Ab wann ist ein stationäre Therapie anzudenken?

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Henrike76
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Beitrag Do., 18.04.2013, 09:54

Hallo graue Seifenblase,

man kann den Postern nur zustimmen, wie gut, dass wir überhaupt ein so gutes Medizin-System haben.

Wieso machst Du Dir da so einen Kopf drum, Du hast doch Dokumente von den Behandlern, die denen dann vorliegen?

Falls nicht unbedingt beschaffen (ob die dann Zeit haben das zu lesen ist wieder ein zweites Thema).

Im Kern geht es ja um die Diagnosen, die wohl zunächst mal festgelegt sind.

Die könnten fragen, was Sie sich von der Therapie erwarten, da kannst Du doch sicher was zu sagen.
Und die Fragen wahrsch. ob sie Angehörige haben, wie sind die in der Zeit untergebracht, usw..

Heute sehe ich die Kliniken auch etwas anders, die wollen sicher helfen, aber auch den bestmöglichen Gewinn aus dem Fall.

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graue seifenblase
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Beitrag Do., 18.04.2013, 10:20

@Henrike

Wie soll ichs ausdrücken. Ich weiß dass ich eine Krankheit habe, dennoch so blöd es vielleicht klingt frage ich mich immer wieder ob ich mir das nur einbilde und aufgrund der Einbildung so handle wie ich es tue.
Und damit kommt meine Angst, dass irgendwann jemand sagt ich spiele nur etwas bzw ich steiger mich da in irgendetwas hinein und eigentlich gibt es so viele denen es schlechter geht als mir und was für eine Frechheit es nicht ist, dass ich mir erlaube mich so egoistisch zu verhalten. Naja usw, ich könnte da jetzt noch ewig so weiterreden, aber ich weiß es hat eh keinen Sinn. Ich muss morgen einfach da hinfahren, egal wies mir geht usw.

Naja und jetzt hat meine Thera gmeint ich soll mich unbedingt an eine Stelle wenden, da hab ich die Kontaktdaten schon, da muss ich aber leider anrufen und ich schaff es irgendwie nicht mir da einen Termin auszumachen, nochdazu ist das eine Borderlinestelle und i bin keine Borderlinerin, also frag ich mich warum sie meinte, dass ich neben der PT bei ihr noch an eine andere Stelle gehen soll, die ja eigentlich nicht für mich ist. Ich mein ja ich weiß warum sie haben will, weshalb ich noch wo anders hingehen soll, denn die Stunden die ich mir bei ihr leisten kann decken laut ihr meinen momentanen Bedarf nicht ab und sie würde sich wohler fühlen, wenn ich mehr Betreuung bekomme/habe.

Oh man, irgendwie ist es immer so, dass ich das Gefühl habe ich versuche einen Schritt vorwärts zu machen und kurz bevor ich dann soweit bin, dann kommt wieder irgendetwas hinzu was mich wieder zurückwirft, wieder mehr fürchten, zweifeln,... lässt, dass sich an der Situation etwas verbessert oder ändert.

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Henrike76
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Beitrag Do., 18.04.2013, 10:59

Hallo graue SB,

sorry, ich kann das leider nur unvollständig nachvollziehen.

"Ich weiß dass ich eine Krankheit habe"
Aufgrund welcher Diagnose läuft denn die amb. Therapie? Gibts da keine?

Welche Diagnose wurde für die Kliniküberweisung gestellt?

Welche Dokumente hast Du denn von bisherigen Theras?

Ich habe auch nicht mehr alle (insbesondere die aus den 90er Jahren, die ich abrupt beenden musste wg. neuem Arbeitsplatz).

Das ist zumind. für mich schon hochinteressant, was die da so schreiben (manches ist da sicher auch Käse gewesen).

Mag ja auch sein dass ich da Dokumente-orientiert bin, all die Dinger sind aber für eine Rentenbeantragung oder die Berufsunfähigkeitsversicherung ganz wichtig!

Das hat zumind. für mich mit meinen Symptomen nix mit Pessimismus zu tun!
Ich musste ja in meiner alten Stelle, oft Urlaub abkürzen, im Urlaub zur Arbeit, im Urlaub Privatsachen aufarbeiten, usw..
Und das alles mit jahrelangem Alk.-Konsum (wenn auch nur abends), erheblichen Depressionen, Bulimie, usw..

Wenn das nicht Kräfte raubt, dann weiss ich es auch nicht!

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graue seifenblase
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Beitrag Do., 18.04.2013, 11:11

Diagnose: Depressionen S, G SVV das steht drauf (von Psychiaterin)
Depression (das stand beim Antrag für die KK im Mai 2012 drauf)
Heute hole ich mir noch von meiner Thera einen Befund/Bericht für morgen. Was sie da genau reinschreibt weiß ich nicht, nur die Dringlichkeit einer ST, das weiß ich, sonst lass ich mich überraschen und zeig denen das Ganze morgen.

Was kannst du nur unvollständig nachvollziehen?

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Henrike76
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Beitrag Do., 18.04.2013, 11:50

Hallo gr SB,

das ist nun mal was handfestes. Da kann man was mit anfangen.

"Depressionen S, G SVV das steht drauf "

SVV könnte demnach selbstverletzendes Verhalten sein? S und G? Null Ahnung.

Es sollte aber schon mal reichen. Zudem hast Du ja richtigerweise bald den Bericht der amb PT.

Was ist denn an Ursachen für die verdammten Depressionen ermittelt worden. Da tun sich meiner Erfahrung nach alle Theras verdammt schwer mit, das rauszufinden!

Das interessiert mich, aber sicher auch die Klinik!
Zudem muss da ja dann auch angesetzt werden, sofern da auch Therapie gemacht wird (was ich Dir sehr wünsche!):

Das wir z.T. aneinander vorbeischreiben, mag auch daran liegen, dass ich faktenorientiert denke und ein Mann bin, der seine Stärken im technischen Bereich hat!

Ich habe allerdings auch die weiche Seite (positiv ausgedrückt) kann ein Gedicht schreiben, Gemälde malen, Communitys gründen, den kleinen Jungen in mir aufleben lassen, Bücher schreiben, usw..

Was ist bei Dir in der Kindheit gewesen, durftest Du Dich spüren und Deine Gefühle ausleben? Konntest Du Widerworte den Eltern gegenüber aussprechen ohne verdammt zu werden.
Wurde auf Deine Wünsche Rücksicht genommen?


Das letzte kannst Du als PN schreiben

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graue seifenblase
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Beitrag Do., 18.04.2013, 12:15

Svv ist selbstverletzendes Verhalten, genau um dieses S und G gehts mir, aber naja egal. Ich muss das Ärztelatein nicht verstehen. Ich nehm einfach alles mit und die dürfen sich dann einen Reim daraus machen.
S könnte vielleicht noch für schwer stehen aber das G ist mir absolut ein Rätsel.

Es gibt bei mir nicht einen Auslöser für die Depri. Es gibt bei mir kein traumatisches Ereignis, was dies begründen würde. Es ist sehr schwer zu sagen. Meine Thera meint dass schon etwas vorgeburtliches bei mir hat und sicher mitspielt und dann meine Kindheit und Jugend ein einziges Dauertrauma war. Da ich weder Anerkennung, direkte Unterstützung noch Verständnis bekommen habe und dadurch immer eine Art von Ablehnung erfahren habe, nochdazu weil mir oftmals meine Wahrnehmungsfähigkeit aberkannt wurde indem man mir sagte, dass ich etwas missverstanden hätte und ich aufgrund meiner Hörschädigung gesagtes falsch höre, weil ich ja nicht den Ton heraushören könnte. Wie sagt man der Ton macht die Musik. Naja so habe ich mein Leben lang nur gelernt, dass meine Wahrnehmung immer falsch ist und ich nicht darauf hören kann/darf, sondern nur die der anderen stimmig und richtig ist.
Zudem kommt aufgrund meiner Familiengeschichte noch eine weitere Schwierigkeit hinzu, dass ich nämlich niemanden zur Last fallen wollte/will, denn sie haben schon mehr als genügend Last zu tragen und zudem habe ich meinen Teil der mir so quasi zusteht mit meiner Behinderung völlig aufgebraucht.
Und ich war nie das Baby/Kind was irgendwann einmal die erste Geige spielte, denn ich habe noch einen älteren Bruder der schwerst mehrfach behindert ist und somit immer als erstes versorgt werden musste und später kam noch meine jüngere Schwester, die auch noch vor mir dran kam, denn ich war schon in einem Alter wo ich ein paar Dinge selbständig machen konnte. Ich muss aber auch sagen ich hatte nie das Gefühl nicht geliebt zu werden, aber eben einfach nur eine zusätzliche Belastung, die noch mit einer falschen Wahrnehmung und der Behinderung noch mehr Belastung darstellt. Und wie gesagt keine direkte Unterstützung erfahren hat. Ich habe immer versucht so zu funktionieren, wie ich dachte, dass es meine Familie wünscht und braucht.

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graue seifenblase
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Beitrag Do., 18.04.2013, 12:25

Durch meine Kindheit und Jugend habe ich gelernt, dass ich mich nur auf mich selbst verlassen kann und nur mir vertrauen kann, dass ich nicht alleine darsteh, alle anderen Menschen lassen einem im Stich, wenn man über einen längeren Zeitraum nicht so funktioniert wie es erwartet/erwünscht wird.

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Henrike76
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Beitrag Do., 18.04.2013, 13:33

Hallo gr SB,

also schon als Laie ist mir das schon mehr als deutlich, dass Du früher mit Deinen Wünschen und Gefühlen zurückstehen musstest.

Erstmal der Bruder der schlimm dran war, dann die ganz kleine Schwester die mehr Zuneigung brauchte.

Ich denke nicht, dass Du da aufmucken konntest um Deine ganz inneren Gefühle und Wünsche deutlich zu äussern (zumind. viel zu selten). Zudem war sicher auch kaum Zeit für Dich übrig (bei mir was das sowieso der Fall, bei mir kam aber die klare Ablehnung dazu).

Du musstest Dich damals schon zurücknehmen und ggf. Deine Wut darüber hinunterschlucken.

Oder konntest Du sagen: Aber verdammt nochmal ich bin auch noch da und möchte am Wochenende zum Ponyhof (bei mir Fussballstadion)?

Das ist auch gar kein Vorwurf an Deine Eltern, es geht darum was hast Du empfunden? Wie hast Du es empfunden?
Die natürliche Agressivität wurde sicher kaum gelebt!
Das führt dann dazu dass man nix fühlt (Leere) und noch nicht mal unbedingt dass man sich schlecht fühlt!

Deshalb habe ich ja z.B. meine Symptome gebraucht, um etwas zu fühlen! Also um Lebendig zu sein!

Bulimie und Alk. hat ja auch etwas mit Selbstverletzung zu tun!

Ich empfehle dies schonungslos zu betrachten, ich selbst habe meine Parents nun ausgeblendet aus meinem leben!

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Beitrag Do., 18.04.2013, 13:50

Das mit meinen Eltern ist ewas komplizierter. Mutter und die ganze Familie auf der Seite ja wäre super einfach kompletten Kontaktabbruch, aber mit meinem Papa, Schwester, Bruder und Oma auf Vaters Seite kann ich das nicht, mit denen bin ich sehr eng verbunden. Da meine Eltern leider noch verheiratet sind, kann ich nur entweder alles oder nichts haben und beides macht mich kaputt. Naja egal.
Ja ich kenne es nicht anders, als mit mir und dem ganzen alleine zurecht zu kommen und zu schlucken, denn wie ich vorhin beschrieben habe wurde es in der Familie nicht verstanden, wenn ich einmal ausgezuckt bin, da wurde mein Verhalten nur als falsch und überzogen abgewertet.
Als Kind habe ich das alles irgendwie einfach gemacht, ich habe es mir einfach irgendwann nicht mehr erlaubt mich zu melden, da eh genügend andere Dinge da waren. Als kleines Kind habe ich es einfach gemacht und es war ein Selbstschutz der mich am Leben gehalten hat. In der Jugend kamen dann die Agressionen die ich hauptsächlich gegen mich selbst gerichtet habe. Denn da war der Kübel einfach schon voll und es kam in meiner Jugend noch einiges durch die Schule hinzu, sodass ich nicht selten vorm Suizid stand. Naja irgendwann ging das Problem Schule zu Ende und ich bin 200km von meinem Elternhaus weggezogen, in der Zeit ging es mir sehr gut.
Jetzt bin ich wegen der Beziehung und der Arbeit die ich über alles Liebe wieder in meine Geburtsstadt gezogen. Mein Leben passt für mich in meiner Geburtsstadt aber leider ist da wieder das Problem Mutter und deren Familie sehr groß.
Ja ich könnte es mir einfach machen und sagen ich zieh einfach wieder weit weg, aber da löse ich nicht mein Problem, es beruhigt sich nur in der Zeit, außerdem will meine Partnerin in der Stadt bleiben und mit ihrer Familie habe ich ja auch ein extrem gutes Verhältnis, da erfahr ich erst was Familie und Familienzusammenhalt heißt.

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Beitrag Do., 18.04.2013, 14:07

Die Gefahr der Bulimie laufe ich nicht, wenn eher der Magersucht, aber da schau ich selbst drauf. Ich habe zwar jetzt ein paar Kilos verloren, aber da ich vorhin Reserven hatte und jetzt im Normalbereich des Körpergewichts bin passt das schon. Ich darf nur nicht den Übergang verpassen, bzw muss vorher darauf achten.
Alkohol trink ich sogar weniger als sonst, da ich ja auch weniger ausgehe.
Ich spür mich einfach indem ich mich unabsichtlich wo anhau, das passiert mir immer wieder, sonst geh ich tattoowieren, oder ritze eben.

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Henrike76
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Beitrag Do., 18.04.2013, 22:46

Hallo gr SB,

Danke für Deine Offenheit.

Die sachliche Analyse haben wir dann schonmal fertig (weitestgehend).

Was ist nun zur Lösung nötig? Da wird es schon schwieriger! Im Prinzip sind für mich folgende Kernpunkte zu analsysieren:

1) "Da meine Eltern leider noch verheiratet sind, kann ich nur entweder alles oder nichts haben und beides macht mich kaputt. Naja egal."

So ganz egal dürfte das nicht sein! Vorsicht vor Resignation, da bist Du schon wieder dabei Dich zurückzunehmen! Hilfe!

2) "es wurde in der Familie nicht verstanden, wenn ich einmal ausgezuckt bin, da wurde mein Verhalten nur als falsch und überzogen abgewertet."

Und genau das Hinnehmen darfst Du nun nicht mehr tun aus meiner Sicht.

Da dies Beziehungsthemen sind, sage ich dazu aber nix mehr (bin Single und da unerfahren)

Ich persönlich habe ja (bis auf evtl. ne Geburtstagskarte mit 2 Sätzen) nun Abstand von den Parents (ich mag in meinem Fall das Wort Eltern gar nicht mehr).

Auch zu den Geschwistern ist fast Funkstille (lediglich 1 Bruder die 2 Nichten und 1 Neffen besuche ich noch).
Das ist ein Eiterbeutel dieser Haufen.

Da ist in 13 Jahren keiner zu mir zu Besuch gekommen (obwohl ich für die viel getan habe, Babysitter, Umzug helfen, Kinder beschenken, usw..). Die kommen nur wenn Du in der Klinik liegst.

Was bekommst Du denn von denen wenn Du es mal mit Abstand betrachtest?

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Beitrag Fr., 19.04.2013, 11:57

War heute in meiner Wunschklinik beim Erstgespräch.
Ergebnis: 2 Aufhalte sollen es werden
Einen Subakuten um eine genaue Diagnostik durchzuführen um die Medis ev anzupassen und zu schauen welche Station die geeignete für die Langzeittherapie (3Monate) für mich ist.
Es wird geschaut ob der erste Teil (Subakut) und der zweite Teil (Langzeit) ineinander übergehen können, damit dazwischen nicht wieder Wartezeit entsteht.
Sonstiges Problem: Wartezeit derzeit 4-6 Monate, aber ich wurde weiter vorgereiht, weil ich eine Arbeit habe und weil ich jederzeit von einem auf den anderen Tag kommen kann.
Jetzt heißt es warten, warten, warten und hoffen, hoffen, hoffen dass ich ev früher dran komme.

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Beitrag Do., 25.04.2013, 12:38

Hallo gr SB,

ja gut jetzt bist Du zumind. schonmal da gewesen.

Verstehe das mit den Wartezeiten wer will.
Hätte man ne Rücken-OP zu machen, könnte man wahrsch. die Klinik auswählen und sich direkt dahinlegen.

Ich denke mit dem Warten ist es aber nicht getan. Da kann man schon so manches machen zur Stabilisierung.
So wie Du hier ja auch hilfreiche Beiträge schreibst.

Was hat denn die amb. Thera da im Kern geschrieben?
Wieso muss die Klinik da nochmal neu diagnostizieren?

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Beitrag Do., 25.04.2013, 12:58

@Henrike
Tja in unserer Gesellschaft werden halt die Dinge mit zweierlei Maß gemessen.
Zum einen obs körperlich oder psychisch ist und zum anderen ob man Kassenpatient ist oder Privatpatient durch z.B. Zusatzversicherung, so ist unser System nun mal. Ja man kann sich darüber aufregen, oder seine Energie für anderes / wichtigeres aufheben. Über diese Ungerechtigkeit ärger ich mich schon nicht mehr, Hauptsache ich bekomme überhaupt das was ich brauche/ will.

Nein, ich warte ja nicht nur, ich geh weiter in ambulante Therapie und habe mich jetzt auch noch an eine andere Stelle gewendet, wo ich vielleicht übergangsweise unterkomme (Tagesklinik), damit die Zeit halbwegs gut überbrückt werden kann.

Sie hat im Prinzip nur geschrieben wie sich die Situation verändert hat und dass es unbedingt notwendig ist eine stationäre Therapie zu machen und zwei ICD10 Codes.

Die wollen dort eine genaue Rundumdiagnose machen, sodass alles bedacht und berücksichtigt wird. Ich finde es aber eh gut, denn was habe ich davon, wenn sie mich dann in ein Therapieprogramm stecken, dass zwar geht, aber sie eigentlich noch ein besser passendes haben. Das ist einer der Hauptgründe, weshalb sie vorher einen diagnostischen Aufenthalt bei mir bevorzugen. Die Dame hat mich eh gefragt, ob ich das möchte bzw wie ich das sehe und ich habe dem zugestimmt, da ich es für sinnvoll erachte. Zudem können sie z.b. eine Differentialdiagnose erstellen/ überprüfen.

Naja wirklich hilfreich sind meine Beiträge ja nicht, aber das macht nix, ich geb halt einfach meinen Senf dazu.

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Henrike76
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Beitrag Sa., 27.04.2013, 14:26

Hallo graue seifenblase ,

gut jetzt habe ich es verstanden. Die genaue Diagnose ist (wie hier angedacht) sicherlich noch ein Stück Chance für eine bessere Lösung.

Tagesklinik und amb. PT ist auch gut.

Stell aber nicht Dein eigenes Licht unter den Scheffel, es gehört schon etwas Grips dazu hier etwas hilfreiche Beiträge zu verfassen. Und das möglichst ohne Agressivität.

Man hat ja meist nur paar Sätze als Anhaltspunkt.

Wünsche Dir ein gutes gelingen!

Bin selbst am Sonntag wieder im SWR-TV-Studio mit Aufstiegsschal! Da hat der kleine Bube in mir wieder etwas wo er sich darauf freuen kann!

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