Tapering-Strip zum Ausschleichen

Erfahrungsaustausch zur Begleitmedikation zur Psychotherapie (Psychopharmaka und pflanzliche Mittel). Achtung: dient nicht zur gegenseitigen Medikamentenberatung, die ausschließlich Fachärzten vorbehalten ist. Derartige Beiträge werden aus dem Forum entfernt.
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lisbeth
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Tapering-Strip zum Ausschleichen

Beitrag Mi., 15.07.2020, 20:35

Bin ich neulich drüber gestolpert und für diejenigen, die wie ich einen Hang zu Absetzsymptomen haben, sicherlich hilfreich, vor allem bei Medikamenten, die es nicht in Tropfen oder niedrigen Dosierungen gibt.

Eine Apotheke in NL, die zum Ausschleichen fertige Dosierungen in jeder erdenklichen Wirkstoffmenge herstellt, und von der Ausgangsdosis in individuellen Schritten immer weiter reduziert . Das Ganze wird nutzerfreundlich als Rolle geliefert. Rückwärtszählen wie beim Adventskalender :cool:
Leider nicht ganz billig, und ob die GKV die Kosten übernimmt, ist derzeit nicht klar...

https://www.depression-heute.de/taperingstrip/
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CrazyChild
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Beitrag Do., 16.07.2020, 08:24

Die Idee an sich ist nicht schlecht. Grade weil man ADs ja in ganz kleinen Schritten Ausschleichen muss, was ja bei Tabletten irgendwann schwierig wird.
Ich glaube allerdings nicht, dass die gesetzlichen Kassen das übernehmen, obwohl es wirklich sinnvoll wäre, grade eben um diese kleinen Abdosierschrittchen gut einhalten zu können.

Ausschleichen von ADs, die über Jahre genommen wurden, kann das schon mal ebenfalls bis zu nen Jahr dauern und das kommt dann schon wieder ne ganz schöne Summe zusammen.

Danke, Lisbeth, für die Info!!
LG, CrazyChild

***stay strong***

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lisbeth
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Beitrag Do., 16.07.2020, 08:40

Ich glaub ich würde im Falle des Falles zumindest versuchen, eine individuelle Kostenübernahme von der Krankenkasse zu bekommen. Da bräuchte man halt eine Begründung vom Arzt oder von der Ärztin, warum das sinnvoll und notwendig ist. Dass zu schnelles Absetzen in zu großen Schritten zu erneuter Destabilisierung führen kann, sollte sich ja mittlerweile rumgesprochen haben...
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Zauberlehrling
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Beitrag Do., 16.07.2020, 13:50

Ich habe auch schon einmal Tabletten von meiner Apotheke in niedrigere Dosen umarbeiten lassen. In dem Fall wurden die Tabletten gemörsert, mit einem wirkungslosen Mittel gestreckt und in Kapseln umgefüllt. Pro Kapsel war dann weniger Wirkstoff enthalten als in der Originaltablette.

Wenn die Apotheke mit sich reden lässt, kann man sicherlich auch den Wirkstoffgehalt einer Kapsel variieren, so dass man 10 Kapseln mit z.B. 50 mg Wirkstoff, 10 Kapseln mit 45 mg Wirkstoff etc erhält.

Der Aufpreis für diese "Pillendreherei" war gering. Vielleicht eine Alternative?
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(Franz Kafka)

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koax
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Beitrag Di., 04.08.2020, 09:24

das klingt sehr interessant, ich bemühe mich schon seit geraumer zeit von clozapin (leponex) wegzukommen. habe dann versucht von 50 mg auf 25 mg zu reduzieren, was auch mit dem arzt ausgemacht ist, doch ich kann dann nicht wirklich schlafen und greife 2,3 tage später wieder auf die ausgangsdosis zurück. wie sieht es aus diese anwendungsart auch in österreich bewilligt zu bekommen? irgendwie scheinen die tapering strips nur in deutschland zu bekommen zu sein.