was haltet ihr von den 4,5% Gehaltskürzungen?
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Kopfkranke
Thread-EröffnerIn - Helferlein

, 43 - Beiträge: 48
was haltet ihr von den 4,5% Gehaltskürzungen?
Ab April soll es ja nun wahrscheinlich in Kraft treten.. Psychotherapeuten bekommen weniger Gehalt. Es herrscht weniger Anreiz für eine Langzeittherapie.
Für mich hat das nach längere Pause wieder sehr schwere Panikattacken ausgelöst. Ich bin ca 4 Stunden vor dem Ende meiner Kurzzeittherapie und wir besprachen in eine Langzeittherapie zu wechseln...ja dann kam die Nachricht mit den Gehaltskürzungen. Ich hab von zwei Leuten mitbekommen die an der selben Stelle sind wie ich und deren Chefs einer Gemeinschaftspraxis nun doch die Langzeittherapie nicht wollen...sie sitzen nun mehr oder weniger auf der Straße. Das hat heftige Panik in mir ausgelöst.
Zum Glück hatte ich dann gestern meine Stunde und voller Angst meinen Therapeuten gefragt, aber stellt den Antrag. Mir sind tausend Steine vom Herz gefallen.
Ich finde es unmöglich und die Botschaft das psychische Gesundheit egal ist für furchtbar, traurig. Es wird vielen nun noch schwerer gemacht Hilfe zu bekommen.
Für mich hat das nach längere Pause wieder sehr schwere Panikattacken ausgelöst. Ich bin ca 4 Stunden vor dem Ende meiner Kurzzeittherapie und wir besprachen in eine Langzeittherapie zu wechseln...ja dann kam die Nachricht mit den Gehaltskürzungen. Ich hab von zwei Leuten mitbekommen die an der selben Stelle sind wie ich und deren Chefs einer Gemeinschaftspraxis nun doch die Langzeittherapie nicht wollen...sie sitzen nun mehr oder weniger auf der Straße. Das hat heftige Panik in mir ausgelöst.
Zum Glück hatte ich dann gestern meine Stunde und voller Angst meinen Therapeuten gefragt, aber stellt den Antrag. Mir sind tausend Steine vom Herz gefallen.
Ich finde es unmöglich und die Botschaft das psychische Gesundheit egal ist für furchtbar, traurig. Es wird vielen nun noch schwerer gemacht Hilfe zu bekommen.
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Die Töpfe sind nicht mehr so gut gefüllt wie früher und Ressourcen sind überall im Leben begrenzt. Was jetzt geschieht, ist einfach eine Anpassung an das, was in anderen Industrienationen üblich ist, nämlich, dass PT nicht einfach so bezahlt wird, sondern zumeist selbst zu finanzieren ist. Letztlich ergibt sich das auch daraus, dass PT - auf die Gesamtheit gesehen - extrem ineffizient ist. Das heisst, es wird jahrelang "therapiert", ohne dass sich ein wirklicher Nutzen ergibt im gesundheitsökonomischen Sinne - nicht im Wohlfühlsinne für den Patienten. Natürlich gibt es andere Fälle, aber eben gesehen auf die "Masse" der Behandlungen. Diese Entwicklung wird zunehmen, auch für den stationären Bereich.
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Charlie Foxtrott
- Forums-Insider

, 45 - Beiträge: 471
Wenn das stimmt, dann hätten wir bald keine Soldaten, Polizisten, Feuerwehrleute, Zugbegleiter mehr... Nach Verschleißen wegzuwerfen. Die Alternative Jobverlust, Grundsicherung, Frührente ist noch teurer. Reha besteht nach meiner Erfahrung auch mehr aus Druck als aus Behandlung. Unsere Vorfahren machen es uns doch vor, mit 50 Herzinfarkt, erlebte Gewalt wird weitergegeben. Und nach den MB-Aufdeckungen der letzten Jahrzenhnte muss der Berg ja erst mal abgearbeitet werden.
Die Ineffizienz kommt m.E. daher, dass mit der Gießkanne behandelt wird, unspezifisch. Wem KVT nicht hilft, dem hilft vllt. EMDR o.ä. Die vielen Therapeutenkontakte, bis der richtige/die richtige Methode gefunden ist, die machen das ganze teuer. Wollen wir wieder zurück in die 80er, als nach einem Flugzeugabsturz das Gesundheitsamt mit Faustan loszog, um die Hinterbliebenen ruhigzustellen?
Wo ist denn die Versichertengemeinschaft/wo sind die Kassen, wenn es bspw. darum geht, psychisch kranke Eltern zu behandeln? Das wird schön den Kindern aufgehalst, ist ja erst mal billiger. Nur ist deren Kraft, meist zwischen 40 und 50, irgendwann zu Ende. Habe ich selbst im Bekanntenkreis: Wenn erst der Partner S*** begangen hat und das Kind selbst in der Psychiatrie, was bei rechtzeitiger Behandlung m.E. nicht hätte sein müssen, dann wirds erst richtig teuer.
Oder Forensiktäter: Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe, diese zu behandeln, nicht die des Wohnumfeldes, das dann irgendwann mit PTBS aufschlägt. Nachhaltigkeit sieht anders aus, vom ethischen Aspekt mal ganz abgesehen.
Die Ineffizienz kommt m.E. daher, dass mit der Gießkanne behandelt wird, unspezifisch. Wem KVT nicht hilft, dem hilft vllt. EMDR o.ä. Die vielen Therapeutenkontakte, bis der richtige/die richtige Methode gefunden ist, die machen das ganze teuer. Wollen wir wieder zurück in die 80er, als nach einem Flugzeugabsturz das Gesundheitsamt mit Faustan loszog, um die Hinterbliebenen ruhigzustellen?
Wo ist denn die Versichertengemeinschaft/wo sind die Kassen, wenn es bspw. darum geht, psychisch kranke Eltern zu behandeln? Das wird schön den Kindern aufgehalst, ist ja erst mal billiger. Nur ist deren Kraft, meist zwischen 40 und 50, irgendwann zu Ende. Habe ich selbst im Bekanntenkreis: Wenn erst der Partner S*** begangen hat und das Kind selbst in der Psychiatrie, was bei rechtzeitiger Behandlung m.E. nicht hätte sein müssen, dann wirds erst richtig teuer.
Oder Forensiktäter: Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe, diese zu behandeln, nicht die des Wohnumfeldes, das dann irgendwann mit PTBS aufschlägt. Nachhaltigkeit sieht anders aus, vom ethischen Aspekt mal ganz abgesehen.
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Kopfkranke
Thread-EröffnerIn - Helferlein

, 43 - Beiträge: 48
Stimme dir voll und ganz zu Charlie.
Man muss auch bedenken das Psychotherapeuten eine echt lange Ausbildung absolvieren, die Sau teuer ist. Und zum Schluss verdienen sie weniger als andere. Wenn die dann noch einen Kassensitz anstreben, wird's noch teurer.
Damit ist auch das letzte bisschen Anreiz diesen Beruf zu studieren weg.
Man muss auch bedenken das Psychotherapeuten eine echt lange Ausbildung absolvieren, die Sau teuer ist. Und zum Schluss verdienen sie weniger als andere. Wenn die dann noch einen Kassensitz anstreben, wird's noch teurer.
Damit ist auch das letzte bisschen Anreiz diesen Beruf zu studieren weg.
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chrysokoll
- [nicht mehr wegzudenken]
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, 45 - Beiträge: 4526
Ich denke nicht dass der Anreiz deswegen weg ist diesen Beruf zu ergreifen. Das wollen viele und die tun das nicht allein aus finanziellen Gründen.
Dennoch ist es eine Frechheit und ein ganz fatales Signal finde ich! Es ist richtig und wichtig dass die Therapeuten und Ärzte und ihre Vertreter sich wehren.
Es fehlen jetzt schon viele viele Therapieplätze, die Wartezeiten sind ewig lang und es ist so kurzsichtig von den Verantwortlichen da nicht gegenzusteuern.
Dennoch ist es eine Frechheit und ein ganz fatales Signal finde ich! Es ist richtig und wichtig dass die Therapeuten und Ärzte und ihre Vertreter sich wehren.
Es fehlen jetzt schon viele viele Therapieplätze, die Wartezeiten sind ewig lang und es ist so kurzsichtig von den Verantwortlichen da nicht gegenzusteuern.
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Kopfkranke
Thread-EröffnerIn - Helferlein

, 43 - Beiträge: 48
Nicht komplett, aber man wird es sich besser überlegen. Miete und Essen muss leider auch bezahlt werden.. zusätzlich zu den Kreditkosten
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chrysokoll
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, 45 - Beiträge: 4526
Wer ist denn "man" der oder die sich das wohl überlegen?
Und ja klar, wie alle Menschen müssen Psychotherapeuten ihr Leben finanzieren. Das wird nicht an 4,5 Prozent hin oder her scheitern.
Nur zur Klarstellung: Ich bin absolut gegen diese Reduzierung, halte sie für eine Frechheit und ein ganz falsches Signal. Nur bin ich mir sicher dass es niemand davon abhalten wird diesen Beruf zu ergreifen.
Das Problem sind doch die fehlenden Kassensitze. Die elend langen Wartezeiten, die geschlossenen Wartelisten.
Und ja klar, wie alle Menschen müssen Psychotherapeuten ihr Leben finanzieren. Das wird nicht an 4,5 Prozent hin oder her scheitern.
Nur zur Klarstellung: Ich bin absolut gegen diese Reduzierung, halte sie für eine Frechheit und ein ganz falsches Signal. Nur bin ich mir sicher dass es niemand davon abhalten wird diesen Beruf zu ergreifen.
Das Problem sind doch die fehlenden Kassensitze. Die elend langen Wartezeiten, die geschlossenen Wartelisten.
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Kopfkranke
Thread-EröffnerIn - Helferlein

, 43 - Beiträge: 48
Ich glaube schon das dieses Signal, dass dadurch gesetzt wird.... Therapie ist nun noch weniger wert bzw Therapeutische Arbeit ist nun noch weniger wert..
Einen kleinen Einfluss darauf hat. Oder sagen wir...der letzte Tropfen ist.
Es ist nicht der alleinige Grund, aber ein zusätzlicher.
Einen kleinen Einfluss darauf hat. Oder sagen wir...der letzte Tropfen ist.
Es ist nicht der alleinige Grund, aber ein zusätzlicher.
Das Problem sind nicht fehlende Kassensitze. Das Problem ist, dass sich der überwiegende Teil der PT sich "Rosinen" herauspickt, die sie behandeln. Die, die wirklich Therapie bräuchten, werden oft aussortiert. Befindlichkeitsstörungen lassen sich auch anders als mit Einzelpsychotherapie behandeln. Hinkommen jahrelange "Gespräche". Gespräche sind jedoch keine PT, die Menschen weiterbringen. Erlebe ich seit Jahren bei Pat., die in Kliniken kommen.
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Charlie Foxtrott
- Forums-Insider

, 45 - Beiträge: 471
Stimmt, diese "Plaudertherapien" (Wie war Ihre Woche, gehen Sie mal spazieren und entspannen Sie sich.) sind nicht gerade das Dringendste. Entspannungsübungen kann ich auch an der Volkshochschule lernen, Nordic Walking im Kurs, selbst Physiotherapieübungen nach Verletzung gehen in der, mittlerweile auch recht langen Wartezeit, per Youtube zu lernen (wobei hier die Gefahr von Fehlbelastung nat.gegeben ist.) Wenn die Kasse sparen will, dann m.E. eher hier. Oder bei Homöopathie oder Pharmalizenzen.
Die Sprechstunden, die Therapiebedarf abschätzen und zum passenden Verfahren raten, sind m.E. ein guter Weg, wenn sie denn ihren Sinn erfüllen. (Meiner hat sich damals leider auch vertan, ist eben in 20 min nicht immer gleich einzuschätzen.)
Ich würde mir mehr Theras mit Arbeiterfamilienhintergrund wünschen, muss ja auch welche geben, die beherzt in Knast oder Suchtkliniken zupacken. Da wirken die Gehaltskürzungen m.E. sehr kontraproduktiv. Zumal psych. Erkrankung nun mal nicht selten mit Jobverlust einhergeht und dann Privatstunden schwer bis nicht zu finanzieren sind. OEG-Anträge, die manche Patienten in den Wahnsinn treiben, sind da auch nicht zielführend.
Die Sprechstunden, die Therapiebedarf abschätzen und zum passenden Verfahren raten, sind m.E. ein guter Weg, wenn sie denn ihren Sinn erfüllen. (Meiner hat sich damals leider auch vertan, ist eben in 20 min nicht immer gleich einzuschätzen.)
Ich würde mir mehr Theras mit Arbeiterfamilienhintergrund wünschen, muss ja auch welche geben, die beherzt in Knast oder Suchtkliniken zupacken. Da wirken die Gehaltskürzungen m.E. sehr kontraproduktiv. Zumal psych. Erkrankung nun mal nicht selten mit Jobverlust einhergeht und dann Privatstunden schwer bis nicht zu finanzieren sind. OEG-Anträge, die manche Patienten in den Wahnsinn treiben, sind da auch nicht zielführend.
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chrysokoll
- [nicht mehr wegzudenken]
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, 45 - Beiträge: 4526
ja, komisch, alle Experten und Fachverbände sagen dass Kassensitze fehlen. Aber natürlich, alatan weiß das besser. Klaro, wie immer.
Natürlich sind fehlende Therapieplätze das gravierende Problem, bei Erwachsenen und noch mehr bei Kindern.
Und ja, es gibt sicherlich leichtere Störungen, die gut mit kürzeren Therapien / Gesprächen zu behandeln sind. Auch diese Menschen haben jedoch den Bedarf und das Recht auf Behandlung. Und es ist sehr sinnvoll, auch einfachere Fälle zu behandeln bevor die schlimmer werden, ernster werden, chronisch werden. Bevor es zu z.B. Arbeitsausfällen oder Klinikaufenthalten kommt.
Durchaus stimmen dem nicht alle "Experten und Fachverbände" zu. Natürlich die, die eigene Pfründe retten wollen, nicht jedoch die, die das System im Gesamten überschauen und wissen, wo die Schwachstellen liegen.chrysokoll hat geschrieben: Di., 24.03.2026, 11:21 ja, komisch, alle Experten und Fachverbände sagen dass Kassensitze fehlen. Aber natürlich, alatan weiß das besser. Klaro, wie immer.
Ich habe als Arzt Erfahrung im gesamten Medizinsystem: Akutkliniken, Rehakliniken, Ambulanzen, Praxen, zudem eine gesundheitsökonomische Qualifikation. Also ist meine Einschätzung einigermaßen valide.
Das öffentliche psychosoziale System ist eine sich selbst unterhaltende Industrie, die es ganz ernsthaft zu hinterfragen gilt, da sie eine in weiten Teilen leider sehr ineffiziente Verschwendung von Geldern des Solidarsystems darstellt und so nicht zu rechtfertigen ist. Und das wird zunehmend so kommen, ob man das bedauert und auf sich den Kopf stellt oder nicht.
Übrigens sage ich das nicht als Gegner von PT, sondern als jemand, der sehr gerne psychotherapeutisch arbeitet, aber eben effizient, gerade im Sinne der Patienten.
Das Geld wird halt für israelische Waffen, ukrainische Flüchtlinge, die Krankenversicherung türkischer Gastarbeiter-Angehöriger in ihrem Heimatland, neue dringend benötigte europäische Waffen, den Kampf gegen Rechts, syrische Fachkräfte, amerikanische Waffen, allerlei regierungsbezahlter Nichtregierungsorganisationen, wirksame Masken, notwendige...wirksame und sichere Impfdosen und die Freunde und Verwandten der Graichens und Weimers und all der Puppenspieler ...dringender benötigt und wird bei den lieben Onkels vom Epsteinsyndikat und ihren ehrenwerten Herren dringender gebraucht, da werden wir uns wohl noch auf mehr Einschränkungen und Rente mit 70 einstellen müssen. Aber irgendwie kommt ihr damit schon zurecht. Schweigend, zitternd vor Angst und froh, dass bei dieser Runde nochmal ein Stuhl frei und eine 400er Ibo verfügbar war, als die Musik aufhörte. Es wird ungemütlich, deshalb bin ich so grob. Und es gruselt mich selbst, wenn eintritt, was man von weitem sehen aber nicht glauben konnte, schon im März 2020.
Das zweifelhafte Gesundheitssystem, was mein Vorredner anspricht, muss wahrscheinlich erst zerfallen, um es neu aufzusetzen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob es dann im Sinne der Versicherten und ernsthaft bemühten Helfer besser wird. Die Leute verstummen, wie die Kaninchen vor der Schlange.
Das zweifelhafte Gesundheitssystem, was mein Vorredner anspricht, muss wahrscheinlich erst zerfallen, um es neu aufzusetzen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob es dann im Sinne der Versicherten und ernsthaft bemühten Helfer besser wird. Die Leute verstummen, wie die Kaninchen vor der Schlange.
„... Durchaus stimmen dem nicht alle "Experten und Fachverbände" zu. Natürlich die, die eigene Pfründe retten wollen, nicht jedoch die, die das System im Gesamten überschauen und wissen, wo die Schwachstellen liegen...“
Die Proteste gegen Honorarkürzungen auf finanzielle Eigeninteressen der Psychotherapeuten zu reduzieren, ist aus meiner Sicht ein unangemessenes, abwertendes Pauschalurteil.
Diejenigen, „die das System im Gesamten überschauen und wissen, wo die Schwachstellen liegen“ übersehen wohl, dass Honorarkürzungen Kürzungen an der psychischen Gesundheit der Menschen sind. Die wahren Schwachstellen im System sind nicht die Honorare, sondern die drohende Unterversorgung. Eine Kürzung der Vergütung ist eine einseitige, aus ökonomischer Sicht getroffene Entscheidung, bei der eine schlechtere Versorgung der Patienten in Kauf genommen wird.
Die Proteste gegen Honorarkürzungen auf finanzielle Eigeninteressen der Psychotherapeuten zu reduzieren, ist aus meiner Sicht ein unangemessenes, abwertendes Pauschalurteil.
Diejenigen, „die das System im Gesamten überschauen und wissen, wo die Schwachstellen liegen“ übersehen wohl, dass Honorarkürzungen Kürzungen an der psychischen Gesundheit der Menschen sind. Die wahren Schwachstellen im System sind nicht die Honorare, sondern die drohende Unterversorgung. Eine Kürzung der Vergütung ist eine einseitige, aus ökonomischer Sicht getroffene Entscheidung, bei der eine schlechtere Versorgung der Patienten in Kauf genommen wird.
Siehst du einen Riesen, so prüfe den Stand der Sonne und gib acht,
ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist. Novalis
ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist. Novalis
Psychotherapeuten verdienen so 4.000 bis 5.000 EUR brutto im Monat. Verhungern werden die nicht.
Aber der Grund, dass gekürzt wurde ist ja, dass die Honorare der Psychotherapeut*innen in den letzten Jahren überdurchschnittlich gestiegen sind
-Suizid ist eine der häufigsten Todesursache
- immer mehr psychische Probleme,vor allem auch bei Jugendlichen, vor allem seit Corona, signifikanter Anstieg psych. Probleme
- sich Hilfe zu suchen wird nicht mehr so extrem verurteilt und abgewertet, wie in früheren Zeiten
- usw.
=> mehr Menschen benötigen und nehmen Hilfe in Anspruch
und neue, mehr Möglichkeiten abzurechnen, einfachere Zugang (z. B. Akutbehandlungen etc. pp. )
Das hat zu der Honoroarsteigerung der letzte Jahre geführt.
Nicht einfach nur Verschwendung von Mitteln. Die Realität ist weitaus komplexer.
Der Bedarf steigt und genau da kürzt man... ja, wir haben immer noch ein sehr, sehr gutes Gesundheitssystem globals gesehen. Aber das Niveau sinkt weiter und Ende ist nicht in Sicht. Besser wirds nicht.
Aber der Grund, dass gekürzt wurde ist ja, dass die Honorare der Psychotherapeut*innen in den letzten Jahren überdurchschnittlich gestiegen sind
-Suizid ist eine der häufigsten Todesursache
- immer mehr psychische Probleme,vor allem auch bei Jugendlichen, vor allem seit Corona, signifikanter Anstieg psych. Probleme
- sich Hilfe zu suchen wird nicht mehr so extrem verurteilt und abgewertet, wie in früheren Zeiten
- usw.
=> mehr Menschen benötigen und nehmen Hilfe in Anspruch
und neue, mehr Möglichkeiten abzurechnen, einfachere Zugang (z. B. Akutbehandlungen etc. pp. )
Das hat zu der Honoroarsteigerung der letzte Jahre geführt.
Nicht einfach nur Verschwendung von Mitteln. Die Realität ist weitaus komplexer.
Der Bedarf steigt und genau da kürzt man... ja, wir haben immer noch ein sehr, sehr gutes Gesundheitssystem globals gesehen. Aber das Niveau sinkt weiter und Ende ist nicht in Sicht. Besser wirds nicht.
"You cannot find peace by avoiding life."
Virginia Woolf
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