Corona - Der Thread zum Virus 5
Andere Länder haben eine Null-Covid-Strategie, die aufgeht... und wo man schon längst wieder lebt und feiert. Das ist hier halt kein politisches Zeil. Selbst die konsequente Eindâmmung hat man aufgegeben. Man verharrt anscheinend lieber umso länger in einem Lockdown light. Erst gestern habe ich eine Modelliererin gehört, die anzweifelt, dass selbst die Verschärfungen ausreichend wirken. Auch Studien zeigten, dass Länder, die das versuchten, dann doch nachschärfen mussten.
Und dass das am Ende dann teuerer war. Ich halte von der aktuellen Strategie jedenfalls nicht sonderlich viel. Man versucht sich über die Zeit zu schleppen. Allerdings glaube ich auch, dass Länder mit Insellage einen strategischen Vorteil haben bzw. dem Norden von Anfang an die Küstenlage zugute kam. Und was die Impfstoffe angeht: Man weiß ja noch nicht, ob geimpfte Personen dann wirklich nicht mehr infektiös sind.
Liebe Grüße
stern

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»Die Dummheit hat aufgehört sich zu schämen«
(Heidi Kastner)
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... irgendwie: sind das denn nun wirklich echte Verschärfungen, die gelebt und im Zweifel kontrolliert werden? Ich hab da meine Zweifel.
Gestern war ich in der Innenstadt - am Kaufhof wurden zwar alle Eingänge mit Zählern kontrolliert, trotzdem war es sehr voll. In meinem Supermarkt - Gedränge ohne Ende (und inzwischen auch zu Uhrzeiten, wo man normal ungestört einkaufen konnte). Und ob sich jemand wirklich mit Menschen aus nur einem Haushalt trifft, das kann ja keiner kontrollieren. Da kommt es dann wirklich auf die Eigenverantwortung an und ich glaube, dass die bei vielen leider nicht so gut funktioniert.
Die Intensivstationen der Krankenhäuser hier laufen über - seit einer Woche ist eigentlich überall Aufnahmestopp und die Krankenhäuser melden sich ab.
Der Lockdown Light hat außer einem ungefähr gleichbleibenden Stand der Zahlen nichts gebracht, von niedrigeren Zahlen ist nichts zu sehen. Und jetzt soll dieser komische Zustand verlängert, aber um Weihnachten großzügig gelockert werden?
Mir tut die Gastronomie und die Kunstszene inzwischen extrem leid - weil ich den Sinn auch nicht mehr verstehe, dass man dort schließt, aber viele andere Menschenansammlungen erlaubt sind. Ich war zu Coronazeiten einmal in der Oper - so sicher wie dort habe ich mich in keinem Einzelhandelsgeschäft gefühlt. Kontrollierter Einlass, viel Abstand, gut strukturierte Platzvergabe, überall Mundschutzpflicht. Aber die müssen dicht machen. Als ich vor ein paar Woche im Café war - alles super organisiert, viel Abstand zu anderen Tischen, trotzdem überall zusätzlich gekippte Fenster und Plexiglasscheiben - müssen auch dicht machen.
Aber die überfüllte S-Bahn im Berufsverkehr, die Geschäfte,... sind erlaubt - von den Demos ganz zu schweigen.
Auf einen unendlichen Lockdown Light habe ich auch keine Lust... aber irgendwie wird es doch zumindest bis zum Frühjahr darauf hinauslaufen, wenn man alles so weiterlaufen lässt?
Ich halte mich an alles, sitze brav in meinem Homeoffice, treffe nur in Ausnahmefällen einzelne Menschen und das dann draußen. Aber so langsam entwickelt sich auch bei mir Frust und Resignation.
Gestern war ich in der Innenstadt - am Kaufhof wurden zwar alle Eingänge mit Zählern kontrolliert, trotzdem war es sehr voll. In meinem Supermarkt - Gedränge ohne Ende (und inzwischen auch zu Uhrzeiten, wo man normal ungestört einkaufen konnte). Und ob sich jemand wirklich mit Menschen aus nur einem Haushalt trifft, das kann ja keiner kontrollieren. Da kommt es dann wirklich auf die Eigenverantwortung an und ich glaube, dass die bei vielen leider nicht so gut funktioniert.
Die Intensivstationen der Krankenhäuser hier laufen über - seit einer Woche ist eigentlich überall Aufnahmestopp und die Krankenhäuser melden sich ab.
Der Lockdown Light hat außer einem ungefähr gleichbleibenden Stand der Zahlen nichts gebracht, von niedrigeren Zahlen ist nichts zu sehen. Und jetzt soll dieser komische Zustand verlängert, aber um Weihnachten großzügig gelockert werden?
Mir tut die Gastronomie und die Kunstszene inzwischen extrem leid - weil ich den Sinn auch nicht mehr verstehe, dass man dort schließt, aber viele andere Menschenansammlungen erlaubt sind. Ich war zu Coronazeiten einmal in der Oper - so sicher wie dort habe ich mich in keinem Einzelhandelsgeschäft gefühlt. Kontrollierter Einlass, viel Abstand, gut strukturierte Platzvergabe, überall Mundschutzpflicht. Aber die müssen dicht machen. Als ich vor ein paar Woche im Café war - alles super organisiert, viel Abstand zu anderen Tischen, trotzdem überall zusätzlich gekippte Fenster und Plexiglasscheiben - müssen auch dicht machen.
Aber die überfüllte S-Bahn im Berufsverkehr, die Geschäfte,... sind erlaubt - von den Demos ganz zu schweigen.
Auf einen unendlichen Lockdown Light habe ich auch keine Lust... aber irgendwie wird es doch zumindest bis zum Frühjahr darauf hinauslaufen, wenn man alles so weiterlaufen lässt?
Ich halte mich an alles, sitze brav in meinem Homeoffice, treffe nur in Ausnahmefällen einzelne Menschen und das dann draußen. Aber so langsam entwickelt sich auch bei mir Frust und Resignation.
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Anna-Luisa
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, 40 - Beiträge: 2908
Ich las gerade gestern das erschütternde Ergebnis einer Umfrage, in der es darum ging, ob man auch an die Auflagen zu Weihnachten halten würde. Ob die Verneiner Schulschließungen wohl begrüßen würden? So viel Besuch hatten sie ja nicht. Nur Tante Erna und Onkel Herbert. Und ihre drei Nichten und Neffen. Und Schwägerin Inge nebst Gemahl. Aber auch Großtante Sophie - die wäre sonst beleidigt... Und Erbonkel Manfred sollte man wohl auch einen Besuch abstatten (was man schon fast zweideutig betrachten könnte).
Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird dir Ärger erspart bleiben.
(Konfuzius)
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Tränen-reich
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, 44 - Beiträge: 3403
Für mich wären 5 Personen aus nur 2 Haushalten eine weitere Verschärfung.pandas hat geschrieben: Fr., 27.11.2020, 20:54 Die bundesweite Vorgabe ist 10 Personen. Somit sind 5 Personen weniger.
Ein Solopärchen, das noch drei verschiedene Haushalte einlädt, geht dann weiter in deren Haushalte...
Aber gut, ist ja wurscht, solange die Kids im Klassenraum inmitten von 26-29 Haushalten sitzt und Menschen sich in den Öffis quetschen müssen.
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diesoderdas
- [nicht mehr wegzudenken]
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, 80 - Beiträge: 3762
Ich habe ja etwas Einblick, wie es in Heimen abläuft. Deshalb macht es mich so extrem wütend, wenn ich Leute höre, die sagen: "Es sterben immer Menschen. Die Alten oder Kranken sterben doch sowieso. Wegen denen die ganzen Einschränkungen machen, das wollen wir nicht."
Da könnte ich ausrasten. Denn auch alte/kranke/behinderte Menschen wollen oftmals noch ihr Leben ganz gern behalten. Und haben dazu das gleiche Recht wie alle anderen auch.
Und gerade diese Menschen leiden EXTREM, wenn das Virus Zugang zu den Einrichtungen findet. Da kriege ich einen bitteren Lachflash, wenn Leute ach so traumatisiert sind, wegen einem Lappen Stoff für 10 Minuten im Laden oder so. Sowas klingt da einfach nur noch total lächerlich. Es ist ein Witz im Gegensatz zu dem, was Menschen in Isolation aushalten müssen.
In den Medien werden die "Horrorzahlen" veröffentlicht, wie viele Infizierte, wie viele Tote es da gibt.
Was dabei vergessen wird ist, dass diese Horrorzahlen nur die erste Meldung in den Medien sind. Wenn sich die Zahlen bei Nachtestungen dann nochmal verdopplt haben, erscheint das in öffentlichen Berichten eventuell nicht mal mehr.
Sprich, da geht es unter Umständen sogar noch heftiger zu als in der Öffentlichkeit bekannt wird.
Es heißt, die Isolation müsse verhindert werden. Das geschieht so nicht. Die Menschen sitzen , so meine Erfahrung, sogar viele Wochen (und nicht nur 2 Wochen; was auch schon lang ist) ohne jeden realen Außenkontakt im Grunde eingesperrt herum. Die bewegen sich nicht mehr, das bisschen Muskeln, was noch da ist, verkümmert. Die Kondition wird noch mieser. Der Kopf baut ab.
Das ist wirklich schrecklich. Und es ist ebenfalls schrecklich, die traurigen Menschen an den Fenstern und Balkonen zu sehen, wie sie versuchen, dort ein bisschen Kontakt mit ihren Freunden oder Angehörigen abzubekommen. Die brüllen vom dritten Stock runter. Da stehen alten Menschen an Fenstern, die weinen. Die betteln, dass man rein kommt. Die betteln, dass man sie rausholt. Da stehen Angehörige draußen, die weinen.
Da sind Mitarbeiter an ihren Belastungsgrenzen.
Auch meine Erfahrung: trotz dieser Schrecklichkeit beschweren sich Freunde oder Angehörige kaum über diese Unmenschlichkeit. Es IST unmenschlich. Aber die meisten sehen auch keine anderen Alternativen. Man kann ja nicht wegdrängen, dass so viele positiv sind, dass es Totenzahlen gibt, die mit den Prozentzahlen der Normalbevölkerung keinesfalls auch nur annähernd zu vergleichen wären. Da herrscht natürlich eine große berechtigte Angst. Aber es müssten Lösungen her, dass irgendwie diese Isolation durchbrochen wird. Sowohl, was die negativen angeht, die das Pech haben sich in einer positiven Umgebung zu befinden, als auch die positiven selbst. Auch die brauchen Kontakt. Grausam alles.
Klar, man kann im Nachhinein oft nicht sagen, auf welchen Wegen das Virus in so Einrichtungen eindringen konnte.
Dennoch werde ich wütend, wenn ich daran denke, wie oft ich da Angehörige (oder auch Bedienstete!) sah, die zum Beispiel den Mundschutz nicht korrekt trugen. Da habe ich keinerlei Verständnis für. Auch nicht für Angehörige, die sich selbst in diesem Kontext gegen einen dauerhaft getragenen Mundschutz wehren.
In so Einrichtungen bedeutet unter Umständen ein einziger Coronafall wieder grausame Isolation für andere. Und wahrscheinlich den Tod von mehreren anderen, falls es weiter um sich greift.
Kann man hoffen, dass die Schnelltests nun zu Verbesserungen führen. Aber eben nicht dadurch, dass dann bei jederm positiv Fall sofort alles dicht gemacht wird. Ich würde es angebracht finden, wirklich jeden Mitarbeiter täglich zu testen, ebenso wie jeden Besucher vor jedem Besuch. Wäre dann jemand positiv, würde es hoffentlich reichen, den sofort auszusortieren und den Rest normal weiter laufen zu lassen.
Da könnte ich ausrasten. Denn auch alte/kranke/behinderte Menschen wollen oftmals noch ihr Leben ganz gern behalten. Und haben dazu das gleiche Recht wie alle anderen auch.
Und gerade diese Menschen leiden EXTREM, wenn das Virus Zugang zu den Einrichtungen findet. Da kriege ich einen bitteren Lachflash, wenn Leute ach so traumatisiert sind, wegen einem Lappen Stoff für 10 Minuten im Laden oder so. Sowas klingt da einfach nur noch total lächerlich. Es ist ein Witz im Gegensatz zu dem, was Menschen in Isolation aushalten müssen.
In den Medien werden die "Horrorzahlen" veröffentlicht, wie viele Infizierte, wie viele Tote es da gibt.
Was dabei vergessen wird ist, dass diese Horrorzahlen nur die erste Meldung in den Medien sind. Wenn sich die Zahlen bei Nachtestungen dann nochmal verdopplt haben, erscheint das in öffentlichen Berichten eventuell nicht mal mehr.
Sprich, da geht es unter Umständen sogar noch heftiger zu als in der Öffentlichkeit bekannt wird.
Es heißt, die Isolation müsse verhindert werden. Das geschieht so nicht. Die Menschen sitzen , so meine Erfahrung, sogar viele Wochen (und nicht nur 2 Wochen; was auch schon lang ist) ohne jeden realen Außenkontakt im Grunde eingesperrt herum. Die bewegen sich nicht mehr, das bisschen Muskeln, was noch da ist, verkümmert. Die Kondition wird noch mieser. Der Kopf baut ab.
Das ist wirklich schrecklich. Und es ist ebenfalls schrecklich, die traurigen Menschen an den Fenstern und Balkonen zu sehen, wie sie versuchen, dort ein bisschen Kontakt mit ihren Freunden oder Angehörigen abzubekommen. Die brüllen vom dritten Stock runter. Da stehen alten Menschen an Fenstern, die weinen. Die betteln, dass man rein kommt. Die betteln, dass man sie rausholt. Da stehen Angehörige draußen, die weinen.
Da sind Mitarbeiter an ihren Belastungsgrenzen.
Auch meine Erfahrung: trotz dieser Schrecklichkeit beschweren sich Freunde oder Angehörige kaum über diese Unmenschlichkeit. Es IST unmenschlich. Aber die meisten sehen auch keine anderen Alternativen. Man kann ja nicht wegdrängen, dass so viele positiv sind, dass es Totenzahlen gibt, die mit den Prozentzahlen der Normalbevölkerung keinesfalls auch nur annähernd zu vergleichen wären. Da herrscht natürlich eine große berechtigte Angst. Aber es müssten Lösungen her, dass irgendwie diese Isolation durchbrochen wird. Sowohl, was die negativen angeht, die das Pech haben sich in einer positiven Umgebung zu befinden, als auch die positiven selbst. Auch die brauchen Kontakt. Grausam alles.
Klar, man kann im Nachhinein oft nicht sagen, auf welchen Wegen das Virus in so Einrichtungen eindringen konnte.
Dennoch werde ich wütend, wenn ich daran denke, wie oft ich da Angehörige (oder auch Bedienstete!) sah, die zum Beispiel den Mundschutz nicht korrekt trugen. Da habe ich keinerlei Verständnis für. Auch nicht für Angehörige, die sich selbst in diesem Kontext gegen einen dauerhaft getragenen Mundschutz wehren.
In so Einrichtungen bedeutet unter Umständen ein einziger Coronafall wieder grausame Isolation für andere. Und wahrscheinlich den Tod von mehreren anderen, falls es weiter um sich greift.
Kann man hoffen, dass die Schnelltests nun zu Verbesserungen führen. Aber eben nicht dadurch, dass dann bei jederm positiv Fall sofort alles dicht gemacht wird. Ich würde es angebracht finden, wirklich jeden Mitarbeiter täglich zu testen, ebenso wie jeden Besucher vor jedem Besuch. Wäre dann jemand positiv, würde es hoffentlich reichen, den sofort auszusortieren und den Rest normal weiter laufen zu lassen.
Was die Maskenverweigerung angeht: Das sind halt -leider- in den meisten Fällen wirklich vorgeschobene Gründe. Schilderte auch ein Klinik-Arzt. Dort müssen die dann auch manches prüfen. Und diejenigen, wo es wirklich nicht geht, sind dann nicht mehr viele. Ich denke immer noch öfters an den Artikel mit der Sportler, der sich (empört im Recht wähnend) dann auch noch die Presse anrief. Ist natürlich extrem überzeugend, dass jemand der regelmäßig Sport macht, unter einem läppischen OP-Mäskchen seine Sauerstoffversorgung gefährdet sieht. Ich meine, andere machen sogar extra Höhentraining. Lachhaft. Oder wer glaubt denn noch, dass die Demonstranten, die dann natürlich meist auch ein Attest vorlegen können, wirklich zu den schwer Beeinträchtigten gehört.
Der beste Schutz für Risikopersonen wäre auch meiner Meinung nach, die Fallzahlen insgesamt runterzubringen. Und auch für die besser, die mehr erleben wollen. Länder mit Null-Covid-Strategie erlebten keine zweite Welle. Ist hier verpönt (und hier wohl auch tatsächlich schwerer umsetzbar). Na gut, man versucht ja einen Light-Lockdown... aber auf mich wirkte Söder alles andere als überzeugt, dass das aktuell etwas bringt. Hubsi warnte ihn. Sollte er Recht behalten, sind die Argumente derer, die langsam vorgehen bzw. zuwarten wollen, wohl schwächer. Die Klinikaufnahmen steigen zudem noch.
Man könnte auch schützende Masken für alle ausgeben. Ja kostet. Anderes aber sicherlich mehr. Weiß aber nicht, ob es genug gäbe. Ich und andere warten schon lange auf eine Bestellung, weil die anscheinend auch mit der Produktion nicht nachkommen. Aber o.k.: Für Risikopersonen ist es ein Anfang. Ob man das noch vor Weihnachten schafft? Ich habe echt das Gefühl, auch die Politik hoffte darauf, dass das Virus im Sommer auf wundersame Weise verschwunden ist.
Der beste Schutz für Risikopersonen wäre auch meiner Meinung nach, die Fallzahlen insgesamt runterzubringen. Und auch für die besser, die mehr erleben wollen. Länder mit Null-Covid-Strategie erlebten keine zweite Welle. Ist hier verpönt (und hier wohl auch tatsächlich schwerer umsetzbar). Na gut, man versucht ja einen Light-Lockdown... aber auf mich wirkte Söder alles andere als überzeugt, dass das aktuell etwas bringt. Hubsi warnte ihn. Sollte er Recht behalten, sind die Argumente derer, die langsam vorgehen bzw. zuwarten wollen, wohl schwächer. Die Klinikaufnahmen steigen zudem noch.
Man könnte auch schützende Masken für alle ausgeben. Ja kostet. Anderes aber sicherlich mehr. Weiß aber nicht, ob es genug gäbe. Ich und andere warten schon lange auf eine Bestellung, weil die anscheinend auch mit der Produktion nicht nachkommen. Aber o.k.: Für Risikopersonen ist es ein Anfang. Ob man das noch vor Weihnachten schafft? Ich habe echt das Gefühl, auch die Politik hoffte darauf, dass das Virus im Sommer auf wundersame Weise verschwunden ist.
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»Die Dummheit hat aufgehört sich zu schämen«
(Heidi Kastner)
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RTL...wer sich da informiert liest wahrscheinlich auch die Bild.
Die Verqueren finden halt in jeder Ecke einen Psychotiker.
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After all this time ? Always.
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diesoderdas
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, 80 - Beiträge: 3762
Was für ein RTL Kommentar....
Die Intensivbetten sind massig frei ?! Ah ja.
Zu viel Panik? Wenn Menschen in der Umgebung sterben (mehr als üblich), darf auch mal ein wenig Panik aufkommen.
Erst recht, was Heime und alte Menschen/Risikopatienten angeht - nicht Panik im Sinne von kopflos reagieren! - Panik im Sonne von den Umständen entsprechend Vorsicht walten lassen. Und nicht ignorierend/Augen verschließend/verharmlosend den Kopf in den Sand stecken, damit man selbst möglichst unbehelligt weiter leben kann.
Die Politik ist am Rudern - ja, finde ich auch. Die sollten aber anziehen, anstatt locker zu lassen finde ich.
Irgendwo habe ich letztens auch so eine abstruse Antwort gehört von einer Dame auf die Frage, ob sie denn keine Angst vor Covid hätte:Nein, weil ihr Opa hätte es auch schon gehabt und der habe es auch überlebt.
Was für eine, sorry, strunzdoofe vereinfachte Denkweise. Wäre der Opa gestorben oder hätte tagelang qualvoll um Sauerstoff gerungen, hätte die Dame wenigstens dann ihre Sichtweise geändert? Muss man etwas erst hautnah erleben, um es zu glauben?
Oder die Aussage einer anderen Dame, Corona wäre eine super Übung fürs Immunsystem
Das sag mal jemandem, der Todesangst hat, weil er keine Luft bekommt.
Die Intensivbetten sind massig frei ?! Ah ja.
Zu viel Panik? Wenn Menschen in der Umgebung sterben (mehr als üblich), darf auch mal ein wenig Panik aufkommen.
Erst recht, was Heime und alte Menschen/Risikopatienten angeht - nicht Panik im Sinne von kopflos reagieren! - Panik im Sonne von den Umständen entsprechend Vorsicht walten lassen. Und nicht ignorierend/Augen verschließend/verharmlosend den Kopf in den Sand stecken, damit man selbst möglichst unbehelligt weiter leben kann.
Die Politik ist am Rudern - ja, finde ich auch. Die sollten aber anziehen, anstatt locker zu lassen finde ich.
Irgendwo habe ich letztens auch so eine abstruse Antwort gehört von einer Dame auf die Frage, ob sie denn keine Angst vor Covid hätte:Nein, weil ihr Opa hätte es auch schon gehabt und der habe es auch überlebt.
Was für eine, sorry, strunzdoofe vereinfachte Denkweise. Wäre der Opa gestorben oder hätte tagelang qualvoll um Sauerstoff gerungen, hätte die Dame wenigstens dann ihre Sichtweise geändert? Muss man etwas erst hautnah erleben, um es zu glauben?
Oder die Aussage einer anderen Dame, Corona wäre eine super Übung fürs Immunsystem
Das sag mal jemandem, der Todesangst hat, weil er keine Luft bekommt.
Freie Intensivbetten sucht man in Berlin mittlerweile teilweise jetzt schon vergeblich. 1,5% noch, dann springt auch diese Ampel auf Rot und es stehen keine Intensivbetten mehr zur Verfügung. Konkret bedeutet das 147 freie Intensivbetten (ohne Reserve) in einem Bundesland mit 3,8 Millionen Einwohnern.
https://www.morgenpost.de/berlin/articl ... 7pDjdBlzys
Wer mal selbst für sein Bundesland nachsehen möchte:
https://www.intensivregister.de/#/inten ... dertabelle
https://www.morgenpost.de/berlin/articl ... 7pDjdBlzys
Wer mal selbst für sein Bundesland nachsehen möchte:
https://www.intensivregister.de/#/inten ... dertabelle
Zuletzt geändert von kaja am Sa., 28.11.2020, 12:28, insgesamt 1-mal geändert.
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diesoderdas
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, 80 - Beiträge: 3762
Sagt ja auch der Verstand, dass es so wie es läuft nicht weiter laufen darf.
Vor nicht allzu langer Zeit wurden die freien Betten noch mit knapp unter 10.000 angegeben. Nun sind es knapp unter 6.000 in ganz Deutschland. Die Notfallreserven kann man ja eigentlich gar nicht mitzählen, wenn es keine Pfleger gibt, die zur Betreuung zur Verfügung stehen.
Wenn man das alles weiterrechnet, wirds halt unter Umständen eng. Wenn die Neuinfektionen nicht runter gehen. Und warum sollten sie, wenn nichts geändert wird.
An Silvester könnte man dann ja allen, die sich den Arm mit Feuerwerkskörpern zerfetzen und damit die Kliniken zusätzliche belasten, mal die ärztliche Versorgung verweigern. Fänden die bestimmt auch nicht lustig.
Vor nicht allzu langer Zeit wurden die freien Betten noch mit knapp unter 10.000 angegeben. Nun sind es knapp unter 6.000 in ganz Deutschland. Die Notfallreserven kann man ja eigentlich gar nicht mitzählen, wenn es keine Pfleger gibt, die zur Betreuung zur Verfügung stehen.
Wenn man das alles weiterrechnet, wirds halt unter Umständen eng. Wenn die Neuinfektionen nicht runter gehen. Und warum sollten sie, wenn nichts geändert wird.
An Silvester könnte man dann ja allen, die sich den Arm mit Feuerwerkskörpern zerfetzen und damit die Kliniken zusätzliche belasten, mal die ärztliche Versorgung verweigern. Fänden die bestimmt auch nicht lustig.
Bedienen der Zielgruppe?! Und auch teils faktisch falsch... ist mir aber zu blöd, mir das ganz reinzuziehen. Aber z.B. schaute man noch nienienie nur auf die positiven Tests. Und nur auf freie Betten zu schielen (wo es noch welche gibt) langt genauso wenig. Was nützt es, wenn es für das Bett keinen Pfleger gibt. RTL halt... wohl wahr.
Liebe Grüße
stern

stern
»Die Dummheit hat aufgehört sich zu schämen«
(Heidi Kastner)
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"Die Coronakrise bringt Extremismus neuen Typs hervor"
https://www.sueddeutsche.de/politik/ver ... -1.5130690
Im Ernst: So neu sind die nicht... und es gibt auch Überlappungen. Also Leute können Verschwörungsideologen und Extremisten gleichzeitig sind... liegt auch von der "Funktionsweise" nicht so weit auseinander. Wie sagte Mal jemand: Die Einstiegsdroge. Vertrauen zu zerstören ist der erste Schritt (vor einer Abschaffung). Bei einem anderen Teil der Verschwörungsideologen wird sich Paranoia mit einer psychischen Störung überlappen (was ich mir nicht ausdenke, sondern belegbar ist). Auch wird es eine Schnittmenge zwischen Verschwörungsglauben und Esoterik geben, usw. Impfkritik war auch schon länger ein Punkt unter dessen Deckmantel sich manche Rechtsextremisten sammelten.
https://www.sueddeutsche.de/politik/ver ... -1.5130690
Wie wäre es mit Verschwörungsextremisten.Der Verfassungsschutz bewertet die Proteste gegen das Coronavirus und stellt fest: Da demonstrieren zum Teil Normalbürger, zum Teil klassische Rechtsextremisten und zu einem Teil ist da etwas Neues unterwegs.
...
Zu einem Teil aber müsse man von einem Extremismus neuen Typs ausgehen, von einem Extremismus "sui generis". Das bedeutet: eigener Gattung.
Gemeint sind Gruppen, die rund um das Coronavirus Verschwörungserzählungen verbreiten und damit gezielt das Vertrauen in staatliche und andere Institutionen angreifen.
... sondern auch der Frage nachgehen, inwieweit bereits eine neue Extremismusform "insbesondere über das als Informations- und Sozialisationsraum fungierende Internet" entstanden sei.
Liebe Grüße
stern

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(Heidi Kastner)
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Und deren Zulauf wird durch die kommende Impfdiskussion sicher nicht weniger werden wenn zu den Maskenverweigerern noch die Impfverweigerer hinzukommen und dann noch die Jungen die Geduld verlieren
Nicht das schwarze Schaf ist anders, sondern die weißen Schafe sind alle gleich 
Kenn ich. Ich mache mir zunehmend Sorgen, wo das in diesem Winter (und der wird lang!) noch hinführen wird?Lena hat geschrieben: Sa., 28.11.2020, 07:50Ich halte mich an alles, sitze brav in meinem Homeoffice, treffe nur in Ausnahmefällen einzelne Menschen und das dann draußen. Aber so langsam entwickelt sich auch bei mir Frust und Resignation.
Hier war die Innenstadt gestern am Black Friday so voll, dass logischerweise kein Abstand mehr möglich war und dass der örtliche Krisenstabsleiter per spontaner Radiodurchsage darum bat, doch bitte nicht mehr in die Innenstadt zu gehen bzw. diese so schnell wie möglich zu verlassen.
Ach ja, der Inzidenzwert liegt hier zurzeit über 200 und schon seit Wochen sind die Krankenhäuser am Anschlag.
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