Schwierigkeiten in der Beziehung zu meinem Therapeuten

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Psychotherapie (von der es ja eine Vielzahl von Methoden gibt) gesammelt? Dieses Forum dient zum Austausch über die diversen Psychotherapieformen sowie Ihre Erfahrungen und Erlebnisse in der Therapie.

mio
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Beitrag Mo., 06.06.2016, 18:40

Baerchen hat geschrieben:ich will es nicht anders. ich muss mich dann damit abfinden, dass sich nichts veraendert.
Welchen Vorteil hat es denn, dass sich nichts verändert? Wem hilft es? Und wobei hilft es?

Was tust Du wenn Du schweigst?

Was tust Du wenn Du nichts isst?

Wie sieht Dein Kontakt zur Umwelt aus in diesen Momenten? Gibt es da einen? Gibt es da keinen?

Welche Funktion hat das für Dich heute?

Welche Funktion hatte das für Dich als Kind?

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Alyssa
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Beitrag Mo., 06.06.2016, 18:50

Isabe
Dass hier nur weichgespülte Kommentare von Leuten erwünscht sind, die ihre Therapie bereits abgeschlossen haben, bzw. die in einer nicht erfolgreichen Therapie feststecken, ist wohl nicht deutlich genug kommuniziert worden.
Danke für den Hinweis. Ich bin dann mal weg hier.

Bärchen
Viel Erfolg für die Zukunft.


isabe
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Beitrag Mo., 06.06.2016, 18:58

Das empfinde ich zum Beispiel als dysfunktional: den beleidigten Rückzug. Das ist auch nicht reifer als das, was Baerchen macht, nur irgendwie aggressiver.

Kurz zum Inhaltlichen: Es ist völlig unwichtig, WER hier schreibt, nehme ich an. Nur wenn jemand großartige Parolen schwingt, wie Baerchen sich doch verhalten muss, dann ist das komisch, wenn derjenige selbst noch im Prozess steckt oder womöglich gar erst am Anfang. Wie wäre es, einfach mal aufzuhören damit, Forderungen an sie zu stellen?

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Candykills
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Beitrag Mo., 06.06.2016, 19:04

isabe hat geschrieben:Das empfinde ich zum Beispiel als dysfunktional: den beleidigten Rückzug. Das ist auch nicht reifer als das, was Baerchen macht, nur irgendwie aggressiver.
Bärchen ist ein Energievampir...ich denke das ist einfach vielen klar.
Und es ist natürlich viel sinnvoller sie in ihrer dysfunktionalen Art zu bestärken. Aber weißt du, ich glaube es ist völlig egal, ob man sie bestärkt oder ihr irgendwas entgegnet. Bärchen hat doch klar gesagt, dass sie sich nicht ändern will. Das wirst du auch nicht mit Engelszungen erreichen, wenn nicht mal ihr Therapeut irgendwas in ihr zu bewegen vermag. Du bist schließlich auch nur Laie.
Ich bin wie einer, der blindlings sucht, nicht wissend wonach noch wo er es finden könnte. (Pessoa)

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Lockenkopf
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Beitrag Mo., 06.06.2016, 19:07

Baerchen hat geschrieben:mein leidensdruck, kann hier keiner einschaetzen.

es macht mich wuetend, wenn jemand denkt, es geht mir gut.

was ich taeglich auszuhalten habe (an beschwerden), macht mich beinahe kirre.
Wenn dem tatsächlich so wäre, hätte deine Psychotherapie Erfolg und du würdest dein Leben verändern.

Nein, Du brauchst Dein Leid, ganz dringend. Dir darf es garnicht gut gehen. Du willst leiden, ganz bewust, um bemitleidet und versorgt zu werden. So fühlst Du dich wohl.
Und darum änderst Du auch nichts!!!

Es ist dein gutes Recht endlos zu leiden. Ein Recht versorgt zu werden hast Du allerdings nicht.
Liebe Grüße
Lockenkopf


isabe
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Beitrag Mo., 06.06.2016, 19:10

Das stimmt, Candykills. Und ich glaube auch nicht, dass ich besonders hilfreich bin (das ist mir auch schon aufgefallen). Aber ich möchte Baerchen das nicht vorwerfen, wie käme ich denn dazu?

Baerchen:
Hast du mal was über die masochistische Persönlichkeit gelesen?

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ExtraordinaryGirl
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Beitrag Mo., 06.06.2016, 19:14

Baerchen hat geschrieben:
ExtraordinaryGirl hat geschrieben:Ist es nun ein Müssen oder ein Wollen?
danke dir. aber ich habe keine ahnung.
Weißt du, damit wollte ich dich nicht unter Druck setzen oder so ...

Ich finde die Frage nur wichtig, weil hinter dem "Müssen" gemäß meiner Einschätzung mehr Leidensdruck steht als hinter dem "Wollen" (ich könnte mich aber auch irren, weil ich nichts von Krankheitsgewinn etc. verstehe).

Ich weiß nicht, ob die Situationen vergleichbar sind, aber ich habe als Kind sehr wenig emotionale Zuwendung gekriegt und kenne das Bedürfnis, dass sich jemand um mich kümmert.

Und ich versuche momentan, zu akzeptieren, dass sich das nicht nachholen lässt und an den Schäden zu arbeiten, die das Erlebte verursacht hat. Ich leide aber auch darunter.
Zuletzt geändert von ExtraordinaryGirl am Mo., 06.06.2016, 19:19, insgesamt 3-mal geändert.
"Charakter zeigt sich in der Krise."

(Helmut Schmidt)


mio
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Beitrag Mo., 06.06.2016, 19:14

isabe hat geschrieben:Wie wäre es, einfach mal aufzuhören damit, Forderungen an sie zu stellen?
Und dann?
Baerchen hat geschrieben:auch nach 200 sitzungen ist es fuer mich undenkbar, dass die therapie nach 300h vermutlich nicht mehr weiter geht. selbst bezahlen kann ich sie nicht. ich wuerde keinen sinn darin sehen, nur zuhause zu leben. ich bin abhaengig, von meiner mum. ich lebe mit ihr zusammen. wir haben ein ganz arge enge verbindung.

ich habe in der therapie ein wenig herausgearbeitet, dass sie fuer mich, wie mein eigenes kind ist.

ich habe den eindruck, sie ist wie ausgeliefert, wenn sie niemanden an ihrer seite hat. ich fuehle mich verpflichtet, fuer sie da zu sein.

ich bin derart eingebunden, dass ich mich nicht trennen kann. das schicksal wird uns trennen muessen, denke ich.

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Candykills
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Beitrag Mo., 06.06.2016, 19:18

Möbius' Analyse zu diesem Fall wäre mal interessant gewesen.
Ich bin wie einer, der blindlings sucht, nicht wissend wonach noch wo er es finden könnte. (Pessoa)

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stern
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Beitrag Mo., 06.06.2016, 19:21

Die Bedeutung des Segelfliegens ist an verschiedenen Stellen bereits erläutert gewesen:

Freiheit plus

als ich dann aber den schein hatte, war dem fluglehrer alles egal. alles was ich machte, war dann ganz alleine meine sache. und ab dem zeitpunkt habe ich auch keinen sinn mehr am segelfliegen erkannt.

vielleicht war es gut, dass mich das praeparat lahm legte. wer weiß, was ich alles riskiert haette, gerade beim segelfliegen.

was ich heute auch wieder festgestellt habe, dass ich wirklich die gefahren suche. ich suche den andrenalkick. ich brauche das. habe ich auch in letzter zeit bemerkt.

segelfliegen war das eine, denn auch da war ich gerne mal bereit, ins unwetter zu fliegen.

Wenn so viele Beschwerden vorhanden sind, ist es jedoch wohl auch nicht ratsam, sich nochmals in einen Segelflieger zu setzen.

Das Aufmerksamkeitsbedürfnis ist hoch... nur denke ich, bildet der Thread ab, wie Reaktionen auch im RL aussehen würden, wenn über Krankheit Zuwendung erreicht werden solle. Vllt. reagieren andere Menschen, die nicht ebenfalls krank sind, noch eine Spur anders...

Du bedankst dich zwar (schon öfters), aber ich denke du kannst auch nicht wirklich etwas daraus ziehen... bist aber auf Reaktion angewiesen nach dem Prinzip: lieber noch negative als gar keine. Dabei habe ich auch nicht den Eindruck, dass dir jemand vor den Karren fahren will, auch wenn manche Resonanz schwer bekömmlich für dich ist.

Du steckst schlichtweg fest: Die geht es schlecht (das glaube ich gut gerne), aber gleichzeitig nimmst du das nicht zum Anlass etwas umzugestalten. Retten wird dich niemand... das ist wiederum recht kindlich, einen solchen Ausweg zu suchen. Kannst du das nicht reflektieren, dass DER Fall NICHT eintreten wird?
Liebe Grüße
stern 🌈💫
»Die Dummheit hat aufgehört sich zu schämen«
(Heidi Kastner)

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Thread-EröffnerIn
Baerchen
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Beitrag Mo., 06.06.2016, 19:26

lieben dank an isabe und alle anderen,

@mio: darueber muss ich mal nachdenken, kann auf die schnelle nichts dazu schreiben. aber ich finde deine fragen sehr interessant. ich weiß jetzt allerdings nicht, inwieweit ich die fragen absichtlich erstmal beiseite schiebe.

@isabe: ueber sadismus und die gegenseite habe ich kaum gelesen. aber ich denke, es waere nicht schlecht, wenn ich mich da mal langsam heranwage. war am rande immer mal thema in den sitzungen. und ich erkenne mich darin auch wieder. ich vermute, es macht ein gutes empfinden, mich selbst leiden zu lassen.

ich habe auch sehr seltsame fantsasien (auch in zusammenhang mit meinem therapeuten), die ich leider in den stunden kaum aussprechen kann. aber auch in zusammenhang mit aerzten. es geht darum, dass ich einerseits die naehe suche und andererseits mich wehre. aber das wehren fuehlt sich dabei auch gut an.
Zuletzt geändert von Baerchen am Mo., 06.06.2016, 19:31, insgesamt 1-mal geändert.


isabe
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Beitrag Mo., 06.06.2016, 19:28

Stern:
Ich glaube, das Segelfliegen hat noch andere Bedeutungen. Einen Adrenalinkick kann man auch weitaus kostengünstiger bekommen.

Mio:
Und dann?
Das ist die Frage, die ich mir im anderen Faden gestellt habe. Mich würde ernsthaft interessieren, wie der Therapeut mit ihr gearbeitet hat.

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Lockenkopf
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Beitrag Mo., 06.06.2016, 19:33

ExtraordinaryGirl hat geschrieben:
Baerchen hat geschrieben:
danke dir. aber ich habe keine ahnung.
Weißt du, damit wollte ich dich nicht unter Druck setzen oder so ...

Ich finde die Frage nur wichtig, weil hinter dem "Müssen" gemäß meiner Einschätzung mehr Leidensdruck steht als hinter dem "Wollen" (ich könnte mich aber auch irren, weil ich nichts von Krankheitsgewinn etc. verstehe).
Das lässt sich ändern, Google hilft weiter.
Liebe Grüße
Lockenkopf

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Solage
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Beitrag Mo., 06.06.2016, 19:33

Hallo Baerchen,

ich finde es interessant, dass Dir hier so viele User schreiben, auch wenn sie Dich zurechtweisen und meinen, dass sie Dich genauso versorgen wie Du es vom Therapeuten, der Mama, erwartest. Sie tun es trotzdem immer wieder. Auch wenn da von Dir kein Veränderungswille zu erkennen ist. Das ist jetzt nicht Dein Problem, ist doch jeder hier selbst für sich verantwortlich. Braucht sich doch hier niemand aussaugen zu lassen.
Du schaffst es aber immer wieder durch Deine Äußerungen Reaktionen hier zu provozieren. Das hat auch was. Das ist auch eine Stärke. Vielleicht schaffst Du es irgendwann diese Energie, die Du ja wohl hast, für Dich so umzulenken, dass Du weder eine psychische noch eine physische Regression nötig hast. Dann fliegst vielleicht wieder in Deinem Segelflieger davon, in ungeahnte Höhen.

Hier drehen sich immer wieder mal User im Kreis, ich auch, aber so viel Aufmerksamkeit wie Du dafür bekommst, ist selten. Das erstaunt mich irgendwie. Wenn es Deiner Mutter, Deinem Therapeuten, auch so ergehen sollte, dann bekommst Du nicht zu wenig Aufmerksamkeit.

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ExtraordinaryGirl
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Beitrag Mo., 06.06.2016, 19:34

Lockenkopf hat geschrieben:
ExtraordinaryGirl hat geschrieben:
Weißt du, damit wollte ich dich nicht unter Druck setzen oder so ...

Ich finde die Frage nur wichtig, weil hinter dem "Müssen" gemäß meiner Einschätzung mehr Leidensdruck steht als hinter dem "Wollen" (ich könnte mich aber auch irren, weil ich nichts von Krankheitsgewinn etc. verstehe).
Das lässt sich ändern, Google hilft weiter.
Das weiß ich. Aber ich muss hier nicht die Therapeutin mimen.
"Charakter zeigt sich in der Krise."

(Helmut Schmidt)

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