Narzisstischer Psychotherapeut?

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Psychotherapie (von der es ja eine Vielzahl von Methoden gibt) gesammelt? Dieses Forum dient zum Austausch über die diversen Psychotherapieformen sowie Ihre Erfahrungen und Erlebnisse in der Therapie.
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Janundso
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Narzisstischer Psychotherapeut?

Beitrag Mo., 12.07.2021, 11:01

Mein Therapeut war etwas komisch. Etwas sehr komisch. Man hat ihm angemerkt, dass er gläubig ist, sich für einen Gutmensch hält und sich für besser als psychisch gestörte oder schlechte Menschen hält.

Seine Eltern sind Narzissten.

Als die Therapie begonnen hat, hat er sich total komisch verhalten. Ich hatte keinerlei Vertrauen in ihn. Aber habe gemerkt, wie sehr mich das emotional aufwühlt. Wollte sowieso nur Tipps von ihm. War im Abi und wollte lieber später ne richtige Therapie bei einem anderen Therapeuten nachholen.

Er war dann recht abweisend mir gegenüber nach einer Zeit. Hat meine Depressionen runter geredet. Meine Symptome nicht ernst genommen. Nach ner Zeit war das echt ne Narzissmus/ Co-Narzisst Dynamik.

War so doof und bin weiterhin hin gegangen. Er war immer total von meinem Narzissmus überzeugt und der Meinung er würde mich besser kennen als ich es selbst tue. War total manipulierend. Hat 4-5 mal gemerkt "ohhh er ist ja garkein Narzisst" und nächste Stunde war alles beim Alten. Wenn ich ihn für etwas kritisiert habe, hat er mich wie ein kleines Kind behandelt.

Irgendwann war ich total fertig und retraumatisiert, hatte ne kleine Psychose. Bin zu nem Termin gekommen, den ich vorher abgesagt habe. Meinte, wenn ich wirklich keinen Termin habe, hätte ich ein Problem. Er hat mich daraufhin angeschrien, dass ich ein Narzisst wäre. Normalerweise hätte meine Psyche das verkraftet, weil ich dank Empathie Mangel recht immun gegen Traumas bin. Aber er hat mich nur noch mehr traumatisiert als ich schon traumatisiert war. Habe angefangen, mehrere Monate selbst zu projezieren.

Im Nachhinein war das so krass krank. Das war ein richtiger Therapeut mit Kassenzulassung. FÜR KINDER UND JUGENDLICHE.

Ich will nicht wissen, wieviel Schäden er anstellt. Ne Google Maps Rezension war "er meinte dass ich die Pille nehme ist eine Sünde vor Gott".

Ich frag mich auch, was werden Therapeuten denken wenn ich davon erzähle? Ich mein würd mir jemand sowas erzählen, würd ich auch denken der ist nicht ganz dicht.

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Fairness
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Beitrag Mo., 12.07.2021, 11:33

Hallo Janundso,

es fällt mir schwer, zu verstehen, was genauer in deiner Therapie vorgefallen ist. Ich lese deine Schilderungen jedenfalls und du scheinst mir, sehr verletzt zu sein. Das tut mir leid zu lesen, wie das gelaufen ist. Manchmal dauert es etwas, bis sich die vielen Ereignisse, Gefühle und Gedanken etwas setzen können.

Wenn du einen neuen Therapeuten aufsuchst, werdet ihr vermutlich vorerst gemeinsam das Geschehen 'sortieren' müssen. Das würde ich dir so auch sehr empfehlen, so wie auch eine Behandlung wegen der Psychose.

Ähnliches, wie es dir passiert ist, passiert leider hin und wieder, es ist nicht so ganz ungewöhnlich. Du hast dich verbrannt... Und, ich glaube, dass du das nächste Mal den besser passenden Therapeuten erkennen können wirst. Nun weißt du sicherlich, was du kaum gebrauchen kannst und nicht mehr willst.

Es gibt dann auch andere Möglichkeiten, Stellen, wo man sich wenden kann, wenn eine Therapie entgleist, wenn Therapeuten grobe Behandlungsfehler machen.

https://www.gesundheitsstadt-berlin.de/probleme-in-der-psychotherapie-was-tun-12987/ hat geschrieben:
Anlaufstellen bei Problemen während der Psychotherapie:

Ethikverein e.V.
Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS)
Verbund unabhängige Patientenberatung e.V. (VuP)
Verbraucherzentralen
Psychotherapie-Informationsdienst (PID)
Liste unabhängiger Beschwerdestellen der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V. (DGSP)

Lieben Gruß,
Fairness
Man sieht, was man am besten aus sich sehen kann. (C.G.Jung)

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Janundso
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Beitrag Mo., 12.07.2021, 11:45

Danke für die Antwort @Fairness

Weißt du zufällig, was passiert, wenn man sich bei solch einer Anlaufstelle meldet?

Ich würde mir wünschen, dass andere Therapeuten mal analysieren, ob er instande ist seinen Beruf weiter auszuüben.

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chrysokoll
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Beitrag Mo., 12.07.2021, 12:51

der Wunsch ist sehr verständlich, aber das ist leider und zum Glück nicht so einfach.

Zunächst Mal passiert dort ein Gespräch, in dem auch mit dir analysiert wird was passiert ist, was deine Möglichkeiten sind

Wichtig ist auch und vor allem dass du eine Möglichkeit findest das aufzuarbeiten und deine eigentlichen Probleme zu bearbeiten, wegen denen du in Therapie gegangen bist

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diesoderdas
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Beitrag Mo., 12.07.2021, 14:40

Janundso hat geschrieben: Mo., 12.07.2021, 11:45 Weißt du zufällig, was passiert, wenn man sich bei solch einer Anlaufstelle meldet?
Beim Ethikverein passiert nichts, was du nicht willst. Also, da wird nichts automatisch irgendwo gemeldet.

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Beitrag Mo., 12.07.2021, 15:25

diesoderdas hat geschrieben: Mo., 12.07.2021, 14:40
Janundso hat geschrieben: Mo., 12.07.2021, 11:45 Weißt du zufällig, was passiert, wenn man sich bei solch einer Anlaufstelle meldet?
Beim Ethikverein passiert nichts, was du nicht willst. Also, da wird nichts automatisch irgendwo gemeldet.
An die Ärztekammer habe ich eine Beschwerde geschrieben.

Was genau würde beim Ethik Verein passieren? Habe im Internet da kaum Infos zu gefunden

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diesoderdas
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Beitrag Mo., 12.07.2021, 17:12

Janundso hat geschrieben: Mo., 12.07.2021, 15:25 Was genau würde beim Ethik Verein passieren? Habe im Internet da kaum Infos zu gefunden
Die reden einfach mit dir. Fragen, bei was sie dich unterstützen können.

https://ethikverein.de/

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Beitrag Sa., 11.09.2021, 13:08

Was würden zukünftige Therapeuten denken, wenn ich Ihnen davon erzähle?

Meine Mum hat entweder Narzissmus - oder nutzt die gleichen Abwehrmechanismen. Da ist ja der Verdacht naheliegend, dass sich Therapeuten denken "er projeziert das alles nur". Mit Freunden oder meiner Freundin habe ich fast nie Stress...

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saffiatou
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Beitrag Sa., 11.09.2021, 19:49

Das wirst du nur erfahren, wenn du zu einem neuen thera gehst und davon berichtest und die Reaktionen siehst und nachfragst. Nicht jeder thera ist gleich und reagiert gleich. Sie wissen auch, dass in ihren Berufsfeld ein Reihe schwarzer Schafe unterwegs sind und geben das auch zu, wenn sie ehrlich sind.
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Beitrag Mi., 12.01.2022, 02:09

Hab jetzt die Sache weiter verarbeitet. Ich bin mir fast schon sicher, dass der Typ sadistisch ist. Und seine sadistische Befriedigung durch seine Patienten bekommt.

Irgendwie traurig, dass da so wenig dagegen getan wird. Ich wette, der darf trotz meiner Beschwerde noch weiter praktizieren. Wohlgemerkt kein Heilpraktiker oder so, sondern Kinder&Jugend Therapeut/ Psychiater mit Kassenzulassung

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Beitrag Mi., 12.01.2022, 08:32

Das da hab ich der Ärztekammer geschickt. Falls jemand da seine Meinung zu geben will, fände ich auf jeden Fall spannend :) Achso - ist nur eine Ergänzung der vorherigen Beschwerde.

1. Er meinte zu mir, ich solle die Antidepressiva absetzen, um zu gucken ob ich noch traurig bin. Als Test und Beweis, dass ich nicht an Narzissmus leide. Aber wäre ich dort nur für Aufmerksamkeit, hätte ich genauso gut schauspielern können, ich wäre traurig. Genauso hätte er mir auch nen Diagnostiktest vorlegen können. Da könne man vermuten, er will mich leiden sehen. Das würde auch gut zu den gemeinsamen Unternehmungsvorschlägen und dem Flirtversuch passen. Will noch hinzufügen, dass er Kinder und Jugendpsychiater/ Therapeut ist.

2. Die letzten Termine waren sehr nah aneinander. Der vorherige Rhythmus von "ca 1x die Woche sehen" wurde nicht eingehalten.

3. Er fragte, wieso ich nicht Cannabis zum Einschlafen während eines Traumas konsumiert habe. Mit provokativer Therapie kann er sich da nicht rausreden, denn er hat, als ich meinte ich habe das auch gemacht, nichts dazu geäußert.

4. Ein paar Tage vor dem Anschreiben hat er mir Tavor auf meinen Wunsch verschrieben. Ich habe nur 0,5mg genommen. Er meinte, ich könne ruhig mehr nehmen und das soll ja auch was bringen. Dabei war mein Ziel lediglich, einschlafen zu können - und das ging mit 0,5mg super. Wohlgemerkt steigt nach Tavor Einnahme für mehrere Tage die Gefahr, eine PTBS zu entwickeln.

5. Er meinte immer das Gegenteil von dem was ich meinte. Hat meine Mutter Narzissmus, ist er anderer Meinung. Hat sie keinen, denkt er sie hat Narzissmus. Könnte durchaus eine Taktik sein, jemanden an seine psychische Grenzen zu bringen.

6. Er hat es so dargestellt in einer der ersten Stunden, als sei es normal bei schwerer Kindheit die Eltern töten zu wollen. Wohlgemerkt meinte er das total aus dem Nichts. Ohne Begründung. Hat mich quasi gefragt, ob ich da Verlangen zu hätte. Ich bezweifle, dass er da so schnell projeziert. Ich würde es für gut möglich halten, dass er den Narzissmus lediglich geschauspielert hat um mich zu retraumatisiert und da noch "Schlimmeres" dahintersteckt. Und, damit er nicht auffliegt, wenn er auf seinen Narzissmus überprüft wird. Zudem hat er extrem zwischen Retter und Täter hinundhergeswitcht - und so getan, als würde er mir total gerne helfen wollen, hätte ich keinen Narzissmus. Ich war immer sehr distanziert und wollte eigentlich nur Beratung, weil ich ihm nicht vertraut habe.

7. Wie erwähnt, hat er sich immer als gläubiger Gutmensch dargestellt. Er meinte, er sei während seinem Studium in Israel - oder irgendeiner biblischen Stadt gewesen. Anscheinend da, wo irgendne Grotte/ Höhle war. Weiß nicht ob das irgendwas verändern würde - aber das ließe sich sicher überprüfen.

8. Als ich ein Attest wollte, meinte er, er würde es mir erst geben, wenn er mit meiner Klassenlehrerin reden darf.

9. Nachdem er mich traumatisierte, meinte er, ich dürfe da auf keinen Fall drüber nachdenken. Da könne man vermuten, er würde bewusst eine Introjektion bei mir verursachen wollen und dass ich das Trauma danach bis zu meinem nächsten Termin verdränge

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Gespensterkind
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Beitrag Mi., 12.01.2022, 08:38

Hallo Jaundso. Ich verstehe, dass Dich das noch sehr beschäftigt. Hast Du Dich mal an eine andere Stelle gewandt oder ist es bei der Beschwerde bei der Ärztekammer geblieben? Die Ärztekammer nimmt so etwas nämlich erst einmal nur auf und zu den Akten und schaut, ob "noch mehr"kommt - ggf. wird der Therapeut zu einer Stellungnahme gebeten. davon wirst Du aber nichts mitbekommen.
Da es Dich aber so sehr beschäftigt, wäre es vielleicht wirklich wichtig, dass Du mit jemandem darüber sprechen kannst, der Dir direkt dazu Rückmeldung gibt, die Situationen auch genauer mit Dir und Deine Sichtweise anschaut etc. Denn letztendlich hast Du das Problem Deines ehemaligen Therapeuten schon zu Deinem gemacht und das hilft Dir selbst nicht weiter.
Du hattest geschrieben, dass Du sowieso zu einem anderen Therapeuten später noch mal gehen wolltest. Ist das ein Ziel, was Du weiterhin verfolgst? Es ehrt Dich, dass Du Dir Gedanken darum machst, was dieser ehemalige Therapeut nun weiter veranstaltet bei anderen Patienten aus Deinen Erfahrungen, die Du mit ihm gemacht hast. Aber ich denke wichtig wäre auch, dass Du etwas für Dich tun kannst, damit Du aus diesen Erfahrungen unbeschadet herauskommst und an Deinen eigenen Problemen weiter arbeiten kannst, sofern Du das möchtest.

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Janundso
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Beitrag Mi., 12.01.2022, 09:06

Gespensterkind hat geschrieben: Mi., 12.01.2022, 08:38 Denn letztendlich hast Du das Problem Deines ehemaligen Therapeuten schon zu Deinem gemacht und das hilft Dir selbst nicht weiter
Coping eben ^^ Meine Freundin meinte auch schon, ich würde oft andere psychisch analysieren, damit ich mich nicht selbst psychisch analysieren muss. Aber naja, irgendwo hilft es mir schon weiter die ganze Sache überhaupt zu verstehen. Weil du von "nur bei der Ärztekammer" gesprochen hast - gäbe es da weitere Möglichkeiten?
Gespensterkind hat geschrieben: Mi., 12.01.2022, 08:38 Aber ich denke wichtig wäre auch, dass Du etwas für Dich tun kannst, damit Du aus diesen Erfahrungen unbeschadet herauskommst und an Deinen eigenen Problemen weiter arbeiten kannst, sofern Du das möchtest.
Ja. Meine Therapeutin wollte mich erst nehmen - dann doch nicht. Keine Ahnung. Suche mir nun eine neue. Hatte bis vor ein paar Monaten ehrlich gesagt auch eher wenig Vertrauen in Therapeuten. Gerade wenn der Therapeut der böse Täter - und der Patient das arme Opfer ist, denkt vermutlich ja auch fast jeder Therapeut "Der Typ hat entweder Narzissmus oder Borderline".

Meine Therapeutin meinte vor ein paar Tagen, dass da vermutlich viel "ganz gewollt" von ihm war. Geplant war. Und irgendwie hab sie Recht. Ich finde das gerade irgendwie einfach total gruselig. Auch, weil er traurig darüber war, dass ich Narzissmus hätte. Ich fress nen Besen, wenn das nicht geschauspielert war.

Finde es einfach nur gruselig und kann es nicht so recht fassen gerade.

Also wenn irgendwer einschätzen kann, ob ich da in Richtung Psychopathie Recht habe - bin gespannt ^^


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Beitrag Mi., 12.01.2022, 12:22

Hallo Jaundso,
ganz ehrlich? Das kann genauso gut alles dein eigenes Borderline, deine eigene Narzissmusstörung sein, und du überträgst es alles auf deinen Therapeuten, so wie du gerne Fremde analysierst, um nicht dir selber begegnen zu müssen.

Hier, via, Forum, kann wirklich niemand irgendwas einschätzen, also geh nicht gleich an die Decke wegen meines "Intros" grade. ;-)

Du möchtest Zustimmung - Find ich legitim, da du dich traumatisiert erlebst. Und zu Trauma gehört nunmal das Gefühl der Ohnmacht, des Ausgeliefertseins, der Überwältigung. Da find ichs eine sehr gesunde Reaktion, sich Unterstützung zu wünschen. :ja:

Du kannst dich auch zwecks Beratung an den Ethikverein wenden. Wenn dieser Thera schon anderweitig aufgefallen ist, haben die da meist schon Kenntnis davon.
Das hilft dir garantiert mehr als hier im Forum "Einschätzungen", die eh nicht getroffen werden können.

Hier mal der Link:
https://ethikverein.de/
Und dir alles Gute, dass du das gut verarbeiten kannst, was da passiert ist!

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Sydney-b
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Beitrag Mi., 12.01.2022, 13:00

Woher weißt du, dass seine Eltern Narzissten sind?

Wenn die letzten Termine sehr nah aneinander lagen, was ist daran schlimm?
Du bist doch hingegangen, hättest doch auch sagen können: einmal die Woche langt mir!

Er wollte überprüfen, ob du die Antidepressiva überhaupt noch brauchst.
Ist ein ganz normaler Vorgang, warum denkst du, dass er dich deshalb hat leiden sehen wollen?

Wie kommst du auf die Idee, dass man von der Einnahme von Tavor (nach nur wenigen Tagen) eine Ptbs entwickelt?
Eine Ptbs entsteht durch ein Trauma, nicht durch Tavor.

Woher weißt du, dass die Behandlung dich retraumatisiert hat?

Warum ist es wichtig, dass er sich mal eine Grotte angesehen hat?

Woher weißt du, dass er Narzisst ist?

Bist du sicher, dass deine Psychose vorüber ist?

Nun ist er auch noch sadistisch veranlagt.....

Ist natürlich alles möglich.
Anhand deiner Erläuterungen kann ich das so nicht erkennen.

Deshalb ist es wichtig, dass du deine Erfahrungen mit einem anderen Therapeuten besprichst.
Wenn ich es richtig verstanden habe, machst du das bereits?