Schwierigkeiten in der Beziehung zu meinem Therapeuten
Dann lies dir halt mal die Ethik-Richtlinien durch. Dann verstehst du vielleicht etwas von der besonderen Verantwortung. Das hat nichts damit zu tun, dass man sich alles gefallen lassen muss, sich ausnutzen lassen muss oder jederzeit springen muss. Man kann sich auch klar abgrenzen und sagen: "Jetzt bist du zu weit gegangen". Aber Ignorieren ist was für den Kindergarten oder für ein Internetforum..., nicht jedoch für die psychotherapeutische Ethik.
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Ja, und die haben dann ein Helfersyndrom und selbst ein Problem. Wäre mir kein Vorbild.Lockenkopf hat geschrieben:Es mag Ausnahmen geben, bei Leuten welche "bereit sind" auf eine Burn-out zuzusteuern. Sonst eher nicht.
Nun, malaptive Schemata werden sich nicht verändern solange sie "bedient" werden und zum Erfolg führen. Das weiss jeder gute Therapeut. Und es ist sehr "verantwortlich" im Sinne des Patienten diese, so sie zu "extrem" vorkommen irgendwann zu ignorieren.isabe hat geschrieben:Aber Ignorieren ist was für den Kindergarten oder für ein Internetforum..., nicht jedoch für die psychotherapeutische Ethik.
http://www.ipp-bochum.de/n-kop/narzisst ... rungen.pdf
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Lockenkopf
- [nicht mehr wegzudenken]
![[nicht mehr wegzudenken] [nicht mehr wegzudenken]](./images/ranks/rank_phpbb_5.gif)
, 52 - Beiträge: 2400
Mein ehemaliger Psychotherapeut hat die Therapeutische Beziehung beendet, in dem er mein Ersuchen nach einer erneuten Sitzung ignorierte. Auch 2 weitere Mails ignorierte er. Und ich hatte ihm das Therapieende vorher nicht angedroht.
So kann Th. tatsächlich auch eine Therapie beenden, wenn auch nicht als Idealfall.
So kann Th. tatsächlich auch eine Therapie beenden, wenn auch nicht als Idealfall.
Liebe Grüße
Lockenkopf
Lockenkopf
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Mio:
Das ist unlogisch: Wenn der Therapeut sich nicht mehr auf der Ebene "ich mache mit dir Therapie" befindet, dann greifen die von dir verlinkten "Methoden" gar nicht mehr: Der Therapeut hat keinen Auftrag mehr und auch kein berufliches Interesse mehr daran, die Schemata des Betroffenen zu verändern. Also spricht nichts dagegen, dass er anruft, um ihr zu sagen, dass er (wenn es denn so ist) die Therapie nicht fortführt.
Und WENN er sich noch als "ich bin Baerchens Therapeut" sieht, dann wäre es erst recht vollkommen unethisch, nun seinerseits "Spielchen" zu spielen und seinen Sadismus auszuleben.
Das, was man meint, wenn man sagt, man solle den Menschen mit einer histrionischen PS kein Futter für weitere Manipulationen geben, ist etwas vollkommen anderes: Man ignoriert nicht den ganzen Menschen, sondern man ignoriert ein bestimmtes Verhalten - bleibt aber als Therapeut trotzdem noch da.
Das ist unlogisch: Wenn der Therapeut sich nicht mehr auf der Ebene "ich mache mit dir Therapie" befindet, dann greifen die von dir verlinkten "Methoden" gar nicht mehr: Der Therapeut hat keinen Auftrag mehr und auch kein berufliches Interesse mehr daran, die Schemata des Betroffenen zu verändern. Also spricht nichts dagegen, dass er anruft, um ihr zu sagen, dass er (wenn es denn so ist) die Therapie nicht fortführt.
Und WENN er sich noch als "ich bin Baerchens Therapeut" sieht, dann wäre es erst recht vollkommen unethisch, nun seinerseits "Spielchen" zu spielen und seinen Sadismus auszuleben.
Das, was man meint, wenn man sagt, man solle den Menschen mit einer histrionischen PS kein Futter für weitere Manipulationen geben, ist etwas vollkommen anderes: Man ignoriert nicht den ganzen Menschen, sondern man ignoriert ein bestimmtes Verhalten - bleibt aber als Therapeut trotzdem noch da.
Klar, so ist das gedacht. Aber wenn das Verhalten sich dennoch nicht verändern lässt, dann macht die Therapie irgendwann null Sinn mehr. Da fehlt dann die Basis auf der sich überhaupt was verändern liese. Und Therapie ist eben nicht als "Endloskonzept" angedacht, dass heisst: Die fünfzigste Wiederholung ein und desselben wird irgendwann eine Verlängerung eher behindern. Therapeuten sind "Helfer" keine "Heiligen".isabe hat geschrieben:Man ignoriert nicht den ganzen Menschen, sondern man ignoriert ein bestimmtes Verhalten - bleibt aber als Therapeut trotzdem noch da.
Ja. Bevor man sich zu sehr involvieren lässt ohne Aussicht auf Erfolg denke ich schon, dass das irgendwann passieren kann. Ist auch durchaus vernünftig. Nem Alkoholiker bringst Du ja auch nicht permanent das "Suchtmittel".isabe hat geschrieben:Ja, und dann sagt man ab.
klar. Am besten bei jedem Konflikt die Therapie hinschmeißen... spielt keine Rolle... der Therapeut geht einfach davon aus, dass das gar nicht so gemeint ist, wenn ein Patient beenden möchte. Will heißen: Natürlich spielt das eine Rolle: Formal... und auch therapeutisch. Ein Therapeut wird Aufkündigungen eine Bedeutung beimessen, sonst würde er es nicht ernst nehmen/akzeptieren.Es spielt keine Rolle, ob noch ein Therapievertrag besteht oder nicht!
Ich sehe es zwar auch nicht für unmöglich an, dass er sich nochmals meldet. Aber eine zwingende Veranlassung gibt es nicht, da die Therapie beendet wurde in der Sitzung. Kritisch sehe ich durchaus, dass jetzt der Therapeut in die Rolle gedrängt wird, dass ER der sein soll, der nicht mehr will (obwohl der Patient ja Therapie sooo sehr will)... zum einen durch die Mail: Wenn sie sich nicht mehr melden, gehe ich davon aus, dass SIE nicht mehr wollen. Oder wenn erwartet wird, dass er nochmals separat mitteilt, dass er nicht mehr fortführen will. Das wird ein Therapeut erkennen, denke ich.
Dabei war es ja anders: Er hat Angebote gemacht, die dank von Spielchen nicht angenommen wurden... und es wurde betont, dass das Aufallhonorar nicht gezahlt wird, da man bitte auch so verstanden werden möchte, dass man abgesagt hat bzw. nichts Neues vereinbart wird (entgegen der Absprache), weil der Therapeut ja nicht mehr gebraucht wird. Und jetzt wird wieder erwartet, dass Absagen doch nicht so gemeint sein sollen... passt nicht. Er kann nichts passend machen, egal was er tun würde...
Liebe Grüße
stern

stern
»Die Dummheit hat aufgehört sich zu schämen«
(Heidi Kastner)
(Heidi Kastner)
Er soll einfach nur absagen. Das ist keine wahnsinnig hohe Anforderung - es sei denn, man hat selbst ein Problem. ..
Finde ich auch. Es gibt Patienten, bei denen gehört das Therapie-Beenden quasi zur Routine ... die sollte man vielleicht wirklich mal ernst nehmen. Wenn das aber einmal vorkommt und diejenige dann ihre Entscheidung gleich wieder bereut, kann man sich als Therapeut wenigstens melden. Als ich - das erste und einzige Mal - in meiner Analyse an einen Abbruch dachte und dies äußerte, sagte meine Therapeutin, ich solle (müsse?) wenigstens noch 14 Tage kommen. Ein wenig Bedenkzeit ist doch bei einer so schwerwiegenden Entscheidung wichtig. Wie viele private Beziehungen wurden schon im Affekt "beendet" und liefen dann doch weiter...
Dann schreibt man aber besser nicht auch noch: Wenn sie sich nicht melden gehe ich von Nichtfortsetzung aus. Das war eine message an ihn. Bedeutet: Bei Nichtfortsetzungsfall brauchen Sie sich nicht nochmals extra zu melden... denn davon gehe ich bei Nichtmeldung automatisch aus. Ähnlich wenn man sagt: Wenn ich mich nicht mehr melde, bleibt es bei Freitag. Dann wäre es sogar seltsam und potentiell missverständlich, wenn man sich nochmals meldet... weil das dann ja so verstanden werden kann, als bliebt es doch nicht bei Freitag, weil derjenige sich gemeldet hat: Äh, klappt es doch nicht, weil du nochmals anrufst...
Ich denke jedenfalls nicht, dass man eine Antwort erwarten kann... aus mehreren Gründen. Aber wie gesagt: Vielleicht meldet er sich ja doch noch. Veranlassung besteht jedoch nicht.
An was soll man sich denn als Therapeut orientieren, wenn nicht am Patienten-Wort... mit Kindergarten hat sich sicher nichts zu tun, sondern das war der explizit an ihn mitgeteilte Rahmen.
Ich denke jedenfalls nicht, dass man eine Antwort erwarten kann... aus mehreren Gründen. Aber wie gesagt: Vielleicht meldet er sich ja doch noch. Veranlassung besteht jedoch nicht.
An was soll man sich denn als Therapeut orientieren, wenn nicht am Patienten-Wort... mit Kindergarten hat sich sicher nichts zu tun, sondern das war der explizit an ihn mitgeteilte Rahmen.
Liebe Grüße
stern

stern
»Die Dummheit hat aufgehört sich zu schämen«
(Heidi Kastner)
(Heidi Kastner)
danke an euch alle, bin sehr erleichtert, er meldete sich und ich darf einen weiteren termin wahrnehmen, damit wir alles besprechen.
da es mir zurzeit sehr schlecht geht, frage ich mich gerade, was ich machen kann, wenn ich selbst nicht fahren kann.
klar ist natuerlich, dass ich ein taxi nehmen werde, wenn ich wirklich nicht fahren kann.
bus und bahn kann ich nicht, weil ich da sehr lange unterwegs waere und mir das in meinem zustand nicht zutraue.
deutlich schlechter geht es mir gerade, weil ich ja etwas an der schilddruesenmenge veraendert habe.
dabei gerate ich dann jedesmal erstmal in einer deutliche erstverschlechterung.
ich musste aber etwas veraendern, um zuversicht zu entwickeln, dass es mit einer anderen menge besser wird.
wie schaut es mit krankenfahrten aus, kennt sich damit jemand aus? die krankenkasse meinte, dass sie das in meinem fall nicht anbieten kann.
klar ist natuerlich, dass ich ein taxi nehmen werde, wenn ich wirklich nicht fahren kann.
bus und bahn kann ich nicht, weil ich da sehr lange unterwegs waere und mir das in meinem zustand nicht zutraue.
deutlich schlechter geht es mir gerade, weil ich ja etwas an der schilddruesenmenge veraendert habe.
dabei gerate ich dann jedesmal erstmal in einer deutliche erstverschlechterung.
ich musste aber etwas veraendern, um zuversicht zu entwickeln, dass es mit einer anderen menge besser wird.
wie schaut es mit krankenfahrten aus, kennt sich damit jemand aus? die krankenkasse meinte, dass sie das in meinem fall nicht anbieten kann.
Oh, das freut mich sehr - und alles andere hätte mich auch extremst verwundert (und eigentlich wundert mich in dieser Branche kaum noch was...)!
Hm, ein bisschen irritiert mich, dass du nun den Focus wieder darauf zu legen scheinst, was NICHT geht. Und das finde ich schade, weil es doch auch negative Energien fördert und die positiven sich gar nicht entfalten lässt, oder?
Ich würde zunächst mal vor Freude an die Decke springen und mir morgen 20,- nehmen (oder wie viel auch immer) und mich in ein Taxi setzen.
Ich kann mir nich so recht vorstellen, dass jemand mit einem Krankentransport zum Therapeuten fährt - rein bildlich. Ambulante Therapie heißt ja nicht umsonst so: DU gehst hin. Das ist tatsächlich auch so gedacht, dass das mit einer gewissen Anstrengung und Überwindung verbunden ist. Wer diese Hürde nicht nehmen kann, sollte zuerst gucken, dass das wieder möglich ist. Oder halt den Behindertenstatus regeln (es gibt ja auch Th., die Hausbesuche machen).
Hm, ein bisschen irritiert mich, dass du nun den Focus wieder darauf zu legen scheinst, was NICHT geht. Und das finde ich schade, weil es doch auch negative Energien fördert und die positiven sich gar nicht entfalten lässt, oder?
Ich würde zunächst mal vor Freude an die Decke springen und mir morgen 20,- nehmen (oder wie viel auch immer) und mich in ein Taxi setzen.
Ich kann mir nich so recht vorstellen, dass jemand mit einem Krankentransport zum Therapeuten fährt - rein bildlich. Ambulante Therapie heißt ja nicht umsonst so: DU gehst hin. Das ist tatsächlich auch so gedacht, dass das mit einer gewissen Anstrengung und Überwindung verbunden ist. Wer diese Hürde nicht nehmen kann, sollte zuerst gucken, dass das wieder möglich ist. Oder halt den Behindertenstatus regeln (es gibt ja auch Th., die Hausbesuche machen).
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