Frauen: Angst vor Penis und Sperma?

Fragen und Erfahrungsaustausch über sexuelle Problembereiche wie Sexualstörungen, rund um gleichgeschlechtliche Sexualität und sexuelle Identität, den Umgang mit sexuellen Neigungen wie Fetischismus, S/M usw. - ausser Aufklärungs-Fragen.
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Rosenfüchsin
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Beitrag Mo., 27.05.2013, 12:25

Ja, ich sehe da auch in erster Linie Elend - und ich könnte das auch nicht einfach in eine Waagschale packen und auf der anderen Seite aufwiegen mit Haus, Kindern, etc. -
mein Eindruck ist aber, dass Elmar das tut. Insofern "Mittelmaß". (sowieso ein unglücklicher Begriff, wenn es um Glück und Zufriedenheit, Beziehung und Sexleben geht. Woran wird da was gemessen? Das einzig Ausschlaggebende ist ja, ob subjektiv etwas fehlt, wie hier.)
Wir alle brauchen die Liebe am meisten, wenn wir uns fühlen, als hätten wir sie gerade gar nicht verdient.
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Ayla
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Beitrag Mo., 27.05.2013, 12:31

Rosenfüchsin hat geschrieben: und ich könnte das auch nicht einfach in eine Waagschale packen und auf der anderen Seite aufwiegen mit Haus, Kindern, etc. -
Heute könnte ich es auch nicht mehr, aber damals ging es mir genauso und es war ein langer Prozess des Loslassens...
Selbst als ich es vom Verstand her begriff reichte es nicht - kann es gerade nicht beschreiben, die Erkenntnis mußte irgendwie sacken, ankommen.

Deshalb schreibe ich hier, weil ich mich in elmars Lage versetzen kann, mich seine Geschichte berührt.
Rosenfüchsin hat geschrieben:Das einzig Ausschlaggebende ist ja, ob subjektiv etwas fehlt, wie hier.)
Nicht nur subjektiv würde ich sagen und das ist nicht das Ausschlaggebende.
Das größte Problem mit der Kommunikation ist die Illusion, sie sei gelungen
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Jugendstil
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Beitrag Mo., 27.05.2013, 12:36

....erneut eine Therapie zu wagen, kann es Jahre dauern, bis sie soweit ist, sich für den Sex zu öffnen.
Wenn überhaupt.

Womit sich der Kreis schließt: Ist es therapiebedürftig, keinen Sex zu wollen, keinen hemmungslosen Sex zu wollen, keinen, wie ihn der Partner will? Oder ist es einfach eine Entscheidung? Damit natürlich gegen die Beziehung bzw. überhaupt gegen eine Liebesbeziehung.

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Ayla
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Beitrag Mo., 27.05.2013, 12:41

Ist es, wenn wir die Entscheidung nicht aus freien Stücken treffen, sondern unser kaputte Seele uns keine Wahl läßt.

Die Entscheidung die sie getroffen hat, ist die Therapie abzubrechen, die ihr dann womöglich irgendwann die Wahl ermöglicht hätte, ob sie Sex haben möchte oder nicht..
Jugendstil hat geschrieben:keinen hemmungslosen Sex zu wollen, keinen, wie ihn der Partner will
Das hat doch gar nichts hiermit zu tun, nur mit dir
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Jugendstil
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Beitrag Mo., 27.05.2013, 13:13

Das hat doch gar nichts hiermit zu tun
Aber sicher, du siehst nur nicht den Zusammenhang.
Egal, ob man sich therapieren lässt wegen dem oder dem, es läuft aufs gleiche hinaus: Man fühlt sich behandlungsbedürtig oder soll sich eben so fühlen, weil man in punkto Sex nicht anderen Wünschen oder "gültigen" Vorstellungen entspricht; das ist die Gemeinsamkeit.

Und ich fände eben das einzig gültige Motiv zu einer Therapie den eigenen Leidensdruck und die eigene Bereitschaft; alles andere wäre vermutlich ohnehin für die Katz.
nur mit dir
Ayla, da irrst du. Ich bin absolut zufrieden und habe ein ausgefülltes Sexleben, bin weder in Therapie noch "sollte" ich. Und mein Partner ist weder ein Penisfetischist noch ein bin ich ein "Nur-Gourmet-Sex"-Wesen.

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Ayla
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Beitrag Mo., 27.05.2013, 13:32

Jugendstil hat geschrieben:Womit sich der Kreis schließt: Ist es therapiebedürftig, keinen Sex zu wollen, keinen hemmungslosen Sex zu wollen, keinen, wie ihn der Partner will?
Nochmal: Keinen zu wollen, aus den Gründen wie ihn in diesem Fall Elmars Frau ablehnt, das ist behandlungsbedürftig und so wird sie sich auch fühlen, schrieb er ja schon. Das heißt nicht, dass der nicht vorhandene Sex im Vordergrund steht. Der ist doch nur Symptom.

Und es gilt zu akzeptieren, wenn sie sich keine Hilfe sucht - aber Elmar hat eben auch das Recht das anzusprechen. In einer Beziehung gehört der Sex jawohl dazu - oder nicht !? Da geht es doch um die Bedürfnisse Beider.
Waum ist es ein Problem für dich das anzusprechen, wenn es um Fälle wie diesen geht ? So hat sie die Möglichkeit noch einmal drüber nachzudenken, ob Hilfe oder nicht und wenn der Partner kein tiefergreifendes Problem hat, dann richtet es auch keinen Schaden an, es anzusprechen. Dann kommt man wahrscheinlich auch nicht auf die Idee Therapie vorzuschlagen.
Nur so kommt man meiner Meinung nach zu einem Ergebnis und nur von da aus kann es eine Entwicklung geben.

Komplette Sexunlust kann ich mir ansonsten nur bei der A-Sexualität, durch Medikamente oder körperliche Einschränkungen vorstellen.

Nur zwingen kann und darf man sie nicht - aber ansprechen auch nicht, willst du das damit sagen ?

Gilt bei dir das Prinzip wer etwas vom Partner möchte hat Pecht gehabt, weil der derjenige, der verweigert grundsätzlich und ohne zu hinterfragen am längeren Hebel sitzt Glück hat und um jeden Preis geschont werden muss !?

In einer Beziehung und auch beim Sex, geht es doch immer auch um Kompromisse. Mal etwas dem Anderen zuliebe tun und auch Grenzen zu akzeptieren und das gilt für Beide.
Jugendstil hat geschrieben:Ayla, da irrst du. Ich bin absolut zufrieden und habe ein ausgefülltes Sexleben, bin weder in Therapie noch "sollte" ich. Und mein Partner ist weder ein Penisfetischist noch ein bin ich ein "Nur-Gourmet-Sex"-Wesen.
Freut mich für dich, dein Partner hoffentlich auch.
Was ist ein Penisfetischist !?
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elmar50
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Beitrag Mo., 27.05.2013, 14:45

Ayla hat geschrieben: Aus welchem Grund brach sie die Therapie ab - weißt du das ?
Abgebrochen kann man eigentlich gar nicht sagen, es hat halt nach einigen "Sitzungen" nichts mehr gebracht, ist mehr oder weniger im Sande verlaufen und wurde daher irgendwann mehr oder weniger ohne Ergebnis beendet...

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elmar50
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Beitrag Mo., 27.05.2013, 14:47

Ayla hat geschrieben:die Ansteckungsgefahr bei einer Prostituierten ist wohl wesentlich geringer durch die regelmäßigen Kontrollen. Außerdem hat er eh keinen Sex mit seiner Frau
Genauso seh ich es auch...
Pitt hat geschrieben:Hingegen, dass Elmar in relativer Regelmäßigkeit onaniert dürfte seiner Partnerin nicht entgangen sein und das scheint sie ja klaglos hinzunehmen.
Wird er wohl nicht machen, wenn sie neben ihm liegt und was man nicht sehen will sieht man auch nicht.
Auch richtig.

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elmar50
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Beitrag Mo., 27.05.2013, 14:50

Vincent hat geschrieben:@Elmar
Du schriebst ja, dass deine Frau und du seit Anfang an sexuell nicht überein gekommen seid. Du gingst also schon vor über zwanzig Jahren einen Riesenkompromiss ein.
Warum suchst du dir nicht lieber eine Affäre, statt zu Prostituierten zu gehen? Wäre das nicht 'sicherer' und überhaupt angenehmer? Hat es in all den Jahren einmal eine andere Frau gegeben, der du nähergekommen bist?
Sicher bin ich der einen oder anderen Frau näher gekommen, aber da ich ja verheiratet bin und das auch ernst nehme, war eine Affäre nie ein ernsthaftes Thema. Das ist eben schon noch eine ganz andere Dimension als gelegentliche Prostituiertenbesuche.
Und auch rein zeitlich wäre das bei mir kaum möglich.

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elmar50
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Beitrag Mo., 27.05.2013, 14:55

Pitt hat geschrieben: Nun gut. Elmar, auch wenn es Dir momentan womöglich unwahrscheinlich erscheint, - rechne - auch - damit, bzw. mache dich darauf gefasst, dass es deine Frau sein könnte, die mit einem "Trennungswunsch" an dich herantritt.
Mein Rat also: Kalkuliere in deine Lebensplanung ein, - dass der Trennungswunsch überraschend von ihrer Seite ausgehen könnte.
Lg
Pitt
Darüber habe ich mir natürlich auch schon meine Gedanken gemacht. Es würde mich glaube ich gar nicht so sehr überraschen oder gar treffen. Ich hätte dann wenigstens nicht das Gefühl, sie mit all ihren Problemen einfach im Stich gelassen zu haben...

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Pitt
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Beitrag Mo., 27.05.2013, 14:56

Ayla hat geschrieben: Wichtig finde ich, dass er versteht, warum es keinen Sex gibt. Nicht weil er für sie nicht dazu gehört, sondern weil sie massive Probleme - ich nehme mal an aufgrund ihrer katholischen Erziehung hat.
Über die Gründe wissen wir (und er) ja so genau gar nichts.
Kann ja auch ganz anders gelagert sein und muss nicht nur mit katholischer Verklemmtheit zu tun haben.
Jedenfalls gibt es das Phänomen, dass eine Partnerin den Mann sexuell verhungern lässt auch in langen Beziehungen, die anfangs alles Andere als "gehemmt" waren.

Es gibt dann 1001 denkbare Erklärungen:
1) "Die Beziehung stimmte nicht mehr, daher hatte ich auch keine Lust mehr auf Sex (mit ihm)" (Stichwort: Dysbalance in der Beziehung)
2) Die Liebe war weg (warum auch immer) (Stichwort: Fehlende Liebe).
3) Irgendwie war mein Mann nicht mehr attraktiv (Stichwort: Erotische Anziehung)
4) "Mein Mann war kein guter Liebhaber, er profitierte vom Sex mehr als ich, und weswegen soll ich mich zu etwas hergeben, wovon ich nichts habe" (Stichwort: Schlechter Sex)
5) Sex wird als "Machtmittel" eingesetzt mit Sexentzug als "Strafe" (Stichwort Manipulation)

usw. usf.

Gibt es wohl auch gelegentlich mit gender-verdrehten Vorzeichen.

Nur mal so ins Blaue gedacht
Pitt

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debussy
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Beitrag Mo., 27.05.2013, 15:02

Ayla hat geschrieben:Was ist ein Penisfetischist !?
jemand, der sich für jugendstils geschmack zusehr über seinen penis freut!
elmar50 hat geschrieben:

Hingegen, dass Elmar in relativer Regelmäßigkeit onaniert dürfte seiner Partnerin nicht entgangen sein und das scheint sie ja klaglos hinzunehmen.
Wird er wohl nicht machen, wenn sie neben ihm liegt und was man nicht sehen will sieht man auch nicht.

Auch richtig.
das war vielleicht der fehler.
elmar50 hat geschrieben:Sicher bin ich der einen oder anderen Frau näher gekommen,
die richtige dürfte halt nicht dabei gewesen sein. denn ich nehm dir nicht ab, dass du bei einer feschen, schwanzgeilen, lustigen und intelligenten frau "nein" gesagt hättest.

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elmar50
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Beitrag Mo., 27.05.2013, 15:08

elmar50 hat geschrieben:Sicher bin ich der einen oder anderen Frau näher gekommen,
die richtige dürfte halt nicht dabei gewesen sein. denn ich nehm dir nicht ab, dass du bei einer feschen, schwanzgeilen, lustigen und intelligenten frau "nein" gesagt hättest.[/quote]

Das ist natürlich richtig. Wenn mir meine absolute Traumfrau begegnet wäre, bei der alles gepasst hätte, wär ich wahrscheinlich weg gewesen (allerdings nicht in den ersten Jahren unserer Beziehunh, außerdem recht vile "hätte"...)

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yamaha1234
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Beitrag Mo., 27.05.2013, 15:14

vielleicht gibt es körperliche Gründe, vielleicht seelische, vielleicht moralische, vielleicht zwischenmenschliche who knows.......spielt aber alles keine Rolle, sie will keinen Sex, und er hat kein Recht auf Sex mit ihr, so sieht's aus, und das sind nunmal die Fakten.
Das was er daraus macht halte ich für unmoralisch, egoistisch und verantwortungslos, das was sie macht halte ich schlimmstenfalls für unempathisch, denn letztendlich ist es ihr Körper und es ist ihre Entscheidung was sie damit macht.
Anstatt die Frau zu therapieren könnte der TE sich ja mal mit Sublimation auseinandersetzen, wäre auch ein Ansatz und um einiges aufrichter als die Prostituiertenvariante

Bei manchen Usern hier in der Runde habe ich den Eindruck eine Partnerschaft hätte nur den Sinn das Geld für die Prostituierte zu sparen, was sicher auch einiges über das Menschenbild derjenigen aussagt, aber meine Herren, es gibt auch Damen die halten ihrem impotenten älteren Gatten durchaus die Treue.
Bei Menschenliebe geht es um so viel mehr als um Triebbefriedigung, aber falls der Trieb dann doch so stark ist, dass man in nicht sublimieren kann, kann man wenigstens immer noch ehrlich sein, denn eine Wahl gibt's immer, auch für dich Elmar.

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Chumani
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Beitrag Mo., 27.05.2013, 15:15

elmar50 hat geschrieben:Das ist natürlich richtig. Wenn mir meine absolute Traumfrau begegnet wäre, bei der alles gepasst hätte, wär ich wahrscheinlich weg gewesen (allerdings nicht in den ersten Jahren unserer Beziehunh, außerdem recht vile "hätte"...)
Das bezweifle ich. So verbissen wie Du an Deiner Ehe festhälst, Elmar.

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