Schwierigkeiten in der Beziehung zu meinem Therapeuten

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Psychotherapie (von der es ja eine Vielzahl von Methoden gibt) gesammelt? Dieses Forum dient zum Austausch über die diversen Psychotherapieformen sowie Ihre Erfahrungen und Erlebnisse in der Therapie.
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LovisTochter
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Beitrag Do., 23.06.2016, 23:54

Liebe Bärchen,

ich "musss" mich noch mal einmischen
Wenn Du schreibst, dass Du Dich in Deinem Leben meist untergeordnet hast, vergisst Du all die Situationen in denen Du Deine Gegenüber zu Handlungen "gezwungen" hast. Z.B. Deine Nahrungsverweigerung als Kind, da hast Du Deine Mutter gezwungen zu agieren, Dein nicht wahrhaben wollen, dass Therapie begrenzt ist, da hast Du Deinen Therapeuten "gezwungen" zu agieren. Und so weiter...
Du siehst Dich viel mehr als Opfer als Du es wirklich bist, Du kannst und willst gar nicht sehen (und das mein ich nicht böse), dass Du immer wieder Menschen zwingst zu agieren. Weil Du Dich nicht traust! Diese Menschen "müssen" stellvertretend für Dich agieren, weil Du sonst immer mit dem Tod "drohst".
Auch wenn es schwer zu sehen und zu akzeptieren ist, Du bist gar nicht so hilflos wie Du immer wieder betonst. Du "verwickelst" ganz viele Menschen um Dich herum dahinein, sich um Dich zu kümmern. Das ist sehr geschickt aber lenkt Dich nach wie vor davon ab, selber aktiv zu werden.
Wenn Du im Internet nach Diagnosen googelst, dann kannst Du Dir auch direkt einen Sarg bestellen. Das funktioniert nicht! Dein Therapeut hat Dir keine Diagnose genannt. Internetrecherchen werden Dir da keine Auskunft geben können. Und Spekulationen bringen dich doch auch nicht weiter.
Geschehenes kannst Du tatsächlich nicht mehr verändern. Aber Deine Zukunft liegt einzig und allein in Deiner Hand!
Viele Grüße,
LovisTochter
Wer nicht auf seine Weise denkt, denkt überhaupt nicht. (Oscar Wilde)

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candle.
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Beitrag Fr., 24.06.2016, 00:38

So, ich habe mal die ersten 8 Seiten geschafft und habe aufgegeben. Ich bin schon leicht geschockt von deinen Beiträgen Bärchen und verabschiede mich hier jetzt. Tut mir leid!

candle
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pivello
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Beitrag Fr., 24.06.2016, 10:03

LovisTochter hat geschrieben:Aber Deine Zukunft liegt einzig und allein in Deiner Hand!
Viele Grüße,
LovisTochter
Du bekommst selbst nicht mit, welche Härte immer wieder in deinen Beiträgen zu lesen ist.
Vielleicht solltest du für dich das eigene Problem mit Opfern mal erforschen? Das ist sehr spezifisch für dich und weniger für die Betroffene. Du könntest versuchen, sie nicht zu bewerten, sondern deine Wahrnehmung auch hin und wieder in Frage zu stellen. Sie steht da, wo sie ist. Es wär ja schön, wenn unsere Zukunft "einzig" und "allein" in uns selbst liegen würde. Der Satz ist sinngemäß Blödsinn, weißt Du auch, denke ich.

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Baerchen
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Beitrag Fr., 24.06.2016, 13:18

LovisTochter hat geschrieben:Wenn Du schreibst, dass Du Dich in Deinem Leben meist untergeordnet hast, vergisst Du all die Situationen in denen Du Deine Gegenüber zu Handlungen "gezwungen" hast. Z.B. Deine Nahrungsverweigerung als Kind, da hast Du Deine Mutter gezwungen zu agieren, Dein nicht wahrhaben wollen, dass Therapie begrenzt ist, da hast Du Deinen Therapeuten "gezwungen" zu agieren.
ja genau. das sind die schritte, die ich in der therapie versucht habe mit meinem therapeuten gemeinsam zu erarbeiten. am anfang war da nur das wahrnehmen der anderen. aber manchmal versuche ich dann auch zu reflektieren. damit fange ich aber jetzt langsam erst an. teils kriege ich mein eigenes verhalten auch nicht wirklich mit.

bin mal gespannt, wie ich mich da weiterentwickeln kann. ich denke, dass die bereitschaft mehr ausgepreagt ist, als bei meiner mum. ich versuche manchmal mit ihr zusammen ein wenig zu refletkieren, aber ich merke dann direkt, wenn ich auf sie lenke, weicht sie aus. das macht mich einerseits sehr wuetend, andererseits erlebe ich es ja auch selbst, wie es sich anfuehlt.

ich kann mit kritik auch sehr schlecht umgehen. schade finde ich das. ich fuehle mich dann meistens wie angegriffen.

waere mal interessant, dass in der therapie genauer zu hinterfragen.

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Baerchen
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Beitrag Fr., 24.06.2016, 13:22

pivello hat geschrieben:
LovisTochter hat geschrieben:Aber Deine Zukunft liegt einzig und allein in Deiner Hand!
Viele Grüße,
LovisTochter
Du bekommst selbst nicht mit, welche Härte immer wieder in deinen Beiträgen zu lesen ist.
Vielleicht solltest du für dich das eigene Problem mit Opfern mal erforschen? Das ist sehr spezifisch für dich und weniger für die Betroffene. Du könntest versuchen, sie nicht zu bewerten, sondern deine Wahrnehmung auch hin und wieder in Frage zu stellen. Sie steht da, wo sie ist. Es wär ja schön, wenn unsere Zukunft "einzig" und "allein" in uns selbst liegen würde. Der Satz ist sinngemäß Blödsinn, weißt Du auch, denke ich.
ja, diese haerte in den beitraegen habe ich aehnlich empfunden. aber auch da muss ich mir selbst wieder eingestehen, dass ich es auch selbst bin.

ich finde es gut, dass man in der therapie anfaengt das zu hinterfragen, lernen zu reflektieren. aber mich strengt das zurzeit auch sehr an.

es fuehlt sich an, als wuerde ich mein verhalten mit abstand betrachten. aus einer anderen ebene.

ich weiß ueberhaupt nicht, inwieweit das gut ist. aber ich wuesste auch nicht, wie es anders geht.

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Baerchen
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Beitrag Fr., 24.06.2016, 13:28

ich frage mich gerade, weshalb ein mensch, wie beispielsweise meine mum kaum bereit ist, ihr verhalten zu reflektieren.

weshalb kann sie das nicht. welches hindernis steht da.

was wuerde geschehen, wenn sie das zulassen wuerde.

und weshalb waere sie auch nicht bereit, sich einen therapeuten zu suchen. ihr vater war aehnlich.

ich bin da ja seltsamerweise anders. ich gehe sehr gerne zu einem therapeuten. aber weshalb meine mum nicht.

vielleicht wuerde sie es als schwaeche sehen, sich jemanden anzuvertrauen.

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Schnuckmuck
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Beitrag Fr., 24.06.2016, 14:03

Also deine Veränderungsbereitschaft ist abhängig von der Veränderungsbereitschaft deiner Mutter?

Auch eine Möglichkeit sich nicht zu verändern. Denn darauf willst du hinaus.

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Baerchen
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Beitrag Fr., 24.06.2016, 14:56

Schnuckmuck hat geschrieben:Also deine Veränderungsbereitschaft ist abhängig von der Veränderungsbereitschaft deiner Mutter?

Auch eine Möglichkeit sich nicht zu verändern. Denn darauf willst du hinaus.
da hast du sicherlich recht. ich weiß auch, dass ich es sehr wahrscheinlich nicht schaffen werde und verstehe selbst nicht, dass ich vermutlich lebenslang daran festhalten werde.

aber die frage, die ich gestellt habe, geht auch ums verstehen. weshalb sind manche menschen nicht in der lage zu reflektieren?

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Schnuckmuck
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Beitrag Fr., 24.06.2016, 15:01

Weil sie nicht wollen.

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Sprachlos.
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Beitrag Fr., 24.06.2016, 15:34

Vielleicht ist deine Mutter auch einfach zufrieden mit ihrem Leben. Sie hat einen Job und einen Partner, Kinder und ein Haus. Vielleicht sieht sie gar keine Notwendigkeit, eine Therapie zu machen.

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stern
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Beitrag Fr., 24.06.2016, 15:39

Sie hat ihr Leben... besteht auch absolut kein Grund, warum sie sich so ändern sollte, wie du sie haben willst. Ihre Sache. Auch wäre eine Therapie einzig ihre Therapie, in der es um sie geht und nicht um die Wünsche ihrer Tochter. Vllt. würde sie dort vielmehr lernen, sich abzugrenzen... wer weiß.
Liebe Grüße
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Baerchen
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Beitrag Fr., 24.06.2016, 16:06

Schnuckmuck hat geschrieben:Weil sie nicht wollen.
und weshalb? und weshalb habe ich auch keinen willen, erwachsen zu werden?

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stern
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Beitrag Fr., 24.06.2016, 16:08

Konntest du das bis jetzt trotz Therapie nicht reflektieren?
Liebe Grüße
stern 🌈💫
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Baerchen
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Beitrag Fr., 24.06.2016, 16:09

Sprachlos. hat geschrieben:Vielleicht ist deine Mutter auch einfach zufrieden mit ihrem Leben. Sie hat einen Job und einen Partner, Kinder und ein Haus. Vielleicht sieht sie gar keine Notwendigkeit, eine Therapie zu machen.
ja, das wuerde sie in aehnlicher weise auch beschreiben. das sie ihre drei kinder fuer ihre zwecke braucht, wird ihr jetzt leider zum verhaengnis. ich fuehle manchmal etwas mit ihr mit.

es ist wie ein teufelskreislauf. alles ist sehr miteinander verstrickt.

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Baerchen
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Beitrag Fr., 24.06.2016, 16:13

stern hat geschrieben:Konntest du das bis jetzt trotz Therapie nicht reflektieren?
ansatzweise.

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