Schwierigkeiten in der Beziehung zu meinem Therapeuten

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Psychotherapie (von der es ja eine Vielzahl von Methoden gibt) gesammelt? Dieses Forum dient zum Austausch über die diversen Psychotherapieformen sowie Ihre Erfahrungen und Erlebnisse in der Therapie.
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Lockenkopf
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Beitrag Di., 07.06.2016, 22:46

lamedia hat geschrieben:Das fällt mir auch noch auf: Hier wird Baerchen beschuldigt, ungerechtfertigt Solidarleistungen in Anspruch zu nehmen. Dabei hat sie doch das Recht, sich bei Therapeuten vorzustellen. Wenn behauptet wird, hier ist gar keine Therapie-Indikation vorhanden, dann muss man doch den Therapeuten beschuldigen, denn der hat den Bericht geschrieben und der muss sich vor Gutachter und Krankenkasse verantworten, also wenn moralische Kritik an der Therapie überhaupt gerechtfertigt wäre, dann gegenüber dem Analytiker
Meine Kritik würde ich dem Therapeuten ja glatt schreiben, wenn er denn hier wäre.
Und dem Gutachter der dem Spiel zustimmt, ebenfalls.

Sie sind aber nicht hier, sondern nur die Pat. welche Psychotherapie will, aber keinerlei Besserung ihres Zustandes anstrebt, sondern vom Therapeuten nur betüddelt und beschäftigt werden möchte.

Dafür braucht es aber keinen Psychotherapeuten, das können auch Krankenpfleger
und alle male billiger.
Zuletzt geändert von Lockenkopf am Di., 07.06.2016, 22:54, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße
Lockenkopf

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Baerchen
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Beitrag Di., 07.06.2016, 22:47

mio hat geschrieben:Dann sage das Deinem Therapeuten doch mal, dass Du Dir das wünschst. Und warte nicht darauf, dass er es Dir serviert.
wenn da nicht immer diese verdammte scham waere.


mio
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Beitrag Di., 07.06.2016, 22:48

Dann überwinde die. Zumindest das sollte doch möglich sein? Und wenn Du ihm den Link zu diesem Thread hier schickst... Davon stirbst Du nicht, wenn Du so weiter machst vielleicht schon.

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Baerchen
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Beitrag Di., 07.06.2016, 22:51

mio hat geschrieben:Dann überwinde die. Zumindest das sollte doch möglich sein? Und wenn Du ihm den Link zu diesem Thread hier schickst... Davon stirbst Du nicht, wenn Du so weiter machst vielleicht schon.
ich kann es versuchen. manches fuehlt sich aber an, als wuerde es beim versuch es auszusprechen, im hals stecken bleiben, hehe.

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Lockenkopf
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Beitrag Di., 07.06.2016, 22:56

Baerchen hat geschrieben:
ich kann es versuchen. manches fuehlt sich aber an, als wuerde es beim versuch es auszusprechen, im hals stecken bleiben, hehe.
Stelle dir mal vor, Psychotherapeuten können auch lesen, wirklich.
Du könntest also deinen Wunsch schriftlich mitteilen.

Aber, das geht ja garnicht, Du würdest ja etwas für dich tun, Igitt näh, pfui Teufel.
Das könnte ja ein bisschen Besserung bringen.
Und sowas willst Du ja auf gar keinen Fall.
Zuletzt geändert von Lockenkopf am Di., 07.06.2016, 23:00, insgesamt 2-mal geändert.
Liebe Grüße
Lockenkopf


mio
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Beitrag Di., 07.06.2016, 22:57

Baerchen hat geschrieben: ich kann es versuchen. manches fuehlt sich aber an, als wuerde es beim versuch es auszusprechen, im hals stecken bleiben, hehe.
Sehr lustig.

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Baerchen
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Beitrag Di., 07.06.2016, 22:58

seltsamerweise kann ich in meinen gedanken die naehe zum therapeuten sehr gut zulassen. manchmal bin ich beinahe den ganzen tag gedanklich bei ihm in der praxis.

wenn ich dann aber in der realitaet bei ihm im sessel sitze, kriege ich wieder die klappe nicht auf.

da ist dann erstmal sesselverschieben angesagt.

wuerde ich den sessel nicht wegschieben, kann ich erst gar nicht nachdenken. werde dann regelrecht ueberschuettet, mit gefuehlen, die ich schlecht aushalte.

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Beitrag Di., 07.06.2016, 23:00

mio hat geschrieben:Sehr lustig.
wie meinst du das? weshalb lustig? es war ernst gemeint.
----------------------------------------------------------------------
nachtrag: ah, habs jetzt erst bemerkt, wie du es meinst.

das ist wieder der ausdruck meiner ambivalenz.


mio
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Beitrag Di., 07.06.2016, 23:03

"hehe" ???

Kenne ich als Belustigungs- (oder Überlegenheits) äußerung.

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Beitrag Di., 07.06.2016, 23:04

Baerchen hat geschrieben:seltsamerweise kann ich in meinen gedanken die naehe zum therapeuten sehr gut zulassen. manchmal bin ich beinahe den ganzen tag gedanklich bei ihm in der praxis.

wenn ich dann aber in der realitaet bei ihm im sessel sitze, kriege ich wieder die klappe nicht auf.

da ist dann erstmal sesselverschieben angesagt.

wuerde ich den sessel nicht wegschieben, kann ich erst gar nicht nachdenken. werde dann regelrecht ueberschuettet, mit gefuehlen, die ich schlecht aushalte.
Genau, und schreiben geht garnicht, hatte ich ja schon festgestellt.
Liebe Grüße
Lockenkopf

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Beitrag Di., 07.06.2016, 23:05

mio hat geschrieben:"hehe" ???

Kenne ich als Belustigungs- (oder Überlegenheits) äußerung.
ja, stand eben auf der leitung. habe das ambivalente erst nicht verstanden.

in den sitzungen fange ich beispielsweise auch an zu lachen, wenn mir aber eigentlich zum weinen ist.

lachen ist weniger schmerzhaft, als weinen.


mio
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Beitrag Di., 07.06.2016, 23:08

Ich frage mich ja, ob Du ihn dann auslachst oder über Dich lachst?

(Ich kenne das auch als "Übersprungshandlung". Ich lache dann über mich. Und mit meiner Thera. Könnte mir aber vorstellen, dass das bei Dir anders rüberkommt, nach dem Hehe...)

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Baerchen
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Beitrag Di., 07.06.2016, 23:12

mio hat geschrieben:Ich frage mich ja, ob Du ihn dann auslachst oder über Dich lachst?

(Ich kenne das auch als "Übersprungshandlung". Ich lache dann über mich. Und mit meiner Thera. Könnte mir aber vorstellen, dass das bei Dir anders rüberkommt, nach dem Hehe...)
das ist eine gute frage, ueber die ich mal nachdenken werde.

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Beitrag Di., 07.06.2016, 23:29

Kann es sein, das Du lachst, weil Du dich nicht ernst nimmst?
Liebe Grüße
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Tilda
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Beitrag Di., 07.06.2016, 23:30

lamedia hat geschrieben:Dieses Moralisieren - diese Vorstellungen, was sein muss, was ein gelungenes Leben ist, dass Aktivität besser ist als Passivität, dass Sichdurchkämpfen besser ist als Aufgeben.. Wer sagt das denn? Spricht da die Leistungsgesellschaft? Spricht der Horror vor eigenen Anteilen, die nicht wollen wie man soll - und die man nicht siegen lassen will?
Hallo lamedia,
ich kann nur für mich sprechen, aber ich persönlich kann einige Reaktionen schon nachvollziehen. Mir geht es auch so. Das Verhalten triggert irgendwie. Klar, 100% selbst schuld, ich muss es mir ja nicht geben.
Aber wenn jemand gesundheitlich sehr arm dran ist, wie immer wieder betont wird, dann auf keinen Fall in ein Krankenhaus gehen würde... Es also kategorisch ablehnt... Wie etliche Seiten zuvor beschrieben...

Manche Menschen verbringen sehr viel Zeit in Kliniken. Weil sie keine andere Wahl haben. Und die fühlen sich dort auch Dingen und Umständen ausgesetzt, mit denen sie umgehen müssen. Gerade als Kassenpatient. Das belastet die Psyche, manchmal massiv.


Ansonsten soll sie natürlich machen was sie mag. Oder auch nicht machen. Ich glaube die Würfel sind ohnehin schon gefallen. Ich meine wenn ich nach über 240 (?) Analysestunden dem Thera nicht mal nen Zettel zuschieben kann, weil ich etwas nicht über die Lippen bringe.....

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