Schwierigkeiten in der Beziehung zu meinem Therapeuten
Sind ja auch mehre Bedeutungen genannt... sicherlich kann es noch weitere geben. Als die Zuwendung des Fluglehrers nicht mehr gegeben war, war es damit vorbei... war also nicht direkt das Präparat, dass das dann absolut verhinderte (aber wegen der beschriebenen Beschwerden wäre es wohl fahrlässig, nochmals zu segeln).
Liebe Grüße
stern

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»Die Dummheit hat aufgehört sich zu schämen«
(Heidi Kastner)
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Ich stelle mal die gewagte Vermutung auf, dass die Therapie der "Ausweg von zu Hause" ist und dass deshalb eine Veränderung so nicht erreicht werden wird.isabe hat geschrieben:Das ist die Frage, die ich mir im anderen Faden gestellt habe. Mich würde ernsthaft interessieren, wie der Therapeut mit ihr gearbeitet hat.
Du schreibst es ja selbst, Bärchen, dass Du es Dir nicht vorstellen kannst NUR zu Hause zu sitzen weil Du so stark mit Deiner Mutter verstrickt bist. Du kannst aber auch nicht nur "in die Therapie" flüchten, denn das ist keine Lösung für Dein "Verstricktsein".
Sinnvoller dürfte es sein nach Möglichkeiten zu suchen Dich mehr von Deiner Mutter zu distanzieren, mehr eigenes Leben zu führen, so, wie es im Rahmen Deiner Einschränkungen eben geht. Unter Umständen verändert sich dann auch Dein Umgang/Dein Erleben in Bezug darauf, da Du die Krankheiten dann nicht mehr darauf verwenden musst ständig "Abstand" zwischen was zu bringen. Sei es zwischen Dich und das Leben da draußen (das ganz normale Explorationsbedürfnis Deines "inneren Kindes") oder auch zwischen Dich und Deine Mutter mit ihrem hohen Bedürfnis selbst bemuttert zu werden.
Das kann sein. Denkbar wäre aber auch, dass die Schreibenden froh sind, wenn sie jemanden gefunden haben, den sie kritisieren können, ohne dass er sich wehrt. Dann brauchen jene nicht bei sich selbst gucken. Es gibt ja immer noch Leute, die sich mindestens genauso "anstellen" wie man selbst, und anstatt dann mit sich selbst hart ins Gericht zu gehen, tut man das mit dem Anderen. Und fühlt sich gleich irgendwie erleichtert, nach getaner Arbeit.solage hat geschrieben:Du schaffst es aber immer wieder
Ich glaube zu wissen was du meinst isabe. Ich mag aber lieber den Fokus auf Baerchen richten. Baerchen schafft es eben die Aufmerksamkeit auf sich zu richten und lässt sich von den Antworten eben nicht runterziehen. Das finde ich stark.
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Ja, gibt's... manchmal ist es tatsächlich so, wie die feinste Küchentischpsychologie behauptet. Vielleicht meinen es user aber auch gar nicht so bösartig, wie es ausgelegt werden soll? Und sehen, dass es hier jemanden tatsächlich nicht gut geht. Und sehen, dass durchaus Potential vorhanden wäre. Natürlich steht es stattdessen auch frei sich gar nicht erst zu beteiligen und zu denken: Was kratzt es mich, was ein Bärchen macht... oder dass man sich (früher oder später ebenfalls) zurückzieht und denkt: Bärchen kann eh nichts davon nutzen, schade.
Zuletzt geändert von stern am Mo., 06.06.2016, 20:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Candykills
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Bärchen schafft es ausschließlich die Aufmerksamkeit auf sich zu richten. Oder hat hier schon mal jemand entdeckt, dass sie sich für jemand anderen außer sich interessiert?
Es ist natürlich immer ein Totschlagargument, dass andere hier nur schreiben um Frust abzulassen, wenn sie nicht grad den Kuschelkurs fahren. Aber vielleicht steht ja genau dahinter echtes Interesse jemanden aus seiner Lethargie zu befreien. Man könnte ja genauso behaupten, dass jene, die hier Kuschelkurs und Engelskostüm tragen lediglich daran interessiert sind ihre narzisstischen Bedürfnisse als weißer rettender Engel zu befriedigen. Nur mal so als Einwurf.
Man kann immer viel unterstellen.
Es ist natürlich immer ein Totschlagargument, dass andere hier nur schreiben um Frust abzulassen, wenn sie nicht grad den Kuschelkurs fahren. Aber vielleicht steht ja genau dahinter echtes Interesse jemanden aus seiner Lethargie zu befreien. Man könnte ja genauso behaupten, dass jene, die hier Kuschelkurs und Engelskostüm tragen lediglich daran interessiert sind ihre narzisstischen Bedürfnisse als weißer rettender Engel zu befriedigen. Nur mal so als Einwurf.
Man kann immer viel unterstellen.
Ich bin wie einer, der blindlings sucht, nicht wissend wonach noch wo er es finden könnte. (Pessoa)
Nein, Solage, es ist schwach. Weil Bärchen nichts von dem annehmen kann was ihr zur Lösung ihres Problems vorgeschlagen wird. Stark wäre es nicht immer nur "ich kann nicht" "ich will nicht" "ich muss nicht" zu sagen sondern etwas aktiv zu tun anstatt sich im Kreis zu drehen.Solage hat geschrieben:Ich glaube zu wissen was du meinst isabe. Ich mag aber lieber den Fokus auf Baerchen richten. Baerchen schafft es eben die Aufmerksamkeit auf sich zu richten und lässt sich von den Antworten eben nicht runterziehen. Das finde ich stark.
So ist Bärchen doch nur stark darin ihr Problem aufrechtzuerhalten. Das bedeutet aber, dass das Problem noch stärker ist als sie. Dass dann als stark zu bezeichnen und so indirekt zu vermitteln: Mach weiter so, dann wird Dein Problem schon irgendwann kleiner dürfte nicht funktionieren. Das Problem muss aktiv angegangen werden.
Candykills:
Ich verstehe nicht, wieso du ihr vorwirfst, sich nicht für Andere zu interessieren. Ich interessiere mich auch nicht für jeden, und dir geht es ähnlich, nehme ich an? Wenn es jemandem schlecht geht, muss der dann Nerven dafür haben, sich für Andere zu interessieren? Das mag ja so sein, aber ist doch ihre Sache und nichts, was man ihr vorwerfen müsste. Ich versteh's wirklich nicht.
Ich verstehe nicht, wieso du ihr vorwirfst, sich nicht für Andere zu interessieren. Ich interessiere mich auch nicht für jeden, und dir geht es ähnlich, nehme ich an? Wenn es jemandem schlecht geht, muss der dann Nerven dafür haben, sich für Andere zu interessieren? Das mag ja so sein, aber ist doch ihre Sache und nichts, was man ihr vorwerfen müsste. Ich versteh's wirklich nicht.
Mio:
Ich finde es auch schwach, sich nicht zu wehren. Aber ich sehe auch eine Stärke (im Sinne von Kraft) darin, an diesem Zustand festzuhalten. Das muss doch unheimlich viel Energie kosten, ansonsten könnte man ja auch loslassen. Wenn es einem wirklich nicht besser gehen DARF, dann ist es nicht einfach so, dass derjenige NICHTS tut, er tut sogar ziemlich viel dafür, den Zustand aufrechtzuerhalten.
Ich finde es auch schwach, sich nicht zu wehren. Aber ich sehe auch eine Stärke (im Sinne von Kraft) darin, an diesem Zustand festzuhalten. Das muss doch unheimlich viel Energie kosten, ansonsten könnte man ja auch loslassen. Wenn es einem wirklich nicht besser gehen DARF, dann ist es nicht einfach so, dass derjenige NICHTS tut, er tut sogar ziemlich viel dafür, den Zustand aufrechtzuerhalten.
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Es war eine Feststellung. Ich habe sie gar nicht persönlich angeschrieben. Und nein, ich interessiere mich auch nicht für jeden. Aber manchmal tut es ganz gut sich nicht nur um sich selbst zu drehen. Ist übrigens auch nur eine Feststellung. Falls du wieder irgendeinen Angriff dahinter vermutest.isabe hat geschrieben:Candykills:
Ich verstehe nicht, wieso du ihr vorwirfst, sich nicht für Andere zu interessieren. Ich interessiere mich auch nicht für jeden, und dir geht es ähnlich, nehme ich an? Wenn es jemandem schlecht geht, muss der dann Nerven dafür haben, sich für Andere zu interessieren? Das mag ja so sein, aber ist doch ihre Sache und nichts, was man ihr vorwerfen müsste. Ich versteh's wirklich nicht.
Ich bin wie einer, der blindlings sucht, nicht wissend wonach noch wo er es finden könnte. (Pessoa)
Es gibt literarische Figuren, denen ähnliches wie hier mit baerchen geschieht: Fürst Oblomov, der sich zu nichts aufraffen und nichts entscheiden kann und der seine geduldigen Freunde und seine anfangs noch zugeneigte Verlobte in den Wahnsinn treibt. Oder man könnte auch an Bartleby, den Schreiber denken. Der einfach aufhört zu handeln und alle Ermunterungen mit seinem berühmten "I'd prefer not to" quittiert.
Beide sind Figuren, die nicht können oder nicht wollen und ihre Umwelt damit gut beschäftigen. Das sujet löst eine wahnsinnige Faszination aus. Bei beiden Figuren wird durchdekliniert, wohin das Nichtwollen und Nichtkönnen führt. (Natürlich in Abgründe hinein.) Die Umwelt schaut hilflos, wütend, ärgerlich, fasziniert zu. Keine Macht der Welt, keine Rhetorik kann die Lethargie oder die Verweigerung auflösen.
Beide sind Figuren, die nicht können oder nicht wollen und ihre Umwelt damit gut beschäftigen. Das sujet löst eine wahnsinnige Faszination aus. Bei beiden Figuren wird durchdekliniert, wohin das Nichtwollen und Nichtkönnen führt. (Natürlich in Abgründe hinein.) Die Umwelt schaut hilflos, wütend, ärgerlich, fasziniert zu. Keine Macht der Welt, keine Rhetorik kann die Lethargie oder die Verweigerung auflösen.
Ich glaube eben, dass dieses : Du musst aber, es ist falsch so, eben wenig bis gar nix bewirkt. Das ist Druck. Druck erzeugt Gegendruck. Kann Bärchen damit umgehen wie sie will. Ihr Sache. Wünsche Euch eine gute Nacht.
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ziegenkind
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hier passiert etwas das in guten therapien nicht passiert: spaltung.
Die Grenzen meines Körpers sind die Grenzen meines Ichs. Auf der Haut darf ich, wenn ich Vertrauen haben soll, nur zu spüren bekommen, was ich spüren will. Mit dem ersten Schlag bricht dieses Weltvertrauen zusammen.
Lamedia:
Ich frage mich nur, wieso man es einigen Menschen vorwirft und anderen nicht, dass sie sich nicht ändern. Woran macht man das fest? Wie muss jemand sein, dem man das nicht vorwirft? Meine Vermutung ist, dass es auch, aber nicht nur, um Macht geht. Wenn man merkt "mit dem kann man's machen", dann kann das eine Dynamik auslösen, die dem Anlass vielleicht gar nicht angemessen ist. Umgekehrt, wenn jemand so auftritt, dass er sich so verkauft, dass er über jeden Zweifel erhaben ist, dann erntet er womöglich Bewunderung, obwohl vielleicht beide Menschen zum Beispiel dieselbe Anzahl von Therapiestunden (wenn das ein Gradmesser sein kann) haben. Dem Einen gönnt man es offenbar, dass er jahrelange Therapien macht, dem Anderen gönnt man es nicht. Mir zumindest fällt das hier auf.
Ich frage mich nur, wieso man es einigen Menschen vorwirft und anderen nicht, dass sie sich nicht ändern. Woran macht man das fest? Wie muss jemand sein, dem man das nicht vorwirft? Meine Vermutung ist, dass es auch, aber nicht nur, um Macht geht. Wenn man merkt "mit dem kann man's machen", dann kann das eine Dynamik auslösen, die dem Anlass vielleicht gar nicht angemessen ist. Umgekehrt, wenn jemand so auftritt, dass er sich so verkauft, dass er über jeden Zweifel erhaben ist, dann erntet er womöglich Bewunderung, obwohl vielleicht beide Menschen zum Beispiel dieselbe Anzahl von Therapiestunden (wenn das ein Gradmesser sein kann) haben. Dem Einen gönnt man es offenbar, dass er jahrelange Therapien macht, dem Anderen gönnt man es nicht. Mir zumindest fällt das hier auf.
das sehe ich ebenso... aber: Es hat ja auch einen Nutzen (oder Funktion oder Grund, wenn man so will). Und dieser geht in Richtung Aufmerksamkeit. Andere nannten es Krankheitsgewinn. Geschmackssache.isabe hat geschrieben:Wenn es einem wirklich nicht besser gehen DARF, dann ist es nicht einfach so, dass derjenige NICHTS tut, er tut sogar ziemlich viel dafür, den Zustand aufrechtzuerhalten.
Und nicht, dass das falsch verstanden wird: Klar, das darf sein... steht jedem frei. Ebenso wie die Beteiligung an Threads (also ob man darauf reagiert oder nicht). Und ich gehe auch davon aus, dass die meisten user sich daran auch nicht großartig kratzen (ich meine, es ist ein leichtes den PC herunterzufahren oder in einem anderen Faden zu schreiben oder etwas ganz anderes zu tun... ist Bärchens Leben, das sie lebt).
Nur das ist doch bitter, wenn man dazu einen sch*** Zustand aufrecht erhalten und man krank sein "muss". Aber vllt. doch nicht so bitter wie eine (wie auch immer geartete) Veränderung in eine andere Richtung... und wenn das ein Suchprozess mit Rückfahrschein wäre.
Vorwurf... weiß nicht. Aber vielleicht weil ja deutlich signalisiert wird, dass es jemandem extrem schlecht geht? Und man sich damit sozusagen in ein double bind begibt? Nicht abwegige Reaktionen sind dann welche, die aufzeigen, welche Abhilfe es evtl. gäbe (Abänderung). Gleichzeitig soll aber der Status quo aber aufrecht erhalten werden (Nichtänderung). Wie man es macht, wäre es also sozusagen falsch. Denn man kann nicht beidem gleichermaßen Rechnung tragen.
Liebe Grüße
stern

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