Ein paar fragen über Meditation, Erfahrungsaustausch

Fragen und Gedanken rund um Spiritualität und Religionen, alternative Behandlungsmethoden, den üppigen Garten sonstiger "Therapie"-Formen, Esoterik ... und ihre Berührungspunkte mit Psychotherapie bzw. psychologischen Problemen.
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zeinesty
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Ein paar fragen über Meditation, Erfahrungsaustausch

Beitrag Di., 23.08.2022, 17:09

Hallo,

ich möchte ein bisschen Meditieren und habe das bisher meist über eine geführte Meditation gemacht. Wenn ich alleine ohne Führung meditiert habe, bin ich etwas öfter mit den Gedanken einen Dialog eingegangen, und es kahmen auch öfter Gedanken.
Jetzt ist die frage ob man sich auch in Gedanken selber führen kann, alla "und ein und ausatmen", "spüre die Traurigkeit, wo sitzt sie im Körper?"
Dagegen sprechen würde ja das man eigentlich versucht sich von den Gedanken weg zu lenken.
Und alternativ könnte man eventuell selbst eine geführte Meditation aufnehmen und dann anhören.

Ausserdem Frage ich mich ob man Gedanken aktiv haben kann ohne es zu merken, es gibt ja 3 Ebenen von Gedanken nach meinem Verständnis: Traumbilder/ Bilder die keine Sprache verwenden und keinen direkten Bezug haben, unterbewusste Gedanken die leise sind und die lauten, die Sprache verwenden und zu einem inneren Dialog führen können.
Wenn ich also die Traumbilder und die lauten Gedanken leicht bemerke und weiter ziehen lassen kann wie Wolken, ist es möglich das da noch eine Ebene von Gedanken ist die so leise sind, dass ich nicht mitbekomme, das diese nicht weiterziehen und mich die ganze Zeit aus der Achtsamkeit hinausziehen?

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Charlie05
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Beitrag Mi., 10.01.2024, 12:29

Das, was du als Gedanken-Führung beschreibst, würde ich vielleicht Intention nennen. Es ist immer sinnvoll, mit einer Intention in eine Meditation zu gehen. Da es so viele verschiedene Arten von Meditation gibt, ist es wichtig, dass du für dich klarstellst, welche Meditation du erfahren möchtest. Ein- und Ausatmen bedeutet oft, dass du ganz ohne Ziel das Loslassen lernst und deine Gedanken, egal auf welcher Ebene, ziehen lässt. Mir hilft es, mich auf den Atem zu konzentrieren und zu spüren, wie sich mein Atem beim Ausatmen auf der Oberlippe anfühlt. Mit geschlossenen Augen zum Himmel schauen hilft ebenfalls, schneller in einen tiefen Zustand der Meditation zu kommen.

Wenn deine Intention jedoch ist, dass du wissen möchtest, wo deine Traurigkeit sitzt, dann kannst du sozusagen dazu meditieren und mit deinem Körper aktiver in Verbindung treten. Vielleicht kannst du dich auch fragen, wo die Traurigkeit her rührt. Gedanken kannst du dir wie eine Zwiebel vorstellen. Je tiefer du die Meditation lernst, desto weiter dringst du vor und legst eventuell auch Erinnerungen frei, die erklären, weshalb du dich so fühlst, wie du dich fühlst. Geh' in dem Tempo vor, das für dich am besten ist, und probiere vielleicht verschiedene Meditationen aus. Ich habe irgendwann die seelische Befeldung nach Broers (gibt es auf der Seite fleckenstein ein tolles Video zu) versucht, aber erst als ich tiefer in der Materie drin war. Es war eine außergewöhnliche Erfahrung, die so viel erklärt hat. Unsere Gedanken sind komplex, genauso wie unsere Verhaltensweisen und Emotionen. Wir lernen oft erst spät, angemessen mit ihnen in Verbindung zu treten. Meditation kann eine tolle Weise sein, damit zu beginnen.