Gruppentherapie - hat schlecht angefangen

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Psychotherapie (von der es ja eine Vielzahl von Methoden gibt) gesammelt? Dieses Forum dient zum Austausch über die diversen Psychotherapieformen sowie Ihre Erfahrungen und Erlebnisse in der Therapie.

mio
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Beitrag So., 05.07.2020, 23:01

münchnerkindl hat geschrieben: So., 05.07.2020, 22:51 Um über intime Lebenserfahrungen etc zu sprechen braucht es einen Rahmen wo sich alle Beteiligten sicher fühlen können. Wie soll eine Gruppentherapie funktionieren, wenn ich mit einem übergriffigen Kommentar rechnen muss oder man mich nicht ausreden lässt wenn ich mich öffne und etwas privates aus meinem Leben berichte?
Das kann ich schon nachvollziehen, dass das dann schwierig wird. Ich würde aber mit "solchen Leuten" so oder so gar nicht darüber reden wollen, dh. ich würde mich wenn ich wüsste dass die sich nur "einreguliert" haben weil es halt verlangt wird aber die gar nicht wirklich so sind auch dann nix sagen wenn die das lassen würden. Dazu wäre mir mein "Intimes" einfach zu wertvoll.

Zumal es ja sehr individuell sein kann was jemand als "übergriffig" oder "nicht ausreden lassen" wahrnimmt. Meint: Bereis da kann es ja zu Verzerrungen kommen die sich über Regeln zwar lösen lassen, den ganzen Prozess aber ja auch irgendwie "starr" machen.

Ich kenne das eigentlich nur aus sozialen Ausbildungen, also diese Regeln die da dann angewandt werden. In dem Rahmen fand ich das auch nachvollziehbar, aber in einer Therapie würde ich mich fragen wozu ich dann dieses "scheinheilige Publikum" überhaupt brauche um mich zu öffnen? Die können doch dann auch einfach weg, also für mich könnten sie dann einfach weg. Gibt ja noch genug andere.

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mio
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Beitrag So., 05.07.2020, 23:22

münchnerkindl hat geschrieben: So., 05.07.2020, 22:51 Wie soll sich eine Ansammlung übergriffig-aggressive Menschen ohne Problemeinsicht selbst regulieren?
Sie verbünden sich gegen den vermeintlichen, gemeinsamen Feind. (Konnte man auch hier schon durchaus des Öfteren plakativ beobachten, ist zum Glück schon länger nicht mehr vorgekommen.)

(Regulieren meint in dem Fall für mich nicht dass das "gut/erwachsen" ist was passiert, sondern nur dass der "eigenen Selbstwert" durch die "Kraft der Gruppe/Zugehörigkeit" stabilisiert wird.)


mio
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Beitrag So., 05.07.2020, 23:56

münchnerkindl hat geschrieben: So., 05.07.2020, 22:56 dann gehört so eine Person meiner Meinung nach nicht in eine tiefenpsychologische Gruppentherapie.
Da magst Du Recht haben - ich kann das fachlich nicht beurteilen - aber das wird Dir nix helfen wenn der Therapeut das anders sieht. Es sei denn Du willst Dich an irgendwem oder irgendwas sinnlos abarbeiten.


No Twist
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 08:08

@mio, aus meiner Erfahrung in der Klinik: Ja, wenn die Leute vollkommen daneben sind, greift ein Therapeut auch erzieherisch ein und spiegelt ihnen ihr Verhalten und ihre damit verbundene Wirkung. Und ich finde das absolut richtig. Wenn das nicht passiert, wie es hier scheint, ist der Therapeut meiner Meinung nach nicht bei der Sache und verdient einfach nur Kohle mit einer sogenannten Gruppentherapie. Was ist da denn Therapie? Natürlich muss man Menschen, die verbal aggressiv sind, spiegeln, wie sie rüberkommen und was das auslöst, warum sie immer wieder in Probleme geraten. Aber keine Ahnung, wie lange die Gruppe schon läuft. Manchmal muss man ja erst eine tragfähige Beziehung entwickeln, bis man therapieren kann.

Ich würde mir das zumindest schenken, wenn ich das Gefühl habe, ich werde von Aggroleuten quasi überrannt. Nicht jede Therapieform, nicht jede Gruppe und nicht jeder Therapeut/Therapeutin passen zu dem eigenen Anliegen. Und sich da hin zu setzen und zu denken, man bin ich fit verglichen mit anderen, kann heilsam sein. Vielleicht ist das auch einfach das Ansinnen des Therapeuten gewesen, aufzuzeigen, dass man keine Therapie braucht (bzw. zumindest nicht diese). Das zumindest wäre die Erkenntnis, die man aus so einem Setting, wo man sich derart deplaziert fühlt, ziehen könnte. Und dann wäre durch die Therapie schon sehr viel gewonnen. Vielleicht, wenn der Therapeut doch seinen Job macht, soll das der Erkenntnisgewinn sein. Ich spekuliere, ich weiß es nicht. Aber wenn man in eine so unpassende Gruppe, wie es scheint, gesetzt wird, hat sich der Therapeut vielleicht etwas dabei gedacht. Wenn ihm nicht alles vollkommen gleich ist und er ausschließlich Geld verdienen möchte.
Ich hab an Gestern nicht gedacht und nicht an Morgen
Es ist Nacht, ich steh am Fenster
Und für einen Augenblick leb ich im Jetzt

von: Keine Zähne im Maul aber La Paloma pfeifen

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Beitrag Mo., 06.07.2020, 08:35

Guten Morgen!

Ganz lieben aufrichtigen Dank für die vielen Beiträge!!!

Ich habe alles durchgelesen und bin wirklich sehr dankbar.

Mich hat das gestern sehr beschäftigt. Ich hatte fest auf die Gruppe gezählt und es ist für mich jetzt sehr schwer, den Abbruch zu erwägen. Ich bin halt selbst in einer derart schwierigen Situation, dass schon die Behandlungspause mich sehr belastet und dass ich dem Therapeuten nicht mehr so vertrauen kann wie vorher. Es ist so eine Hilfe, hier so viele besonnene und durchaus unterschiedliche Meinungen zu lesen.

Ich versuche noch im Einzelnen, darauf einzugehen, dafür brauche ich aber mehr Zeit. Jetzt nur soviel: es wurde oft nach meinen genauen Umständen gefragt. Dafür würde ich einen eigenen Strang aufmachen. Ich liebe es, wenn Stränge so nah am Thema verlaufen wie dieser hier, sonst wird es schnell unübersichtlich. Nur soviel: ich bin in einer wirklich schwierigen Situation, habe die Therapie wie gesagt bitter nötig und der Termin, geplant auf lange Sicht, war ganz wichtig für mich.

Zu den Patienten kann und darf ich nicht viel schreiben, erstens ist das eine Therapievereinbarung. Zweitens bin ich keine Psychologin und kann die Diagnosen der anderen nur erraten. Ich erwische mich schon selbst, wie ich bestimmte Diagnosen die anderen betreffend googele, aber eigentlich hab ich selbst genug Probleme und möchte mich gar nicht so sehr damit beschäftigen. Der Thera hat mich da in ein eiskaltes Wasser geworfen, ich vermute aber stark, dass er wegen der Schweigepflicht die Diagnosen der anderen ohnehin nicht nennen darf. Was mir aufgrund der Eindrücke einfällt, sind wirklich ganz gravierende Störungen, denen ich nicht mal in der Reha begegnet bin. Darauf war ich nicht vorbereitet. Massiv beleidigendes Verhalten verkraftest du anders, wenn du weißt, der andere ist NSPler, Belästigung und Zwischenrufe nerven weniger, wenn du weißt, der andere ist manisch. Nur so als Beispiele, die Gruppe ist ja noch größer und jeder ist anders, aber jeder weicht stark von dem ab, was ich so aus Reha und sonstigen Gruppen kenne. Vom Alltag ganz zu schweigen. Ich bin wirklich geschockt.

Ich hatte ja neulich vor der Pause ein Einzelgespräch und der Thera sagt ja auch, die haben da untereinander zuletzt über eine ganze Weile miteinander gerungen. Ich kann mir gut vorstellen, wie das da abgegangen ist. Was für mich schwer auszuhalten ist, dass er da mittendrin eher eine Moderatorenrolle hat, eigentlich wirbt er intensiv bei jedem einzelnen um Vertrauen, er ist sehr präsent, aber er interveniert halt sehr subtil. Was hier mehrfach geschrieben wurde, und was ich ihm auch auf den Kopf zugesagt habe, dass ich keine Chance sehe, dass so eine Verhaltensänderung möglich sei. Untereinander keilen lassen kann man die Leute beliebig lange, damit haben die jahrelange Erfahrung und da sind die gut drin. Für mich ist das nicht der Sinn der Sache! Ich bin mit dem Thera jetzt schwer am hadern. Ich bin der Meinung, in der Eröffnungsrunde und in der Schlussrunde muss jeder reden können und für mich ist es ganz klar Sache, dass der Therapeut das gewährleistet. Das hat er mir nicht zugesagt. Ich meine, manche Mitglieder haben dafür auch keine ausreichende Impulskontrolle. Wir fangen aus meiner Sicht also bei unter Null an.

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Beitrag Mo., 06.07.2020, 08:37

Und da liegt für mich die Chance drin. Ich leide im echten Leben ja nicht an den netten Menschen. Und im echten Leben werden oft genug auch nicht die Mindeststandards eingehalten, auf der Arbeit ist das die Regel und im Privatleben tauchen auch immer mal wieder "herausfordernde" Menschen auf. In der Gruppe könnte ich den Umgang damit trainieren. Eine Alpaka-Streicheltherapie wäre schöner aber nicht zielführend in der Hinsicht. Und da bin ich in der Gruppe im Vorteil, wenn ich erkannt habe, dass die anderen kein anderes Verhalten KÖNNEN. Und ja, ein NSPler kann einen locker stundenlang fertig machen wenn man ihn läßt. Wenn mir aber klar ist, dass der schwallt, wenn ich bemerke, dass vielleicht die ersten zwei Vorwürfe noch halbwegs mit mir zu tun hatten und er dann anfängt zu raten, aber das mit einer Art raushaut, als wäre die in Stein gemeißelte Wahrheit, ja dann brauch ich mich doch nicht mehr drüber aufregen. Die anderen machen das. Ich kann halt sagen, danke für deine Meinung, ich seh das anders. Und damit hab ich schon jetzt die Spielregeln in der Gruppe geändert. Das ist jetzt ein Beispiel, die anderen torpedieren einen noch ganz anders, weniger offensichtlich. Wie im echten Leben. ANDERERSEITS in der Gruppe kommt dann doch so eine krasse negative Energie bei mir an, dass ich ernsthaft befürchte, ich könnte Schaden nehmen. Auch wenn psychische Krankheiten nicht ansteckend sind, mich hat das sehr angestrengt, obwohl ich mich wacker gehalten habe.

Also es ist eine Chance und ein echtes Risiko. Und es ist ein echtes Risiko, jetzt abzubrechen aufgrund meiner belastenden und komplizierten Lebenssituation.

Kann sein, dass ich die Behandlungspause nicht überbrücken kann und mir aus der Not was Neues suchen muss. Kann sein, dass der Thera genug von mir hat, weil ich ihn kritisiert habe. Ich wünschte, ich könnte sagen, ich hab den Quatsch nicht nötig, aber so ganz stimmt das ja nicht.

Ich halte Euch auf dem Laufenden!

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!
PS

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Montana
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 10:34

Es ist wirklich sehr hilfreich, wenn man die Probleme der anderen mal bei denen lassen kann und sich nicht jeden Schuh anziehen muss. Mir selber war es irgendwann möglich, meiner Stiefmutter da eine Grenze zu setzen. Ich bin einfach aufgestanden und habe gesagt, dass ich mich nicht weiter mit ihr auseinandersetzen werde, sondern gehe. Ich habe einfach aufgehört, eine brauchbare Zielscheibe zu sein. Und was ich nie gedacht hätte: das hat nachhaltig ihr Verhalten geändert.
Was "Erziehung" durch den Therapeuten angeht glaube ich persönlich, dass das in der gleichen Weise gemacht werden muss wie bei Kindern auch: durch ein Vorbild. Also kein starres Regelwerk, in dem sich jeder nur irgendwie zusammenreißt. Sondern offen zeigen, wie man mit Konflikten, auch inneren (!), umgehen kann. Und wer dafür nicht aufnahmefähig ist, weil er mit seiner kompletten Aufmerksamkeit in einer verbalen Schlägerei steckt, der muss eben ab und an mit der Nase drauf gestoßen werden.

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Poetry_Slam
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 10:40

...noch einen ganz wichtigen Punkt wo es auch Beiträge zu gab: ja und wem kann ich mich da mit meinen Sorgen anvertrauen. Hab ich auch beim Thera angesprochen, blieb offen. Er betont, es geht um das, was unter uns Teilnehmern stattfindet und was es bei uns auslöst.

Nur bei mir ist der Punkt, ich hab keine Schwierigkeiten mich zu öffnen. Hat da auch keinen Zweck. Die kennen da nur ihre eigene Welt, jeder auf seine Art und nichts davon wird mir helfen. Muss es aber auch nicht. Ich bin völlig frei von der Erwartung, dass andere mir beim Lösen meiner Probleme behilflich sein sollten. Aber was ich gern mal üben möchte, mich gelassen gegen so manchen unbedachten Rat und Übergriffigkeiten abgrenzen. Auch das ist im echten Leben ein Problem für mich und könnte dort geübt werden. ABer gut, dass es hier angesprochen wurde, meistens ist es halt wichtig. Da bin ich etwas eigen.

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Beitrag Mo., 06.07.2020, 10:45

Ich habe einfach aufgehört, eine brauchbare Zielscheibe zu sein. Und was ich nie gedacht hätte: das hat nachhaltig ihr Verhalten geändert.
Liebe Montana,

das freut mich für Dich! Das ist ein großer Erfolg.

Das ist großartig auf den Punkt gebracht. Aufhören, eine Zielscheibe zu sein. Das nehm ich mit! Wie vieles andere hier.

Sollte ich in der Gruppe weitermachen, erwartet mich allerdings jede Menge Irritation und Gegenwind. Könnte echt zu viel sein.

LG PS

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chrysokoll
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 11:03

also ich lese schon heraus dass "herausfordernde" Momente mit anderen Menschen dein Thema sind, das du bearbeiten möchtest und musst. An dem du leidest, auch im Alltag, im Beruf.

Von daher könnte diese Gruppe für dich schon die richtige sein.

Genauso kann es natürlich sein dass zwar schon Gruppentherapie für dich zielführend wäre, aber nicht diese Gruppe.
Es bringt nicht viel wenn man z.B. mit einer sozialen Störung oder sowas unter lauter Borderlinern, Schizophrenen oder Essgestörten sitzt. Oder die Mischung so ungut ist dass man da nicht reinpasst.

Auch könnte tiefenpsychologisch vielleicht nicht der richtige Ansatz sein und du würdest sehr viel mehr von konkretem, sozialen Training, auch in einer Gruppe profitieren.

Bist du eigentlich bei diesem Therapeuten auch noch in Einzeltherapie?

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Montana
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 14:53

Danke! Das war für mich wirklich ein großer Erfolg. Plötzlich waren meine Eltern in der Defensive und beide haben mich kleinlaut gebeten, nicht zu gehen. Ich selbst war weder laut noch ausfallend geworden.
Letztens habe ich einen Satz gelesen, der stammt aus den Regeln des Offizierskorps, dem mein Mann angehörte: "Mache dich nicht beliebt, sondern geachtet." Den finde ich ziemlich gut.


mio
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 15:30

Poetry_Slam hat geschrieben: Mo., 06.07.2020, 08:35 Was für mich schwer auszuhalten ist, dass er da mittendrin eher eine Moderatorenrolle hat, eigentlich wirbt er intensiv bei jedem einzelnen um Vertrauen, er ist sehr präsent, aber er interveniert halt sehr subtil. Was hier mehrfach geschrieben wurde, und was ich ihm auch auf den Kopf zugesagt habe, dass ich keine Chance sehe, dass so eine Verhaltensänderung möglich sei. Untereinander keilen lassen kann man die Leute beliebig lange, damit haben die jahrelange Erfahrung und da sind die gut drin. Für mich ist das nicht der Sinn der Sache! Ich bin mit dem Thera jetzt schwer am hadern. Ich bin der Meinung, in der Eröffnungsrunde und in der Schlussrunde muss jeder reden können und für mich ist es ganz klar Sache, dass der Therapeut das gewährleistet. Das hat er mir nicht zugesagt.
Na ja, da kommst Du DEINEM Konflikt doch schon ein bisschen näher: Du erwartest von Deinem Therapeuten dass er "Dir zur Seite springt" in Bezug auf die Gruppe, dies tut er nicht wie Du es gerne hättest was ich durchaus nachvollziehen kann denn es ist nicht seine Aufgabe Dir da was "abzunehmen" weil Dir das im Grunde nix bringen würde.

Interessant finde ich was das in Dir auslöst, also dass Du nun mit ihm haderst.

Geht es am Ende vielleicht viel stärker um den Konflikt zwischen Dir und Deinem Thera der durch die Gruppensituation deutlich wurde als um die Gruppe selbst?

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Montana
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 15:42

Wenn Eröffnungs- und Schlussrunde nicht wirklich stattfinden, dann kann man es sich auch sparen, sie so zu nennen. Die TE hat selbst keine Chance, sie durchzusetzen, weil sie nicht die Funktion der Moderatorin in der Gruppe hat. Vom "Abnehmen" einer Aufgabe kann also nicht die Rede sein, wenn der wirkliche Moderator der Gruppe einfach seine Funktion erfüllt.
Kennt ihr das auch, wenn Erwachsene zu streitenden Kindern sagen "regelt das unter euch"? Ich kann mich noch gut erinnern. Auch an das Ergebnis. Es gewann immer der körperlich stärkere.


mio
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 15:47

Montana hat geschrieben: Mo., 06.07.2020, 15:42 Kennt ihr das auch, wenn Erwachsene zu streitenden Kindern sagen "regelt das unter euch"? Ich kann mich noch gut erinnern. Auch an das Ergebnis. Es gewann immer der körperlich stärkere.
Habe ich anders erlebt. Am Ende gewinnt der mit der höchsten sozialen Kompetenz.

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Montana
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 16:08

Wie geht das denn? Typisches Szenario: Kind 1 malt. Kind 2 (älter und größer) kommt und nimmt Kind 1 die Stifte weg. Kind 1 bittet um Hilfe, diese wird verweigert.
Inwiefern gewinnt da der mit der höheren sozialen Kompetenz? Ich empfinde es gerade als sozial kompetent, wenn ein Kind um Hilfe bittet, anstatt eine Rauferei zu beginnen.

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