Schwierigkeiten in der Beziehung zu meinem Therapeuten
isabe, ich muss oft an Menschen im Altersheim denken, die hin und wieder der Willkür von überforderten Schwestern ausgeliefert sind, manchmal bis hin zur Mißhandlung. Manchmal bin ich schon so paranoid, dass ich mir überlege, welche Strategie ich wohl fahren würde als alter schwacher Mensch, um mir übergriffiges Verhalten vom Hals zu halten. Bzw. habe ich das im KH auch mal anhand einer "bösen" Schwester erlebt, dass ich sie besänftigen wollte, damit sie mir wohlgesonnen bleibt und mir in der Not auch helfen wird. Auch bei den Mitpatienten hat man diese Strategien beobachten können. Die einen waren ultra-höflich. Eine andere hat sich immer gepflegt, als würde sie zum Foto-Termin gehen. Sogar nach der OP sah sie beeindruckend gepflegt aus. Sie hatte Schmerzen, aber hat die Zähne stark zusammengebissen und war sehr beliebt bei allen Schwestern. Jammrigkeit und jammrige Meckrigkeit dagegen waren eher geeignet, Aggressionen beim Pflegepersonal auszulösen. Warum das so ist, weiß ich nicht.
Bei Mehrkatzenhaushalten ist es oft so, dass kranke Katzen gemobbt werden.
Bei Mehrkatzenhaushalten ist es oft so, dass kranke Katzen gemobbt werden.
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stern:
Wenn es jemandem schlecht geht, dann weiß er, was er hat, weil das vertraut ist. Und immerhin hat er jemanden, der sich kümmert. Wenn man das aufgeben würde, weiß man überhaupt nicht, was auf einen zukommt. Ist doch verständlich, dass man das nur aufgeben will, wenn man entweder die Sicherheit hat, dass das Neue besser ist als das Alte. Oder wenn man, noch besser, es hinbekommt, diese Sicherheit nicht zu benötigen, weil man Vertrauen aufgebaut hat in sich selbst.
Ich habe mal jahrelang in einer Beziehung festgehangen, in der ich schlecht behandelt wurde. Natürlich war mir das bewusst. Ich habe ja regelmäßig gespürt, wie es schmerzt, so behandelt zu werden. Trotzdem war mir das immer noch lieber, als alleine zu leben. Gehen konnte ich eigentlich nur aufgrund eines Zufalls. Aber davor habe ich jahrelang ganze Abende und Nächte im Krisendienst gehockt. Und jeder, der mir gesagt hätte, ich solle mich trennen, hätte auf Granit gebissen.
Ich dachte, ich hätte es nicht besser verdient, und jetzt kann ich darüber nur entsetzt sein. Damals war das so normal, dass ich das nicht infrage gestellt habe.
Wenn es jemandem schlecht geht, dann weiß er, was er hat, weil das vertraut ist. Und immerhin hat er jemanden, der sich kümmert. Wenn man das aufgeben würde, weiß man überhaupt nicht, was auf einen zukommt. Ist doch verständlich, dass man das nur aufgeben will, wenn man entweder die Sicherheit hat, dass das Neue besser ist als das Alte. Oder wenn man, noch besser, es hinbekommt, diese Sicherheit nicht zu benötigen, weil man Vertrauen aufgebaut hat in sich selbst.
Ich habe mal jahrelang in einer Beziehung festgehangen, in der ich schlecht behandelt wurde. Natürlich war mir das bewusst. Ich habe ja regelmäßig gespürt, wie es schmerzt, so behandelt zu werden. Trotzdem war mir das immer noch lieber, als alleine zu leben. Gehen konnte ich eigentlich nur aufgrund eines Zufalls. Aber davor habe ich jahrelang ganze Abende und Nächte im Krisendienst gehockt. Und jeder, der mir gesagt hätte, ich solle mich trennen, hätte auf Granit gebissen.
Ich dachte, ich hätte es nicht besser verdient, und jetzt kann ich darüber nur entsetzt sein. Damals war das so normal, dass ich das nicht infrage gestellt habe.
ja, absolut nachvollziehbar. Und dafür gibt es dann ja notfalls Therapien (wenn man das nicht aus eigener Kraft schafft), um solche Muster zu erkennen und möglichst auch aufzulösen.
Nur was ist denn die Perspektive, wenn auch die Therapie hier nichts nutzt... und auch Klinik abgelehnt wird... auch ein Therapeutenwechsel bzw. Wechsel des Verfahrens? Dass user dann unisono schreiben: Stimmt, der Selbstmord ist echt die beste Idee. Kann's ja auch nicht sein...
Nur was ist denn die Perspektive, wenn auch die Therapie hier nichts nutzt... und auch Klinik abgelehnt wird... auch ein Therapeutenwechsel bzw. Wechsel des Verfahrens? Dass user dann unisono schreiben: Stimmt, der Selbstmord ist echt die beste Idee. Kann's ja auch nicht sein...
Liebe Grüße
stern

stern
»Die Dummheit hat aufgehört sich zu schämen«
(Heidi Kastner)
(Heidi Kastner)
Es hätte Dir aber wahrscheinlich auch nicht geholfen, wäre Dir von Deinem Umfeld signalisiert worden: Das hat seine Richtigkeit dass Du so leidest. Das muss so sein. Du hast mein Mitgefühl.isabe hat geschrieben:Ich dachte, ich hätte es nicht besser verdient, und jetzt kann ich darüber nur entsetzt sein. Damals war das so normal, dass ich das nicht infrage gestellt habe.
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Mio:
Nein, natürlich nicht. Ich fürchte, die Antwort ist einfach: Mir hätte auch keine Therapie geholfen. Ich war noch nicht so weit. Vielleicht ging es mir zu schlecht dafür, weil alles so festgefahren war. Vielleicht geht Therapie nur dann, wenn der Betroffene bereits irgendwo Land sieht?
Nein, natürlich nicht. Ich fürchte, die Antwort ist einfach: Mir hätte auch keine Therapie geholfen. Ich war noch nicht so weit. Vielleicht ging es mir zu schlecht dafür, weil alles so festgefahren war. Vielleicht geht Therapie nur dann, wenn der Betroffene bereits irgendwo Land sieht?
Oder der Leidensdruck so groß ist, dass auch eine Fahrt ins Ungewisse besser ist als der Ist-Zustand.isabe hat geschrieben:Vielleicht geht Therapie nur dann, wenn der Betroffene bereits irgendwo Land sieht?
Solange die "Krankheit/das Leiden" noch einen starken Gewinn hat (darauf zielt das mit dem Krankheitsgewinn ab) ist es schwer, da was zu verändern. Aber sagen sollte man es meiner Meinung nach trotzdem, auch wenn es vielleicht noch nicht angenommen werden kann. Unter Umständen fällt der Groschen ja doch...bei reinem Mitgefühl hingegen dürfte er eher nicht fallen.
Eine Therapie kann auch Land aufzeigen oder Alternativen. Nur kann ein Therapeut nicht bewirken, dass jemand dann auch wirklich seinen Vorgarten verlässt. Wie gesagt: Muss man auch nicht. Nur ob die Aussicht dort wirklich besser ist, ist die Frage. Die scheint bisher nämlich (lt. Selbstaussage) bei Selbstmord und Psychiatrie zu liegen. Jemanden das zu wünschen (als Aussicht) finden mglw. manche erst recht nicht menschlich.
Liebe Grüße
stern

stern
»Die Dummheit hat aufgehört sich zu schämen«
(Heidi Kastner)
(Heidi Kastner)
stern:
Ich weiß nicht, wie es bei Baerchen ist, aber mir konnte damals niemand etwas aufzeigen. Und mir ging's im Vergleich zu ihr noch richtig "gut", denn bei mir ging es nie um Selbstmordgedanken. Trotzdem fehlte ein Gefühl dafür: "ICH tue jetzt was für mich". Das Einzige, was ich zuverlässig konnte, war mich regelmäßig beim Krisendienst auszuheulen.
Ich weiß nicht, wie es bei Baerchen ist, aber mir konnte damals niemand etwas aufzeigen. Und mir ging's im Vergleich zu ihr noch richtig "gut", denn bei mir ging es nie um Selbstmordgedanken. Trotzdem fehlte ein Gefühl dafür: "ICH tue jetzt was für mich". Das Einzige, was ich zuverlässig konnte, war mich regelmäßig beim Krisendienst auszuheulen.
Nun, und was wäre dann die Konsequenz? Soweit ich weiß, ist Voraussetzung für die Therapie Veränderungswille. Habe ich mir nicht ausgedacht... soll jedoch so sein. Konsequenz wäre dann zu sagen: Dich erreicht eh niemand... also lassen wird das im Moment mit der Therapie (ich denke, es gibt auch Therapeuten, die das so sehen würden).
Ihr Therapeut hat ihr aber (obwohl die Verlängerung und Veränderungsmotivation sehr wohl hinterfragt wurden) noch eine Chance geben... die kann man nun nutzen oder nicht. Liegt an Bärchen. Bei Wegfall der Therapie wird bisher nur Psychiatrie und Selbstmord als Ausweg gesehen... und nee, ich halte es IN ANBETRACHT DIESER LÖSUNGSVORSTELLUNG NICHT für richtig (und auch nicht menschlich), dass als die bessere Alternative zu verkaufen oder jemand zu signalisieren: macht ja nix, hast ja noooch Zeit... irgendwann fällt vllt. der Groschen. Und dann bist du vllt. eher bereit. Vielleicht gibt es die Verlängerung noch, vielleicht werden noch ein paar wenige Abschiedssitzungen zugebilligt, vielleicht gar nichts mehr (Kassen sollen restriktiver geworden sein).
Ihr Therapeut hat ihr aber (obwohl die Verlängerung und Veränderungsmotivation sehr wohl hinterfragt wurden) noch eine Chance geben... die kann man nun nutzen oder nicht. Liegt an Bärchen. Bei Wegfall der Therapie wird bisher nur Psychiatrie und Selbstmord als Ausweg gesehen... und nee, ich halte es IN ANBETRACHT DIESER LÖSUNGSVORSTELLUNG NICHT für richtig (und auch nicht menschlich), dass als die bessere Alternative zu verkaufen oder jemand zu signalisieren: macht ja nix, hast ja noooch Zeit... irgendwann fällt vllt. der Groschen. Und dann bist du vllt. eher bereit. Vielleicht gibt es die Verlängerung noch, vielleicht werden noch ein paar wenige Abschiedssitzungen zugebilligt, vielleicht gar nichts mehr (Kassen sollen restriktiver geworden sein).
Liebe Grüße
stern

stern
»Die Dummheit hat aufgehört sich zu schämen«
(Heidi Kastner)
(Heidi Kastner)
Der Therapeut kennt seinen Patienten ja bereits ziemlich gut. Vielleicht ist genau das wichtig: dass man diese Verantwortung für die Konsequenz nicht als "Anderer" übernimmt, weder als Therapeut noch als Mutter noch als Freund oder Gesprächspartner. Solange immer jemand da ist, der sagt: "Ich muss verhindern, dass du dir etwas antust", KANN sich ja nichts ändern. Das Gegenteil, nämlich zu sagen: "Dann tu dir doch was an" ist sicher noch falscher. Aber die Verantwortung für das Tun oder Unterlassen des Betroffenen liegt bei ihm selbst. Das beinhaltet aber auch, dass man ihm diese Entscheidung überlässt. Womit ich nicht mal den Suizid meine, sondern das Verhalten überhaupt. Im Akutfall muss natürlich eingegriffen werden, aber der Alltag eines sich selbst zerstörenden Patienten sieht ja oft viel weniger dramatisch aus. Es bleibt ja häufig bei einem Vorwurf an den Anderen ("Weil du böse bist, muss ich mir wehtun"). Das muss dann aber auch nicht ständig bewertet werden, denn damit fördert man diese Wahrnehmung ja nur ("guck mal, wie böse ich bin, dass ich dich für deine Erpressungsversuche kritisiere"). Ich könnte mir vorstellen, dass es hilfreich ist, dem Betroffenen zu sagen: "Sie handeln im Moment so, weil...". Heißt: "Ich kann das verstehen, aber ändern kann ich es nicht".stern hat geschrieben:Nun, und was wäre dann die Konsequenz?
Wie die Konsequenz im Einzelfall aussieht, kann ja niemand hier beurteilen. Nur sollte man doch, bevor man eine analytische Therapie mit einem Patienten beginnt, einschätzen, wie weit man ihn fordern kann und wie die realistischen Ziele sind. Es stellt ja eigentlich niemand plötzlich nach 240 Stunden fest: "Huch, Sie haben ja gar keinen Veränderungswillen!" Unter Umständen hätte eine solche Therapie viel früher beendet oder modifiziert werden müssen.
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Lockenkopf
- [nicht mehr wegzudenken]
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, 52 - Beiträge: 2400
Psychotherapie ist hier rausgeschmissenes Geld.
Baerchen will nur kleinkindmäßig umsorgt werden. Das ist in Deutschland nur mit psychischer o./u. geistiger Schwerstbehinderung möglich.
Ich denke, Baerchen wäre mit der Psychiatrischen Pflege am besten geholfen. Und wenn ihre Mutter nicht mehr kann, dann Heimaufendhalt mit Vollversorgung für Schwerstbehinderte.
Denn Menschen im Betreutenwohnen wird zugemutet eine Tagesstruktur selber herzustellen und einer beruflichen Beschäftigung z.B. in einer Behindertenwerkstatt nach zugehen.
Eine derartig eigenverantwortliche Lebensform ist von Baerchen nicht gewünscht.
Baerchen will nur kleinkindmäßig umsorgt werden. Das ist in Deutschland nur mit psychischer o./u. geistiger Schwerstbehinderung möglich.
Ich denke, Baerchen wäre mit der Psychiatrischen Pflege am besten geholfen. Und wenn ihre Mutter nicht mehr kann, dann Heimaufendhalt mit Vollversorgung für Schwerstbehinderte.
Denn Menschen im Betreutenwohnen wird zugemutet eine Tagesstruktur selber herzustellen und einer beruflichen Beschäftigung z.B. in einer Behindertenwerkstatt nach zugehen.
Eine derartig eigenverantwortliche Lebensform ist von Baerchen nicht gewünscht.
Liebe Grüße
Lockenkopf
Lockenkopf
Kann ja auch niemand verhindern... aber ich halte es für falsch verstandenes Mitgefühl, wenn man jemanden nach dem Mund redet, obwohl man die Destruktivität des Tuns wahrnimmt. Klar, die Entscheidung liegt beim Betroffenen... wem das nicht bewusst ist: Bärchen, die vielmehr auf den ultimativen Retter wartet.isabe hat geschrieben:Der Therapeut kennt seinen Patienten ja bereits ziemlich gut. Vielleicht ist genau das wichtig: dass man diese Verantwortung für die Konsequenz nicht als "Anderer" übernimmt, weder als Therapeut noch als Mutter noch als Freund oder Gesprächspartner. Solange immer jemand da ist, der sagt: "Ich muss verhindern, dass du dir etwas antust", KANN sich ja nichts ändern.
Ich weiß nicht, was bei Bärchen daheim so abgeht... aber geschildert ist schon manches Drama.aber der Alltag eines sich selbst zerstörenden Patienten sieht ja oft viel weniger dramatisch aus.
a) wissen das user nicht mit letzter Konsequenz... zumal ja auch Baerchen angibt, dass die Motive ihres Tuns bzw. Nichttuns teilweise unverständlich sind und b) habe ich sogar nicht den Eindruck, dass die Analysen hilfreich sind, sondern hier eher dazu führen, nicht zu handeln bzw. nicht handeln zu können, sprich: Neue Gründe generiert werden, warum etwas nicht funktioniert/funktionieren kann.Ich könnte mir vorstellen, dass es hilfreich ist, dem Betroffenen zu sagen: "Sie handeln im Moment so, weil...". Heißt: "Ich kann das verstehen, aber ändern kann ich es nicht".
Soweit ich älteren Beiträgen entnehmen konnte, wurde die Verlängerung hinterfragt.
Zuletzt geändert von stern am Mo., 06.06.2016, 22:37, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße
stern

stern
»Die Dummheit hat aufgehört sich zu schämen«
(Heidi Kastner)
(Heidi Kastner)
Lockenkopf, "Schwerstbehinderung", das gibt es nicht. Das Versorgungsamt stellt nur Schwerbehinderungen aus. Bei psychischen Erkrankungen, die nicht psychotisch sind, selten mehr als 50%.
Heime sind für Menschen, die so stark von Psychosen oder Demenzen geschädigt sind, dass sie jedwede Orientierung verloren haben und absolut handlungsunfähig sind. Es wäre unverantwortlich, baerchen in so ein Heim zu stecken und sie ganz aufzugeben. Denn eigentlich ist bei Betreuungen immer der Vorrang auf Erhaltung oder Herstellung des Funktionsniveaus gerichtet. Und da Baerchen noch einiges kann und auch intellektuelle Ressourcen hat, würde man eher da ansetzen, das zu erhalten und zu fördern - und sie nicht in Zwangsmaßnahmen stecken oder in Strukturen, wo sie gar nicht mehr gefördert wird. Das ist einfach das Ethos der Sozialarbeit.
Voraussetzung ist, dass sie das will und beantragt und sich anfangs durch Bürokratie durchwuselt. Aber auch dafür gibt es Unterstützung.
PS: Spätestens beim Antrag werden dann Ziele formuliert werden müssen. Aber es kann auch ein Ziel sein, regelmäßig zum Arzt zu gehen. Oder das Verhältnis mit der Mutter zu verbessern. Oder einmal in der Woche einen Spaziergang machen.
Heime sind für Menschen, die so stark von Psychosen oder Demenzen geschädigt sind, dass sie jedwede Orientierung verloren haben und absolut handlungsunfähig sind. Es wäre unverantwortlich, baerchen in so ein Heim zu stecken und sie ganz aufzugeben. Denn eigentlich ist bei Betreuungen immer der Vorrang auf Erhaltung oder Herstellung des Funktionsniveaus gerichtet. Und da Baerchen noch einiges kann und auch intellektuelle Ressourcen hat, würde man eher da ansetzen, das zu erhalten und zu fördern - und sie nicht in Zwangsmaßnahmen stecken oder in Strukturen, wo sie gar nicht mehr gefördert wird. Das ist einfach das Ethos der Sozialarbeit.
Voraussetzung ist, dass sie das will und beantragt und sich anfangs durch Bürokratie durchwuselt. Aber auch dafür gibt es Unterstützung.
PS: Spätestens beim Antrag werden dann Ziele formuliert werden müssen. Aber es kann auch ein Ziel sein, regelmäßig zum Arzt zu gehen. Oder das Verhältnis mit der Mutter zu verbessern. Oder einmal in der Woche einen Spaziergang machen.
Zuletzt geändert von lamedia am Mo., 06.06.2016, 22:44, insgesamt 1-mal geändert.
Und hat Dir das reine Ausheulen geholfen? Oder irgendwas verändert?isabe hat geschrieben:Das Einzige, was ich zuverlässig konnte, war mich regelmäßig beim Krisendienst auszuheulen.
Bärchen heult sich hier gerade auch aus. Es wird nichts verändern solange sie nicht was verändert. Und zwar an ihrer Situation.
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Lockenkopf
- [nicht mehr wegzudenken]
![[nicht mehr wegzudenken] [nicht mehr wegzudenken]](./images/ranks/rank_phpbb_5.gif)
, 52 - Beiträge: 2400
Schau hier, S. 14 bei Persönlichkeitsstörungen mit schweren sozialen Anpassungsschwierigkeiten 80-100 GdB.lamedia hat geschrieben:Lockenkopf, "Schwerstbehinderung", das gibt es nicht. Das Versorgungsamt stellt nur Schwerbehinderungen aus. Bei psychischen Erkrankungen, die nicht psychotisch sind, selten mehr als 50%. .
Ich denke, das fällt wohl unter Schwerste Behinderung, denn schwerer geht es kaum.
Und destruktiver als Baerchen sich verhält, ist auch kaum noch möglich.
Eine Steigerung ist wirklich nur noch der Suizid.
http://landingpages.wolterskluwer.de/me ... abelle.pdf
.
Förderung finde in jedem Behinderten Heim durch angestellte oder externe Physio-, Ergo- u. Psychotherapeuten statt.Heime sind für Menschen, die so stark von Psychosen oder Demenzen geschädigt sind, dass sie jedwede Orientierung verloren haben und absolut handlungsunfähig sind. Es wäre unverantwortlich, baerchen in so ein Heim zu stecken und sie ganz aufzugeben. Denn eigentlich ist bei Betreuungen immer der Vorrang auf Erhaltung oder Herstellung des Funktionsniveaus gerichtet. Und da Baerchen noch einiges kann und auch intellektuelle Ressourcen hat, würde man eher da ansetzen, das zu erhalten und zu fördern - und sie nicht in Zwangsmaßnahmen stecken oder in Strukturen, wo sie gar nicht mehr gefördert wird. Das ist einfach das Ethos der Sozialarbeit. .
Ich habe selber schon in entsprechenden Häusern gearbeitet.
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Baerchen will nur umsorgt werden und sonst garnichts. Also wird ihr Betreuer mit den Ärzten entscheiden was nötig ist und es dann in die Wege leiten.Voraussetzung ist, dass sie das will und beantragt und sich anfangs durch Bürokratie durchwuselt. Aber auch dafür gibt es Unterstützung.
PS: Spätestens beim Antrag werden dann Ziele formuliert werden müssen. Aber es kann auch ein Ziel sein, regelmäßig zum Arzt zu gehen. Oder das Verhältnis mit der Mutter zu verbessern. Oder einmal in der Woche einen Spaziergang machen.
Und das steht an, sobald Mutter diese Aufgabe nicht mehr erfüllen kann.
Liebe Grüße
Lockenkopf
Lockenkopf
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