Corona - Der Thread zum Virus 5

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kaja
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Beitrag Mo., 07.12.2020, 12:39

@Nico

Jaja....
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Nico
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Beitrag Mo., 07.12.2020, 12:40

@kaja

Ja....
Nicht das schwarze Schaf ist anders, sondern die weißen Schafe sind alle gleich ;)

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stern
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Beitrag Mo., 07.12.2020, 13:16

Scars hat geschrieben: Mo., 07.12.2020, 11:54 Weil häusliche Gewalt natürlich auch so offen gelegt und gut erfasst wird.
Würde natürlich sinnvoll sein, ein Bauchgefühl zugrunde zu legen und die effektiven Coronatoten, die die letzte Zeit täglich in etwa einem Flugzeugabsturz ausmachen, dabei unter den Tisch fallen zu lassen.
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pandas
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Beitrag Mo., 07.12.2020, 13:21

es wird sich nunmal nicht jede Firma Luxus-Bedingungen für Home Office leisten können. Kann mir vorstellen, dass das schwierig sein kann, für kleine privatwirtschaftliche Firmen, die ansonsten durchaus mit Aufträgen ausgelastet wären.

Nja, die kleinen Handwerksbetriebe schuften ohnehin weiter ohne solche Luxusschutzbedingungen, auch für Betriebe, die selbst solche aufstellen.

Das ist schon eine Lupe auf Ungleichheit, dieses home office zeugs.
Mehr als die Verteilung des Impfstoffes.

Ich bin froh, dass ich es da derzeit gut getroffen habe.
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kaja
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Beitrag Mo., 07.12.2020, 13:26

Naja, Luxus.

Es ist meine Hardware mein Esstisch, mein Küchenstuhl, mein Strom und mein Internezugang.

Scheinbar denken ja manche Homeoffice wäre bezahlter Urlaub, dabei arbeitet/schuftet man dort genau so wie sonst auch.

Das es Berufe gibt die nicht im Homeoffice ausgeführt werden können, ist mMn keine Ungleichheit sondern liegt schlicht in der Natur der Sache.

Von wo jemand seinen Job macht ist egal, so lange die Leistung stimmt.

Aber ja, es ist zweifellos von Vorteil sich die Fahrerei zu sparen.
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Lena
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Beitrag Mo., 07.12.2020, 13:50

Homeoffice ist aus gesundheitlicher Sicht (Ansteckungsgefahr Corona) sicher Luxus. Arbeitstechnisch nicht ganz so. Meine 1-Zimmer-Wohnung ist jetzt auch mein Büro, mein kleiner Esstisch ist jetzt zu meinem Schreibtisch geworden, die zwei Stunden Fahrzeit, die ich mir jeden Tag spare, sind zu Arbeitszeit geworden (weil ich deutlich mehr arbeite und Überstunden mache). Und wie kaja sagt, Strom, Internetkosten gehen auf meine Rechnung.

Ich bin froh, dass es für mich diese Möglichkeit gibt, aber es ist jetzt nicht so, dass ich deswegen ein leichteres Arbeitsleben habe, ganz im Gegenteil. Und wenn man noch weiter denkt, dann kommt denen, die kein Homeoffice machen können oder dürfen, das auch zugute, weil sich die Personen im ÖPNV reduzieren und wiederum (hoffentlich) sich die Ansteckungsgefahr für andere minimiert.

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Scars
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Beitrag Mo., 07.12.2020, 13:55

stern hat geschrieben: Mo., 07.12.2020, 13:16 Würde natürlich sinnvoll sein, ein Bauchgefühl zugrunde zu legen und die effektiven Coronatoten, die die letzte Zeit täglich in etwa einem Flugzeugabsturz ausmachen, dabei unter den Tisch fallen zu lassen.
Es ist doch wohl allgemein bekannt, dass die Dunkelziffer von häuslicher Gewalt um ein Vielfaches höher geschätzt wird als die Zahlen, die man vorliegen hat. Das ändert doch nichts an den Corona-Toten?
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pandas
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Beitrag Mo., 07.12.2020, 13:58

türlich kenne ich auch Home Office by me and by others, und ich rede nicht über diesselbe Firma, sondern dass man sich darüber austauscht und so erfährt, was woanders die Konditionen sind.

Fakt: Wenn keine sichere Online-Verbindung geboten werden kann, geht Home Office für eine Firma nicht. Dafür ist der Erwerb von Lizenzen etc. notwendig. Kann mir vorstellen, dass sich das nicht jede Firma leisten kann und somit kein effektives Home Office durchführen kann, vor Ort in der Firma ist es möglicherweise auch nicht möglich, jedem ein eigenes Büro zu bieten, ohne dafür Abstriche zu machen ... klar, wegen der Auflagen wird dann nicht darauf verzichtet werden, aber bei "kleinen" Firmen kann dies dann wohl auch bedeuten, dass weniger gearbeitet werden kann ....

Ob man seine eigenen Ressourcen dafür nutzt wie eigenes Laptop etc. ist ja jeden Einzelnen Verhandlungsgeschick und es gibt auch genügend Firmen, wo dies gestellt wird (ebenfalls auch schon vor Corona-Outies).
Das es Berufe gibt die nicht im Homeoffice ausgeführt werden können, ist mMn keine Ungleichheit sondern liegt schlicht in der Natur der Sache.
Ja eben, wenn man von der Natur ausgeht, gibt es ja auch keine Gleichheit, dafür ist Politik und Gesellschaft da.
Und da fühlen sich logischerweise weiterhin so manche Firma und so manche Einzelperson allein in der Pande stehen gelassen.
Währenddessen eben anderswo der Arbeitsweg gespart wird UND Prämien 5 Jahre laaang rausgebuttert werden :roll:

Dass es insgesamt zu Hause gemütlicher ist als anderswo zu arbeiten, liegt ja in jeden Vorstellungskraft. Warum sonst, will die Mehrheit das gerne beibehalten; warum sonst, wurde damit auch schon vor corona von den Arbeitgebern gelockt und gelockdownt :lol:
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pandas
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Beitrag Mo., 07.12.2020, 14:07

Lena hat geschrieben: Mo., 07.12.2020, 13:50 Meine 1-Zimmer-Wohnung ist jetzt auch mein Büro, mein kleiner Esstisch ist jetzt zu meinem Schreibtisch geworden, die zwei Stunden Fahrzeit, die ich mir jeden Tag spare, sind zu Arbeitszeit geworden (weil ich deutlich mehr arbeite und Überstunden mache).
Nun, viele Arbeitnehmer haben in Großbüros u.ä. auch nicht gerade viel Tisch und gut Stuhl etc. und keine eigene Kaffemaschine, Kühlschrank, Herd etc neben sich. Spart auch Kosten, nicht in der Kantine essen zu müssen. bspw.
Und die meisten Menschen werden auch wenn sie eine kleine Wohnung haben, diese gemütlicher eingerichtet haben als es ein offizieller Büroarbeitsplatz sein kann.
Wer Überstunden nicht meldet und somit diese Zeit irgendwann wieder bekommt, der sollte über sich nachdenken. Viele hingegen schreiben diese ja auf und können so einige Tage frei an den Urlaub hängen. Da sehe ich dann kein Problem dirinnen.
Lena hat geschrieben: Mo., 07.12.2020, 13:50 Und wie kaja sagt, Strom, Internetkosten gehen auf meine Rechnung.
Da wurde ja jetzt eine Home-Office-Pauschale in die Steuer eingeführt als auch, wer privat Internet hat, zahlt nicht mehr dafür, wenn er dieses auch für Arbeitsdinge nutzt.
Und wenn man noch weiter denkt, dann kommt denen, die kein Homeoffice machen können oder dürfen, das auch zugute, weil sich die Personen im ÖPNV reduzieren und wiederum (hoffentlich) sich die Ansteckungsgefahr für andere minimiert.
Frag die doch mal, ob sie nicht lieber mal tauschen möchten.
Ansonsten ist es klar, dass das die Intention ist, warum die Politik die Arbeitgeber zu Home Office aufgerufen hat.
Das ändert nichts daran, dass es Betriebe gibt, die höhere Schwierigkeiten haben, das umzusetzen.
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stern
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Beitrag Mo., 07.12.2020, 14:44

Scars hat geschrieben: Mo., 07.12.2020, 13:55 Es ist doch wohl allgemein bekannt, dass die Dunkelziffer von häuslicher Gewalt um ein Vielfaches höher geschätzt wird als die Zahlen, die man vorliegen hat.
Wenn es so ist (Dunkelziffern haben es an sich, unbekannt zu sein), dann war das schon vor Corona der Fall (und hat also nicht direkt mit Corona zu tun).

Eine messbare Zunahme an häuslicher Gewalt hab es in Bayern jedenfalls bislang nicht. Man ist hier auch nicht an das Haus angebunden... sondern es gibt massig Gründe, weswegen die Wohnung verlassen werden kann.
Bayern Corona: Kein messbarer Anstieg von häuslicher Gewalt
dpa, 24.11.2020 - 09:09 Uhr
https://www.kurier.de/inhalt.bayern-cor ... c5c62.html
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Beitrag Mo., 07.12.2020, 14:59

@Lena

Läuft hier auch so.

Das kam zu überraschen um jetzt 1.000 Leute komplett mit Hardware und Co auszustatten.

Immerhin hatten wir nach 8 Wochen flächendeckend die G-ON Sticks. Wahrscheinlich auch weil viele schon vorher 1 - 2 Tage die Woche Zuhause waren.

Gerade die ersten Monate habe ich auch massiv Überstunden gemacht, genau wie die Kollegen. Es mussten ja komplette Arbeitsabläufe umgestellt werden, weil wir die ersten 8 Wochen keinen einzigen Tag und Büro durften.

Ich habe ja auch nur eine 1 Zimmer Wohnung, da ist also nix mit extra Arbeitsbereich o.ä..

Der Arbeitsplatz im Büro muss ja nach ergonomischen Regelungen ausgestattet sein und hat deshalb natürlich den besseren Tisch und Stuhl.

Aber diese dumme Gerede nach dem Motto Homeoffice = Urlaub ist echt nervig.
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Beitrag Mo., 07.12.2020, 15:52

pandas hat geschrieben: Mo., 07.12.2020, 14:07

Frag die doch mal, ob sie nicht lieber mal tauschen möchten.
Ansonsten ist es klar, dass das die Intention ist, warum die Politik die Arbeitgeber zu Home Office aufgerufen hat.
Das ändert nichts daran, dass es Betriebe gibt, die höhere Schwierigkeiten haben, das umzusetzen.
Wieso soll ich die fragen? Es liegt ja oft nicht im Ermessen des Einzelnen, ob das möglich ist oder nicht? Klar kann das nicht jeder Betrieb gleich gut umsetzen. Und klar würden manche gerne, können aber aus verschiedenen Gründen nicht.

Ich schreibe ja, dass es Luxus ist, dass ich Homeoffice machen kann. Aber dass Homeoffice trotzdem nicht gleich das Paradies ist. Ich arbeite in einem Unternehmen, das Kaffeemaschinen und stark subventioniertes Kantinenessen zur Verfügung stellt. Normal. Das ist Luxus. Kaffee und Essen zahle ich jetzt selbst - und das sind Mehrkosten im Vergleich zum Büroarbeitsalltag. Bei mir. Außerdem zahle ich derzeit weiter meine Jahreskarte für den ÖPNV, weil ich auch nicht dachte, dass dieser Zustand so lange anhält. Das ist zwar mein Problem / meine Entscheidung, aber die Fixkosten sind dadurch geblieben. Bzw. habe ich seit März monatlich höhere Kosten. Und mein "Wohnkomfort" und die Trennung von Job / Privatleben hat sich geändert, weil sich Büro und Privatwohnung jetzt auf wenigen Quadratmetern abspielen.
Das soll übrigens kein Jammern und Beklagen sein, ich leide nicht darunter. Ich möchte damit nur sagen, dass Homeoffice jetzt auch nicht alleinige Glückseligkeit bietet.

Im Büro hab ich einen tollen Schreibtisch und einen super Bürostuhl. Luxus, definitiv. Daheim hab ich einen Ikea-Küchenstuhl und einen kleinen Esstisch. Für mehr wäre auch kein Platz.

Nochmal - ich bin froh und dankbar, dass ich diese Möglichkeit habe. Und mir ist klar, dass nicht jeder hat. Trotzdem ist Homeoffice nicht meine Traumvorstellung von Arbeit und ich bin froh, wenn ich es wieder reduzieren kann.

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stern
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Beitrag Mo., 07.12.2020, 15:54

Eines muss man Söder lassen. Er hat es geschafft einen Lockdown als hart zu verkaufen, der -gemessen an anderen Ländern- immer noch relativ mild ist. :lol: Zumindest wenn man nicht gerade Super-Hotspot ist.


Quelle: https://mobile.twitter.com/FlorianDoell ... 5194164224

Was man nicht tun kann, ist -grob betrachtet- eh geschlossen. :roll: Ich bleibe dabei: Man kann froh sein, um jeden Kontakt der aktuell vermieden werden kann. Z.B. Home-Office. Soll in Bayern grds. ermöglicht werden. Es ist aktuell mehr als nur eine Empfehlung, aber keine ausnahmelose Verpflichtung (auf den ersten Blick). Oder auch im Privaten ist es gut, dass es Leute gibt, die sich zurücknehmen bzw. zurücknehmen können ohne dass das zur psychische Ausnahmesituation eskaliert. Und das war das von saffiatou gemeinte, wie eigentlich unschwer zu erkennen ist, wenn man denn will.

Es gibt halt nicht so viele Bereiche. Man könnte freilich in noch mehr Klassen den Präsenzunterricht streichen... Handel begrenzen (anders als beim ersten Lockdown ist jede falls noch fast alles offen)... den Arbeitsbereich (z.B. Homeoffice)... sowie privater Bereich. Es ist naheliegend, dass man hier Abstunfungen vornimmt.
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saffiatou
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Beitrag Mo., 07.12.2020, 16:59

montagne hat geschrieben: Mo., 07.12.2020, 00:26 Doch es erfordert Leidensfähigkeit. Es gibt nicht wenige Leute, die halten die Isolation nicht so gut aus oder gar nicht aus. Das schrieb hier eine Userin.
Ältere Bekannte von mir hat sich im 1. Lockdown das Leben genommen, weil sie die Einsamkeit nicht aushielt. Klar, sie war vorher schon seelisch nicht gut aufgestellt. Aber das ist doch kein Luxusproblem.
Ich habe Einblick in viele Familien und bin derzeit einfach nur am Limit, überarbeitet, weil sich Kinderschutzfälle, seelische Probleme und häusliche Gewalt derart häufen. Nochmal, wie können das Luxusprobleme sein?
Kann es sein, dass es auf den Blickwinkel ankommt? Auch mir fällt gerade so manchen Tag die Decke auf den Kopf, ich bin es gewohnt alleine zu leben, aber manchmal wünschte ich mir schon Kontakte und zwar mehr als nur am Telefon, aber ich bin wissenschaftlich ausgebildet und sehr rational. Ich weiss, dass niemand die Verantwortung trägt, nur das Virus (wenn man von der extremen Verbreitung bei Treffen die nicht nötig sind absieht) aber niemand will mich bestrafen, sondern mit diesen Maßnahmen schützen, daher kann ich sie alzeptieren. Wenn ich gerade klage, weil ich meine guten Freunde nicht besuchen kann, dann schüttele ich mich selbst und mache mir klar warum es einfach nicht geht.



Leider gab es die seelischen Probleme und die häusliche Gewalt schon früher und deshalb bin ich ja auch dafür, die Kinder in die Schule zu schicken, damit sie eine Weile von zu Hause herauskommen (andere, Erziehungspersonen so auf diese eher aufmersam werden und Handeln können), aber mir ist auch klar, dass es keine Lösung ist. Nur das sind Probleme, mit denen wir uns noch langer herumschlagen müssen, leider. Da muss das gesellschaftliche Denken geändert werden.

Die Einsamkeit, ist bei manchen eine dauerhafte, die kommen damit klar, die beschweren sich nicht (bemerke ich jedenfalls so, aber um die kümmert sich niemand - weder vorher noch danach) aber bei denen, die mal ein paar Wochen sich etwas zurück nehmen müssen und das noch viel weniger restrikt als in anderen Ländern, die drehen gleich durch, da fehlt die Verhältnismäßigkeit.

Ja, es ist hart, wenn es keine Besuche in Heimen gibt, nur was wäre die Alternative? Das Virus ist neutral, es greift sich jeden, den es fassen kann, egal wie alt, wie krank oder lieb. Wir können nur schützen, indem wir uns so gut wie möglich zurückhalten.

Alle rufen hier nach Testen, aber das ist manchmal eine Verschwendung an Ressourcen und vermittelt auch vermeintliche Sicherheit, denn was wenn ich mich gerade eine Weile nach dem Test infiziert habe. Oder soll jede Person sich täglich testen?

der Impfstoff..... es wird dauern, bis möglichst viele Menschen geimpft sind, mindestens bis in den Sommer hinein.

Ich willauch nicht behaupten, dass es Luxusprobleme sind, nur wir haben gerade ein anderes Problem, das vorangiger ist und dann kann man sich vielleicht intensiver den anderen Dingen wieder zuwenden.
never know better than the natives. Kofi Annan


montagne
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Beitrag Mo., 07.12.2020, 17:02

Stern, du zitierst das LKA Bayern und selbst die sagen, dass es noch kommen kann, weil in dem Bereich Taten zeitverzögert angezeigt werden. Andere Ämter haben da auch andere Zahlen und Meinungen zu.

Viele Taten werden gar nicht angezeigt. Nur weil es eine Dunkelziffer gibt, heißt das nicht, das man es ignorieren kann. Vieles ist auch im Graubereich.
Und es geht wie gesagt auch um seelische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen oder deren Eltern, was dann auch zum Problem für die Kids wird.


Im Gegensatz zum LKA warte ich nicht auf Anzeigen. Ich kriege Sachen schneller mit, ist mein Job. Über mein Team haben wir Infos aus einem Wohngebiet mit 600 Familien, Durchschnitt, kein Brennpunkt. Das ist schon bisschen mehr als ein Bauchgefühl. Ich sehe, höre und fühle jeden Tag was los ist. Ist schon auch was anderes als Nachrichten googeln.

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