Frauen: Angst vor Penis und Sperma?

Fragen und Erfahrungsaustausch über sexuelle Problembereiche wie Sexualstörungen, rund um gleichgeschlechtliche Sexualität und sexuelle Identität, den Umgang mit sexuellen Neigungen wie Fetischismus, S/M usw. - ausser Aufklärungs-Fragen.
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Chumani
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Beitrag So., 26.05.2013, 16:38

Ich denke, weder die Frau von Elmar noch Elmar schauen da genauer hin.
Ehrlich gesagt, hätte ich es besser gefunden, Elmar, wenn DU die Vorteile, die Deine jetztige Ehe mit sich bringen, aufgezählt hättest, anstatt Dich hinter Pitts Aufzählung zu verstecken.
Ich kann aber verstehen, dass Du deine Situation nicht ändern möchtest, denn hier wirken sehr tiefliegende Strukturen. Wenn Du diese verstehen würdest, könnte es sehr gut möglich sein, dass Du einen Entwicklungssprung machst und diesen auch im Aussen umsetzen möchtest.

Aber solange Du Dir Kompensationen suchst, verschleierst Du Deinen Leidensdruck und hälst Dich in diesem Status Quo gefangen.

Tolya hat es schon geschrieben: an für sich ist Eure Beziehung eine Mutter-Kind-Beziehung.
Wann kommt die Abnabelung? Vielleicht nie. Und es ist sicher nicht unser Problem, aber Deines, Elmar.
Es ist auch nicht das Problem Deiner Frau. Es ist Deines. Solange Du das nicht verstehst, solange wirst Du Ausflüchte finden nichts zu ändern.

Spätestens, wenn Deine Kinder mit der Ausbildung fertig sind, bleiben vermutlich nur noch magere Gründe übrig, weshalb Du keine Trennung anstrebst.

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ExtraordinaryGirl
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Beitrag So., 26.05.2013, 18:20

Was das Thema Prostitution angeht, möchte ich mich euch übrigens anschliessen, freeway und yamaha.

Ich besitze zwar keine Erfahrungswerte, das ist mir durchaus bewusst, habe aber mitbekommen, dass Frauen sehr verletzt dadurch werden können, dass ihr Mann Prostituierte aufsucht - weil, unabhängig davon, welche Probleme da sind, für sie die Treue den Wert einer Beziehung wiederspiegelt und die Sexualität innerhalb einer Beziehung (wie und ob sie nun gelebt wird (oder nicht)) als ein äusserst intimer Bereich betrachtet wird.

Damit könntest du (wenn es denn 'rauskommt) dir jede Chance zerstören, ihr jemals wieder nahe zu kommen.

Aber ich habe mich heute Nachmittag schon gefragt, ob es dir, elmar, nicht mehr darum ging, deinen Erfahrungsbericht zu schildern, als irgendein konkretes Problem zu besprechen.
"Charakter zeigt sich in der Krise."

(Helmut Schmidt)

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elmar50
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Beitrag So., 26.05.2013, 18:57

ExtraordinaryGirl hat geschrieben:Elmar, ich weiss, es hilft dir nicht, aber: Ich bin froh, dass du dich hier gemeldet hast.

Mir ist seltsamerweise erst nach deinen Worten bewusst geworden, wie sehr es einen Mann belastet, auf den sexuellen Austausch mit seiner Freundin/Frau verzichten zu müssen.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass jeder in einer Beziehung das Recht darauf hat, dass die eigenen Grenzen respektiert werden (und zwar ganz selbstverständlich), mir ist nun aber (wieder) bewusst geworden, dass man Einfühlungsvermögen, Verständnis und Entgegenkommen nicht nur selbst fordern darf, sondern auch dem Partner entgegen bringen sollte, wenn die Beziehung funktionieren soll.
Das hast du sehr schön gesagt, danke!

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elmar50
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Beitrag So., 26.05.2013, 18:58

Ayla hat geschrieben:Bist du es gewohnt, also schon als Kind elmar. Der Liebe, Zuwendung und dem Gesehen werden hinterherzulaufen - ist dir das vertraut ?
Nein, keineswegs. Ich denke, ich hatte eine glückliche, ganz normale Kindheit.

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elmar50
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Beitrag So., 26.05.2013, 19:04

ziegenkind hat geschrieben:elmar, was bringt dir die statistik?
Natürlich gar nichts, das ist mir auch klar. Aber man fühlt sich zumindest nicht mehr ganz so allein mit seinen Problemen...
ziegenkind hat geschrieben:wenn du sagst, meine frau ist schuld, die ist nicht normal, dann hast du moralisch was gewonnen. real hast du aber was verloren. denn du kannst deine frau nicht ändern. (du kannst noch ein paar jahrzehnte mehr darauf hoffen, wahrscheinlich vergebklich. du kannst dich anillsuinen festklammern und kompensatorisch ein bisschen darüber quengeln. schöne aussichten?)
Das mit der Schuld hatten wir doch schon geklärt. Ich werfe meiner Frau keine "Schuld" vor, ich merke nur an mir selbst, wie diese ganze Situation auch unseren emotionalen Zusammenhalt im "außersexuellen Leben" sehr vermindert.

ziegenkind hat geschrieben:von daher, willst du das? noch mehr zeit verschwenden mit dem suchen nach argumenten, die dir zeigen, ach, kommt doch auch in den besten kreisen vor, ist doch gar nicht so schlimm, und kann man v.a. nicht ändern? oder willst du die augen aufmachen, die ärmel hochkrempeln und verantwortung für dein leben übernehmen? noch einmal: du musst damit nicht zum ar*** gegnüber deiner frau und deinen kindern werden.
das heißt also im Klartext: Einzige Lösungsmöglichkeit ist eine Trennung ?

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Tolya
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Beitrag So., 26.05.2013, 19:05

elmar50 hat geschrieben: Leider hat sowas nicht jeder, ich z.B. nicht.
Und da ist mir dann ein "Trostpreis" lieber als gar nichts...
du könntest eine gutfunktionierende Beziehung haben, das ist ja der Punkt.
du musst nur auf dich und deine Bedürfnisse achten und dann bräuchtest du kein Trostpreis.

Jeden Tag entscheidet man sich für oder gegen eine Beziehung/Freundschaft.
JEden Tag hat man die Wahl, Jeden Moment kannst du zu dir sagen:"du, ich will das nicht mehr, ich will ne Frau mit wem ich glücklich sein kann".
Klar gibt's konsequenzen, und klar ist es schwer sich aus so einem Muster zu lösen, aber hast du lieber ein Ende mit Schrecken oder ein Ende ohne Schrecken?
die meisten brauchen ein paar Partner bevor sie endlich Ruhe finden, gehört halt dazu, und die 1. ist fast nie die richtige (habe bei dir den Eindruck das deine Frau dein 1. PArtner ist)

wovor hast du Angst wenn du dir eine Trennung überlegst? was verlierst du wirklich?

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elmar50
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Beitrag So., 26.05.2013, 19:14

freeway hat geschrieben: was ich unfair finde ist, dass du damit deiner frau die möglichkeit nimmst, mit jemandem zusammen zu sein, der ehrlich und treu ist… sie so nimmt wie sie ist… so wie sie es sich wünscht… sie ist ehrlich zu dir und sagt dir ganz klar, was sie eben nicht möchte… auch mal unbewertet stehen gelassen… du hingegen belügst und betrügst sie… da sie das nicht weiß, hat sie nicht die wahl zu sagen, dass sie das nicht möchte (oder sich gegebenenfalls von dir zu trennen und sich nach jemandem umzusehen, der diese sexsache vllt sogar annehmen könnte, wie sie ist)… du nimmst ihr jegliche entscheidungsfreiheit indem du sie hintergehst… nicht dass du zu professionellen gehst finde ich problematisch, sondern dass deine frau gezwungen ist mit einem mann zusammen zu leben, mit dem sie, wäre sie informiert, vllt nicht leben wollen würde…
Wie bereits kurz erwähnt, hatte ich ihr schon mal gesagt, dass ich mir den Sex auch außerhalb holen könnte. Ihre Reaktion darauf kannst du in früheren Beiträgen nachlesen. Da hat sie ja auch gesagt, dass sie das nicht möchte. In der Situation hatte sie sehr wohl eine Wahlmöglichkeit. Natürlich weiß sie nicht bei jedem einezlnen Besuch bei einer Prostituierten, dass ich gerade dort bin, wahrscheinlich ist sie sich auch gar nicht sicher oder trauts mir nicht zum, dass ich es wirklich tue. Wie gesagt, ist ja auch nicht so oft und nur, wenn es sich zeitlich ergibt... Aber ganz so unschuldig unwissend, wies jetzt in deiner Schilderung rauskommt, ist es letztlich nicht. Und sie hätte auch längst die Konsequenzen ziehen können, wenn sie gewollt hätte. Ich denke mal, auch bei meiner Frau betsehen da starke Skrupel darin, eine Beziehung aufzulösen, weil das Sexleben nicht klappt. Die Trennung wegen "erwischter Prostituiertenbesuche" wäre ja nur der vordergründige Anlass, Ursache wäre ja das Sexualleben in der Beziehung...

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elmar50
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Beitrag So., 26.05.2013, 19:17

Tolya hat geschrieben:
elmar50 hat geschrieben: Leider hat sowas nicht jeder, ich z.B. nicht.
Und da ist mir dann ein "Trostpreis" lieber als gar nichts...
du könntest eine gutfunktionierende Beziehung haben, das ist ja der Punkt.
du musst nur auf dich und deine Bedürfnisse achten und dann bräuchtest du kein Trostpreis.

Jeden Tag entscheidet man sich für oder gegen eine Beziehung/Freundschaft.
JEden Tag hat man die Wahl, Jeden Moment kannst du zu dir sagen:"du, ich will das nicht mehr, ich will ne Frau mit wem ich glücklich sein kann".
Klar gibt's konsequenzen, und klar ist es schwer sich aus so einem Muster zu lösen, aber hast du lieber ein Ende mit Schrecken oder ein Ende ohne Schrecken?
die meisten brauchen ein paar Partner bevor sie endlich Ruhe finden, gehört halt dazu, und die 1. ist fast nie die richtige (habe bei dir den Eindruck das deine Frau dein 1. PArtner ist)

wovor hast du Angst wenn du dir eine Trennung überlegst? was verlierst du wirklich?
Du bist nach deinen Angaben 35 Jahre alt, ich bin etwa 20 Jahre älter. Meine Beziehung dauert schon fast so lange, wie du lebst. Nach so langer zeit trennt man sich nicht einfach so und sucht sich einen neuen Partner. Das ist ein Schritt, der sehr sehr schwerwiegend ist und eine Menge Leidensdruck voraussetzt. Ob ich danach jemals auch emotional in der Lage wäre, mir einen neuen Partner zu suchen, sei mal dahingestellt.

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Nico
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Beitrag So., 26.05.2013, 19:22

Ok er ist viel jünger als du aber er hat trotzdem nicht Unrecht.
Ich z.B. bin älter als du und sehe es genauso.
Du hast tatsächlich Angst keine Partnerin mehr zu finden ?
Also ich hätte mich von meiner Ex auch getrennt wenn ich gewußt hätte, dass ich keine mehr finde.
Zu Prostituierten kannst du auch gehen wenn du getrennt bist.
Nicht das schwarze Schaf ist anders, sondern die weißen Schafe sind alle gleich ;)

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Rosenfüchsin
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Beitrag So., 26.05.2013, 19:35

elmar50 hat geschrieben:Wie bereits kurz erwähnt, hatte ich ihr schon mal gesagt, dass ich mir den Sex auch außerhalb holen könnte. Ihre Reaktion darauf kannst du in früheren Beiträgen nachlesen. Da hat sie ja auch gesagt, dass sie das nicht möchte. In der Situation hatte sie sehr wohl eine Wahlmöglichkeit.
Sie? Sie hatte in der Situation eine Wahlmöglichkeit? "O.k., entweder ich lass' ihn jetzt (öfter) ran- oder er geht fremd, also muss ich (!!) mich entscheiden" -so in etwa?
das heißt also im Klartext: Einzige Lösungsmöglichkeit ist eine Trennung ?
Ja, wenn du darauf wartest, dass SIE einsieht, welche Bedürfnisse du hast und dass SIE diese endlich zu erfüllen bereit ist - dann ist wohl eine Trennung die einzige Lösung.
Aber nein- darauf wartest du ja gar nicht mehr, sondern du übernimmst die Verantwortung für deine Bedürfnisse selber und sorgst hinter dem Rücken der Frau, von der du dich aus lauter Pflicht- und Verantwortungsgefühl niemals trennen könntest, dafür, dass du wenigstens Sex bekommst.

Das ist nicht das, was ich mit "Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse übernehmen" meinte.
Erstens sagst du selber, dass es dir nicht ausschließlich um Sex geht,sondern durchaus auch um eine liebevolle Beziehung (und für DIESES Bedürfnis stehst du nach wie vor nicht ein), zweitens hieße wirklich Verantwortung auch, offen zu der Lösung zu stehen, die für dich passt (und also nicht deiner Frau zu verheimlichen, darin liegt nämlich sehr wohl ein Vertrauensbruch eigener Klasse, der inhaltlich natürlich mit eurem für dich nicht befriedigenden Sexualleben zu tun hat - aber dadurch trotzdem nicht gerechtfertigt wird).

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Wir alle brauchen die Liebe am meisten, wenn wir uns fühlen, als hätten wir sie gerade gar nicht verdient.
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Chumani
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Beitrag So., 26.05.2013, 19:35

Elmar, das Alter ist kein Argument. Es gibt manch 60 Jährige, denen steht die Pupertät noch bevor. Und das meine ich überhaupt nicht abwertend, sondern ziemlich ernst!

Du sitzt in einem Gefängnis und glaubst, es gäbe keine Tür.
Hin und wieder schielst Du zum Fenster hin, dort wo eine Freiheit auf Dich wartet, vor der Du Angst hast.
Aber gerade diese Angst hindert Dich daran, aus dieser Sicherheit (Gefängnis) auszubrechen.
Und um diese Sicherheit aufrecht zu erhalten, findest Du tausend Gründe, die Dich aber nicht glücklicher machen.

Es ist doch schon gut, dass Du Dich hier mit Deiner Lage auseinandersetzt, denn vielleicht ist da in Dir ja doch so ein Fünkchen, das nach Veränderung strebt?

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Tolya
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Beitrag So., 26.05.2013, 19:48

elmar50 hat geschrieben: Das ist ein Schritt, der sehr sehr schwerwiegend ist und eine Menge Leidensdruck voraussetzt.
Schrecken mit Ende oder schrecken ohne Ende (noch 40-50 Jahre)?
elmar50 hat geschrieben:Ob ich danach jemals auch emotional in der Lage wäre, mir einen neuen Partner zu suchen, sei mal dahingestellt.
natürlich bist du emotional in der Lage jemand zu finden, wieso nicht? Übrigens, meine Grossmutter hat sogar mit 84 einen neuen Partner gefunden.

willst du nicht mal Sex aus Liebe, einfach Zuneigung, einfach mal jemand der auf dich Rücksicht nimmt, mal etwas dir zuliebe macht?

Was hast du wirklich zu verlieren? Kinder, Geld, gesellschaftliche Akzeptanz,? hast du jetzt keinen enormen LeidensdrucK?

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debussy
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Beitrag So., 26.05.2013, 19:50

Ja, Elmar, da hast du sicher recht. So einfach trennt man sich nicht. Einfach ist das nicht. Das behauptet auch niemand. Schon gar nicht würde ich einfach so behaupten, dass du deine Situation so einfach verbessern kannst. Das hast du ja die letzten Jahrzehnte auch nicht geschafft. Der eine fängt zum trinken an, der andere geht zu Huren. Jetzt kann ich auch deine Zweifel nachvollziehen.
Kann es sein, dass du die eine so einschneidende Veränderung nicht zutraust. Und deiner Frau auch nicht? Ich bin allerdings sicher, dass ein Doppelleben noch nie zufrieden gemacht hat. Das liegt offensichtlich in der Natur dieser Sache.
Reizt es dich gar nicht, in der früh wieder einmal richtig durchatmen zu können, ohne flaues Gefühl.
Zugegeben musst du vorher durch die Hölle reiten. Das ist ein Risiko.
Dein "es ist noch nicht soweit" ist aus meiner die schlechteste aller Einstellungen. Die macht sich nur kaputt.

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elmar50
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Beitrag So., 26.05.2013, 20:17

Rosenfüchsin hat geschrieben: Sie? Sie hatte in der Situation eine Wahlmöglichkeit? "O.k., entweder ich lass' ihn jetzt (öfter) ran- oder er geht fremd, also muss ich (!!) mich entscheiden" -so in etwa?
Nein, so eben nicht. Die Wahl besteht in dem Fall zwischen Trennung oder Weiterbestehen der B1eziehung mit der Option, dass sich der Mann den Sex außerhalb holt
das heißt also im Klartext: Einzige Lösungsmöglichkeit ist eine Trennung ?

Ja, wenn du darauf wartest, dass SIE einsieht, welche Bedürfnisse du hast und dass SIE diese endlich zu erfüllen bereit ist - dann ist wohl eine Trennung die einzige Lösung.
Aha - Alternative?

Aber nein- darauf wartest du ja gar nicht mehr, sondern du übernimmst die Verantwortung für deine Bedürfnisse selber und sorgst hinter dem Rücken der Frau, von der du dich aus lauter Pflicht- und Verantwortungsgefühl niemals trennen könntest, dafür, dass du wenigstens Sex bekommst.
So ist es
Das ist nicht das, was ich mit "Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse übernehmen" meinte.
Erstens sagst du selber, dass es dir nicht ausschließlich um Sex geht,sondern durchaus auch um eine liebevolle Beziehung (und für DIESES Bedürfnis stehst du nach wie vor nicht ein), zweitens hieße wirklich Verantwortung auch, offen zu der Lösung zu stehen, die für dich passt (und also nicht deiner Frau zu verheimlichen, darin liegt nämlich sehr wohl ein Vertrauensbruch eigener Klasse, der inhaltlich natürlich mit eurem für dich nicht befriedigenden Sexualleben zu tun hat - aber dadurch trotzdem nicht gerechtfertigt wird).
Weiß ich jetzt nicht, wieso ich für dieses Bedürfnis nicht einstehe. Indem ich alle meine eigenen Bedürfnisse hintenanstelle und meiner Frau zuliebe auf Sex verzichte? Also ein bisschen was müsste die weibliche Seite schon auch etwas zur Problemlösung beitragen und sich nicht auf Floskeln und Totschlagargumenten wie "Sex ist eben nicht wichtig" ausruhen.
ich finde es übrigens auch einen Vertrauensbuch erster Klasse, dem Partner den Sex zu verweigern, obwohl einem deutlich gesagt wurde, wie sehr er darunter leidet. Dass auch Frau die Lust nicht einfach an- und abknipsen kann, das sehe ich ja ein und habe auch dafür Verständnis, nur ich kann am Verhalten meiner Frau in keinster Weise erkennen, dass das sie das überhaupt ernst nimmt und zumindest erkennbar einen Versuch unternimmt in irgendeiner Weise daran zu arbeiten oder auch nur gering zu verändern

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elmar50
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Beitrag So., 26.05.2013, 20:23

Nico hat geschrieben:Ok er ist viel jünger als du aber er hat trotzdem nicht Unrecht.
Ich z.B. bin älter als du und sehe es genauso.
Du hast tatsächlich Angst keine Partnerin mehr zu finden ?
Ich habe Angst davor, keine Partnerin mehr zu finden, mit der ich eine längerfristige Partnerschaft aufbauen könnte. Das ist ein kleiner Unterschied.
Nico hat geschrieben:Also ich hätte mich von meiner Ex auch getrennt wenn ich gewußt hätte, dass ich keine mehr finde.
Zu Prostituierten kannst du auch gehen wenn du getrennt bist.
Mag sein, ich kenne ja deine Situation nicht. Vielleicht hast du dich ja nicht nur wegen der Sexprobleme getrennt, sondern weil alles nicht mehr gepasst hat.
Das triffts eben hier nicht.
Ich möchte ja nicht alles, was wir gemeinsam aufgebaut und erreicht haben, auch nicht die gemeinsamen Erlebnisse, Erinnerungen und Gefühle wegwerfen...
Das würde ich bei einer Trennung aber zwangsläufig.

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