Mir ging es nicht/weniger um das Dunkelfeld (schon vor Corona wurden nicht alle Fälle erfasst). Das ist dein Thema.
Mir ging es darum, ob es
bedingt durch die Coronakrise (Kausalität) zu einer
Zunahme von häuslicher Gewalt in
Bayern kam. Das ist eine andere Fragestellung. Fakt ist: Die oben genannten Jugendämter konnten das selbst für Problemfamilien während des strikten Lockdowns nicht nicht feststellen. Und auch in der Statistik schlug sich das bislang nicht nieder.
Daher ist es mir zu einfach, wenn man sagt: Doch, vermutlich gibt es eine Zunahme (Spekulation... ich werde es verfolgen)... die Fälle landeten alle im vermutlich großen Dunkelfeld. Man sieht die Fälle zwar nie (alles Dunkelfeld), aber vermutlich sind es enorm viele. Kann sein, kann aber auch ganz anders sein:
Es gibt eben auch Aspekte, weswegen es so gewesen sein könnte, dass es in Bayern bedingt durch Corona tatsächlich zu keiner (deutlichen) Zunahme häuslicher Gewalt kam. Zumal ja häusliche Gewalt eh oft nicht nur eine Ursache hat. Aber wie gesagt: Ich bleibe dran. Vielleicht lässt sich das ja noch etwas erhellen.
Wenn's tatsächlich soooo viel mit der Coronakrise zu tun haben soll, dann wäre erst recht ein Grund, die Pandemie strikt zu bekämpfen: Krise weg - Dunkelfeld wird wieder kleiner. Aber ich glaube halt, so einfach ist das nicht.
In Bayern hatte man die Problematik auf dem Schirm. Vllt. war das nicht überall gleichermaßen der Fall? Dass man trotz Lockdown viel tun kann, erwähnte ich deswegen, weil man ja manches auch im Hinblick auf die soziale Situation entschärfte. Vielleicht hatte das auch einen positiven Effekt... oder solche Unterstützungsangebote. Wäre das so abwegig?
Zur Unterstützung der Träger der Frauenhäuser und der Fachberatungsstellen/Notrufe erhalten diese vom StMAS einen pauschalen Betrag zur Finanzierung von Mehraufwendungen (Personal- und Beratungskosten) infolge der Corona-Krise.
https://www.stmas.bayern.de/coronavirus ... system.php
Nur exemplarisch... aber vllt. hatten solche und ähnliche Maßnahmen ja einen gewünschten Effekt?! Wenn nein, sorry, dann wäre es nutzlos angelegtes Geld und die Berücksichtigung sozialer Belange unnütz, wenn das eh nichts gebracht haben soll.
Es gab auch Befragungen (durch eine Uni, meine ich), aber wegen fehlender Untersuchungen kann kein Vergleich zu den Vorjahren und ohne pandemiebedingte Ausgangsbeschränkungen gezogen werden. Sprich: Die Veränderung aufgrund von Corona (und die es mir geht) ist auch hier nicht darstellbar.