Frauen: Angst vor Penis und Sperma?

Fragen und Erfahrungsaustausch über sexuelle Problembereiche wie Sexualstörungen, rund um gleichgeschlechtliche Sexualität und sexuelle Identität, den Umgang mit sexuellen Neigungen wie Fetischismus, S/M usw. - ausser Aufklärungs-Fragen.
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elmar50
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Beitrag So., 26.05.2013, 12:55

Nico hat geschrieben: Ich war zwar noch nie bei einer Professionellen, bin mir aber trotzdem sicher dass der Sex mit meiner Partnerin die ich liebe und die mich liebt unvergleichbar besser und schöner ist.
Es ist und bleibt ein billiger Trostpreis elmar da kannst du dir das noch so verzweifelt schönreden.
Das bezweifelt ja auch keiner, ich schon gar nicht. Ich beglückwünsche dich zu deiner funktionierenden Beziehung.
Leider hat sowas nicht jeder, ich z.B. nicht.
Und da ist mir dann ein "Trostpreis" lieber als gar nichts...

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Nico
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Beitrag So., 26.05.2013, 13:00

elmar50 hat geschrieben: Das bezweifelt ja auch keiner, ich schon gar nicht. Ich beglückwünsche dich zu deiner funktionierenden Beziehung.
Leider hat sowas nicht jeder, ich z.B. nicht.
.
Ja die habe ich nämlich aus der Wundertüte !

Ich war auch davor in einer Beziehung die am Ende war, lebendig begraben quasi, wobei der Sex da nicht das Problem war, das gebe ich zu.

Ich kann dir nur r a t e n entscheide dich für dein Leben denn du weißt nicht wieviel Zeit dir noch bleibt.
Nicht das schwarze Schaf ist anders, sondern die weißen Schafe sind alle gleich ;)

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elmar50
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Beitrag So., 26.05.2013, 13:25

Nico hat geschrieben:
elmar50 hat geschrieben: Das bezweifelt ja auch keiner, ich schon gar nicht. Ich beglückwünsche dich zu deiner funktionierenden Beziehung.
Leider hat sowas nicht jeder, ich z.B. nicht.
.
Ja die habe ich nämlich aus der Wundertüte !

Ich war auch davor in einer Beziehung die am Ende war, lebendig begraben quasi, wobei der Sex da nicht das Problem war, das gebe ich zu.

Ich kann dir nur r a t e n entscheide dich für dein Leben denn du weißt nicht wieviel Zeit dir noch bleibt.
Schon klar, dass man für eine lebendige Beziehung arbeiten muss. Wenn sich aber der Partner beharrlich gegen jede Veränderung sträubt?
Ich weiß, einzige Möglichkeit: klarer Schlussstrich.
Womit wir uns wieder im Kreis drehen. Das möchte ich eben aus den diversen dargelegten Gründen (derzeit noch) nicht.
Trotzdem danke für deinen gutgemeinten Rat.

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Nico
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Beitrag So., 26.05.2013, 13:31

Ja mach's gut, ich bin dann hier raus, ist ziemlich ausgelutscht das Thema.
Nicht das schwarze Schaf ist anders, sondern die weißen Schafe sind alle gleich ;)

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freeway
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Beitrag So., 26.05.2013, 16:02

hallo elmar50,

prinzipiell finde ich es gut, wenn man sich innerhalb einer partnerschaft mit gegebenem arrangiert und du hast für dich einen weg gefunden halbwegs mit der unbefriedigenden situation klar zu kommen, die methode mal ganz unbewertet stehen gelassen…

was ich unfair finde ist, dass du damit deiner frau die möglichkeit nimmst, mit jemandem zusammen zu sein, der ehrlich und treu ist… sie so nimmt wie sie ist… so wie sie es sich wünscht… sie ist ehrlich zu dir und sagt dir ganz klar, was sie eben nicht möchte… auch mal unbewertet stehen gelassen… du hingegen belügst und betrügst sie… da sie das nicht weiß, hat sie nicht die wahl zu sagen, dass sie das nicht möchte (oder sich gegebenenfalls von dir zu trennen und sich nach jemandem umzusehen, der diese sexsache vllt sogar annehmen könnte, wie sie ist)… du nimmst ihr jegliche entscheidungsfreiheit indem du sie hintergehst… nicht dass du zu professionellen gehst finde ich problematisch, sondern dass deine frau gezwungen ist mit einem mann zusammen zu leben, mit dem sie, wäre sie informiert, vllt nicht leben wollen würde… oder was auch immer sie eben in der situation entscheiden wollen würde…

angenommen es kommt tag X, an dem du ihr vor lauter frust o.ä. vor den latz knallst, dass du eh schon seit jahren ins puff gehst… wenn sie wie auch immer erfährt, dass sie jahrelang belogen und betrogen wurde, während sie dachte, sie würde eine vertrauensvolle ehe führen…

ich kann dein dilemma wirklich verstehen und ich finde es sogar gut, dass du fähig bist aus der situation das für dich „beste“ zu machen… ich finde nur nicht gut, dass du deiner frau damit quasi eine lebenslüge aufzwingst… sie möchte vllt keinen sex, aber hältst du es für fair, sie deshalb jeglicher wahlfreiheit zu berauben?

nur so btw… grüße vom freeway

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ExtraordinaryGirl
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Beitrag So., 26.05.2013, 16:05

Elmar, ich weiss, es hilft dir nicht, aber: Ich bin froh, dass du dich hier gemeldet hast.

Mir ist seltsamerweise erst nach deinen Worten bewusst geworden, wie sehr es einen Mann belastet, auf den sexuellen Austausch mit seiner Freundin/Frau verzichten zu müssen.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass jeder in einer Beziehung das Recht darauf hat, dass die eigenen Grenzen respektiert werden (und zwar ganz selbstverständlich), mir ist nun aber (wieder) bewusst geworden, dass man Einfühlungsvermögen, Verständnis und Entgegenkommen nicht nur selbst fordern darf, sondern auch dem Partner entgegen bringen sollte, wenn die Beziehung funktionieren soll.
"Charakter zeigt sich in der Krise."

(Helmut Schmidt)

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yamaha1234
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Beitrag So., 26.05.2013, 16:12

ExtraordinaryGirl hat geschrieben:
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass jeder in einer Beziehung das Recht darauf hat, dass die eigenen Grenzen respektiert werden (und zwar ganz selbstverständlich), mir ist nun aber (wieder) bewusst geworden, dass man Einfühlungsvermögen, Verständnis und Entgegenkommen nicht nur selbst fordern darf, sondern auch dem Partner entgegen bringen sollte, wenn die Beziehung funktionieren soll.
Dennoch gibt es in einer Partnerschaft kein "Recht" auf gelebte Sexualität und ein Kompromiss lässt sich hier nicht finden, wenn jemand keinen Sex will dann ist das so.
Inhaltlich bin ich ganz bei freeways letzten Beitrag. Er weiß wenigstens woran er bei seiner Frau ist. Seine Frau hingegen muss mit einem Lügner leben der sie hintergeht.

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ExtraordinaryGirl
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Beitrag So., 26.05.2013, 16:13

Natürlich nicht, yamaha.

Über ein Recht auf Sex habe ich nie etwas geschrieben und du wirst auch nie soetwas von mir lesen.

Nur gehört das Bedürfnis nach körperlicher Nähe für viele zu einer Liebesbeziehung dazu. Und ich glaube, es würde mich nicht kalt lassen, wenn ich etwas nicht will, bzw. meinem Partner nicht bieten kann, was er gerne möchte.

Will sagen: Die Respektierung der Grenzen steht für mich an erster Stelle. Aber wenn man in einer Partnerschaft lebt, kann man nicht nur an sich selbst denken, sollte m. E. also auch die Bedürfnisse des Gegenüber ernst nehmen und zumindest prüfen, ob man ihm nicht entgegen kommen kann.
Zuletzt geändert von ExtraordinaryGirl am So., 26.05.2013, 16:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Nico
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Beitrag So., 26.05.2013, 16:15

Das muss sie genausowenig wie er mit ihr leben muss.
Wenn sie sich ihm auf Dauer verweigert darf sie aber schon mit dem Gedanken spielen dass er es sich eventuell wo anders holen könnte.
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Jugendstil
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Beitrag So., 26.05.2013, 16:18

dass man Einfühlungsvermögen, Verständnis und Entgegenkommen nicht nur selbst fordern darf, sondern auch dem Partner entgegen bringen sollte, wenn die Beziehung funktionieren soll.
Mit einem Wort: Liebe.

Und nicht nur das, man sollte vielleicht ruhig ganz altmodisch weniger danach trachten, selbst glücklich zu werden als den Partner glücklich zu machen. Darin ist das eigene Glück dann sowieso eingeschlossen.
Zuletzt geändert von Jugendstil am So., 26.05.2013, 16:23, insgesamt 2-mal geändert.

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freeway
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Beitrag So., 26.05.2013, 16:19

Nico hat geschrieben:Das muss sie genausowenig wie er mit ihr leben muss.
Wenn sie sich ihm auf Dauer verweigert darf sie aber schon mit dem Gedanken spielen dass er es sich eventuell wo anders holen könnte.
hm... du meinst also, es ist ihr fehler, wenn sie ihm vertraut?

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Nico
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Beitrag So., 26.05.2013, 16:21

Ja schon, obwohl ich wie schon geschrieben, nichts davon halte dass er zu Prostituierten geht und das für mich überhaupt keine Option wäre.
Nicht das schwarze Schaf ist anders, sondern die weißen Schafe sind alle gleich ;)


candle.
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Beitrag So., 26.05.2013, 16:23

Ich denke sie weiß das.

candle
Now I know how the bunny runs! Bild

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ExtraordinaryGirl
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Beitrag So., 26.05.2013, 16:24

Perfekt ausgedrückt, Jugendstil.

Für mich ist die Sicherheit, dass meine Grenzen bewahrt werden, ja unverzichtbar.

Aber diese Sicherheit gibt man auch dann nicht auf, wenn man den Partner in seinen Wünschen und Bedürfnissen erst nimmt.

Schliesslich ist eine Liebesbeziehung eine Partnerschaft.

Und am Ende bleibt ja nach wie vor jedem die Freiheit, selbst zu entscheiden.
"Charakter zeigt sich in der Krise."

(Helmut Schmidt)

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freeway
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Beitrag So., 26.05.2013, 16:38

ehrlichkeit gibt's also nur gegen sex?
das fände ich so aber mehr als schade...

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