Unterschied Kassenpatient - Selbstzahlend

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Psychotherapie (von der es ja eine Vielzahl von Methoden gibt) gesammelt? Dieses Forum dient zum Austausch über die diversen Psychotherapieformen sowie Ihre Erfahrungen und Erlebnisse in der Therapie.
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Andrea_vonhier
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Unterschied Kassenpatient - Selbstzahlend

Beitrag Sa., 21.03.2026, 17:21

Hallo
Ich bin aus Österreich und habe mich mit einer Überweisung an die Clearingstelle gewandt. Dort bekam ich zwei Adressen von Therapeuten, die einen Kassenplatz frei hatten. Ich nahm den, der in meiner Nähe war an, und habe dort eine Verhaltenstherapie (30 Stunden verbraucht) , anfangs wöchtentlich , dann einmal im Monat. Nach einigen Monaten riet er mir zu einer Traumatherapie, bzw. mal riet er mir dazu, mal sagte er - ich würde es jetzt auch ohne ihm schaffen. Ich wühle ständig in meiner Vergangenheit rum, bekomme deswegen auch wieder Schlafstörungen (das war einer der Günde wegen einer Therapie) und fühle mich in den monatlichen Abständen nicht wohl. Das sagte ich ihm beim letzten mal wiederholt auch und er sagte ich sei Kassenpatient und auch zeitlich nicht so flexibel. Anfangs war es wöchtentlich auch machbar !!! Ich erkundigte mich bei der Clearingstelle um einen eventuellen Wechsel (eigentlich möchte ich nicht nochmals von vorne beginnen, aber so geht es mir nicht gut) Ich bekam eine Telefonnummer von einer Therapeutin, die rief ich dann an. Sie konnte mir derzeit nicht sagen ob sie noch einen freien Platz habe (den Kassenplatz habe sie vergeben, ist aber nicht sicher ob die Klientin kommt wegen Wohnungswechsel) , aber ich habe mich sehr nett mit ihr unterhalten. Sie meinte, dass ein Therapeut von der Kasse nur 90€ /Stunde bekommt und es für sie so klinge als ob mich meiner loswerden wolle !!
Aber sollte es so sein, warum bietet ein Therapeut dann überhaupt einen Kassenplatz an ???? Pro Bezirk gibt es zwei Kassenplätze . Es ergibt jetzt Sinn warum ich nur monatlich Termine bekomme.

Wie sind eure Erfahrungen, die die einen Kassenplatz haben ???? Sollte ich mir einen Therapieplatz sichern, den ich selbst bezahle ???? Ist gratis wirklich nichts wert (tipp von einer Freundin) ????
Ich weiß derzeit gar nicht was ich glauben soll !!

lg Andrea

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chrysokoll
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Beitrag Sa., 21.03.2026, 18:32

Wichtig wäre aus meiner Sicht, dass zunächst einmal du für dich eine Entscheidung triffst, genau genommen zwei: Erstens die Entscheidung die Therapie bei diesem aktuellen Therapeuten zu beenden (oder eben nicht). Und zweitens ob du wieder eine Therapie machen willst.
Erst gestern hast du ja geschrieben dass es dir reicht und du nie mehr eine machen willst, heute bist du wieder auf der Suche. Ich erlebe dich da sehr verwirrt, was verständlich ist. Aber nur du kannst diese Entscheidungen treffen.

Das System in Österreich finde ich schwierig, aber es ist nun einmal das System in dem du dich bewegst. Nur darin kannst du deine Entscheidungen treffen. Wäre es für dich überhaupt möglich selbst eine Therapie zu finanzieren?

Ansonsten finde ich es noch wichtig, dich da auf dich selbst zu besinnen. Es hilft dir überhaupt nichts wenn die eine Therapeutin am Telefon meint der andere Therapeut (den sie nicht kennt) würde dies und jenes machen weil und wenn eine Freundin dann wieder irgendwas meint etc.
Die Gründe des Therapeuten kannst du - wenn überhaupt - nur in einem direkten Gespräch mit ihm herausfinden.

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Forums-Insider
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Beiträge: 193

Beitrag So., 22.03.2026, 11:53

… Ist gratis wirklich nichts wert (tipp von einer Freundin) ????...“

Gratis bedeutet doch nur, dass Du nicht selbst zahlst, sondern die Solidargemeinschaft, die Qualität der psychotherapeutischen Behandlung ist gleich.

Wichtig für den Erfolg einer Psychotherapie sind z. B. - außer der richtigen Methode - ein vertrauensvolles Verhältnis zum Therapeuten und dessen Empathie und Kompetenz, sowie Deine Bereitschaft zur Veränderung.
Siehst du einen Riesen, so prüfe den Stand der Sonne und gib acht,
ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist. Novalis

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chrysokoll
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weiblich/female, 45
Beiträge: 4526

Beitrag So., 22.03.2026, 13:51

Genau das!
Die Therapie ist ja nicht "gratis". Die zahlen dann andere und auch man selbst über die Krankenkassenbeiträge. Oder eben, falls es in einer Beratungsstelle oder Ambulanz stattfindet der jeweilige Kostenträger u.a. dann über Steuern.

In D, wo Therapien zunächst mal in den allermeisten Fällen von der KK übernommen werden, sind die ja nicht weniger "wert" und auch nicht weniger wirksam. Das ist also absolut kein Argument.

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