zucken ins Puff weil das der einfachere Weg ist als mit deiner Frau einmal Tacheles zu reden. Du führst deine Kinder als Grund für dein Verharren an und kommst dir dabei nobel vor, dabei setzt du sie dieser vergifteten Atmosphäre aus und schädigst sie für ihr ganzes Leben nur weil es nicht so leicht für dich wäre Verantwortung für dein Leben zu übernehmen.
Hast du in deinem Haus eigentlich schon längst alle Spiegel abmontiert oder schaust du nur einfach in keinen rein ?
Nicht das schwarze Schaf ist anders, sondern die weißen Schafe sind alle gleich ;)


candle.
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 16:26

elmar50 hat geschrieben:
Sicher gibt es die Möglichkeit. Bisher hat sie dazu allerdings in keinster Weise Andeutungen gemacht.
Wäre das denn für dich eine angenehme Lösung?

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ziegenkind
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 16:26

jugendstil, aber genau das ist doch die verlockung: der eigenen verantwortung etwa durch den blick in die statistik zu entfliehen. das war doch als kind so schön: einerseits musste man sich keinen kopf machen. mami hat gesagt, was gut und was richtig ist. (vielleicht ja bald das ministerium....) andererseits war man nie nicht verantwortlich und konnte eben deshalb immer und jederzeit meckern.

"verstehen" tue ich das ein stück weit schon. wer sehnt sich manchmal nicht nach kind sein? ist ja schon auch anstrengend mit der verantwortung und der freiheit. ich hab nur gemerkt: mir hat das angst gemacht, angst davor, dass es mir nächstes mal nicht gelingt, den anderen dazu zu bringen, sich genau so zu verhalten, wie ich das ganz, ganz existentiell brauch. das loszulassen ist schon arg befreiend (mit rückfällen). ich hab auf einmal viel weniger angst, ohne therapie hätte ich das nicht gelernt. erzogen worden bin ich nämlich wie wahrscheinlich viele von symbiotisch lebenden eltern, die in dem sinne immer kind geblieben sind.
Die Grenzen meines Körpers sind die Grenzen meines Ichs. Auf der Haut darf ich, wenn ich Vertrauen haben soll, nur zu spüren bekommen, was ich spüren will. Mit dem ersten Schlag bricht dieses Weltvertrauen zusammen.

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elmar50
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 16:31

Nico hat geschrieben:Mhm, wenn das Wörtchen wenn nicht wär...
elmar du bist bequem und feige, du gehst den Weg des geringsten Widerstandes. Weder Ehrlichkeit, noch Treue und schon gar nicht Liebe spielt die geringste Rolle bei dir.


Sorry, aber das kannst du wohl nicht beurteilen.
Nico hat geschrieben:Du gehst ohne mit der Wimper zu zucken ins Puff
Ja, inzwischen schon, hab auch kein schlechtes Gewissen dabei
Nico hat geschrieben:weil das der einfachere Weg ist als mit deiner Frau einmal Tacheles zu reden.
Glaub mir, ich hab oft genug mit meiner Frau geredet. Nächtelang. Auch sehr deutlich. Bringt aber nichts. Ist eben so. Ich hätts ja auch gern anders...
Nico hat geschrieben:Du führst deine Kinder als Grund für dein Verharren an und kommst dir dabei nobel vor, dabei setzt du sie dieser vergifteten Atmosphäre aus und schädigst sie für ihr ganzes Leben nur weil es nicht so leicht für dich wäre Verantwortung für dein Leben zu übernehmen.
Nein, ich komm mir gar nicht nobel vor, ich werde nur nicht eine einmal übernommene Verantwortung einfach wegwerfen und so tun, als ginge mich das gar nichts an
Nico hat geschrieben:Hast du in deinem Haus eigentlich schon längst alle Spiegel abmontiert oder schaust du nur einfach in keinen rein ?
Falls du mir hier ein schlechtes Gewissen oder sowas in der Art einreden willst, das wirst du nicht schaffen. So viel Selbstwertgefühl hab ich schon noch.

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elmar50
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 16:33

candle. hat geschrieben:
elmar50 hat geschrieben:
Sicher gibt es die Möglichkeit. Bisher hat sie dazu allerdings in keinster Weise Andeutungen gemacht.
Wäre das denn für dich eine angenehme Lösung?

candle
Nein

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ExtraordinaryGirl
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 16:39

Verantwortung übernehmen ... Nach diesen Worten habe ich gesucht, ziegenkind. Danke.

Weisst, elmar, ich kann schon verstehen, dass die Situation schwer auszuhalten für dich ist.

Nur: Emotionale und körperliche Nähe in einer gesunden Beziehung beruhen immer auf Freiwilligkeit.

Du kannst sie nicht dazu zwingen, an den Problemen zu arbeiten, die da sind. Du kannst die Bitte an deine Frau herantragen - selbstverständlich.

Aber wenn sie nicht will, dann will sie nicht. Das ist ihr gutes Recht.

Und wenn es sich bei dir so darstellen sollte, kannst du, so, wie ich das sehe, die Situation akzeptieren und das Beste aus ihr machen - oder du gehst.
Zuletzt geändert von ExtraordinaryGirl am Sa., 25.05.2013, 16:42, insgesamt 1-mal geändert.
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(Helmut Schmidt)


candle.
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Beitrag Sa., 25.05.2013, 16:40

Es ist dann aber auch nicht so ganz nachvollziehbar, dass du dich anmeldest und dich beklagst, weil du ja die Wahl hast, die du ja nun SO getroffen hast bis an dein Lebensende. Ich kann da also nicht wirklich mein Bedauern aussprechen, vielleicht brauchst du das auch gar nicht.

Mir ist es durchaus auch bekannt, dass es solche Absprachen gibt, dass Mann sich außerhalb sexuell betätigen darf. Ich wundere mich aber schon, dass deine Frau damit kein Problem hat. Ich kenne das eher nur problematisch.

Nun kenne ich dein Leben ja auch nicht wirklich, aber glüclich ist für mich doch etwas anderes. Bewußt sein Leben so auszuhalten, kann ich mir für mich nicht vorstellen.

candle
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