Neue Therapie/ Verfahrenswechsel innerhalb der Sperrfrist

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Neue Therapie/ Verfahrenswechsel innerhalb der Sperrfrist

Beitrag Mi., 03.04.2024, 18:32

Hallo,

mich würden eure Erfahrungen mit einem Wechsel der Therapieform innerhalb der 2- Jahres- Frist interessieren.

Mir ist bekannt, dass man mit Verfahrenswechsel die Sperrfrist der KK umgehen kann. Allerdings läuft das ja immer über einen Gutachter, heißt, der Therapeut muss einen Bericht schreiben.

Wie stark hat dieser Umstand eure Therapeutensuche beeinflusst? Haben viele abgelehnt, wegen diesem Fakt, dass man kürzlich eine andere Therapie abgeschlossen hat? Ist es vielen lästig, diesen Bericht zu schreiben?

Und wie reagieren Therapeuten darauf, wenn man sofort wieder eine neue Therapie beginnen möchte?

Meine VT endet Anfang Juli. Ich stehe schon auf einer Warteliste für eine TfP, der Therapeut meinte, dass er sich dann vermutlich im Juli bei mir meldet. Bei einem anderen soll ich mich im Juni nochmal melden.

Da in meiner VT seit Dezember einige Missverständnisse, dadurch Vertrauensbrüche aufkamen und ich vermutlich eine Abhängigkeit zu meinem Therapeuten entwickelt habe, geht es mir sehr schlecht mit dem Ende der Therapie, ich leide seit Monaten wieder unter starken Depressionen, teils mit Suizidgedanken.

Außerdem wurde mir kurz vor diesen Problemen eine kPTBS diagnostiziert, auf die wir nun aufgrund der anderen Themen nicht eingehen konnten.

Ich habe Angst, dass ich nach Therapieende nicht alleine mit meinen Gefühlen zurecht komme, darum habe ich gleich nach einem Therapieplatz gesucht. Auch meine Therapeut hat mir das unter anderem empfohlen, er meinte allerdings, dass es sein kann, dass ich nicht sofort mit einer neuen Therapie beginnen kann. Außerdem befürchte ich, dass diese schnelle Wiederaufnahme einen neuen Therapeuten eher abstößt. Verschweigen kann und sollte ich es natürlich auch nicht.

Ich weiß, dass es vorübergehend andere Hilfsangebote gibt, habe mich auch schon danach umgesehen und darum gekümmert. Aber wenn ich nun die Möglichkeit habe, wieder eine Therapie zu beginnen, würde ich die gerne wahrnehmen. Ich kann nur nicht einordnen, wie im Erstgespräch darauf reagiert wird, wenn ich von einer in die andere wechsele.

Kann mir jemand etwas dazu sagen, was mich erwarten könnte?

Danke!