diesoderdas hat geschrieben: Mo., 01.02.2021, 13:44
Ja, wegen diesem blöden Zusatz von 1,5m ist es etwas schwammig.
Wenn auch total bescheuert, wie ich finde. Denn wenn ein kranker Handwerker in meiner Wohnung atmet, dann habe ich die Aerosole drin - egal, wie weit ich von dem wegstehe.
Btr. Handwerker.
Natürlich müssen sie im Kundenkontakt MNS tragen. Wobei der Kunden selten direkt daneben steht, wenn da mitunter stundenlang Reparaturen erledigt werden.
Das ist bei Weiten auch nicht die einzige Regel, die Handwerksbetriebe einhalten müssen. Auch da sind Arbeitgeber, die genau wie jeder andere AG auch für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter verantwortlich sind.
Schon mal umgekehrt überlegt, da die Handwerker, die ständig Kontakt zu Kunden haben, einen erheblichen größeren Riskio ausgesetzt sind, als wenn die kurz bei euch im Raum sind... (wie gesagt, man steht ja selten die ganze Zeit daneben).
Gerade in kleinen Betrieben ist es auch alles andere als leicht die Schutzmaßnahmen durchzusetzen, da dies das mal nicht so leicht "wegstecken" oder "umsetzen" können wie in großen Firmen. Homeoffice ist schon gleich dreimal nicht möglich, und die Kollegen sitzen zusammen im Lieferwagen, arbeiten eng zusammen...
Sofern ihr aber niemanden von einer riesigen Handwerksfirma herbestellt...(große Energiekonzerne zb. mal ausgenommen), sollte es definitiv im Eigeninteresse eines jeden Handwerksbetriebs sein, auf die Schutzvorschriften zu achten. Gerade in den oft mittelständigen Betrieben. Könnt ihr euch vorstellen, was da los ist, wenn einer von 10 bis 20 Mitarbeitern infiziert ist? Alles mehre Wochen lang steht? Kannste gleich Konkurs anmelden.
Von der Rufschädigung ganz zu schweigen, wenn sie sich nicht daran halten. Solche Betrieben LEBEN von ihrem guten Ruf.
Aus direkter Quelle ließ ich mir sagen... (Stand November)... dass die meisten Kunden, sofern sie nicht Hochrisikopatienten sind... NICHT auf MNS bestehen. Die Handwerker...(zumindest die, die ich kenne)... fragen immer höflich vorher nach, die Leute haben fast alle abgewunken. Mag sein, dass es jetzt im Zuge des zweiten Lockdowns mehr darauf geachtet wurde, aber bis dahin zumindest legten 95% der Kunden keinen großen Wert darauf.
Also, geht mal grundlegend davon aus, dass sich zu schützen im EIGENINTERESSE jedes Handwerksbetriebs liegen sollte. Selbstverständlich gibt es auch unter Handwerkern schwarze Schafe, sind halt auch nur Menschen, und der Chef ist halt nur selten mit auf Tour...