Schwierigkeiten in der Beziehung zu meinem Therapeuten
in der therapie lerne ich mich selbst kennen. meine guten und meine schlechten seiten.
ich merke zurzeit, dass ich in wirklichkeit nicht nur nett bin. ein teil meiner fantasien sind alles andere als nett. und dann, wie kriege ich heraus, wer ich wirklich bin.
klappt es nur, wenn ich meine aggressiven gedanken in den sitzungen zulasse, werde ich dann endlich befreit.
ich blicke nicht durch, an welcher stelle ich gerade in der therapie bin.
ich kann mich ja auch leider mit niemandem vergleichen. habe zwar hier erfahren, dass das auch nicht wirklich hilfreich waere, aber zumindest wuesste ich dann, dass alles seinen richtigen weg geht.
ich merke zurzeit, dass ich in wirklichkeit nicht nur nett bin. ein teil meiner fantasien sind alles andere als nett. und dann, wie kriege ich heraus, wer ich wirklich bin.
klappt es nur, wenn ich meine aggressiven gedanken in den sitzungen zulasse, werde ich dann endlich befreit.
ich blicke nicht durch, an welcher stelle ich gerade in der therapie bin.
ich kann mich ja auch leider mit niemandem vergleichen. habe zwar hier erfahren, dass das auch nicht wirklich hilfreich waere, aber zumindest wuesste ich dann, dass alles seinen richtigen weg geht.
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Gedanken reichen nicht, es müssen schon Gefühle (und Vorstellungen) sein. Wenn schon, denn schon!Baerchen hat geschrieben: klappt es nur, wenn ich meine aggressiven gedanken in den sitzungen zulasse, werde ich dann endlich befreit.
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Lockenkopf
- [nicht mehr wegzudenken]
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, 52 - Beiträge: 2400
... und ganz klar Äußerungen der Aggression, meiner Meinung nach.werve hat geschrieben:Gedanken reichen nicht, es müssen schon Gefühle (und Vorstellungen) sein. Wenn schon, denn schon!Baerchen hat geschrieben: klappt es nur, wenn ich meine aggressiven gedanken in den sitzungen zulasse, werde ich dann endlich befreit.
Liebe Grüße
Lockenkopf
Lockenkopf
wenn ich weitere sitzungen bewilligt kriege, will ich es versuchen. habe ich auch bereits, aber vermutlich nicht ausreichend.
hier im thread bekam ich manchmal den rat, es vielleicht besser mal mit einer verhaltenstherapie zu versuchen.
ich frage mich, was in dieser therapie anders gemacht wird.
wuerden da meine albtraeume auch platz haben.
und wie arbeitet man da mit aggressiven gedanken. aber auch an dem fehlenden willen, erwachsen zu werden.
hier im thread bekam ich manchmal den rat, es vielleicht besser mal mit einer verhaltenstherapie zu versuchen.
ich frage mich, was in dieser therapie anders gemacht wird.
wuerden da meine albtraeume auch platz haben.
und wie arbeitet man da mit aggressiven gedanken. aber auch an dem fehlenden willen, erwachsen zu werden.
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mein wunsch waere, jetzt in der therapiepause mal zu einer therapeutin zu gehen, um ihr mal zu schildern, in welcher situation ich mich gerade befinde.
eine zweite meinung waere mir wichtig.
wie will ich denn wissen, dass ich mit der analyse auf dem richtigen weg bin.
kann mir da jemand helfen, inwieweit mir da eine beratung zusteht, die von der krankenkasse finanziert wird.
ich fuehle mich gerade sehr alleine gelassen.
eine zweite meinung waere mir wichtig.
wie will ich denn wissen, dass ich mit der analyse auf dem richtigen weg bin.
kann mir da jemand helfen, inwieweit mir da eine beratung zusteht, die von der krankenkasse finanziert wird.
ich fuehle mich gerade sehr alleine gelassen.
Hallo Baerchen!
Ich habe nun nicht alle Seiten durchgelesen. Wollte aber mal fragen:
LG candle
Ich habe nun nicht alle Seiten durchgelesen. Wollte aber mal fragen:
Du bist ja erwachsen. Dennoch: Was heißt für dich denn erwachsen zu sein- auch emotional? Was wäre negativ daran erwachsen zu sein?Baerchen hat geschrieben: aber auch an dem fehlenden willen, erwachsen zu werden.
LG candle
Now I know how the bunny runs! 

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peppermint patty
- [nicht mehr wegzudenken]
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, 80 - Beiträge: 1928
Ich kenne mich mit kassenfinanzierten Beratungen (was ist das?) nicht aus. Ich denke aber nicht, dass du doppelt Beratung und Therapie finanziert bekommst.
Es gibt aber auch offene Beratungsstellen, die entweder kostenlos oder für einen kleinen Obulus arbeiten. Dort könntest du evt. hingehen.
Allerdings ist bei anderen Therapieformen ein Wunsch zur Veränderung Voraussetzung. Die wenigsten seriösen Therapeuten würden so ins off therapieren wie dein Analytiker. Und letztendlich wäre dies auch in deinem Sinne wenn du nicht den Rest deines Lebens im Bett verbringen willst.
Es gibt aber auch offene Beratungsstellen, die entweder kostenlos oder für einen kleinen Obulus arbeiten. Dort könntest du evt. hingehen.
Allerdings ist bei anderen Therapieformen ein Wunsch zur Veränderung Voraussetzung. Die wenigsten seriösen Therapeuten würden so ins off therapieren wie dein Analytiker. Und letztendlich wäre dies auch in deinem Sinne wenn du nicht den Rest deines Lebens im Bett verbringen willst.
Hallo Bärchen,
so, wie du deine Therapie beschrieben hast, scheint sie sehr uneffektiv: nämlich, hat sich in deinem Leben etwas Grundlegendes positiv verändert und/oder hast du eine positiv-tragende-fördernde Beziehung zu deinem PT aufbauen können? Nein -> es spricht alles für Beendigung, denn höchstwahrscheinlich wird sich das dann auch in den nächsten 200 Stunden nicht einstellen.
Zum anderen: du hast es geschafft, hier einen Faden von über 40 Seiten am Laufen zu halten, d. h. in dir steckt durchaus eine Menge "drive", was darauf schließen läßt, dass du in deiner PT eine Menge dazu beigetragen hast, sie scheitern zu lassen (weil es dir ja prinzipiell möglich ist, dich auszudrücken und Dynamik zu entfalten).
Und schließlich: Es wäre völliger Unsinn, zu irgendeiner "Beratung" zu gehen, wo Leute arbeiten, die ersten kaum Ahnung von psychodynamischen Therapien haben (denn sonst würden sie nicht "beraten") und die zweitens deine Geschichte mit dem PT überhaupt nicht über/durchschauen können. Allenfalls könntest du dir hochbezahlt einen fachkundigen "Supervisor" suchen, um das mal zu besprechen (sowas zahlt natürlich keine KK). Wie auch immer, so etwas würde in den Bereich "Agieren" fallen, d. h. du würdest außerhalb der therapeutischen Beziehung nach Antworten suchen, was dazu beiträgt die PT weiter zu unterminieren.
Ist nachvollziehbar für dich? Fazit: Möglicherweise ist eine "handfeste" VT doch die bessere Wahl.
so, wie du deine Therapie beschrieben hast, scheint sie sehr uneffektiv: nämlich, hat sich in deinem Leben etwas Grundlegendes positiv verändert und/oder hast du eine positiv-tragende-fördernde Beziehung zu deinem PT aufbauen können? Nein -> es spricht alles für Beendigung, denn höchstwahrscheinlich wird sich das dann auch in den nächsten 200 Stunden nicht einstellen.
Zum anderen: du hast es geschafft, hier einen Faden von über 40 Seiten am Laufen zu halten, d. h. in dir steckt durchaus eine Menge "drive", was darauf schließen läßt, dass du in deiner PT eine Menge dazu beigetragen hast, sie scheitern zu lassen (weil es dir ja prinzipiell möglich ist, dich auszudrücken und Dynamik zu entfalten).
Und schließlich: Es wäre völliger Unsinn, zu irgendeiner "Beratung" zu gehen, wo Leute arbeiten, die ersten kaum Ahnung von psychodynamischen Therapien haben (denn sonst würden sie nicht "beraten") und die zweitens deine Geschichte mit dem PT überhaupt nicht über/durchschauen können. Allenfalls könntest du dir hochbezahlt einen fachkundigen "Supervisor" suchen, um das mal zu besprechen (sowas zahlt natürlich keine KK). Wie auch immer, so etwas würde in den Bereich "Agieren" fallen, d. h. du würdest außerhalb der therapeutischen Beziehung nach Antworten suchen, was dazu beiträgt die PT weiter zu unterminieren.
Ist nachvollziehbar für dich? Fazit: Möglicherweise ist eine "handfeste" VT doch die bessere Wahl.
V.a. "sollte" man zunächst mit dem eigenen Therapeuten reden... und bei Bedarf schauen, ob und ggf. was geändert werden kann. "Sollte" in Anführungszeichen, denn natürlich gibt es dazu keine Verpflichtung.. aber eine Therapie ist ein Vertrauensverhältnis. Und so oder so macht das nur Sinn, wenn man dann auch mit offenen Karten spielt... ich meine, z.B. wie soll sich etwas ändern, wenn das Eigenengagement zum Bleistift zu gering wäre... Therapie läuft anders als eine OP bei der man sich einfach auf die Liege legt. Und das Ding ist eh durch, sag' ich mal... es geht jetzt um die Endphase, die dann eigentlich auch so ausgerichtet ist.
Liebe Grüße
stern

stern
»Die Dummheit hat aufgehört sich zu schämen«
(Heidi Kastner)
(Heidi Kastner)
die schwierigkeit liegt darin, dass ich mich nur dann spueren kann, wenn jamand fuer mich da ist.candle. hat geschrieben:Du bist ja erwachsen. Dennoch: Was heißt für dich denn erwachsen zu sein- auch emotional? Was wäre negativ daran erwachsen zu sein?
wuerde man mich zum alleine leben zwingen, wuerde ich nicht lange ueberleben.
ich merke es auch in der therapie, ich sehe nur dann einen sinn im leben, weil ich weiß, dass ich regelmaeßig meinen therapeuten sehen kann.
hier im thread wurde mir mehrmals geschrieben, dass ich es ja nie versucht haette, das alleine leben.
allerdings verursacht nur alleine der gedanke daran sehr starke angst und panik.
lamedia hat hier geschrieben, dass es patienten gibt, die sehr lange (evtl. auch lebenslang) eine betreuung brauchen.
meine frage ist jetzt nur, welche therapie ist fuer mich am geeignetsten. wer kann das feststellen.
kann es wirklich sein, dass ein mensch nicht alleine leben kann.
bei bestimmten narzisstischen erkrankungsbilder kann man das geschehene nicht mehr veraendern.
vielleicht ist das bei mir auch der fall.
kann man da wirklich nichts machen. werde ich bis ans ende meines lebens in abhaengigkeit leben.
bei bestimmten narzisstischen erkrankungsbilder kann man das geschehene nicht mehr veraendern.
vielleicht ist das bei mir auch der fall.
kann man da wirklich nichts machen. werde ich bis ans ende meines lebens in abhaengigkeit leben.
Psychotherapie ist etwas anderes als Betreuung. Dauerhafte Psychotherapie gibt es schlichtweg nicht, da PT immer auf Zeit angelegt ist. Möglichkeiten wurden ja manche genannt... wie sozialpsychiatrische Angebote, betreutes Wohnen, etc. Bespreche es am besten mit dem Therapeuten, was bleibt, falls Abschiedsitzungen noch gewährt werden.
Liebe Grüße
stern

stern
»Die Dummheit hat aufgehört sich zu schämen«
(Heidi Kastner)
(Heidi Kastner)
Vorhin hatte ich deinen allerersten Beitrag hier im Forum mal gelesen. Da lief es ja offenbar ziemlich ähnlich.
Du schreibst ja sehr viel aus deiner Wahrnehmung heraus was dein Therapeut tut, macht und denkt und bildest dir damit eine seltsame Illusion. Wofür soll die hilfreich sein, wenn du daran dann zweifelst? Magst du das Zweifeln und die Unsicherheit?
Nun, das kann man auch drehen und wenden wie man will, denn ein Mensch ist ein Gesellschaftstier, dass eigentlich gerne in Gesellschaft lebt. Dass es in unserer Zeit da eine Verschiebung in der Ansicht gibt alleine klarzukommen, wird es schwierig. In Therapie habe ich das allerdings nie so erlebt.
Wer sollte dich denn zwingen alleine zu leben? Was meint es in deinem Fall zu "überleben"?
In deinem ersten Posting schriebst du ja auch von Therapie. Was war das für eine?
LG candle
Du schreibst ja sehr viel aus deiner Wahrnehmung heraus was dein Therapeut tut, macht und denkt und bildest dir damit eine seltsame Illusion. Wofür soll die hilfreich sein, wenn du daran dann zweifelst? Magst du das Zweifeln und die Unsicherheit?
Und was machst du den Rest des Tages? Und was spürst du dann, wenn jemand da ist?Baerchen hat geschrieben: die schwierigkeit liegt darin, dass ich mich nur dann spueren kann, wenn jamand fuer mich da ist.
Da ich nun wirklich nicht alle Seiten lesen kann bzw. womöglich hunderte Beiträge von dir, sage ich jetzt einfach mal, dass ich weiß wie du lebst? Mit einem Partner?wuerde man mich zum alleine leben zwingen, wuerde ich nicht lange ueberleben.
Nun, das kann man auch drehen und wenden wie man will, denn ein Mensch ist ein Gesellschaftstier, dass eigentlich gerne in Gesellschaft lebt. Dass es in unserer Zeit da eine Verschiebung in der Ansicht gibt alleine klarzukommen, wird es schwierig. In Therapie habe ich das allerdings nie so erlebt.
Wer sollte dich denn zwingen alleine zu leben? Was meint es in deinem Fall zu "überleben"?
In deinem ersten Posting schriebst du ja auch von Therapie. Was war das für eine?
Interessanter Einwand, den ich korrigieren muß: Man kann das Geschehene niemals verändern. Das hat mit der Diagnose nichts zu tun. Wenn bei dir solch eine Diagnose vorliegt, dann kann ich mir aber vorstellen, dass dich das von einer Therapie abhält.bei bestimmten narzisstischen erkrankungsbilder kann man das geschehene nicht mehr veraendern.
LG candle
Now I know how the bunny runs! 

ja, das hast du sicherlich recht.stern hat geschrieben:Psychotherapie ist etwas anderes als Betreuung. Dauerhafte Psychotherapie gibt es schlichtweg nicht, da PT immer auf Zeit angelegt ist. Möglichkeiten wurden ja manche genannt... wie sozialpsychiatrische Angebote, betreutes Wohnen, etc. Bespreche es am besten mit dem Therapeuten, was bleibt, falls Abschiedsitzungen noch gewährt werden.
candle, ich finde deine fragen sehr interessant, aber ich merke auch gerade, dass ich nicht wirklich weiß, was ich dazu schreiben kann. aber ich versuche es mal ein klein wenig:
deine frage: mag ich das zweifeln und die unsicherheit? anscheinend ja. bzw. vermutlich eher ein anteil. ich stelle fest, dass ich mich in meinem leben meisten untergeordnet habe. und ich fuehlte mich fast immer ausgeliefert.
zu deiner naechsten frage: was spuere ich, wenn jemand da ist. ich spuere dann vielleicht nicht mehr diese leere. in der beziehung mit meiner mum, habe ich dann einen sinn. und zwar ihr zu helfen. das war mein leben, schaetze ich. ihr beiseite zu stehen. etwas anderes war nicht erlaubt. und das hat sich eingepraegt. das kriege ich nicht mehr heraus, es fuehlt sich zumindest danach an.
es fuehlt sich an, als wuerde ich keinen sinn mehr erleben, wenn ich keinen nahestehenden menschen um mich herum habe.
ich lebe mit meiner mum zusammen. ich habe keinen partner. das waere fuer mich auch nicht denkbar. habe schwierigkeiten mit naehe und distanz. ich sehne mich auch in der therapie meinem thera nahe zu sein, stattdessen verschiebe ich den sessel in die gegensaetzliche richtung. ich handle andauernd ambivalent.
deine frage: mag ich das zweifeln und die unsicherheit? anscheinend ja. bzw. vermutlich eher ein anteil. ich stelle fest, dass ich mich in meinem leben meisten untergeordnet habe. und ich fuehlte mich fast immer ausgeliefert.
zu deiner naechsten frage: was spuere ich, wenn jemand da ist. ich spuere dann vielleicht nicht mehr diese leere. in der beziehung mit meiner mum, habe ich dann einen sinn. und zwar ihr zu helfen. das war mein leben, schaetze ich. ihr beiseite zu stehen. etwas anderes war nicht erlaubt. und das hat sich eingepraegt. das kriege ich nicht mehr heraus, es fuehlt sich zumindest danach an.
es fuehlt sich an, als wuerde ich keinen sinn mehr erleben, wenn ich keinen nahestehenden menschen um mich herum habe.
ich lebe mit meiner mum zusammen. ich habe keinen partner. das waere fuer mich auch nicht denkbar. habe schwierigkeiten mit naehe und distanz. ich sehne mich auch in der therapie meinem thera nahe zu sein, stattdessen verschiebe ich den sessel in die gegensaetzliche richtung. ich handle andauernd ambivalent.
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