montagne hat geschrieben: So., 06.12.2020, 19:49
@saffia Nimm's nur nicht übel, es klingt ein bisschen wie "Ich leide unter den Beschränkungen, also soll jeder so leiden wie ich."
Die Leidensgähigkeit ist aber auch nicht gleich verteilt. Props an dich, wenn du eine hohe hast. Hat nicht jeder. Kompetenzen sind nicht gleich verteilt.
Was bringt es mit dem Finger auf die jeweils anderen zu zeigen und ihnen die Schuld zu geben.....
Anderes Beispiel, es wird über Pflegekräfte geredet, über manche Berufsgruppen gar nicht.....
Es geht nicht um meine Leidensfähigkeit, oder die von anderen, sondern darum, privat mal eine Weile zurückzustecken. Die meisten klagen auf einem sehr hohen Niveau. Ich sehne mich nach Kontakten, und freue Micha für Kleinigkeiten, bei denen mir nicht bewusst war, wie entscheidend das sein kann ( Kaffee trinken gehen, von Freunden umarmt zu werden, diese Maske loszuwerden....) Mir ist klar, dass es beruflich manchmal nicht geht, aber können wir nicht ein Weihnachten nach vielen Jahren der Fülle vielleicht auch etwas kleiner angehen und im engsten Kreis verbringen, weil nur dann haben wir die Chancen bis zu einer Impfung für jeden ohne immer erneute Einschränkungen, klarzukommen.
Ich kenne viele, die sich super verhalten, aber auch einige im Nachbarschaftskreis, denen ich ständig meine Meinung sagen möchte, die nicht verstehendes so egoistisch sind, dass ich richtig Wut spüre.
Eine Pflegekraft in Kiel kam, trotz Symptomen zur Arbeit, sie war ja soooo verantwortungsvoll

und nun sind über 30 Mitarbeiter und Bewohner erkrankt. Wenn sie wirklich Verantwortung gespürt hätte, wäre sie zu Hause geblieben. Nun müssen die Menschen in ihren Zimmern eingeschlossen werden, sind noch isolierter, als vorher, weil keine Besuche da sind. Warum denken die Menschen nicht ab und zu mal nach. Verantwortung übernehmen geht anders.
never know better than the natives. Kofi Annan