Corona - Der Thread zum Virus 5

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saffiatou
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Beitrag Di., 08.12.2020, 15:33

Danke Malia, aber auch wenn es ihr egal ist, ob sie sich infiziert, bringt sie andere in Gefahr, wenn sie durch ihr Verhalten, andere infiziert und das ist Egoismus und kurzsichtig und vieles andere mehr. Es ist nicht wie bei riskantem Verhalten, wenn jemand unbedingt von einer Brücke springen will, er springt alleine und bleibt es auch (vom Werthereffekt abgesehen), aber hier wurde das Prinzip einer Infektion nicht verstanden, oder will nicht verstanden werden.

... und gerade wenn man zur Hochrisikogruppe gehört: verzichtet sie auf den Platz am Beatmungsgerät, auf der Intensivstation, darf die Krankenschwester, Pfleger und Arzt auf die Hilfe verzichten??? es sind keine „....ich bin dann mal ...“ Gedanken es sind tiefgreifende Entscheidungen die ALLE betreffen.
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saffiatou
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Beitrag Di., 08.12.2020, 15:39

„Impfgipfel“ im Weißen Haus , ohne die Hersteller Pfitzer und Moderna...da will sich noch immer jemand wichtig machen plappert Müll.


https://www.fr.de/politik/donald-trump- ... 24767.html
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Sadako
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Beitrag Di., 08.12.2020, 15:42

saffiatou hat geschrieben: Di., 08.12.2020, 13:43
Sadako hat geschrieben: So., 06.12.2020, 21:26 aber ich brauche es schon Menschen zu treffen. Da ist mir dann auch das Thema Risikogruppe letztlich egal.
die Hutschnur geht mir bei solchen Sätzen hoch! super wenn es Dir egal ist, wie schön. Nimmst Du dann auch das Virus wenn ich es bekomme, weil ich Menschen wie Dir begegne?
Ich habe es vielleicht zu kurz formuliert.. ich würde mich mit niemandem, der zur Hochrisikogruppe gehört treffen.
Ich gehöre selbst zur Hochrisikogruppe. Bin stark immunsupprimiert und schwerbehindert und lebe seit zig Monaten extrem zurückgezogen und ich komme jetzt psychisch ans Limit damit. Ich bin so vorsichtig wie möglich und treffe mich wenig und draußen aber ganz kontaktlos kann ich nicht mehr weiter leben. Niemand meiner Freunde gehört zur Risikogruppe und die sind alle „entspannter” als ich. Ich bin vermutlich mehr gefährdet aber ich muss eine Abwägung treffen zwischen dem Risiko schwer an Corona zu erkranken und dem Risiko psychisch komplett den Bach runterzugehen. Und da ist meine Haltung eben so, dass ich zumindest etwas Kontakt brauche, auch wenn ich „gefährdet“ bin .

Und mir noch viel mehr Einschränkungen abzuverlangen, als allen anderen Menschen, finde ich vermessen und unmenschlich.
Zuletzt geändert von Sadako am Di., 08.12.2020, 15:44, insgesamt 1-mal geändert.

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Nico
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Beitrag Di., 08.12.2020, 15:43

Nicht das schwarze Schaf ist anders, sondern die weißen Schafe sind alle gleich ;)

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Sadako
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Beitrag Di., 08.12.2020, 15:56

Ich merke gerade, dass mich das richtig ankratzt.
Wieviel Kontakt, würdet ihr... würdest du @Saffia jemandem wie mir denn zugestehen ? einmal in der Woche, einmal im Monat, gar nicht?

Ich war seit März nirgends. Einige wenige Einkäufe, weil mein Hilfssystem ausgefallen war, ganz wenige Treffen, nur im Freien. Wird jetzt zunehmend unmöglich, weil ich als Rollifahrerin zu schnell auskühle. Arbeiten im Homeoffice und das war es. Keine Berührung, keine Umarmung, nichts.. Seit neun Monaten. Ich will hier nicht rumjammern aber ich komme an meine Grenzen.
Ich bin echt schockiert und fassungslos, was für Erwartungen manche an Menschen haben, die zur Risikogruppe gehören.

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Nico
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Beitrag Di., 08.12.2020, 16:04

https://www.ntv.de/22222722

Maskenverweigerer halt.... :lol:
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Nico
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Beitrag Di., 08.12.2020, 16:13

Milliardenhilfen nur Aufschub. Corona-Pleitewelle für 2021 befürchtet.
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Corona-P ... 21968.html

Na dann, viel Spaß ....
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saffiatou
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Beitrag Di., 08.12.2020, 16:18

Es geht nicht darum, was ich dir zugestehe, sondern, welche und wieviele Kontakte wirklich verantwortungsvoll sind. Welche Risiken man bereit ist einzugehen und auf andere zu übertragen.

Du hast in deinem obigen Post aufs dem ich zitiert habe, so geschrieben, als ob dir alle egal sind.

Ich beschränke mich extrem, ich habe in diesen ganzen Monaten seit März, gerade drei mal jemanden getroffen und das möglichst draußen... Alle meine Freunde auch, wir leben wirklich isoliert aber ist es so unverständlich, wenn die Freundlichkeit mal zur Seite gelegt wird, wenn überall von irgendwelchen Treffen zu lesen ist? Mein Verständnis für ein entsprechendes Verhalten ist beendet. Je weniger wir alle uns an die Regeln halten, desto länger und härter wird die Isolation sein und auch die wirtschaftlichen Folgen....
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Nico
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Beitrag Di., 08.12.2020, 16:32

Spieglein Spieglein an der Wand, wer ist die Bravste im ganzen Land - oder so.... ;)

:lol: :lol: :lol:
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Sadako
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Beitrag Di., 08.12.2020, 16:33

saffiatou hat geschrieben: Di., 08.12.2020, 16:18 Es geht nicht darum, was ich dir zugestehe, sondern, welche und wieviele Kontakte wirklich verantwortungsvoll sind. Welche Risiken man bereit ist einzugehen und auf andere zu übertragen.

Du hast in deinem obigen Post aufs dem ich zitiert habe, so geschrieben, als ob dir alle egal sind.
Nein, ich habe schrieben, dass mir meine Zugehörigkeit zur Risikogruppe egal ist. Meine Treffen waren ein paar mehr, aber definitiv unter zehn.
Wenn alle Menschen mein „Risikoprofil“ hätten, dann gäbe es wahrscheinlich keine pandemische Entwicklung in DE.
Der Grund warum die Zahlen hoch sind, liegt mit Sicherheit woanders.
Neben den Auswirkungen, die mein „Leichtsinn“ .. wahrscheinlich waren es sieben oder acht face to face Treffen seit März..., auf die Gesellschaft hat, gibt es ja auch das Risiko, dass ich zwar nicht an Corona erkranke, aber zu Folgen der zunehmenden Isolation nicht mehr auffangen kann und es dann letztlich deshalb nicht überlebe. An dem Punkt bin ich.
Wenn du, Saffia oder sonst wer besser mit extremer Isolation umgehen kann... Chapeau. Ich kann das nicht mehr.
Ich weiß nicht nicht wie und natürlich habe ich Angst, aber ich brauche menschliche Nähe, sonst gehe ich ein.

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diesoderdas
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Beitrag Di., 08.12.2020, 16:51

Es ist doch oft eine Gratwanderung.
Wenn ihr schreibt, ihr habt 3 x Leute getroffen seit März,dann ist das verdammt wenig. Da sehen die meisten wahrscheinlich mehr Menschen täglich auf Arbeit.

Ich selbst müsste auch keine Heimbesuche machen. Aber ohne Besuche würde der Besuchte (bzw der dann Nichtbesuchte) eingehen. Da wird dann anders gestorben und das ist auch nicht zu verantworten.
Aber auch hier versuche ich es so sicher wie möglich zu machen. Test vorher. Natürlich die ganze Zeit Maske. Wenn es geht draussen spazieren gehen.
Mit der desinfizierten Hand mal auf die Schulter fassen. Man vergesse nicht, dass die Leute null Körperkontakt mehr haben seit Monaten.

Ich sage mal, solche Minimal-Nähe-Bedürfnisse sind doch auch ok und sollen befriedrigt werden.
Wenn Leute jammern, weil sie an Weihnachten nur 5 anstatt der üblichen 20 sehen dürfen, dann verstehe ich das allerdings nicht. Oder wenn Menschen Party machen müssen. Oder wenn es wirklich anstellen oder einfach kein Bock auf Rücksicht ist.

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Südländerin
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Beitrag Di., 08.12.2020, 18:02

saffiatou hat geschrieben: Di., 08.12.2020, 16:18 Es geht nicht darum, was ich dir zugestehe, sondern, welche und wieviele Kontakte wirklich verantwortungsvoll sind. Welche Risiken man bereit ist einzugehen und auf andere zu übertragen.
Dafür gibt es doch Regelungen und alles andere entscheidest du für dich, aber nicht für andere.

Für mich ist social distancing normal, ich kann sehr gut nachfühlen was Sadako meint.

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Hiob
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Beitrag Di., 08.12.2020, 18:26

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Fake News gelöscht. Hier hast du damit keine Chance. Tristezza

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lisbeth
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Beitrag Di., 08.12.2020, 18:50

saffiatou hat geschrieben: Di., 08.12.2020, 16:18 Es geht nicht darum, was ich dir zugestehe, sondern, welche und wieviele Kontakte wirklich verantwortungsvoll sind. Welche Risiken man bereit ist einzugehen und auf andere zu übertragen.

Ich beschränke mich extrem, ich habe in diesen ganzen Monaten seit März, gerade drei mal jemanden getroffen und das möglichst draußen... Alle meine Freunde auch, wir leben wirklich isoliert aber ist es so unverständlich, wenn die Freundlichkeit mal zur Seite gelegt wird, wenn überall von irgendwelchen Treffen zu lesen ist? Mein Verständnis für ein entsprechendes Verhalten ist beendet. Je weniger wir alle uns an die Regeln halten, desto länger und härter wird die Isolation sein und auch die wirtschaftlichen Folgen....
Zwischen deiner extremen Beschränkung, die du für dich so entschieden hast, und unbeschränkt Partymachen gibt es ja auch noch einen Zwischenraum. Nicht jede Person, die sich nicht so extrem beschränken kann oder will wie du es tust, handelt automatisch verantwortungslos. Zu erwarten, dass alle deiner Entscheidung folgen müssten, halte ich für anmaßend. Und ich habe schon das Empfinden, damit willst du den anderen auch nur das zugestehen, was du dir selbst in deiner Selbstbeschränkung zugestehen kannst.

Mich nervt das hier mittlerweile extrem, dass eine selbsternannte "Corona-Forums-Polizei" meint, die Hüterin über das "Erlaubte" zu sein und entscheiden zu können was geht und was nicht geht. Nein, das kann jede und jeder für sich selbst entscheiden - im Rahmen der aktuell geltenden Vorschriften. Aber jedem gleich eins überzubraten, der von sich sagt, ich kämpfe mit der sozialen Isolation und suche nach Wegen, wie man - in einem verantwortungsvollen Rahmen - trotzdem soziale Kontakte haben kann, das finde ich völlig daneben.
When hope is not pinned wriggling onto a shiny image or expectation, it sometimes floats forth and opens.
― Anne Lamott

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stern
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Beitrag Di., 08.12.2020, 19:02

Ich fände, es wäre schon viel gewonnen, wenn sich jeder an die Maßnahmen (den Rahmen) halten würde. Noch besser, je weniger das bis zum Maximum ausnutzen. Denn man sieht es ja: Die jetzige Beschränkungen reichen ja mitnichten aus (sei es, weil sie zu lasch sind oder weil sie nicht ausreichend beachtet werden). Aber dazu fliegt für meinen Geschmack einfach immer noch zu viel auf als dass ich daran (an die "kollektive Vernunft") glaube. Schon alleine die unsäglichen Demos (die es ja nicht alleine sind). Und das baden alle aus, manche mehr, manche weniger. Isolation ist jedoch nicht verlangt... daher finde ich es auch nicht angemessen, es so zu bezeichnen. Wenn jemand schon vorher keine Kontakte hatte, liegt das auch nicht direkt an Corona (man könnte nun trotzdem Kontakt suchen, im offiziell gesteckten Rahmen). Und eine weitergehende Selbstbeschränkung ist es eh eigene Entscheidung. Und auch bei Risikopersonen und Weihnachten könnte man ja sagen, man lässt sich testen oder man begibt sich in eine Art Selbstquatantäne. Ist dass halt letzlich wieder die Frage, wozu man bereit ist. Will heißen: Besuchsverzicht oder es ganz auf das Glück ankommen zu lassen, sind nicht die einzigen Möglichkeiten. Offiziell sind eher größere Treffen oder Treffen im mittleren Stils beschränkt. Jugendliche (bis zu einem gewissen Alter)/Kinder werden auch nicht eingerechnet.

Für meinen Teil beachte ich zwei Grenzen: Weder möchte weder andere anstecken (und versuche mich so zu verhalten, mir nichts vorwerfen zu müssen, sollte es doch passieren). Und ich möchte mich nicht anstecken... je nach Verhalten des Gegenüber "muss" ich hier meine Grenzen auch aktiv stecken. Schwer finde ich so Situationen wie heute (Zahn-OP), wo ich mich nur eingeschränkt selbst schützen kann (also umso mehr auf das vorhandene Hygienekonzept verlassen muss)... und umso mehr Unsicherheit besteht, ob ich mit etwas eingefangen habe (auch wenn ich nicht davon ausgehe: Ausschließen kann ich es ja auch nicht).
Liebe Grüße
stern 🌈💫
»Die Dummheit hat aufgehört sich zu schämen«
(Heidi Kastner)

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